Msgr. Maasburg: Mission heißt, allen Menschen Jesus zeigen
Nachrichten 25/10/2010 17:14:28
In seiner Predigt erinnerte er daran, dass wir Christen nicht nur an einen abstrakten Gott glauben, sondern an einen liebenden und gütigen Vater: „Wenn er der Vater ist, so bin ich sein Kind und somit vom Vater abhängig. Wenn wir die Abhängigkeit von Gott erfassen und annehmen, dann haben wir etwas weiterzugeben. Dann erst haben wir einen Grund, in die Mission zu gehen. Die frohe Botschaft, die wir Christen in die Welt tragen, ist, dass wir Gottes geliebte Kinder sein dürfen.“
Den Menschen Jesus zeigen
Im Wiener Stephansdom zelebrierte Weihbischof Franz Scharl das Hochamt zum Weltmissions-Sonntag. Die heilige Messe wurde von den fremdsprachigen Gemeinden mitgestaltet. In seiner Predigt ging der neue Wiener Missio-Diözesandirektor, Monsignore Herbert Leuthner, auf das Wesen des Weltmissions-Sonntags ein: „Papst Benedikt XVI. wies darauf hin, was unsere Mission ist, hier im alten Europa wie in den jungen Kirchen: Allen Menschen Jesus zeigen. Das heißt, nicht nur von ihm reden, sondern von ihm so erfüllt sein, dass die Menschen an uns etwas von Jesus ahnen können.“
„Interesse an unseren Problemen“
Neben der Glaubensverkündigung strich Leuthner, der selbst als Priester jahrzehntelang in der Mission in Lateinamerika war, heraus, wie essentiell die Solidarität der Gläubigen für die Kirche in den Ländern des Südens ist: „Ich selbst durfte gemeinsam mit einer Gruppe von Laien, Diakonen und Priestern der Ortskirche von Wien fast 30 Jahre lang in ihrem weltkirchlichen Dienst in Lateinamerika arbeiten. Im Namen der Ortskirchen des Südens danke ich der Kirche von Wien und den Kirchen Europas für so unglaublich viel Hilfe, materiell und personell, und für Ihr Interesse an unseren Problemen und ihre globale Solidarität.“

