Tina 13
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Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.

Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn,
so schauen unsere Augen auf den Herrn, unseren Gott,
bis er uns gnädig ist.

Gott, unser Heil,
gib uns die Gnade, umzukehren zu dir.
Erleuchte unseren Verstand
und stärke unseren Willen,
damit uns diese Zeit der Buße zum Segen wird.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


In Lev 19 sind religiöse und sittliche Vorschriften zusammengestellt, die für die „ganze Gemeinde der Israeliten“ gelten (V. 2), für alle und für jeden. Die Grundaussage, zugleich die Grundforderung, steht am Anfang (V. 2): Jahwe ist heilig, und Israel ist sein Volk. Daraus ergibt sich alles Übrige. Die Einzelvorschriften sind zum Teil dieselben wie in den „Zehn Geboten“, gehen aber teilweise darüber hinaus. Stehlen, lügen und falsch schwören (V. 11-12): das alles entehrt den Namen Gottes, der beim Schwören ja ausdrücklich genannt und beim Falschschwören „zum Nichtigen aufgehoben“ wird (Ex 20,7). Die Verbote in den Versen 13-14 schützen das Recht des Schwächeren; man soll auf die Schwachen Rücksicht nehmen, wenn schon nicht aus Liebe, dann wenigstens aus Furcht vor der Strafe Gottes. Die Verse 15-18 beziehen sich mehr auf die Rechtspraxis; jede Parteilichkeit wird verworfen, selbst wenn sie zugunsten des Armen wäre. Den Abschluss bildet die Forderung der Liebe zum Nächsten: nicht Gefühle werden hier vorgeschrieben, sondern ein Verhalten, wie es sich aus der Tatsache ergibt, dass Israel Volk Gottes ist; Jesus wird sagen: aus der Tatsache, dass dein Nächster mein Bruder ist (Evangelium). - Lev 11,44-45; Ex 20,15-16; Dtn 24,14-15; Tob 4,14; Mt 20,8; Jak 5,4; Dtn 27,18; Ex 23,3; Dtn 1,17; Mt 5,43; 22,39; Röm 13,9; Gal 5,14; Jak 2,8.

Gerecht sollst du deinen Stammesgenossen richten

Lesung aus dem Buch Levitikus
Der Herr sprach zu Mose:
Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten, und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.
Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen.
Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören; du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen. Ich bin der Herr.
Du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten und ihn nicht um das Seine bringen. Der Lohn des Tagelöhners soll nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben.
Du sollst einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen; vielmehr sollst du deinen Gott fürchten. Ich bin der Herr.
Ihr sollt in der Rechtsprechung kein Unrecht tun. Du sollst weder für einen Geringen noch für einen Großen Partei nehmen; gerecht sollst du deinen Stammesgenossen richten.
Du sollst deinen Stammesgenossen nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Leben deines Nächsten fordern. Ich bin der Herr.
Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden.
An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.

Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben.
Die Weisung des Herrn ist vollkommen,
sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des Herrn ist verlässlich,
den Unwissenden macht es weise.

Die Befehle des Herrn sind richtig,
sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter,
es erleuchtet die Augen.

Die Furcht des Herrn ist rein,
sie besteht für immer.
Die Urteile des Herrn sind wahr,
gerecht sind sie alle.

Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge.
Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.
Die Worte meines Mundes mögen dir gefallen;
was ich im Herzen erwäge, stehe dir vor Augen,
Herr, mein Fels und mein Erlöser.

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!
Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade;
jetzt ist er da, der Tag der Rettung.
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!


ZUM EVANGELIUM Ob jemand zum Reich Gottes zugelassen wird, hängt davon ab, ob er den Willen Gottes getan hat. Das hat Jesus am Ende der Bergpredigt betont (7,21-27). In der Schilderung des Jüngsten Gerichts, also am Abschluss der Mahnung zur Wachsamkeit, wird nochmals klar gesagt, worin der Wille Gottes besteht. Entscheidend ist das Verhalten zum Mitmenschen. Wer die Nächstenliebe übt, dem steht das Reich Gottes offen „seit der Erschaffung der Welt“ (V. 34). Die Gerechten sagen ausdrücklich, dass sie Jesus in den Armen und Kranken nicht erkannt haben. Und doch sagt ihnen der Herr: „Das habt ihr mir getan“; ohne dass sie es wussten, haben sie ihm gedient. Sie werden vom Hirten auf die Seite der Schafe gestellt; und manch einer, der im Namen Jesu gepredigt und sogar Wunder gewirkt hat (Mt 7,22), wird sich unter den Böcken befinden. - Ez 34,17; Mt 7,21-27; 13,36-43; 16,24-26.

Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.
Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?
Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?
Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.
Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.


Schott

Schott (Album)