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Das Kernproblem von Martin Luther

Gloria.tv
5015
Alma von Stockhausen erklärt das Grundproblem von Martin Luther, wie seine Lehre in die Kirche kam und wie sie zu überwinden ist.
Doris
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Rechtfertigungslehre :
Vernunft , freier Wille und Vermögen der Liebe
Bibiana
Ach, dieser Protestantismus.... wie lassen auch wir Katholiken uns von ihm immer wieder umnebeln.

Spontan fällt mir dazu Jesu Wort an den ungläubigen Thomas ein... sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Oder an anderer Stelle, wer nicht glaubt, ist schon gerichtet. Sind doch alles Worte aus der heiligen Schrift, ich denke, nur die allein lassen Protestanten doch gelten. Nein, doch nicht?, dann …Mehr
Ach, dieser Protestantismus.... wie lassen auch wir Katholiken uns von ihm immer wieder umnebeln.

Spontan fällt mir dazu Jesu Wort an den ungläubigen Thomas ein... sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Oder an anderer Stelle, wer nicht glaubt, ist schon gerichtet. Sind doch alles Worte aus der heiligen Schrift, ich denke, nur die allein lassen Protestanten doch gelten. Nein, doch nicht?, dann fangen sie wohl an, zu philosophieren. Man kann ja über alles nachdenken, erwägen, Maria erwog auch alles in ihrem Herzen, doch liess sie die Wahrheit zu.

Kommen Zweifel auf, sprich lieber andächtig laut oder im Herzen: Jesus, Maria, ich liebe Euch, rettet Seelen! Das verscheucht böse Geister und lästige Grillen... aber mit Maria hatten und haben es bis heute noch manch hohe Herren, die sie halt partout nicht gelten lassen wollen, diese Armen...
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Gut zu wissen - da versteht man manches neu
Santiago74
Deshalb steht wohl auch die Ehrfurcht vor Gott vor der Weisheit, wie es im Alten Testament steht. Sehr ehrfurchtslos zu behaupten, dass nicht wir schuld sind an unsere Sündhaftigkeit.

"Die Furcht des HERRN ist Zucht zur Weisheit, und der Ehre geht Demut voran."
-Sprüche 15:33
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Gerti Harzl
Ich finde es immer so witzig, wenn ich, kaum dass ich mal "pieps" mache, gleich eine drübergezogen bekomme bei Sachen, die andere ungehindert andauernd von sich geben dürfen.
Gerti Harzl
Ja es ist mir eben nicht ganz klar, ob er Papst sein möchte, oder lieber dieses Amt schön langsam auflösen möchte. Denn schauen Sie mal, das war doch eine sehr merkwürdige Antrittsrede: "Guten Abend!" Konklave für Diözese Rom Aber gut, wenn Sie das stört, lenke ich ein. Papst Franziskus ist Papst, bis eventuell das Gegenteil bewiesen ist, und bewiesen ist nichts.
Einen weiteren Kommentar von Gerti Harzl
Gerti Harzl
Ich verstehe, dass Du Dich ärgerst und dass Du dies kritisierst, aber ich teile nicht Deine Meinung, dass diese Kardinäle und dass Bergoglio nicht mehr zur Kirche gehören. Dein "von Dir entwickelter Terminus für die nachkonziliare Kirche", Deine PKK, kann meiner Überzeugung nach nichts anderes als ein - wenn auch origineller - Schimpfname sein, um den Frust abzulassen.
Carlus
1. Es gibt aber Mietlinge, in der PKK die behaupten sie seien noch Mitglied in der "Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche", was unzutreffend ist, da sie mindestens eine der 3 Säulen der Kirche nicht mehr befolgen.
a. die kirchliche Tradition;
b. die göttliche Offenbarung in und durch unseren Erlöser Jesus Christus, und
c. der Glaube und die Dogmatik der Kirche

Hierzu gehören…Mehr
1. Es gibt aber Mietlinge, in der PKK die behaupten sie seien noch Mitglied in der "Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche", was unzutreffend ist, da sie mindestens eine der 3 Säulen der Kirche nicht mehr befolgen.
a. die kirchliche Tradition;
b. die göttliche Offenbarung in und durch unseren Erlöser Jesus Christus, und
c. der Glaube und die Dogmatik der Kirche

Hierzu gehören an vorderster Stelle die Herren, Franziskus, Kasper, Lehmann, Schönborn und Marx;
2. Die Katholische Kirche ist der mystische Leib Christi und unterliegt keiner Weiterentwicklung oder Veränderung.
3. was zu Zeiten der Propheten, in der irdischen Zeit Christie, in der Zeit der Apostel und in der Kirche bis 1958 gültig und wahrhaftig war ist es heute und bleibt es auch in Ewigkeit
4. jeder häretische Veränderer ob M.Luther, Rahner, Bea, Lehmann oder Franziskus nehmen sich das Recht heraus und bezichtigen Christus und den Heiligen Geist als Lügner, da deren Führung und Leitung in der Kirche bis zu ihrem Erscheinen fehlerhaft und unwahrhaftig gewesen sei und ausschließlich sie und ihre Helfer zur Berichtigung berufen seien.
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Gerti Harzl
Es gibt nur EINE katholische Kirche, es sei denn, die Traditionalisten hätten inzwischen ihre eigene gegründet.
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Carlus
Der von mir entwickelte Terminus für die nachkonziliare Kirche, diese als "PKK ~ Protestantische KonzilsKirche" ist zutreffend und wird nach Kenntnis dieser Erläuterung nunmehr grundsätzlich verwendet.
Marie M.
@alfons maria stickler 20.12.2014 21:29:13

Warum sollte ich? Mir reicht die Auslegung der Kirche.

Die ebenfalls fleissig aussortiert und eingefügt hat, was ihr gerade zu Nutzen war.
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Dogmatiker
Mir geht es rein darum, dass die Aussage: "ohne Luther gäbe es keine dt. Bibelübersetzung" einfach falsch ist.
die gab es schon mind. 100 jahre vorher.

und 100 jahre sind eine menge, menge zeit. da fließt eine menge wasser den inn runter.

vergleichen sie mal analog dazu 2014 mit 1914....
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Dogmatiker
und grade in österreich / südbayern, Ihrem heimatland, kirchenfreak, wurde gar nichts durch lutherübersetzungen "salonfähiger gemacht".
denn zur reformationszeit hätte sich jeder katholik eher die hand abhacken lassen, als von dem kirchenspalter die bibel zur hand zu nehmen...*
(das soll nicht despektierlich sein, aber man muss sich die großen gräben in der folgezeit der reformatoren vor augen …Mehr
und grade in österreich / südbayern, Ihrem heimatland, kirchenfreak, wurde gar nichts durch lutherübersetzungen "salonfähiger gemacht".
denn zur reformationszeit hätte sich jeder katholik eher die hand abhacken lassen, als von dem kirchenspalter die bibel zur hand zu nehmen...*
(das soll nicht despektierlich sein, aber man muss sich die großen gräben in der folgezeit der reformatoren vor augen halten,... allein schon die furchtbaren konfessionskriege der fürsten)

*musste ja auch keiner, denn es gab ja bereits alternativen.
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3 weitere Kommentare von Dogmatiker
Dogmatiker
Außerdem:

"Ohne Luther gebe es keine Deutsche Übersetzung der Bibel."

ist und bleibt eine in sich falsche Aussage.
Dogmatiker
Salonfähig(er) machte sie allerdings Martin Luther.

quatsch.
Dogmatiker
Aus meinem Link zur Uni Leipzig:

"Im 14. Jahrhundert kam die
Übertragung in Prosa auf, zunächst von ausgewählten Teilen der Heiligen Schrift,
und wurde zum zukunftsweisenden Modell für ihre volkssprachige Aneignung.
Diese Entwicklung gipfelte in den oft mehrbändigen deutschen Vollbibeln des 15.
Jahrhunderts, die eine weitgehend getreue Übertragung des Vulgata-Textes bieten
."

--> Luther überset…Mehr
Aus meinem Link zur Uni Leipzig:

"Im 14. Jahrhundert kam die
Übertragung in Prosa auf, zunächst von ausgewählten Teilen der Heiligen Schrift,
und wurde zum zukunftsweisenden Modell für ihre volkssprachige Aneignung.
Diese Entwicklung gipfelte in den oft mehrbändigen deutschen Vollbibeln des 15.
Jahrhunderts, die eine weitgehend getreue Übertragung des Vulgata-Textes bieten
."

--> Luther übersetzte im 16. JH (sechzehn)

übrigens: die Verlinkung bezieht auf einen weltlichen Historiker und auf eine weltliche Fakultät.
will heißen: der Inhalt wird nicht von einem "katholischen Kirchenmann behauptet".

Sondern von diesem hier:

Dr. Christoph Mackert
Stellvertretender Leiter des Bereichs Sondersammlungen
Leiter des Handschriftenzentrums
Universitätsbibliothek Leipzig
'Bibliotheca Albertina'
Beethovenstr. 6
D-04107 Leipzig
Tel.: ++49- (0) 341-97-30509
mackert@ub.uni-leipzig.de
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Seminarist
Selbst wenn es so wäre: Als ob in den letzten 500 Jahren niemand auf die Idee gekommen wäre, die Bibel ins Deutsche zu übersetzen...
Delphina
Davon habe ich auch schon gehört und gelesen, dass es vor Luther Übersetzungen der Bibel ins Deutsche gab.
Dogmatiker
in wirklichkeit gibt es bereits vor luther zahlreiche dt. bibelübersetzungen:

www.ub.uni-leipzig.de/…/bibel3_3.pdf
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Dogmatiker
"Ohne Luther gebe es keine Deutsche Übersetzung der Bibel."

ehrlich?

das ist falsch und eine geschichtslüge, die von kirchenfeinden immer wieder aufgetischt wird.
extra für die "kleinen" leute.

wir sollten solche willkürlichen behauptungen nicht blauäugig nachplappern.
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Warum sollte ich? Mir reicht die Auslegung der Kirche.
Als Uebersetzer hat er auch nicht getaugt, und was ihm nicht passte (Jakobusbriefe) warf er in den Papierkorb.
Iacobus
Luther war ein Dummkopf: Wenn der Mensch keinen freien Willen hätte, wäre Jesu Opfertod überflüssig...
Ottov.Freising
Jola2005
@Konstantin CV: Völlig richtig. Die römisch-katholische Kirche ist völlig makellos, frei von jeder Art Protestantismus, Luthertum oder Hegeldenken. Wer glaubt, daß derartiges sich binnen der Kirche ereignen kann, der muß sich fragen lassen, ob er selbst wohl noch katholisch ist, Frau von Stockhausen und Herr Brandenstein-Zeppelin.
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Konstantin CV
Die Kirche ist protestantisiert, weil Protestanten wie Rahner und dessen Schüler in ihr wirken? Diese Argumentation ist haarsträubend. Wenn die katholische Kirche protestantisiert ist, ist sie nicht katholisch. Dann gibt es die katholische Kirche nicht.

Die katholische Kirche ist aber katholisch und ewig makellos, also frei von Irrlehren und somit frei von Protestantismus. Sie kann nicht …Mehr
Die Kirche ist protestantisiert, weil Protestanten wie Rahner und dessen Schüler in ihr wirken? Diese Argumentation ist haarsträubend. Wenn die katholische Kirche protestantisiert ist, ist sie nicht katholisch. Dann gibt es die katholische Kirche nicht.

Die katholische Kirche ist aber katholisch und ewig makellos, also frei von Irrlehren und somit frei von Protestantismus. Sie kann nicht protestantisieren, aber ihre Mitglieder können es. Wenn ihre Mitglieder protestantisieren, hören sie auf, Mitglieder der Kirche zu sein. Wer Luther preist oder den Koran küsst, ist einfach nicht katholisch, egal als was er sich bezeichnet. Somit ist nicht die Kirche protestantisiert, sondern Leute wie Rahner und alle seine Schüler sind nicht Teil der Kirche. Dabei ist es völlig unbedeutend, wie sie sich kleiden oder für was sie von den meisten gehalten werden. Punkt.

Die Kirche kann natürlich schrumpfen auf eine Handvoll Menschen, die dann die einzigen Katholiken sind, während die restlichen Millionen sog. "Katholiken" es in Wirklichkeit nicht sind.
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Hildegard51
Katholisch sein

"Die Katholische Kirche und die Polarisation"
P. Eugen Mederlet OFM (+1992)

Es ist eine weitverbreitete Verunsicherung darüber entstanden, was Katholisch-Sein heißt und was unaufgebbar katholisches Glaubensgut ist. Zudem haben manche eine ängstliche Hemmung, sich als katholisch zu bezeichnen, und die ehemals katholischen Zeitungen haben diese Bezeichnung gestrichen. Man …Mehr
Katholisch sein

"Die Katholische Kirche und die Polarisation"
P. Eugen Mederlet OFM (+1992)

Es ist eine weitverbreitete Verunsicherung darüber entstanden, was Katholisch-Sein heißt und was unaufgebbar katholisches Glaubensgut ist. Zudem haben manche eine ängstliche Hemmung, sich als katholisch zu bezeichnen, und die ehemals katholischen Zeitungen haben diese Bezeichnung gestrichen. Man fürchtet, sich verletzend gegen nichtkatholische Christen abzugrenzen, oder man zieht in Erwägung, daß ein toleranter Pluralismus die Glaubensschau ablösen müsse, nach der die katholische Kirche die volle göttliche Offenbarung authentisch umfaßt.

Das Wort "katholisch" kommt vom griechischen kat-holon mit der Bedeutung "von oben her über das Ganze hin, allumfassend". Seit der ältesten Tradition ist damit gemeint, daß die katholische Kirche zu allen Zeiten hin gesandt sei und von Christus alle Glaubensoffenbarung und alle Gnadenkräfte im Heiligen Geist zu Treuhand empfangen habe; daß sie also zeitlich, räumlich und inhaltlich allumfassend sei.
An diese Beschreibung stellt sich sogleich die kritische Frage, die alle anderen Fragen umschließt: Mit welchem Recht kann sich die Katholische Kirche eine solche Bedeutung und Sendung zuschreiben und damit unvermeidlich eine Polarisierung in die Christenheit tragen?

In der Tat: Wenn die Katholische Kirche wirklich vom erhöhten Christus an Pfingsten als die Treuhänderin all seiner Gnadengaben eingesetzt wurde und von ihm die Fülle des Heiligen Geistes empfing, so besteht zwischen ihr und dem sie relativierenden Pluralismus ein unaufgebbarer Widerspruch. Wie weit auch der Pluralismus seine Weltoffenheit und Toleranz spannt, er wird immer das eine ausschließen, daß nämlich die Katholische Kirche von Christus bevollmächtigt und beauftragt ist, in seinem Namen seine göttliche Offenbarung (Anm. ...nämlich die Wahrheit, die Jesus Christus selbst ist) authentisch zu hüten und zu verkünden (Anm. ... und daß die Wahrheit im Gegensatz zur Lüge tatsächlich existiert). Und wie dialogbereit auch die Katholische Kirche sein mag, sie muß immer einen Pluralismus ablehnen, der die durch die Kirche verkündete göttliche Offenbarung in die Gesamtheit der theologischen Meinungen einreiht.

Es untersteht keinem Zweifel, daß die Katholische Kirche sich seit Pfingsten durch alle Zeiten als der Leib Christi erkannt und bekannt hat und sich als seine Braut sieht, deren magdlicher Treue Er seine göttliche Offenbarung und seine Gnadenkräfte anvertraut hat. Auch im Zweiten Vatikanum bezeugt die Kirche diesen Glauben und drückt dies an vielen Stellen in verschiedenen Zusammenhängen aus. Wer diese Selbsterkenntnis und das Selbstzeugnis der Kirchen als irrig ablehnt, muß die Wahrheit als vielgestaltig und sich entwickelnd und die Kirche demnach als in ihrem Wesen veränderlich ansehen und sich entweder von der Katholischen Kirche trennen oder sie von innen her verändern wollen.

So ist eine latente Spaltung in die Kirche eingedrungen, die ihr Wesen betrifft. Es geht nicht mehr darum, einzelne Irrtümer zu widerlegen; es geht um das Geheimnis der Kirche selbst. Eine Klärung der verworrenen Situation innerhalb der Katholischen Kirche ist nur möglich, wenn die Unvereinbarkeit von Pluralismus und göttlich beglaubigtem Lehramt auf beiden Seiten klar bewußt und anerkannt wird.

Wie soll in einzelnen Glaubenswahrheiten Einigkeit erlangt werden, wenn die eine Seite für wandelbar hält, was die Kirche auf Grund göttlicher Offenbarung durch Christus als unwandelbar annimmt und verkündet? Selbst bei verbaler Übereinstimmung bliebe im Motiv der Zustimmung die wesentliche Spaltung bestehen; es würde nicht das gleiche ausgesagt. Es stehen sich Ideologie und Glaubensgewißheit unvereinbar gegenüber.

Wir können eine Ideologie etwa folgendermaßen beschreiben:
Es wird eine unbewiesene Aussage pseudowissenschaftlich und schlagwortartig auf ein bestimmtes Ziel hin gewählt und als gewiß (Anm., ...als Wahrheit) gesetzt, nach welcher alles damit Zusammenhängende gedeutet und umgedeutet wird. So hat z.B. die Naturwissenschaft, entgegen ihrer Aufgabe, nur das objektiv Erkennbare zu erforschen, den unbewiesenen und nichts erklärenden Satz gesetzt (Anm., ...als Wahrheit verkündet), alle Formen, Gattungen und Arten seien durch zufällig entstandene Mutationen geworden. Nach diesem Satz wird das Nacheinander des geschichtlichen Werdens der sichtbaren Welt, entgegen der Sprache der Tatsachen und unter Ausschluß der Schöpfung durch Gott, erklärt und so als Wissenschaft in den Schulen gelehrt.

Ähnlich beeinflußt heute eine Ideologie die Öffentlichkeit der Katholischen Kirche, nach der der christliche Glaube keine von Christus geoffenbarte und der Kirche anvertraute göttliche Wahrheit ist, die alle Menschen verpflichtet; die Wahrheit sei vielmehr diffus in allen Religionen vorhanden und unterscheide sich nur durch verschiedene, wandelbare Konkretisierungen und Ausprägungen. Im Kulturwandel, in dem wir stehen, sei es nötig, die bisherigen Glaubensbekenntnisse, Dogmen und Sittenlehren und auch die Heilige Schrift selber zu hinterfragen; denn sie seien Denkformen und Ausprägungen, die früheren Kulturen entsprachen, heute aber von einer neuen Theologie der heutigen Denk- und Lebensweise gemäß umgeformt werden müssen. So verändere sich die Kirche ständig im Wandel der Kulturen.
(Anm., ...wobei diese o.g. neue Theologie unter der Überschrift einer notwendig gewordenen "ökumenischen Neuübersetzung der Offenbarung in die heutige Zeit" tatsächlich unmerklich eine grundsätzliche Umformung der Kirche von innen her betreibt.)

Leonardo Boff schreibt in "Kirche: Charisma und Amt": "Was das Christentum sein soll, wissen wir nicht, wir wissen nur, als was es sich im historischen Prozeß erweist." Damit wird die göttliche Person Jesu Christi in Frage gestellt. Seine Offenbarung wird ihres ewigen göttlichen Wesens und ihrer Einzigkeit entkleidet und zu einer Stufe innermenschlicher Evolution gemacht. Von dieser Prämisse aus werden die ganze Heilige Schrift und alle bisherigen kirchlichen Verkündigungen hinterfragt.

Damit ist die Ökumene mit allen so Gesinnten problemlos geworden. Das Festhalten der Kirche an trennenden Glaubensunterschieden, aber auch das Glaubensbekenntnis der Reformation erscheint als beherrschender Zwang, der das Einswerden verhindert.

Es ist offensichtlich, daß in einer solchen Ideologie das Selbstzeugnis der Kirche, sie sei Verkünderin der göttlichen Wahrheit, als unerträgliche Anmaßung und überholter Starrsinn erscheint (Anm., ...ganz im Sinne der political correctness!) und eine Polarisierung bewirkt, welche Einheit zerstört und die Menschen in Unmündigkeit zurückhält.

Damit ist von Seiten dieser Ideologie die Polarisierung klar gegeben, da sie die göttliche Verkündigungsvollmacht der Kirche vom Dialog ausschließt und mit allen Kommunikationsmiteln darum kämpft, die öffentliche Meinung dem katholischen Lehramt zu entfremden. Umgekehrt aber wird den glaubenden Katholiken nicht zugebilligt, sondern vorgeworfen.

Dieser Kampf ist so erfolgreich, daß die katholisch Glaubenden von Zweifeln und Ängsten befallen werden. Eingeschüchtert durch den Vorwurf, daß sie durch Polarisierung die Einheit stören, vermeiden viele jedes öffentliche Bekenntnis zur göttlichen Vollmacht der Kirche, ja dieser Glaube hört unmerklich auf.

Unsere Zeit will die Gegensätzlichkeit von Wahrheit und Irrtum wegtäuschen und durch Anpassung die Einheit machen. Sie will den Frieden bringen, wie die Welt ihn gibt. Christus aber sagt, Er bringe das Schwert, nämlich das Schwert aus seinem Mund, das Wort der Wahrheit, das vom Irrtum scheidet. Sein Friede ist dieses Geschenk der göttlichen Wahrheit, die den frei macht, der sie annimmt.

Die Zeit ist da, daß Katholiken und ihre Hirten die Angst abschütteln; denn ihr heiliger Auftrag ist, die Wahrheit Christi als das hohe Heilsgeschenk furchtlos an die Welt zu verkünden, und diese Wahrheit scheidet den Irrtum aus.

Wer so freimütig den katholischen Glauben bekennt, muß sich freilich auf Verfolgung gefaßt machen. Die Verfolgung ist die normale Situation der Kirche. Jesus hat es klar vorausgesagt: "Wenn die Welt euch haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen"(vgl.Joh 15,18-20). "Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen; wenn sie euch alles Böse lügnerisch nachsagen, euch schmähen und euren Namen als schlecht wegwerfen um des Menschensohnes willen. Freut euch und frohlocket, denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel" (vgl. Luk 6,22-23; Mt 5,11).

Welch herrliche Gewissheit, in der Wahrheit zu sein, können uns diese Worte Jesu geben!
In der Tat trifft alles, was Jesus hier voraussagt, auf unsere Zeit zu. Es wird tatsächlich alles, womit man uns beschuldigt, lügnerisch ausgesagt; wir werden geschmäht, indem man unseren Glauben als etwas Minderwertiges hinstellt und der Name Römisch-Katholisch wird als schlecht weggeworfen. Das tun sie deshalb, weil sie nicht an den Menschensohn als Sohn Gottes glauben. Wenn nämlich Jesus nicht der wahre Sohn, die Zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, ist, dann kann auch Maria nicht jungfräuliche Gottesmutter sein, das Brot kann nicht Sein Leib und der Wein nicht Sein Blut werden. Die Wunder sind eben alle nicht geschehen, und Er kann auch keine Kirche gegründet haben.

Als Jesus Christus den Aposteln die Verfolgung voraussagte, fügte er hinzu:" Freut euch und frohlocket!" Diese Aufforderung Jesu sollen wir mit großem Gewicht in unsere Gesinnung nehmen. Wahrhaftig, wir können uns freuen, denn wir sind der Wahrheit gewiß, gerade weil wir so hilflos ausgeliefert sind. Unsere Gegner haben diese Gütezeichen nicht; sie sind nicht verfolgt, sondern haben die Macht und üben sie aus. Gerade unsere Schwachheit muß uns Zuversicht geben. Christus hat dieses Unterlegensein vorausgesagt; wir, die Verfolgten, tragen die Kirche in die Zukunft.

Lassen wir uns nicht erschrecken! Suchen wir nicht krampfhaft, uns zu verteidigen. Die Voraussetzungen zu einem fruchtbaren Gespräch sind nicht gegeben. Unsere Gegner behaupten ohne jeden Beweis, daß unser Glaube nicht aus der Vollmacht Christi stamme, sondern lediglich ein Produkt unserer Angst sei. Damit entziehen sie uns zum vorneherein jede Legitimation zu einem Gespräch, was einer Vergewaltigung gleich kommt.

Ein Gespräch ist erst dann möglich, wenn wir uns gegenseitig zwar verschieden und vielleicht falschen aber guten Glauben zugestehen. Solange uns dieser gute Glaube nicht zugestanden wird, brauchen wir auf keine Anschuldigung zu antworten. Es ist die Situation der von Christus vorausgesagten Verfolgung. Wir nehmen sie an.

Ohne jemanden zu hassen, leben wir in aller Einfalt unseren Glauben. Wir bekennen ihn ohne Hemmungen und ohne Erwartung von Erfolg, nur mit der Hoffnung auf die Bekehrung der Ungläubigen zum Glauben. Und allen Spöttern zum Trotz wagen wir, uns auf den Himmel zu freuen; da ist unser Lohn, vom Herrn bestätigt, auf ewig sicher.

Quelle:
P. Eugen Mederlet OFM +1992, Wiesenberg - Letztes Sendschreiben - Frühjahr 1992

(Anmerkungen: ANY)

(LWT)
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Hildegard51
Der kirchliche Oekumenebegriff
Ziel jeglicher oekumenischer Bemühungen der katholischen Kirche ist die Rückkehr aller von der Kirche getrennten, christlichen Gemeinschaften zur vollen Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche.

Um den in jüngster Zeit vermehrt auftretenden missverständlichen Äusserungen zum Begriff Oekumene im Zusammenhang mit der Kirche zu begegnen möchten wir hier einige …Mehr
Der kirchliche Oekumenebegriff
Ziel jeglicher oekumenischer Bemühungen der katholischen Kirche ist die Rückkehr aller von der Kirche getrennten, christlichen Gemeinschaften zur vollen Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche.

Um den in jüngster Zeit vermehrt auftretenden missverständlichen Äusserungen zum Begriff Oekumene im Zusammenhang mit der Kirche zu begegnen möchten wir hier einige Klarstellungen vornehmen:

Es gibt nur eine Kirche, diese ist die katholische Kirche. Christen, deren Bekenntnis nichtkatholisch ist, gehören zu den von der Kirche getrennten, mannigfaltigen, christlichen Gemeinschaften, die nicht "Kirche" sein können, da ebenjenen die wesentlichen Merkmale die dem Begriff "Kirche" genuin und immanent zueigen sind, fehlen.

Es gibt jedoch eine aufeinander Verwiesenheit zwischen allen Christen, die vermittels der Kirche den Christen aller Zeiten immer deutlicher gemacht wird.

Wie also die Kirche ihr Verhältnis zu den getrennten Brüdern bzw. die Zuordnung der nichtkatholischen Christen zur Kirche und umgekehrt sieht, beantwortet Kardinal Bea in seinem Buch "Die Einheit der Christen" (Freiburg 1963):
"In der Tat spricht man mit Recht von 'Söhnen' und ,Brüdern'. Durch die Taufe werden, wie der Apostel Paulus lehrt, alle Getauften in Christus einverleibt: sie werden ,dem Bilde seines Sohnes gleichgestaltet, damit er selbst der Erstgeborene unter vielen Brüdern werde' (Röm. 8,29); sie werden, wie Petrus sagt, ,der göttlichen Natur teilhaftig' (2. Petr. 1, 4), mit einem Wort, wie Johannes sagt, ,Kinder Gottes' (1. Joh. 3, 1; vgl. Röm. 8, 14; Gal. 4,6). Durch die Taufe werden also alle Getauften unter sich Brüder und Schwestern, Glieder der einen großen Familie Christi. Diese Würde kann dem Getauften niemand nehmen, wenn er sie nicht selbst mit voller Kenntnis der Sache wegwirft. Diejenigen, die das von ihren Ahnen empfangene christliche Erbe im guten Glauben bewußt annehmen und bejahen, sind, auch wenn sie ,nicht zum sichtbaren Gefüge der katholischen Kirche gehören' (wie Papst Pius XII. es einmal ausdrückte), dem mystischen Leib Christi zugeordnet und erhalten infolge dieser Zuordnung auch Kraft und Gnade für ein christliches Leben; ,in ihnen wirkt' — wie ebenfalls Pius XII. sagt — ,der Geist Christi'." (...) ,,Alle die, und nur die, die gültig getauft sind, muß die Kirche als irgendwie zu sich gehörig betrachten, als ihre Kinder; auch wenn sie nicht sichtbar mit ihr verbunden sind, und sie muß ihnen ihre mütterliche Fürsorge angedeihen lassen. "

Papst Pius XII. - Instruction "Ecclesia catholica" von 1949:
"Der Geist Christi hat sich gewürdigt, sie (die nichtkatholischen christlichen Gemeinschaften) als Mittler des Heils zu gebrauchen."

Papst Johannes XXIII. - Antrittsenzyklika "Ad Petri cathedram":
"Wir haben auch zur Kenntnis genommen, daß fast alle diejenigen, die zwar von uns getrennt und unter sich gespalten sind, aber doch den Namen Christen tragen, des öfteren Versammlungen abgehalten haben, um Verbindungen unter sich zu knüpfen. Zu diesem Zweck haben sie feste Institutionen geschaffen. Diese Initiativen sind Ausdruck ihres lebhaften Wunsches, zumindest zu einer gewissen Einheit zu gelangen."

Papst Johannes XXIII. - Antrittsenzyklika "Ad Petri cathedram" - Appell an die nichtkatholischen christlichen Gemeinschaften:
"Laßt euch von uns in liebevoller Sehnsucht Brüder und Söhne nennen. Laßt uns die Hoffnung auf eure Rückkehr hegen."

Die Sicht Johannes XXIII., daß die getrennten Brüder zurückkehren sollen, ist und bleibt das Verständnis katholischer Oekumene. Es geht immer um die Rückkehr der getrennten Brüder unter die schützenden Flügel der Mutter Kirche.

Im Konzilsdokument "Lumen gentium" wird die Ordnung der Kirche erklärt im Blick auf die Einheit der Kirche und ihrer Bischöfe: "mit Petrus und unter Petrus"!

Überdies kann niemals eine Rede davon sein, daß ein Konzil Kompromisse auf dem Gebiet des Dogmas der katholischen Glaubenslehre machen könnte oder etwa bereits gemacht habe. Tatsächlich kann man den getrennten Brüdern keinerlei Hoffnung machen, etwa darauf, daß die römische Kirche von den getrennten Christen für die Wiedervereinigung etwa nur die Anerkennung der ,wesentlichen Dogmen' fordere, oder daß sie etwa auf die Annahme der Glaubensdekrete des Konzils von Trient verzichte oder, daß sie sich dazu verstehe, das Dogma vom Primat oder von der Unfehlbarkeit des Papstes zu revidieren.

Fakt ist:
Was die Kirche einmal als Glaubenssatz (Dogma) verkündet hat, das verkündet sie unter dem Beistand des Heiligen Geistes, als die von Gott geoffenbarte Wahrheit, über die sie selbst in keiner Weise verfügen kann. Das bedeutet, daß alle Beschlüsse der Gegenreformation gelten, welche sich im Konzil von Trient (1545-1563) konzentrieren. Das bedeutet weiters, daß alle christlichen Gemeinschaften akzeptieren müssen, daß für das katholische Lehramt die katholische Überlieferung, bzw. die katholische Tradition die gleichberechtigte Offenbarungsquelle des Willens Gottes neben der Heiligen Schrift ist und somit die ganze katholische Kirche auf allen drei Säulen gleichermassen ruht, nämlich 1. auf der Heiligen Schrift, 2. auf der Tradition und 3. auf dem Lehramt!

Insgesamt bedeutet dies (unter anderem),
1. daß der Mensch bei seiner Rechtfertigung mitzuwirken hat,
2. daß die sieben katholischen Sakramente heilsnotwendige Gnadenmittel sind,
3. daß die Heilige Messe eine Opferhandlung ist,
4. daß die Heiligenverehrung und Anrufung der Heiligen um Fürbitte sowie die Anrufung der heiligen Schutzengel vollgültige und den Gläubigen empfohlene Hilfsmittel auf dem Wege des Heils der ganzen Kirche sind,
5. daß für die Verstorbenen gebetet werden soll,
6. daß die Kirche das Recht hat unter den gültigen Voraussetzungen, Abläße zu gewähren, ...

Fazit:
Ziel jeglicher oekumenischer Bemühungen der katholischen Kirche ist die Rückkehr aller von der Kirche getrennten, christlichen Gemeinschaften zur vollen Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche.

(ANY - c73casv - 2013-01-22)
RichartEisenherz
KARL RAHNER
RichartEisenherz
ÖKUMENE ist ein Verbrechen - eine Lüge Satans.