Papst besucht Palermo: Schämen für das, was Gott beleidigt
Nachrichten 03/10/2010 06:38:39
Mehr als 200.000 Gläubige, mehr als doppelt so viel wie erwartet, waren zu dem Gottesdienst an der Strandpromenade in Palermo bei strahlendem Sonnenschein zusammengekommen. Am Beginn der Messe wurde dem Papst eine Statue der Unbefleckten Empfängnis Mariens überreicht, die in Sizilien besonders verehrt wird. In seiner Predigt sagte Benedikt XVI. er sei gekommen, um die Gläubigen nachdrücklich zu ermutigen, ohne Furcht entschieden für menschliche und christliche Werte einzutreten.
„Habt keine Angst, den Glauben zu leben und zu bezeugen in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, in den unterschiedlichen Situationen der menschlichen Existenz, besonders in den schwierigen. Der Glaube gibt euch die Kraft Gottes, um vertrauensvoll, mutig und mit neuer Entschiedenheit voranzuschreiten, um die notwendigen Initiativen zu ergreifen, die unserer Erde ein schöneres Angesicht verleihen.“
Dies sei nicht immer einfach, so der Papst: „Und wenn ihr den Widerstand der Welt erfahrt, dann hört die Worte des Apostels: „Schäme dich nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen.“ (2 Tim 1,8) Man muss sich schämen für das Übel; für das, was Gott beleidigt; für das, was den Menschen beleidigt. Man muss sich schämen für das, was der zivilen und religiösen Gemeinschaft Schaden zufügt durch Handlungen, die nicht gern ans Licht kommen.“
Zeitgleich Seligsprechung in Ancona
Beim Angelusgebet am Ende der Messe erwähnte Benedikt XVI. die Seligsprechung der Ehegattin und Mutter Anna Maria Adorni, die zeitgleich in Ancona stattfand.











