Berliner Kardinal Woelki hält wenig von Ämtern und Titeln
Nachrichten 27/05/2012 11:49:45
(gloria.tv/ KNA) Rainer Maria Woelki (55), Berliner Kardinal, hält wenig von Ämtern und Titeln. Auf die Frage, wer in Deutschland gerade der wichtigste Katholik sei, sagte Woelki der «Welt am Sonntag": «Jesus Christus.» Die Aufgabe der Bischöfe bestehe darin, dessen Botschaft zu verkünden, betonte der Erzbischof von Berlin. «Es geht wirklich nicht so sehr um Woelki, Zollitsch, Lehmann, Marx oder Meisner oder so», sagte er. «Wenn es darum ginge, hätten wir einen Verrat an unserer Sendung und Berufung begangen.»Sich selbst bezeichnete Woelki als konservativ, «weil ich das Konservativsein nicht als etwas Negatives ansehe, sondern als etwas Notwendiges». Ihm gehe es darum, die Ursprünge und Quellen zu bewahren, «aus denen wir leben», so der Kardinal. «Diese Quellen zu pflegen, sie von allen Entstellungen zu reinigen und hieraus auch die Antworten zu finden, um die Probleme von Gegenwart und Zukunft zu lösen - in diesem Sinne würde ich mich als einen Konservativen bezeichnen.»
Erzbischöfe haben ähnlichen Arbeitstag wie Manager
Der Berufsalltag eines Erzbischofs hat nach Ansicht des Berliner Kardinals Rainer Maria Woelki durchaus Parallelen mit dem von Managern in großen Unternehmen. Allerdings versuche er, seinen Tagesablauf «bei allen Anforderungen geistlich zu strukturieren», vertraute Woelki der «Welt am Sonntag» an. So nutze er oftmals Autofahrten zum persönlichen Gebet. «Ansonsten glaube ich, ist da vieles vergleichbar», sagte er mit Blick auf die Konzernlenker. «Nur das Einkommen nicht.»



















