US-Bischöfe: Regierung muss die Ehe schützen
Nachrichten 06/03/2011 16:11:21
Obama hat Ende Februar das Justizministerium angewiesen, von dem unter Präsident Bill Clinton 1996 erlassenen Bundesgesetz Defense of Marriage Act (DOMA) abzurücken.
Mit seiner Entscheidung nehme der Präsident eine unzulässige Neudefinition des Ehe-Begriffs vor, kritisiert der Episkopats-Vorsitzende Dolan. Die Behauptung, dadurch würden andere Formen des Zusammenlebens «diskriminiert», mache die tiefe Überzeugung vieler US-Bürger zur «Karikatur». Jeder Mensch habe das Anrecht auf Gerechtigkeit, Mitgefühl und Achtung. Das DOMA stelle keine «Diskriminierung» dar, eine derartige Auffassung sei ein Affront gegen Millionen von Bürgern, so der Erzbischof, der seine Kritik im Namen der Bischofskonferenz dem Präsidenten auch in einem Brief zugeleitet hat.
Als einen «schwerwiegenden Verstoß» gegen die Gewaltenteilung bewertet Bischof Salvatore J. Cordileone von Oakland/Kalifornien, Obamas Entscheidung. Dieser und andere ähnliche Vorgänge in der Regierung, so der neue Vorsitzende der Kommission «Schutz der Ehe» der Bischofskonferenz in der aktuellen Ausgabe seiner Bistumszeitung «The Catholic Voice», lösten «Sorge über den Zustand der Demokratie in unserem Land» aus. Cordileone und weitere katholische Bischöfe sowie Repräsentanten anderer Kirchen und Glaubensgemeinschaften haben zudem in einem Schreiben die Abgeordneten im Repräsentantenhaus aufgefordert, die neue politische Linie gegen das Institut der Ehe nicht mitzutragen.

