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Glaubwürdigkeit der katholischen Religion

Papst Pius IX. verweist in seiner Enzyklika Qui pluribus vom 9. November 1846 auf die unerschütterliche Gewissheit, die über den göttlichen Ursprung der katholischen Religion gewonnen werden kann (DH 2778-2780):

Damit nun die menschliche Vernunft nicht in einem Geschäft von so großer Bedeutung getäuscht werde und irre, muß sie die Tatsache der göttlichen Offenbarung gewissenhaft untersuchen, um sich zu vergewissern, daß Gott gesprochen hat, und ihm, wie der Apostel sehr weise lehrt, »vernünftigen Gehorsam« zu leisten [Röm 12,1]. Wer wüßte nämlich nicht oder könnte verkennen, daß Gott, wenn er spricht, aller Glaube entgegenzubringen ist, und daß nichts mit der Vernunft selbst mehr übereinstimmt, als dem zuzustimmen und getreu anzuhangen, von dem feststeht, daß es von Gott geoffenbart wurde, der weder sich täuschen noch täuschen kann?

Aber wie viele, wie wunderbare, wie glänzende Beweise sind bei der Hand, durch die die menschliche Vernunft aufs klarste gänzlich überzeugt werden muß, daß die Religion Christi göttlich ist und »jede Grundlage unserer Glaubenssätze ihre Wurzel von oben, vom Herrn der Himmel empfangen hat« [Johannes Chrysostomus, Interpretatio in Isaiam 1, n. 1], und daß es deswegen nichts Gewisseres, nichts Sichereres, nichts Heiligeres und 〈nichts〉, was sich auf festere Grundlagen stützen könnte, gibt als unseren Glauben.

Dieser Glaube freilich, Lehrer des Lebens und Wegweiser zum Heil, alle Laster vertreibend und in Fruchtbarkeit die Tugenden gebärend und nährend, durch die Geburt, das Leben, den Tod, die Auferstehung, die Weisheit, die Wunderzeichen und Prophezeiungen seines göttlichen Urhebers und Vollenders Christus Jesus bekräftigt, vom Lichte der göttlichen Lehre überall widerstrahlend und mit den Schätzen himmlischen Reichtums beschenkt, durch die Weissagungen so vieler Propheten, den Glanz so vieler Wunder, die Standhaftigkeit so vieler Martyrer und den Ruhm so vieler Heiliger in höchstem Maße berühmt und hervorstechend, die heilsamen Gesetze Christi vor Augen stellend und von Tag zu Tag selbst aus den grausamsten Verfolgungen noch größere Kraft schöpfend, 〈dieser Glaube also〉 hat den gesamten Erdkreis zu Wasser und zu Lande, vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang, allein mit dem Banner des Kreuzes durchdrungen, den Trug der Götzen abgetan, die Finsternis der Irrtümer vertrieben, über Feinde jeder Art triumphiert und so alle Völker, Stämme und Nationen – wie ungeheuerlich roh und wie unterschiedlich auch immer ihrem Charakter, ihren Sitten, Gesetzen und Gebräuchen nach – mit dem Licht der göttlichen Erkenntnis erleuchtet und dem höchst sanften Joch Christi selbst unterworfen, allen Frieden verkündend, Gutes verkündend [vgl. Jes 52,7]. Dies alles erstrahlt sicherlich in jeder Hinsicht in so großem Glanze göttlicher Weisheit und Macht, daß der Geist und das Denken eines jeden sehr leicht einsieht, daß der christliche Glaube ein Werk Gottes ist.

Deshalb erkennt die menschliche Vernunft klar und deutlich aus diesen strahlendsten und ebenso äußerst sicheren Beweisen, daß Gott der Urheber dieses Glaubens ist, und kann nicht mehr weiter vordringen, sondern muß jede Schwierigkeit und jeden Zweifel verwerfen und beseitigen und so diesem Glauben vollen Gehorsam leisten; denn sie weiß sicher, daß alles, was der Glaube selbst den Menschen zu glauben und zu tun vorschreibt, von Gott selbst überliefert wurde.

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OttoSchmidt
Ich verstehe unter Organisation die Konzilssekte. Auch ohne Ihre korrekte Belehrung hätte ich folgendes geschrieben: Ich mag bei Kritik nicht römisch-katholische Kirche oder Kirche schreiben, weil DIE Kirche nicht zu kritisieren ist. Die Kirche ist von Jesus Christus eingesetzt, deshalb muss man differenzieren.
O, es ist so schrecklich, dass sie die Kirche zu einer Polit"kirche" umbauen. Das ist … 더보기
CSc
@OttoSchmidt
Was verstehen Sie unter Organisation? Die Konzilssekte oder die Römisch-Katholische Kirche? Wenn Sie die Konzilssekte meinen, ist Ihnen zuzustimmen. Die Römisch-Katholische Kirche bezeichnet der Apostel Paulus als „die Kirche des lebendigen Gottes“, als „Säule und Grundfeste der Wahrheit“ (1 Tim 3,15) und er erklärt, dass sie „ohne Flecken oder Falten oder etwas dergleichen, sondern dass sie heilig sei und ohne Makel“ (Eph 5,27).
OttoSchmidt
Diese wunderbare allumfassende Lehre wird aber immer mehr zerstört. Siehe alleine schon, dass kaum was über das Fegefeuer gesagt wird. Statt die Gläubigen zu motivieren für diese zu beten, machen viele Kleriker Politik (Köln und anderswo).
Die katholische Religion ist zutiefst glaubwürdig. Aber nicht die Organisation. Sie hat alle Glaubwürdigkeit zerstört und behindert den Weg zur echten katholischen Lehre.