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Italien: Bischofssprecher wegen Missbrauchsverdacht verhaftet

(gloria.tv/ KNA) In Italien hat die Polizei am Wochenende den Pressesprecher eines katholischen Bischofs wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch verhaftet. Der Priester Giacomo Ruggeri, Leiter der Kommunikationsabteilung des Bistums Fano, soll sich an einem 13-jährigen Mädchen vergangen haben, berichtet die katholische Tageszeitung «Avvenire» (Samstag).

Bischof Armando Trasarti hat Ruggeri von allen seelsorgerischen Aufgaben entbunden und ihm die Spendung der Sakramente untersagt. Der Priester wurde nach der Festnahme in das Gefängnis von Pesaro gebracht.

In einer am Samstag auf der Internetseite des mittelitalienischen Bistums veröffentlichten Stellungnahme äußerte Bischof Trasarti «Erschütterung und Schmerz» über die Anschuldigung und versicherte das mutmaßliche Opfer seiner «vollen Solidarität». Der Fall des 43 Jahre alten Priesters sorgt landesweit für Aufsehen. Als regelmäßiger Mitarbeiter des «Avvenire», Dozent für Kommunikation sowie Jugendseelsorger war Ruggeri über die Grenzen des Bistums Fano hinaus bekannt.
Ehrmann
Bei einem Verdacht ist Absichern gut - aber doch nicht vorverurteilen!!! Das bedeutet nämlich eine Entschuldigung bei einem Opfer, bei dem vor dem Gerichtsurteil noch nicht feststeht, ob es eines ist.