Bischof Williamson droht neues Verfahren wegen Volksverhetzung
Nachrichten  22/02/2012 14:53
(gloria.tv/ KNA) Bischof Richard Williamson muss erneut mit einem Verfahren wegen Volksverhetzung rechnen. In etwa fünf Wochen könne eine neue Klage gegen den Bischof der Piusbruderschaft fertig sein, sagte der Regensburger Oberstaatsanwalt Wolfhard Meindl am Mittwoch auf Anfrage.

Zuvor hatte das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg das bisherige Strafverfahren gegen Williamson wegen Volksverhetzung vorläufig eingestellt (Az. 1 St OLG Ss 240/11). Es hatte über einen Antrag auf Revision zu einem Urteil des Amts- und Landgerichts Regensburg zu entscheiden.

Deren Strafbefehl schildert nach Auffassung des Ersten Strafsenats des OLG lediglich eine «Vorbereitungshandlung und demnach ein (noch) nicht strafbares Verhalten». Bei Volksverhetzung müsse die Tat «öffentlich oder in einer Versammlung» begangen werden. Ausgangspunkt war ein Interview aus dem Jahr 2008, mit dem Williamson weltweit Empörung auslöste.

Im Jahr 2010 hatte das Amtsgericht Regensburg den Bischof der Piusbruderschaft daraufhin zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Landgericht hatte ein Jahr später das Urteil bestätigt.

Das OLG betonte, in der Entscheidung der Regensburger Gerichte werde zwar beschrieben, dass Williamson damit gerechnet habe, dass sein Interview auch in Deutschland Aufsehen erregen werde. Es werde aber nicht mitgeteilt, wie und wo der Inhalt des Interviews veröffentlicht und auch in Deutschland bekannt wurde. Nachdem seine Äußerung vorab bekannt geworden war, habe Williamson auf dem Rechtsweg vergeblich versucht, eine Ausstrahlung in der Bundesrepublik zu unterzusagen.

Gleichzeitig unterstrich der Strafsenat, die nun gefasste Entscheidung bedeute nicht, dass die 2008 abgegebenen Äußerungen des Bischofs in Deutschland nicht strafbar seien. Die Piusbrüder haben sich nach Ansicht ihres Distriktoberen Franz Schmidberger «klar und unmissverständlich von den Verirrungen des Bischof Williamsons distanziert». Dies schrieb Schmidberger im Oktober in einem Brief an den Zentralrat der Juden in Deutschland.
Salutator     23/02/2012 08:12
Perfekt inszeniert, um der Bruderschaft zu schaden. Aber so sind nun mal die Menschen. Das ist nicht mein wirkliches Problem.
Das wirkliche Problem in unserer so freiheitlichen Gesellschaft ist, dass man keine persönlichen Meinungen über bestimmte Themen haben darf, und insbesondere solche Meinungen nicht mit anderen diskutieren darf. Das ist Zeichen einer extrem bedrohlichen Diktatur.
a.t.m     22/02/2012 15:44
Franziskus Fan. Sie haben Recht im Fall Bischof Williamson geht es nur um politisches und leider auch um kirchenpolitisches, den es dauerte ja nur wenige Stunden, nach dem die Exkommunikation der 4 Bischöfe der Priesterbruderschaft St. PIUS X bekannt wurde, bis das Video mit den Ausagen öffentlich wurde. Ein reiner Zufall? Oder wollte doch jemand seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI ins schiefe Licht rücken und gegen diesen Hetzen? Was ja leider auch besonders gut bei den "Berufskatholiken" … [More]
Franziskus-Fan     22/02/2012 15:27
Es geht nicht darum, ob Mons. Williamson ein Streiter Gottes ist, oder nicht.
Hier geht es um politische Dinge - Verschwörungstheorien, mit denen er sich und die Kirche in der Nachfolge Christi unglaubwürdig macht!
CSc     22/02/2012 14:56
Bischof Richard Williamson - Der Streiter Gottes
Ein Interview

Neues Interview mit Bischof Williamson [More]
Similar media
03:07 Liturgical dance - 3/26/15
5,254 clicks 46 Postings
14:41 OVIEDO
1,909 clicks 14 Postings