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Daniel Klingenberg ist kein seriöser Journalist

„Aufgrund seiner schlechten Vorbereitung merkte ich schnell, dass Klingenberg sehr ungenau und ausgesprochen unsorgfältig und schlampig recherchiert.“ Von Don Reto Nay.

(gloria.tv) Am 6. Februar erhielt ich einen Telefonanruf von einem gewissen Daniel Klingenberg. Er stellte sich als Journalist einer Schweizer Regionalzeitung mit dem Namen „St. Galler Tagblatt“ vor. Er verschwieg vor mir, dass er protestantischer Pfarrer im Halbamt ist.

Klingenberg wollte mit mir über die Webseite kreuz.net sprechen. Er konfrontierte mich mit irgendwelchen abstrusen Aussagen, die ich auf diesem Portal getätigt haben soll. Zum Beispiel diese: „Mir ist während der Wandlung richtig die Gänsehaut gekommen.“ Die Aussage stammt nicht von mir. Ich neige nicht zu einer solchen Art von Sentimentalismus. Schnell bemerkte ich, dass Klingenberg schlecht vorbereitet war und ausgesprochen unsorgfältig recherchiert hat.

Heute, am 17. Februar, erschien Klingenbergs Artikel in dem genannten Blatt unter dem Titel: „Die Hardcore-Katholiken“. Um den unprofessionellen Arbeitsstil von Klingenberg zu erläutern, möchte ich den Teil des Artikels zitieren, der meine Person betrifft:

“Reto Nay ist Seelsorger in der Gemeinde Ilanz/Zignau, und zugleich nach eigenen Angaben Chefredaktor des konservativen Internet-TV-Portals gloria.tv. Unter seinem Namen finden sich auf kreuz.net zwei Texte. «Die Webseite hat einige Artikel von mir nachpubliziert, die bereits anderswo erschienen sind. Das freut mich», antwortet Reto Nay auf eine entsprechende Anfrage. Kreuz.net hält er «im Vergleich» zur Website dieser Zeitung [das St. Galler Tagblatt] «für super». Ob er anonym auf Kreuz.net Beiträge schreibe, wie dies die Gegen-Website kreuts.net behauptet, welche Kreuznet beobachtet, will Nay dann allerdings nicht bekannt geben.“

Im weiteren möchte ich zeigen, wie schlampig, liederlich und unwahrhaftig Klingenberg gearbeitet hat.

Klingenberg schreibt, dass ich „Seelsorger in der Gemeinde Ilanz/Zignau“ sei. Das ist falsch. Ich bin in Glion/Ilanz, der ersten Stadt am Rhein, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Die Fraktion Zignau, die zur Gemeinde Trun gehört, ist der Ort, woher ich stamme. Ich besitze das Bürgerrecht von Trun. Die Orte Trun und Glion liegen 20 Kilometer auseinander, was im Hochgebirge viel ist. Ich bin gegenwärtig Pfarradministrator in der Gemeinde Tujetsch. Dieser Ort liegt 23 Kilometer Gebirgsstrasse von Trun entfernt. Alle drei Gemeinden bilden unabhängige Pfarreien. Diese Informationen kann man in wenigen Minuten im Internet recherchieren. Doch Klingenberg war dazu nicht in der Lage.

Klingenberg schreibt, dass ich „nach eigenen Angaben Chefredaktor des konservativen Internet-TV-Portals gloria.tv“ sei. Das ist unwahr. Ich habe mich nie als „Chefredaktor“ von Gloria.TV bezeichnet, aus dem einfachen Grund, weil es bei uns ein solches Amt nicht gibt. Gloria.TV besitzt nur einfache Mitarbeiter, die alle gratis arbeiten. Andere Ehrentitel hat Gloria.TV keine zu vergeben.

Klingenberg schreibt, dass Gloria.TV „konservativ“ sei. Das ist falsch. Gloria.TV ist ein religiöses Portal und katholisch. „Konservativ“ ist ein politischer Begriff.

Klingenberg schreibt, dass unter meinem Namen auf kreuz.net „zwei Texte“ publiziert sind. Ich habe die Suchfunktion von kreuz.net benützt und drei Texte gefunden. Offenbar sind grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit dem Internet keine Voraussetzung, um bei dem Blatt von Daniel Klingenberg eine Stelle zu bekommen, um desinformieren zu können.

Daniel Klingenberg hat in dem obigen Abschnitt natürlich auch die Aussagen, die ich schriftlich vor ihm gemacht habe, entstellt und aus dem Zusammenhang gerissen, so dass meine Aussagen ins Gegenteil verkehrt werden. Darum veröffentliche ich hier den Originaltext meines Interviews mit Daniel Klingenberg.

Daniel Klingenberg: Was halten Sie von kreuz.net?

Don Reto Nay:
Im Vergleich zum St. Galler Tagblatt, das ich nicht kannte und dessen doch eher langweilige und schwarzlastige Homepage ich gerade angeschaut habe, halte ich kreuz.net für super. Doch meine absolute Traumseite ist das internationale katholische Video-Portal www.gloria.tv.

Daniel Klingenberg: Auf kreuz.net ist ein Text, der von Ihnen gezeichnet ist, erschienen. Wie erklären Sie sich das?

Sie erwähnen den Text „Eine praktische Beobachtung zur Zelebrationsrichtung“ aus dem Jahr 2006. Ich habe ihn für ein in Wien erschienenes Buch verfasst. Um dafür zu werben, wurde der Text vom Herausgeber, der das Copyright besitzt, zum freien Nachdruck ausgesendet. Ob kreuz.net den Text direkt oder indirekt bekommen hat, weiß ich nicht. Jedenfalls möchte ich mich bei der Webseite bedanken, dass mein Text veröffentlicht wurde.

Daniel Klingenberg: Auf kreuz.net sind verschiedene Artikel von Ihnen enthalten. Was wollen Sie damit erreichen?

Die Webseite hat einige Artikel von mir nachpubliziert, die bereits anderswo erschienen sind. Das freut mich. Denn ich wünsche meinen Texten eine weite Verbreitung. Was ich mit meinen Beiträgen erreichen will, hängt mit deren jeweiligen Inhalten zusammen.

Daniel Klingenberg: Ist es richtig, dass die beiden Texte [„St. Pölten liegt zwischen Linz und Wien“ und „Kleine geistliche Anatomie“] von Ihnen stammen?

Don Reto Nay:
Die beiden Texte wurden von der Zeitschrift 'Theologisches' und vom Internet-Portal kath.net bestellt und dort unter meinem Namen im Original veröffentlicht. Insofern gehe ich davon aus, dass sie von mir geschrieben sind. Wenn man Texte zitiert, zitiert man die Originalquelle, nicht den mich freuenden Nachdruck.

Daniel Klingenberg: Es gibt die Vermutung, dass Sie unter dem Nickname sacerdos helveticus regelmäßig auf kreuz.net posten? Sind Sie identisch mit sacerdos helveticus?

Don Reto Nay:
Grundsätzlich würde ich eine solche Frage so beantworten: "Das geht Sie nichts an." Aber weil sie damit meinen Nationalstolz verletzt haben, mache ich eine Ausnahme. Ich bin ein Rätier, der Rätisch spricht und in Rätien unter Rätiern wohnt. Darum würde ich mich nie im Leben "sacerdos helveticus" nennen. Rätien ist kein Teil von Helvetien.

Daniel Klingenberg: Warum haben Sie die Abdruckgenehmigung erteilt?

Don Reto Nay:
Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, mich an die Umstände der Nachpublikation dieser zwei Texte vor sieben Jahren erinnern zu können. Ich hätte die Abdruckerlaubnis aber bestimmt gegeben und freue mich, wenn meine Texte nachpubliziert werden. Schließlich rede ich ja sogar mit Ihnen, Herr Daniel Klingenberg, obwohl ich mir von Ihnen und ihrem Regionalblatt keine faire und journalistisch saubere Berichterstattung erwarten kann. Unser internationales Portal gloria.tv wird aber dafür sorgen, dass sie nicht das letzte Wort haben werden.

Daniel Klingenberg: Sind Sie mit einem anderen Nickname oder sonstwie auf kreuz.net aktiv?

Sie scheinen meine Antworten nicht zu lesen. Darum noch einmal. Grundsätzlich würde ich eine solche Frage so beantworten: "Das geht Sie nichts an." Aber weil ich aber schon einmal eine Ausnahme gemacht habe, mache ich noch eine zweite. Ich werde Ihnen die Frage beantworten, wenn Sie mir schriftlich zusichern, dass Sie im Artikel, in dem Sie meine Informationen verwerten, die Diözese Chur und Bischof Vitus Huonder von Chur aus dem Spiel lassen.

[Email-Antwort von Daniel Klingenberg: „Auf Ihre Forderung bezüglich einer schriftlichen Zusicherung kann ich in keinster Weise eingehen.“]

Dieser Text wurde von Gloria.TV als Pressemeldung ausgeschickt. Er kann ungekürzt und mit Quellenverweis frei nachpubliziert werden. Ich bitte auch persönlich um eine weite Verbreitung des Textes.
Kommentieren
Großinquisitor
Wahrscheinlich wissen das die meisten hier schon:

die Behauptung, "sacerdos helveticus" sei Reto Nay ist eine Erfindung der kreuts.net-Spinner.
Eva
@Kaplan Jäger

Online sind nur Auszüge. Der Kommentar ist der Vorspann. Dann kommt noch eine Seite.
cyprian
(Selbst gelöscht! Während der berühmten 10 min. Schweigen ist manchmal Gold.)
intellego1
Don Reto Sie sind für mich ein sehr guter Priester,
mehr möchte ich dazu nicht sagen.
alfons maria stickler
Unser internationales Portal gloria.tv wird aber dafür sorgen, dass sie nicht das letzte Wort haben werden.

Gilt auch für Lutheraner.