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Kardinal Kasper rechtfertigt Assisi 2011: Es sei bisher nicht gemeinsam gebetet worden

(gloria.tv/ Radio Vatikan) Assisi 2011 – zu Beginn des Jahres hatte Papst Benedikt XVI. angekündigt, dass er wie sein Vorgänger zu einem interreligiösen Gebetstreffen für den Frieden nach Assisi einladen werde. Diese Ankündigung hatte einige Beobachter überrascht, galt bei ihnen doch Kardinal Ratzinger als einer der Kritiker dieser Treffen. Kardinal Walter Kasper war bei der Vorbereitung des letzten Treffens 2002 beteiligt und kennt aus den damaligen Diskussionen den Standpunkt des heutigen Papstes:

„Es gibt über den Kardinal Ratzinger und über den jetzigen Papst Benedikt XVI. viele Vorurteile und auch falsche Urteile. Selbstverständlich war er nie gegen den interreligiösen Dialog, im Gegenteil: er hat mehrfach dazu geschrieben. Als Papst hat er ihn bei seinen Reisen auch mehrfach geübt. Er ist für den Dialog. Und dazu gibt es ja auch keine sinnvolle Alternative. Der Dialog ist die einzige Alternative zur Gewalt und das Konzil hat sich dafür entschieden. Das ist unsere Option und unser Programm für die Zukunft, auch das des Papstes.“

Und so wird das Treffen im kommenden Oktober – wenn es sich im Ablauf an die vergangenen Treffen anlehnt – nicht nur gemeinsames Gebet beinhalten, sondern auch Begegnung und Ansprachen. Kasper sieht in diesem Dialog zwischen den Religionen das Fundament für diese Treffen.

„Es ist auch ein Zeugnis in eine bei uns im Westen weithin säkularisierten Welt, dass die Religionen, bei allen großen grundsätzlichen Unterschieden, die bestehen, etwas gemeinsam haben. Sie haben den Sinn für diese übernatürliche, transzendente Dimension für Gott und geben da gemeinsam Zeugnis. Und sie geben Zeugnis, dass der Friede in der Welt, um den es geht, nicht nur ein militärisches und nicht nur ein politisches, sondern letztlich ein geistliches, ein spirituelles Problem und eine gemeinsame geistliche Aufgabe ist.“

Und hier sieht Kasper auch die Verbindung zwischen dem Friedensstreben der Religionen, wie es in Assisi sichtbar war und wieder sein wird, und des Einsatzes für Religionsfreiheit, die der Papst im Augenblick leistet. Man müsse klar sagen, dass Religion nicht dem Zwang unterliegen könne und dürfe,

„sondern dass alle Religionen für die Freiheit der religiösen Überzeugung eintreten. Wenn wir das gemeinsam sagen könnten, wäre das ein ganz großer Fortschritt für den Frieden in der Welt.“

Gemeinsames Beten?

Ein Punkt der Verwirrung zwischen den Religionen aber auch innerhalb des Christentums war, was man denn genau dort mache. Beten alle Religionen gemeinsam, auch wenn wir jeweils einen ganz anderen Gott anbeten?

„Nein. Auch schon bei den beiden bisherigen Treffen in Assisi hat man nicht gemeinsam gebetet. Es haben die Christen unter sich gemeinsam gebetet. Die anderen Religionen haben jeweils für sich gebetet. Es war kein gemeinsames Gebet. Das ist ja auch gar nicht möglich. Das Gottesbild ist sehr verschieden und auch das Verständnis, was Beten bedeutet, ist verschieden. Man kann nicht gemeinsam beten.“
Cante

Der Unterschied ist aber:

Der Protestant unterschreibt diesen Satz bedenkenlos.
Der Katholik nicht unbedingt.

Von einem Bischof sollte etwas mehr Genauigkeit zu erwarten sein. Es sei denn, er spricht absichtlich so ungenau...
cantate
@pius

"am Altar wird geopfert und am Tisch wird gegessen!"

Ach! Wird am Altar in den Messen, die sie besuchen, nicht der Leib des Herrn gegessen?

@ ams

"Diesen Satz kann jeder Protestant unterschreiben, da er sehr schwammig ist."

Ich könnte sogar aus Ihren Postings den ein oder anderen Satz herausnehmen und dann voller Empörung sagen, dass das auch ein Protestant so sagen könnte. Na und? …Mehr
@pius

"am Altar wird geopfert und am Tisch wird gegessen!"

Ach! Wird am Altar in den Messen, die sie besuchen, nicht der Leib des Herrn gegessen?

@ ams

"Diesen Satz kann jeder Protestant unterschreiben, da er sehr schwammig ist."

Ich könnte sogar aus Ihren Postings den ein oder anderen Satz herausnehmen und dann voller Empörung sagen, dass das auch ein Protestant so sagen könnte. Na und? Ein ordentlicher Katholik hat es gerade nicht nötig, sich über ein Nicht-protestantisch-Sein zu definieren (wie es umgekehrt bei den Protestanten sehr oft geschieht ...).
PIUS XIII
für Cantate

Kardinal Lehmann
...dann aber auch beim Tisch des Mahles...


Da Kardinal Lehman, Martin Luther sehr verehrt und diesen Schismatiker und Herätiker als Kirchenlehrer sieht, sage ich es mal mit seinen Worten

am Altar wird geopfert und am Tisch wird gegessen!
Monika Schr.
@Flavius J.
Obwohl alles nur rhetorische Fragen sind und Sie nichts "breiter auswalzen" möchten, was mir auch recht ist, noch kurz.
"Auferstehung vom Kreuz her verstehen", dass die "drei Tage Anspielungen an das Alte Testament" sind, widerspricht doch nicht der Aussage, dass das Grab leer war, dass Jesus mit seinem ird. Leib nach 3Tagen auferstanden ist. Da kann ich keinen Widerspruch feststellen…Mehr
@Flavius J.
Obwohl alles nur rhetorische Fragen sind und Sie nichts "breiter auswalzen" möchten, was mir auch recht ist, noch kurz.
"Auferstehung vom Kreuz her verstehen", dass die "drei Tage Anspielungen an das Alte Testament" sind, widerspricht doch nicht der Aussage, dass das Grab leer war, dass Jesus mit seinem ird. Leib nach 3Tagen auferstanden ist. Da kann ich keinen Widerspruch feststellen. Das historische Geschehen bestärkt und verifiziert die bibl. Aussagen. In sämtlichen Credos der ersten Jahrhdt.: ... am dritten Tage auferstanden von den Toten.
Darin sind wir übrigens einig  : Dr Kreier beschränkt seine Lektüre nicht auf KKK, Dogmatiken und Denz.
Wird Sie hoffentlich freuen: Ich übrigens auch. Es ging um schnelle Kurzinfos zu wichtigen Glaubensaussagen, nicht um eine Lektüreaufstellung. Sie hatten gesagt, dass ein paar Sem Therologioestudium nicht ausreichen um zu erkennen, ob Aussagen kath. sind oder nicht. Sehe ich auch so, von daher erwähnte ich, wo man sich informieren kann, ob eine Aussage kath. ist oder nicht.
Cante

vor allem im Gottesdienst, wenn der auferstandene Herr, der Kyrios, mitten unter uns gegenwärtig ist, zuerst in seinem Wort, das wir immer wieder brauchen, dann aber auch beim Tisch des Mahles, zu dem er uns versammelt.

Diesen Satz kann jeder Protestant unterschreiben, da er sehr schwammig ist.
cantate
@pius

"Kein Opfer !
Keine wesenshafte Gegenwart CHRISTI in Fleisch und Blut !"


Wo sagt er das denn?
Flavius Josephus
Liebe Monica,

Vorweg geschrieben: Ich möchte dieses Thema nicht mehr breiter auswalzen. Deshalb hier mein letztes Statement zu Ihrer Anfrage. Und dann möchte ich das Thema abschließen. Ich bitte um Verständnis.

Ihre Anfrage:

"Wie verstehen Sie denn Ihren eigenen Satz: "Ich glaube diesen anonymen Denuziationen nicht!"? - Genau das habe ich Ihnen unten erläutert: "Es ist und bleibt mißlich, …Mehr
Liebe Monica,

Vorweg geschrieben: Ich möchte dieses Thema nicht mehr breiter auswalzen. Deshalb hier mein letztes Statement zu Ihrer Anfrage. Und dann möchte ich das Thema abschließen. Ich bitte um Verständnis.

Ihre Anfrage:

"Wie verstehen Sie denn Ihren eigenen Satz: "Ich glaube diesen anonymen Denuziationen nicht!"? - Genau das habe ich Ihnen unten erläutert: "Es ist und bleibt mißlich, wenn in einem öffentlichen Forum namenlose Theologie-Professoren bezichtigt werden, sich gegen Glaubenswahrheiten ausgesprochen zu haben, ja - wie Sie selbst unten nachschieben ("die nicht davon ausging, dass man am besten grundsätzlich Texte gegen mögliche Häresien in Seminaren oder Vorlesungen parat haben sollte") - um sie der Häresie zu bezichtigen." "Namenlos" heißt: Jeder kann es sein.

Zur "Pauschalverurteilung": Sie behaupten "in vielen Fällen" an der Universität würden durch Theologieprofessoren Glaubenswahrheiten "geleugnet" und "Häresien" verbreitet. Und ich sage Ihnen dazu: In ein paar Semestern Theologie können Sie das gar nicht beurteilen: "Ich glaube diesen Denunziationen nicht!"Und wenn es wenigstens teilweise so sein sollte, dann sollte man das nicht im nebulös Namenlosen lassen (Stichwort "Denuntiation"), sondern "Roß und Reiter" nennen. Das erst wäre für mich ehrlich. - Rhetorische Frage: Wenn Sie das alles so grämt, warum haben Sie nicht längst das Gespäch mit den von Ihnen kritisierten Professoren gesucht? Denn da gehört das Ganze doch eigentlich hin!

Zu Ihren inhaltlichen Aussagen stimme ich dem, was Ihnen vermittelt wurde bei. Die "drei Tage" sind Anspielungen an das Alte Testament, wie es Paulus selbst bezeugt (1 Kor 15,3-4: "gemäß der Schrift"). Und die "Auferstehung vom Kreuz her" zu verstehen, dazu lädt uns der Evangelist Matthäus (27,50-53) geradezu ein: "Jesus aber schrie laut auf. Dann hauchte er den Geist aus. Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich. Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt." - Und auch bei Markus (15,26) erkennt der heidnische(!) Hauptmann am Tod(!) Jesu: "Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!" - Ich hatte in meinem Statement unten erwogen, daß Sie möglicherweise die Argumentation des/der Professoren und die damit verbundenen Glaubenswahrheiten nicht verstanden haben. Wenn Sie das ausschließen, dann nehme ich das so hin.

Wenn es Ihnen ausreicht, die von Ihnen genannten Texte zu lesen, dann ist Ihnen das ja unbenommen ("Über wichtige Fragen des Glaubens kann man sich als Katholik jederzeit (auch ohne oder zusätzlich zu einigen Semestern Theologiestudiums) informieren, z.B. im KKK, Denzinger, Dogmatiken..."). Für mich stellt sich dann allerdings die (wiederum "rhetorische") Frage, wie das mit Ihrer Aussage zusammenpaßt, daß bei "vielen" Dogmatikprofessoren sowieso nicht die Wahrheit des Glaubens zu finden ist. Aber wie geschrieben, das will ich jetzt gar nicht weiter diskutieren.

Nebenbemerkung: Dr. Kreier z.B., dessen Predigten und Bibelarbeiten Sie hier verbreiten, genügt Ihre Lektüre ganz sicher nicht. Das darf man ihm genausowenig vorwerfen wie Ihnen. Und ich kann mich auch nicht erinnern, daß das jemand getan hat.

Nochmals: Ich will es dabei bewenden lassen und wünsche Ihnen einen freundlichen Sonntag-Nachmittag!

Monika Schr.
@Flavius
- Wie verstehen Sie denn Ihren eigenen Satz: "Ich glaube diesen anonymen Denuziationen nicht!"?
Wenn ich einem Menschen eine von ihm getroffene Aussage nicht glaube, gehe ich davon aus, dass er lügt, sonst könnte ich ihm ja glauben.
- Bitte genau lesen, ich habe gerade keine Pauschalverurteilung kath.Professoren getroffen, lesen Sie ruhig noch mal nach, Sie zitieren den Satz ja selber.
Mehr
@Flavius
- Wie verstehen Sie denn Ihren eigenen Satz: "Ich glaube diesen anonymen Denuziationen nicht!"?
Wenn ich einem Menschen eine von ihm getroffene Aussage nicht glaube, gehe ich davon aus, dass er lügt, sonst könnte ich ihm ja glauben.
- Bitte genau lesen, ich habe gerade keine Pauschalverurteilung kath.Professoren getroffen, lesen Sie ruhig noch mal nach, Sie zitieren den Satz ja selber.
-Wie bitte schön würden Sie die Aussagen interpretieren, dass das Grab Jesu nicht leer war, Auferstehung die Gewissheit Jesu des Angenommenseins durch Gott während dem Kreuzestod bedeute, die neutestamentl. erwähnten drei Tage Jesu im Grab bis zur Auferstehung auf späterer Gemeindebildung beruhen?
Über wichtige Aussagen des Glaubens ( und das ist die Auferstehung Christi!) kann man sich als Katholik jederzeit (auch ohne oder zusätzlich zu einigen Semestern Theologiestudiums) informieren, wie sie katholisch zu verstehen ist, z.B. im KKK, Denzinger, Dogmatiken...
PIUS XIII
Aus der Predigt von Kardinal Lehmann

Was aber den Jüngern damals widerfahren ist, das dürfen wir auch heute in gleicher Ursprünglichkeit, wenn auch anders, erfahren, vor allem im Gottesdienst, wenn der auferstandene Herr, der Kyrios, mitten unter uns gegenwärtig ist, zuerst in seinem Wort, das wir immer wieder brauchen, dann aber auch beim Tisch des Mahles, zu dem er uns versammelt.

Das ist …Mehr
Aus der Predigt von Kardinal Lehmann

Was aber den Jüngern damals widerfahren ist, das dürfen wir auch heute in gleicher Ursprünglichkeit, wenn auch anders, erfahren, vor allem im Gottesdienst, wenn der auferstandene Herr, der Kyrios, mitten unter uns gegenwärtig ist, zuerst in seinem Wort, das wir immer wieder brauchen, dann aber auch beim Tisch des Mahles, zu dem er uns versammelt.

Das ist protestantisch !

Kein Opfer !

Keine wesenshafte Gegenwart CHRISTI in Fleisch und Blut !
Cante
Warum ich darauf komme, habe ich doch bereits geschrieben.
Ihren aufgezeigten Satz habe ich überlesen.
In Ordnung, hier scheint Lehmann Jesus Göttlichkeit nicht zu bestreiten.

Ein Problem weniger.
cantate
@ ams

"Ich werde das Gefühl nicht los, dass Lehmann an die Göttlichkeit Jesu nicht glaubt."

Dann lesen Sie doch mal die Predigt, die genau auf dieser Seite verlinkt ist:

"Auch wenn das Ereignis der Auferweckung selbst ein unzugängliches Geheimnis bei Gott selbst ist, gleichsam zwischen Gott und Gott, so bekommen wir doch Kunde davon, nämlich in den so genannten Erscheinungen des Herrn."

Mehr
@ ams

"Ich werde das Gefühl nicht los, dass Lehmann an die Göttlichkeit Jesu nicht glaubt."

Dann lesen Sie doch mal die Predigt, die genau auf dieser Seite verlinkt ist:

"Auch wenn das Ereignis der Auferweckung selbst ein unzugängliches Geheimnis bei Gott selbst ist, gleichsam zwischen Gott und Gott, so bekommen wir doch Kunde davon, nämlich in den so genannten Erscheinungen des Herrn."

Da steht doch wortwörtlich, was Kardinal Lehmann über die Gottheit Jesu denkt, nämlich dass er Gott ist. Wie kommen Sie denn darauf, dass er nicht an die Göttlichkeit Christi glaubt, wenn er so deutlich davon schreibt?
PIUS XIII
Flavius ist nur eine bemitleidenswerte Kreatur, mehr nicht, weniger geht nicht.
a.t.m
Flavius Josephus: Sie haben bereits des öfteren Bewiesen das sie nur das lesen was sie lesen wollen und geschriebene Worte nach ihren abstrusen Vorstellungen uminterpretieren. Werden Namen genannt wettern sie gegen User Los, werden keine Namen wetteren sie los, frage mich schon lange Wesen Geistes Kind sie sind, nur katholisch dürften sie nicht sein. Denn auf keines der dargelegten Argumente …Mehr
Flavius Josephus: Sie haben bereits des öfteren Bewiesen das sie nur das lesen was sie lesen wollen und geschriebene Worte nach ihren abstrusen Vorstellungen uminterpretieren. Werden Namen genannt wettern sie gegen User Los, werden keine Namen wetteren sie los, frage mich schon lange Wesen Geistes Kind sie sind, nur katholisch dürften sie nicht sein. Denn auf keines der dargelegten Argumente gehen sie genauer ein und treten den Gegenbeweis an, sondern sie Hetzen nur gegen andere daher frage ich mich sind sie? Freimauerer? Oder Mitglieder einer der häretisch- schismatischen Vereine, WiSiKi, Laien- Pfarrerinitiative? POA? islamisch? Wotankult? Atheist?
Oder nur ein armes bedauernswertes Opfer der Wölfe?
Matthäus 7. 15 – 20

Warnung vor falschen Propheten. Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in Schafskleidern zu euch, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man etwa von Dornenbüschen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; ein schlechter Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen und ein schlechter Baum keine guten Früchte tragen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird ausgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also sollt ihr sie erkennen.
Flavius Josephus
Liebe Monika S.,

ob Sie "lügen", kann ich nicht beurteilen und habe ich auch nirgendwo behauptet. Allerdings bleibe ich dabei:

Es ist und bleibt mißlich, wenn in einem öffentlichen Forum namenlose Theologie-Professoren bezichtigt werden, sich gegen Glaubenswahrheiten ausgesprochen zu haben, ja - wie Sie selbst unten nachschieben ("die nicht davon ausging, dass man am besten grundsätzlich …Mehr
Liebe Monika S.,

ob Sie "lügen", kann ich nicht beurteilen und habe ich auch nirgendwo behauptet. Allerdings bleibe ich dabei:

Es ist und bleibt mißlich, wenn in einem öffentlichen Forum namenlose Theologie-Professoren bezichtigt werden, sich gegen Glaubenswahrheiten ausgesprochen zu haben, ja - wie Sie selbst unten nachschieben ("die nicht davon ausging, dass man am besten grundsätzlich Texte gegen mögliche Häresien in Seminaren oder Vorlesungen parat haben sollte") - um sie der Häresie zu bezichtigen. - Daß Sie möglicherweise selbst nicht verstanden haben, was Ihnen in dem Seminar gesagt wurde, möchten Sie anscheinend ausschließen.

Außerdem ging es um eine Aussage von Kardinal Lehmann. Und der wird hier als ehemaligem Dogmatikprofessor und Bischof von Mainz offen [PiusXIII.] und "durch die Blume" [A.T.M.: "Aber das kennen wir ja von den deutschsprachigen Episkopaten große zeitgeistige ultraliberale Klappe"] der Häresie verdächtigt. Ihrer Meinung nach kann Kardinal Lehmann von katholischen Dogmatikprofessoren nicht richtig interpretiert werden: "'Aber Dogmatiker werden ihn richtig interpretieren !' Dem wird man leider in vielen Fällen widersprechen müssen". Wie Sie diese Pauschalverurteilung des Professorenstandes unserer katholischen Fakultäten und die Behauptung, sie würden "unkatholisches vertreten",auf dem Hintergrund von ein paar Semestern Theologie rechtfertigen können, ist mir ein Rätsel. - Ich würde so etwas niemals behaupten und ich finde es nicht in Ordnung, so mit Menschen umzugehen!
Monika Schr.
@Flavius J.
1.Bin ich nicht anonym. Ich denke als Person bin ich auf gtv ziemlich deutlich festzumachen.
2.Habe ich niemanden aus niederen Beweggründen angeschwärzt (Def. von Denuntiation, nach Bertelsmann-Lexikon). Bewusst habe ich keine Namen genannt, um niemand in Verlegenheit oder sonstwas zu bringen. Ein Seminar ist ja keine Veröffentlichung, dass ich Autor, Seite... nennen könnte. "Niedere …Mehr
@Flavius J.
1.Bin ich nicht anonym. Ich denke als Person bin ich auf gtv ziemlich deutlich festzumachen.
2.Habe ich niemanden aus niederen Beweggründen angeschwärzt (Def. von Denuntiation, nach Bertelsmann-Lexikon). Bewusst habe ich keine Namen genannt, um niemand in Verlegenheit oder sonstwas zu bringen. Ein Seminar ist ja keine Veröffentlichung, dass ich Autor, Seite... nennen könnte. "Niedere Beweggründe" oder "Selbstdarstellung, um sich in das "rechtgläubige Licht" " zu setzen sind Unterstellungen Ihrerseits und einer sachlichen Diskussion nicht zuträglich. Ich war damals Studentin, die nicht davon ausging, dass man am besten grundsätzlich Texte gegen mögliche Häresien in Seminaren oder Vorlesungen parat haben sollte, für Diskussionen mit von der Kirche eingesetzten Ausbildern für künftige Priester, Reli-Lehrer..., die unkatholisches vertreten. Ich bin Gott dankbar, dass er mir ein gesundes Gespür geschenkt hat, was irgendwie nicht so sein kann und dann auch Quellen, Personen... fand, die zum Verständnis halfen, Hintergründe wussten...
Wenn Sie davon ausgehen, dass ich lüge, um mich ein bißchen darzustellen, ist das Ihre Sache. Ob Sie das nun denken oder öffentlich schreiben- ich finde es nicht in Ordnung so mit Mitmenschen umzugehen.
Ich denke andere Leser werden verstehen, um was es mir ging.
PIUS XIII
Thomas von Aquin

Katholische Lehre ist:

"Das Mysterium der Auferstehung Christi ist ein wirkliches Geschehen, das sich nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes geschichtlich feststellbar manifestiert hat." (KKK 639)

"Angesichts dieser Zeugnisse ist es unmöglich, die Auferstehung als etwas zu interpretieren, das nicht der physischen Ordnung angehört, und sie nicht als ein geschichtliches …
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Thomas von Aquin

Katholische Lehre ist:

"Das Mysterium der Auferstehung Christi ist ein wirkliches Geschehen, das sich nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes geschichtlich feststellbar manifestiert hat." (KKK 639)

"Angesichts dieser Zeugnisse ist es unmöglich, die Auferstehung als etwas zu interpretieren, das nicht der physischen Ordnung angehört, und sie nicht als ein geschichtliches Faktum anzuerkennen." (KKK 643)


Sehr richtig und sehr gut !

Und genau DEM widerspricht Lehmann !!!

Monika Schr.

Diese Art "Dogmatiker" und "Theologen" kenne ich.

Sie haben den Glauben schlichtweg nicht !

Sie leugnen aber auch alles bzw. leugnen sie durch ihre Formulierung.

Was ich aber meinte ist, das JEDER Dogmatiker den Lehmann in seiner Aussage verstehen wird !

Egal ob der Dogmatiker gläubig oder ungläubig ist - er wird Lehmann richtig verstehen!

Und Lehmann leugnet die wahrhafte, leibliche und historische Auferstehung des SOHNES GOTTES !
Flavius Josephus
Ich empfinde es immer recht mißlich, wenn auf das eigene Studium der Theologie verwiesen wird, und da habe dieser Professor sich gegen diesen Glaubenssatz und jener Professor gegen jenen Glaubenssatz ausgesprochen - ohne daß die Namen und die Vorlesung usw. genannt werden. Darüber hinaus wäre jeder Hörer dieses oder jenes Professors in der Lage gewesen, mit ihm darüber zu diskutieren und ggf. …Mehr
Ich empfinde es immer recht mißlich, wenn auf das eigene Studium der Theologie verwiesen wird, und da habe dieser Professor sich gegen diesen Glaubenssatz und jener Professor gegen jenen Glaubenssatz ausgesprochen - ohne daß die Namen und die Vorlesung usw. genannt werden. Darüber hinaus wäre jeder Hörer dieses oder jenes Professors in der Lage gewesen, mit ihm darüber zu diskutieren und ggf. Unklarheiten auszuräumen. So sieht mir das Ganze aus wie eine Selbstdarstellung, um sich in das "rechtgläubige Licht" und die anderen in die "Nacht der Häresie" zu stellen. Fazit: Ich glaube diesen anonymen Denuziationen nicht!
Monika Schr.
@piusxiii, ThomasvA
"Aber Dogmatiker werden ihn richtig interpretieren !"
Dem wird man leider in vielen Fällen widersprechen müssen. Im Theologiestudium an einer bayer.Uni sagte der Dogmatiker zu diesem Thema, dass das Grab nicht leer gewesen sei. Man wüsste heute, dass man Auferstehung so wortwörtlich, materialistisch nicht verstehen dürfe. "Auferstehung" sei am Kreuz geschehen, als Jesus sich …Mehr
@piusxiii, ThomasvA
"Aber Dogmatiker werden ihn richtig interpretieren !"
Dem wird man leider in vielen Fällen widersprechen müssen. Im Theologiestudium an einer bayer.Uni sagte der Dogmatiker zu diesem Thema, dass das Grab nicht leer gewesen sei. Man wüsste heute, dass man Auferstehung so wortwörtlich, materialistisch nicht verstehen dürfe. "Auferstehung" sei am Kreuz geschehen, als Jesus sich auch in seinem Sterben von Gott angenommen wusste. Diese Gewissheit wurde "Auferstehung" genannt. Das mit den 3Tagen und dem leeren Grab wäre spätere Gemeindebildung. Jemand wäre auf die alttestamentl. Stelle gestoßen, dass Gott dem Gerechten hilft und ihn nach 3Tagen aufrichtet (ich habe die Stelle leider gerade nicht parat) und das hätte man dann auf den Gerechten, Jesus von Nazareth, übertragen und so hätte es Eingang in die Schrift gefunden.
Das Eintreten für eine historische Sicht der Auferstehung wurde von allen Anwesenden (Dozent, Priesterseminaristen, Ordensangehörigen, künftigen Reli-Lehrer/innen) mit größter Verblüffung zur Kenntnis genommen (wenn ein kleines Ufo in der Tischmitte gelandet und ein Marsianer oder Ähnliches winkend ausgestiegen wäre, wäre der Gesichtsausdruck so ziemlich derselbe gewesen!).
Da hilft leider nicht einmal mehr der Verweis auf verbindliche Lehrtexte der kath. Kirche oder Aussagen von Kirchenlehrern (trotzdem Vergelt's Gott an T.v.A. ).
Thomas von Aquin
3. Teil des Zitates:

Cap. 86:

Die Beschaffenheit der verherrlichten Leiber

Obwohl der Naturdefekt bei der Auferstehung durch das Verdienst Christi bei allen allgemein beseitigt wird, bei den Guten wie bei den Schlechten, so wird dennoch der Unterschied zwischen Guten und Schlechten hinsichtlich dessen verbleiben, was sie jeweils persönlich charakterisiert. Nun ist es eine Naturbestimmung, …Mehr
3. Teil des Zitates:

Cap. 86:

Die Beschaffenheit der verherrlichten Leiber

Obwohl der Naturdefekt bei der Auferstehung durch das Verdienst Christi bei allen allgemein beseitigt wird, bei den Guten wie bei den Schlechten, so wird dennoch der Unterschied zwischen Guten und Schlechten hinsichtlich dessen verbleiben, was sie jeweils persönlich charakterisiert. Nun ist es eine Naturbestimmung, dass die menschliche Seele die Form des Körpers ist, indem sie ihn belebt und im Sein erhält. Aufgrund der persönlichen Akte dagegen verdient die Seele, zur Glorie der göttlichen Schau erhoben oder aufgrund von Schuld hiervon ausgeschlossen zu werden. Dementsprechend werden die Leiber von allen, ohne Ausnahme, auf eine Weise disponiert, welche der Seele angemessen ist, so dass die unvergängliche Form dem Körper ihr unvergängliches Sein mitteilt, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass der Körper durch gegensätzliche Elemente geformt ist, da die Materie des menschlichen Körpers in dieser Hinsicht durch die Kraft Gottes vollständig von der menschlichen Seele bestimmt wird. Doch folgt für den mit der Seele vereinten Körper noch etwas weiteres aufgrund der Klarheit und Kraft der Seele, welche sie aus der Erhebung zur göttlichen Schau schöpft. Der Leib nämlich wird durch göttliche Kraft vollständig von der Seele bestimmt, nicht allein hinsichtlich seines Seins, sondern auch hinsichtlich seiner Tätigkeiten und seines Erleidens, seiner Bewegungen und der Körperqualitäten.

Gleichwie also die Seele im Genus der göttlichen Schau mit einer bestimmten geistlichen Klarheit erfüllt wird, so wird auch der Körper selbst, veranlasst durch ein Überströmen aus der Seele in den Körper, auf seine Weise mit dem Glanz der "Klarheit" bekleidet. Daher sagt der Apostel, 1 Kor 15,43: "Gesät wird in Unansehnlichkeit, auferweckt in Herrlichkeit", denn jetzt ist unser Leib schattenreich, dann aber wird er klar sein, Mt 13,43 entsprechend: "Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reiche ihres Vaters".

Mit ihrem Letztziel vereint, wird die Seele, welche die göttliche Schau genießt, in allem ihr Verlangen gestillt finden. Weil sich der Körper nach dem Verlangen der Seele bewegt, so wird deswegen der Körper gänzlich dem Geist gehorchen, wenn er sich bewegt. Daher werden die zukünftigen Leiber der auferstandenen Seligen "leichtbeweglich" sein. Dies deutet der Apostel in 1 Kor 15,43 an: "Gesät wird in Schwachheit, auferweckt in Kraft". Nun erfahren wir körperliche Schwäche, weil der Körper zur Erfüllung des Verlangens der Seele bei Bewegungen und Tätigkeiten, welche die Seele ihm befiehlt, für schwächlich befunden wird. Dann aber wird diese Schwäche aufgrund der Kraft, die aus der mit Gott vereinten Seele in den Körper überströmt, völlig beseitigt. Daher heißt es auch Weish 3,7 von den Gerechten: "Sie werden ... wie Funken in den Stoppeln dahinfahren". Doch gibt es keine Körperbewegung aufgrund von Notwendigkeit, da jene, welche Gott besitzen, nichts entbehren. Es gibt sie nur als Beweis von Kraft.

Gleichwie das Verlangen der Seele, die Gott genießt, hinsichtlich der Erlangung jeglichen Gutes völlig gestillt ist, so wird auch ihr Verlangen nach der Beseitigung jeglichen Übels gestillt sein, da ein Übel beim höchsten Gut keinen Platz hat. Folglich wird der durch die Seele vervollkommnete Leib der Seele entsprechend von jeglichem Übel befreit sein, sowohl der Wirklichkeit als auch der Möglichkeit nach: der Wirklichkeit nach, sofern es bei den Leibern keinen Verfall, keine Unförmigkeit und keinen Defekt geben wird; der Möglichkeit nach, insofern sie nichts erleiden können, was sie belästigte. Deswegen werden sie nicht in der Lage sein zu leiden. Dennoch schließt diese "Leidensunfähigkeit" nicht aus, dass sie sinnlich affiziert werden können. Sie benutzen nämlich die Sinne dazu um sich an den Dingen zu erfreuen, welche nicht dem Stand der Unvergänglichkeit widerstreiten. Zum Erweis ihrer Leidensunfähigkeit sagt der Apostel in 1 Kor 15,42: "Gesät wird in Verweslichkeit, auferweckt in Unverweslichkeit".

Zudem. Die Seele, welche Gott genießt, wird ihm auf vollkommenste Weise anhangen und auf ihre Weise im höchsten Grade an seiner Güte teilhaben. Somit wird auch der Leib der Seele auf vollkommene Weise unterworfen sein. Soweit es eben möglich ist, wird er an ihren Eigenschaften teilhaben, an Sinnesklarheit, an der rechten Ausrichtung des körperlichen Strebens und an jedweder Naturvollkommenheit. Je vollkommener nämlich die Materie eines Naturdinges seiner Form unterliegt, desto vollkommener ist es. Daher sagt der Apostel in 1 Kor 15,44: "Gesät wird ein sinnenhafter Leib, auferweckt ein geistiger Leib". Zwar wird der Leib des Auferstandenen geistig sein, doch nicht weil er Geist ist, wie es einige missverstanden, oder weil man unter ,Geist' eine geistige Substanz, Luft oder Wind verstehen soll (IV 84); vielmehr deswegen, weil er vollständig dem Geist unterworfen sein wird. So sprechen wir auch jetzt vom "Körper eines Lebewesens", nicht weil er eine Seele ist, sondern weil er den Erregungen von Lebewesen unterliegt und Nahrung benötigt.

Wie die Seele des Menschen (so wird aus dem bisher Erörterten ersichtlich) zur Herrlichkeit der Himmelsgeister erhoben werden wird, damit sie Gott schaut, wie im 3. Buch gezeigt wurde (III 57), so wird ihr Leib zu den Eigenschaften der Himmelskörper verfeinert, insofern er hell, leidensunfähig und ohne Schwierigkeit und Mühe bewegungsfähig wird und auf vollkommene Weise durch seine Form vervollkommnet ist. Dies meinte der Apostel, wenn er sagte, dass die Menschen mit "himmlischen" Leibern auferstehen werden, ,himmlisch' nicht im naturhaften Sinne, sondern im Sinne von ,Herrlichkeit'. Sprach er also davon, dass es himmlische Körper und irdische Körper gibt, so fügte er in 1 Kor 15,40 hinzu: "Aber andersartig ist der Glanz der himmlischen und andersartig derjenige der irdischen". Gleichwie die Herrlichkeit, zu welcher die menschliche Seele erhoben wird, die natürliche Kraft der Himmelsgeister überschreitet, wie im 3. Buch gezeigt wurde (III 53), so überschreitet die Herrlichkeit der auferstandenen Leiber die natürliche Vollkommenheit der Himmelskörper durch größere Helle, stärkere Leidensunfähigkeit und vollkommenere Beweglichkeit und Würde ihrer Natur.
Thomas von Aquin
2. Teil des Zitates:

Cap. 85:

Die Leiber der Auferstandenen werden über eine andere Disposition als zuvor verfügen

Selbst wenn die Leiber der Auferstandenen derselben Art sein werden wie unsere jetzigen Körper, so werden sie dennoch über eine andere Disposition verfügen.

Erstens, sofern alle Körper der Auferstandenen, seien sie die von Guten oder von Schlechten, unvergänglich sein werden.

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2. Teil des Zitates:

Cap. 85:

Die Leiber der Auferstandenen werden über eine andere Disposition als zuvor verfügen

Selbst wenn die Leiber der Auferstandenen derselben Art sein werden wie unsere jetzigen Körper, so werden sie dennoch über eine andere Disposition verfügen.

Erstens, sofern alle Körper der Auferstandenen, seien sie die von Guten oder von Schlechten, unvergänglich sein werden.

Hierfür gibt es einen dreifachen Grund:

Der erste ergibt sich aus dem Ziel der Auferstehung. Sowohl die Guten wie die Schlechten werden deswegen auferstehen, damit sie in ihrem eigenen Leib Lohn oder Strafe für das erlangen, was sie getan haben, als sie leibhaft lebten. Der Lohn der Guten, d. h. die Glückseligkeit, wird ewig dauern. Gleicherweise gilt der Todsünde ewige Strafe. Beides ist aus dem im 3. Buch Erwiesenen ersichtlich (III 62; 144). In beiden Fällen also muss ein unvergänglicher Körper angenommen sein.

Den zweiten Grund kann man aus der Formalursache der Auferstandenen entnehmen, d. h. der Seele. Weiter oben wurde bereits gesagt (IV 79), dass die Seele bei der Auferstehung erneut einen Körper annimmt, damit sie nicht auf ewig vom Leibe getrennt verbleibt. Da es also hierbei zur Vollkommenheit der Seele beiträgt, einen Leib anzunehmen, so wird es recht sein, wenn er auf eine Weise disponiert ist, welche der Seele entspricht. Nun ist die Seele unvergänglich. Daher wird ihr auch ein unvergänglicher Körper zugeeignet.

Den dritten Grund kann man aus der Wirkursache der Auferstehung entnehmen. Gott nämlich wird Körper zum Leben erwecken, welche bereits vergangen sind; um so mehr wird er in der Lage sein, den Körpern zu gewähren, dass das wiedererlangte Leben in ihnen auf ewig erhalten bleibt. Als Beispiel hierfür erhielt er sogar vergängliche Körper unverletzt, wenn er es so wollte, etwa die der drei Jünglinge im Feuerofen (Dan 3).

Demnach hat man die Unvergänglichkeit des zukünftigen Zustandes so zu verstehen, dass dieser Körper, der jetzt vergänglich ist, durch göttliche Kraft dergestalt unvergänglich wird, dass er durch die Seele, insofern sie ihm Leben verleiht, auf vollkommene Weise beherrscht wird. Nichts wird die Seele an dieser lebenspendenden Wirkung hindern können. Daher sagt der Apostel in 1 Kor 15,53: "Es muss nämlich dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen".

Mithin wird man nicht dadurch unsterblich sein, dass man einen anderen unvergänglichen Körper annimmt, wie die erwähnten Ansichten lauteten (IV 84), sondern weil dieser Körper, welcher jetzt vergänglich ist, unvergänglich wird.
So also ist das Wort des Apostels (1 Kor 15,50): "Fleisch und Blut können das Gottesreich nicht erben" zu verstehen, dass das Vergehen des Fleisches und Blutes im Stand der Auferstandenen zwar beseitigt ist, wobei die Substanz des Fleisches und Blutes jedoch verbleibt. Deswegen fügt er hinzu: "... noch erbt die Verweslichkeit die Unverweslichkeit" (1 Kor 15,50).
2 weitere Kommentare von Thomas von Aquin
Thomas von Aquin
Der Heilige Thomas lehrt übrigens, daß der Auferstehungsleib de facto aus Leib und Blut besteht:

1. Teil des Zitates:

Summae contra gentiles, 4, 84:

Die Leiber der Auferstandenen werden derselben Natur sein wie zuvor

Einigen gab das bisher Erörterte Anlass zum Irrtum hinsichtlich der Weisen der Verfasstheit der Auferstandenen. Aufgrund dessen nämlich, dass ein aus Entgegengesetztem zusammenge…Mehr
Der Heilige Thomas lehrt übrigens, daß der Auferstehungsleib de facto aus Leib und Blut besteht:

1. Teil des Zitates:

Summae contra gentiles, 4, 84:

Die Leiber der Auferstandenen werden derselben Natur sein wie zuvor

Einigen gab das bisher Erörterte Anlass zum Irrtum hinsichtlich der Weisen der Verfasstheit der Auferstandenen. Aufgrund dessen nämlich, dass ein aus Entgegengesetztem zusammengesetzter Körper notwendig vergeht, gab es einige, die behaupteten, die auferstehenden Menschen besäßen keine derartigen Körper, welche aus Entgegengesetztem zusammengesetzt sind.
Einige von ihnen behaupteten, unsere Körper erstünden nicht mit der Körpernatur, sondern würden in Geist umgewandelt. Hierzu wurden sie durch das Wort des Apostels von 1 Kor 15,44 veranlasst: "Gesät wird ein sinnenhafter Leib, auferweckt ein geistiger Leib".
Andere wiederum wurden durch dasselbe Wort veranlasst zu sagen, unsere Körper würden bei der Auferstehung subtil, einem Hauch und dem Winde ähnlich, denn auch der Geist wird "Hauch" genannt. Dabei verstanden sie ,geistig' als ,lufthaft'.
Andere dagegen behaupteten, bei der Auferstehung nähmen die Seelen Körper an, allerdings keine irdischen, sondern himmlische. Hierzu wurden sie durch das Wort des Apostels von 1 Kor 15,40 im Zusammenhang mit der Auferstehung veranlasst: "Auch gibt es himmlische Körper und irdische Körper".
Das folgende Wort des Apostels (1 Kor 15,50) scheint alle zu unterstützen:
"Fleisch und Blut können das Gottesreich nicht erben". Somit hat es den Anschein, dass die Leiber der Auferstandenen weder Fleisch noch Blut besitzen werden, folglich auch keine Körpersäfte.

Der Irrtum dieser Ansichten liegt jedoch klar zutage. Gemäß dem Apostel wird unsere Auferstehung der Auferstehung Christi gleich gestaltet sein. Er sagt Phil 3,21: "Er wird den Leib unserer Niedrigkeit umwandeln, dass er gleichgestaltet sei dem Leib seiner Herrlichkeit". Doch Christus besaß nach seiner Auferstehung einen Leib, den man anfassen konnte. Er bestand aus Fleisch und Knochen. So sagte er in Lk 24,39 nach der Auferstehung zu den Jüngern: "Rühret mich an und seht, dass ein Geist nicht Fleisch und Bein hat, wie ihr es an mir seht". Demnach werden auch die übrigen Auferstandenen berührbare Leiber besitzen, die aus Fleisch und Knochen zusammengesetzt sind.

Zudem. Die Seele ist mit dem Körper wie die Form mit der Materie vereint. Jegliche Form aber verfügt über eine umzeichnete Materie. Demnach muss es eine Entsprechung zwischen Akt und Potenz geben. Da nun die Seele der Art nach dieselbe ist, so scheint sie auch über eine der Art nach identische Materie zu verfügen. Folglich wird es sich nach der Auferstehung um einen der Art nach identischen Körper wie zuvor handeln. Mithin muss er aus Fleisch, Knochen und anderen derartigen Teilen bestehen.
Weiterhin. Da in der Definition von Naturdingen, welche das Wesen der Art bezeichnet, die jeweilige Materie festgelegt ist, so folgt, dass sich die Art des Naturdings ändert, wenn sich die Materie ihrer Art nach geändert hat. Nun ist der Mensch ein Naturding. Besitzt er nach der Auferstehung keinen aus Fleisch, Knochen und derartigen Teilen zusammengesetzten Körper, so wie er ihn jetzt hat, so wird der Auferstehende nicht derselben Art sein. Er kann nur auf äquivoke Weise "Mensch" genannt werden.

Zudem. Die Seele eines Menschen unterscheidet sich mehr vom Körper eines Wesens einer anderen Art als vom Körper eines anderen Menschen. Nun kann sich die Seele nicht wiederholt mit dem Körper eines anderen Menschen vereinigen, wie im 2. Buch gezeigt wurde (II 83). Folglich wird sie sich bei der Auferstehung um so weniger mit dem Körper einer anderen Art vereinigen.
Damit numerisch derselbe Mensch aufersteht, ist es außerdem notwendig, dass seine wesentlichen Teile numerisch dieselben sind. Würde also der Körper des auferstehenden Menschen nicht aus diesem Fleisch und diesen Knochen bestehen, aus denen er jetzt zusammengesetzt ist, so würde es sich beim Auferstehenden nicht um numerisch denselben Menschen handeln.

Am offensichtlichsten schließt Ijob alle diese falschen Ansichten aus, wenn er (Ijob 19,26f.) sagt: "Bin ich erwacht, dann lässt er mich bei sich erstehen; ich werde Gott - aus meinem Fleische - schauen. Ihn werde ich schauen ... , er wird kein Fremder sein".

Zudem enthält jede der zuvor erwähnten Ansichten jeweils spezifische Absurditäten.

So ist es gänzlich unmöglich, dass ein Körper in Geist übergeht. Es geht nämlich nur dann etwas ineinander über, wenn es über dieselbe Materie verfügt. Nun kann es zwischen geistförmigen und körperlichen Dingen keine gemeinsame Materie geben, da die Geistsubstanzen völlig immateriell sind, wie im 2. Buch gezeigt wurde (II 50). Folglich ist es unmöglich, dass der menschliche Körper in eine Geistsubstanz übergeht.

Zudem. Ginge der menschliche Körper in eine Geistsubstanz über, so wird er entweder in die Geistsubstanz der Seele gewandelt oder in eine andere. Falls das erstere zutrifft, so gäbe es nach der Auferstehung im Menschen lediglich die Seele, wie es sie auch vor der Auferstehung gegeben hat. Folglich würde sich bei der Auferstehung sein Zustand nicht ändern. Wird er jedoch in eine andere Geistsubstanz übergehen, so folgte daraus, dass etwas, was der Natur nach eines ist, aus zwei Geistsubstanzen zustande käme. Dies ist völlig unmöglich, da jegliche Geistsubstanz für sich subsistiert.

Ähnlich unmöglich ist es, dass der Körper des auferstehenden Menschen gleichsam luftartig und windähnlich ist.
Der Körper eines Menschen und der eines Tieres muss nämlich insgesamt und in seinen Teilen eine bestimmt umgrenzte Gestalt besitzen. Ein Körper mit umgrenzter Gestalt muss an sich abgrenzbar sein, denn eine Gestalt ist etwas, was in einer Umgrenzung einbehalten ist oder was eine Umgrenzung darstellt. Die Luft ist jedoch nicht an sich umgrenzbar; sie wird lediglich durch die Grenze von etwas anderem eingegrenzt. Also ist es nicht möglich, dass der Körper eines auferstandenen Menschen luftförmig oder windähnlich ist.

Außerdem. Der Leib des auferstehenden Menschen muss Tastsinn besitzen, denn kein Lebewesen ist ohne Tastsinn. Auch muss der Auferstehende ein Lebewesen sein, wenn es sich um einen Menschen handelt. Ein luftartiger Leib, wie auch jeglicher andere einfache Körper, kann jedoch nicht tastfähig sein, denn der Körper, durch den Tasten zustande kommt, muss das Medium zwischen Tastqualitäten sein, damit er sich gleichsam in der Möglichkeit zu ihnen verhält, wie der Philosoph (Aristoteles: De anima II 11 423a 6-17) im Buch Über die Seele sagt. Also ist es ausgeschlossen, dass der Leib des auferstehenden Menschen luftartig oder windähnlich ist.
Thomas von Aquin
Nunja, ohne über Kardinal Lehmann urteilen zu wollen - denn bisher habe ich nicht gelesen, wann und wo und in welchem Zusammenhang er was sagte - außer ein Zitat hier, kann man mit Sicherheit Folgendes sagen:

Katholische Lehre ist:

"Das Mysterium der Auferstehung Christi ist ein wirkliches Geschehen, das sich nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes geschichtlich feststellbar manifestiert hat." …Mehr
Nunja, ohne über Kardinal Lehmann urteilen zu wollen - denn bisher habe ich nicht gelesen, wann und wo und in welchem Zusammenhang er was sagte - außer ein Zitat hier, kann man mit Sicherheit Folgendes sagen:

Katholische Lehre ist:

"Das Mysterium der Auferstehung Christi ist ein wirkliches Geschehen, das sich nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes geschichtlich feststellbar manifestiert hat." (KKK 639)

"Angesichts dieser Zeugnisse ist es unmöglich, die Auferstehung als etwas zu interpretieren, das nicht der physischen Ordnung angehört, und sie nicht als ein geschichtliches Faktum anzuerkennen." (KKK 643)

Gleichzeitig ist die Auferstehung aber auch ein transzendentes Ereignis. (vgl. KKK 647)
PIUS XIII
Raphael und ich können den Text von Lehmann ja verschieden interprätieren.

Aber Dogmatiker werden ihn richtig interprätieren !

Und Benedikt wird gar nichts unternehmen !

Zollitsch hatte deutlichere Worte, die Dogmen leugnen - geschehen ist nichts!

Man hat keine Angst mehr vor Konsequenzen aus Rom, weil keine kommen !
PIUS XIII
Raphael
Außerdem gibt dieser Vers einen kleinen aber wichtigen Hinweis, dass sich der Auferstehungsleib von dem „irdischen Leib“ unterscheidet, denn er gebraucht hier die Worte „Fleisch und Gebein“ - und nicht „Fleisch und Blut“.


Fleisch und Gebein, weil Thomas das Blut nicht anfassen kann. Aber Blut dürfte trotzdem vorhanden sein.

Einen weiteren Unterschied macht er deutlich: sein Leib ist …Mehr
Raphael
Außerdem gibt dieser Vers einen kleinen aber wichtigen Hinweis, dass sich der Auferstehungsleib von dem „irdischen Leib“ unterscheidet, denn er gebraucht hier die Worte „Fleisch und Gebein“ - und nicht „Fleisch und Blut“.


Fleisch und Gebein, weil Thomas das Blut nicht anfassen kann. Aber Blut dürfte trotzdem vorhanden sein.

Einen weiteren Unterschied macht er deutlich: sein Leib ist kein Geist.

Geist ist unser Leib heute auch nicht. Wo soll der Unterschied sein?

"Raphael" - Sie werden an die Auferstehung glauben, aber Lehmann glaubt nicht, dass CHRISTUS Auferstanden ist!

Er behauptet ja, dass der Engel GOTTES kein Zeuge dafür gewesen ist!
Er leugnet auch, dass sie Apostel Zeugen der Auferstehung sind!

Und letztlich macht Lehmann selbst CHRISTUS zum Lügner!

Denn der HERR hat selbst gesagt, dass ER nach drei Tagen von den Toten auferstehen wird!

Diese Tatsache erwähnt Lehmann in seiner Predigt erst gar nicht!
a.t.m
ams:
Christus fuhr mit Leib und Seele in den Himmel auf und sitzt nun zur Rechten des Vaters.

Ebenso wie die allerseligste Jungfrau und Gottesgebärerin Maria, denn auch diese wurde mit Leib und Sele in den Himmel aufgenommen. Und jeder der auch nur andeutet das eine dieser Wahrheiten nicht stimmt, sollte sich ehrlich überlegen ob er tatsächlich nocht katholisch ist!! Aber …Mehr
ams:
Christus fuhr mit Leib und Seele in den Himmel auf und sitzt nun zur Rechten des Vaters.

Ebenso wie die allerseligste Jungfrau und Gottesgebärerin Maria, denn auch diese wurde mit Leib und Sele in den Himmel aufgenommen. Und jeder der auch nur andeutet das eine dieser Wahrheiten nicht stimmt, sollte sich ehrlich überlegen ob er tatsächlich nocht katholisch ist!! Aber das kennen wir ja von den deutschsprachigen Episkopaten große zeitgeistige ultraliberale Klappe und wenn dann doch eine scharfe Reaktion des Heiligen Stuhls erfolgt und der Heilige Vater Papst Benedikt diese zur katholischen Ordnung ruft, dann schweigen diese "HIRTEN?" in der Öffentlichkeit.
Helene
An den postings zeigt sich m.E.deutlich das eigentliche Problem, wie ich unten schon bemerkte:
"... dass man auch im kirchlichen Raum Sprache oft verwendet um unklar, interpretierbar zu bleiben."
Raphael interpretiert das glatte Gegenteil (Kard.Lehmann hat den kath.Glauben an die Auferstehung Christi) von PiusXIII (Kard.Lehmann hat den kath.Glauben an die Auferstehung Christi nicht) und beide …Mehr
An den postings zeigt sich m.E.deutlich das eigentliche Problem, wie ich unten schon bemerkte:
"... dass man auch im kirchlichen Raum Sprache oft verwendet um unklar, interpretierbar zu bleiben."
Raphael interpretiert das glatte Gegenteil (Kard.Lehmann hat den kath.Glauben an die Auferstehung Christi) von PiusXIII (Kard.Lehmann hat den kath.Glauben an die Auferstehung Christi nicht) und beide gehen von denselben Zitaten aus.
Hoffentlich ist von diesem Problem in der kirchlichen Verkündigung nicht auch der Jug-Katechismus für den WJT betroffen, sonst .
Ich gehe davon aus, dass die Auferstehung Jesu Christi sehr wohl ein historisches Ereignis ist, wenn auch ein einmaliges.
@Flavius Im Urchristentum sind die ersten Christen dafür gestorben, dass man von ihnen sagte, sie seien "Kannibalen", da sie bei ihren Versammlungen vom Leib eines gewissen Jesus essen, und vom Blut desselben trinken würden. Nur weil etwas unser mn.Begreifen übersteigt dürfen wir auch nicht der Gefahr erliegen, sprachlich zu entschärfen, damit wir keinen Anstoß in der Welt mehr mehr erregen (was leider vielerorts zu erfahren ist).
Flavius

Richtig, unsere Auferstehung wird am letzten Tag geschehen. (Hat Helene dies bezweifelt oder in Frage gestellt? Warum also ihr Zitat?)

Jesus Christus jedoch ist bereits auferstanden.
Flavius Josephus
Nachtrag

Herr Piusdersoundsovielte,
glauben Sie wirklich, daß man Ihre Behauptungen Ernst nehmen sollte? Ich würde jedem der Kommentatoren raten, auf solchen Unfug nicht weiter einzugehen. Sie wollen nicht diskutieren, sondern anscheinend nur Stunk über Kardinal Lehmann verbreiten. Was Sie über Kardinal Lehmann behaupten, sind keine Argumente und das läßt sich aus den Zitaten auch nicht …Mehr
Nachtrag

Herr Piusdersoundsovielte,
glauben Sie wirklich, daß man Ihre Behauptungen Ernst nehmen sollte? Ich würde jedem der Kommentatoren raten, auf solchen Unfug nicht weiter einzugehen. Sie wollen nicht diskutieren, sondern anscheinend nur Stunk über Kardinal Lehmann verbreiten. Was Sie über Kardinal Lehmann behaupten, sind keine Argumente und das läßt sich aus den Zitaten auch nicht belegen. Es lohnt sich nicht, darauf weiter einzugehen.
Flavius Josephus
Herr Piusdersoundsovielte,

ich zitiere Sie:
"Wörtlich sagt er [Kardinal Lehmann]: „Die Auferweckung Jesu Christi durch Gott den Vater ist, streng genommen, ein Geschehnis in der Sphäre Gottes, das im Kern nicht zu unserer Geschichte gehört. Aber es wirkt sich als Ereignis in Raum und Zeit aus.“

Wie Sie darauf kommen, das seien "verklausulierte Formulierungen" (für was eigentlich?), ist mir …Mehr
Herr Piusdersoundsovielte,

ich zitiere Sie:
"Wörtlich sagt er [Kardinal Lehmann]: „Die Auferweckung Jesu Christi durch Gott den Vater ist, streng genommen, ein Geschehnis in der Sphäre Gottes, das im Kern nicht zu unserer Geschichte gehört. Aber es wirkt sich als Ereignis in Raum und Zeit aus.“

Wie Sie darauf kommen, das seien "verklausulierte Formulierungen" (für was eigentlich?), ist mir schleierhaft. Daß dies auch nicht auf "Ihrem eigenen Mist gewachsen" ist, zeigen Sie dann sogleich: "Quelle: piusbruderschaft.de". Und daß diese Herren an Kardinal Lehmann kein gutes Haar lassen wollen, weil sie ihn hassen, ist für jeden Menschen mit klarem Verstand einsehbar.

Frau Helene,
die Auferstehung erwarten wir am Ende der Zeit, wenn Gott seine Schöpfung zur Vollendung geführt hat. Insofern ist Auferstehung tatsächlich kein historisches Ereignis. Wenn wir bekennen, daß Jesus auferstanden ist, dann bekennen wir uns dazu, daß dieses Ereignis, das wir alle für das Ende der Welt erwarten, bei ihm bereits Wirklichkeit geworden ist. Das aber heißt, es kann gar nicht in historische Vorstellungen gebracht werden. Ich kann auch die Hostie in der Messe berühren, und ich glaube, daß dies der Leib Christi ist. Aber trotzdem würde ich jeden für "gestört" halten, der mir gegenüber behaupten würde, ich würde "Fleisch" in der Hand halten oder "Fleisch" in der Messe essen. Wir sind doch keine Kanibalen! Genauso ist es mit Leibhaftigkeit des Auferstandenen. Der Leib Christi und die Auferstehung sind und bleiben "Geheimnis des Glaubens", bis wir nicht mehr "in einen Spiegel" blicken, sondern "schauen" (Paulus). Aber solange muß das auch interpretierbar bleiben. Gott läßt sich nicht "auf den Begriff bringen". Daran scheitern alle sogenannten "Gottesbeweise". Gott ist zu groß, als daß man ihn beweisen kann.
Raphael
Lieber Pius XIII,ich glaube Sie unterliegen einem Missverständnis!
Selbst,wenn ich in meiner Wenigkeit etwas verkehrt interpretiere(mir ist es momentan leider nicht möglich,Kardinal Lehmann persönlich zu befragen)vertraue ich darüberhinaus auf Papst BenediktsXVI.,der Kardinal Lehmann längst Konsequenzen hätte spüren lassen,wenn dieser ein Leugner der Auferstehung Christi wäre!
Schon zu Zeiten …Mehr
Lieber Pius XIII,ich glaube Sie unterliegen einem Missverständnis!
Selbst,wenn ich in meiner Wenigkeit etwas verkehrt interpretiere(mir ist es momentan leider nicht möglich,Kardinal Lehmann persönlich zu befragen)vertraue ich darüberhinaus auf Papst BenediktsXVI.,der Kardinal Lehmann längst Konsequenzen hätte spüren lassen,wenn dieser ein Leugner der Auferstehung Christi wäre!
Schon zu Zeiten des hl.Paulus war dies übrigens ein Thema heißer Diskussionen in den Gemeinden,welche Paulus gegründet hat:

In 1. Korinther 15 gibt der Apostel Paulus zahlreiche Belehrungen zu dem Thema "Tod und Auferstehung". Damals war die Meinung verbreitet, dass es gar keine Auferstehung gäbe. Doch Paulus benutzt u.a. das Bild von Saat und Ernte, um zu zeigen, dass es eine Auferstehung gibt, und dass es nach der Auferstehung einen Leib anderer Art geben wird.
Den Leib, den wir jetzt besitzen, ist ein "natürlicher" Leib. Wenn dieser Leib stirbt, und auferweckt wird, dann wird es ein "geistiger Leib" sein (1. Kor 15,44). Dies ist wahr, sowohl in Bezug auf den Herrn Jesus, der gestorben ist und auferweckt wurde. Er ist der "Erstling der Entschlafenen" (1. Kor 15, 20). Aber wenn der Herr Jesus der erste ist, dann werden solche, die an ihn geglaubt haben und auferweckt werden, acuh einen "geistigen Leib" haben, denn wir werden "ihm gleich sein" (1. Joh 3,2).
Als der Herr Jesus Mensch wurde, hat er "Fleisch und Blut" angenommen (Heb 2,14). So hat er einen Leib derselben Art angenommen, wie die Menschen ihn besaßen - aber ohne Sünde. Er hat gegessen, getrunken, geschlafen, er hat Schmerzen erduldet – wie sehr hat er in diesem Leib gelitten! – und hatte auch Empfindungen wie Freude und Traurigkeit. Diesen Leib hatte Gott ihm bereitet (Heb 10,5).
Nach der Auferstehung begegnet der Herr Jesus der Maria. Sie dreht sich um, sieht ihn, aber erkannte ihn nicht (Joh 20,14). Als der Herr Jesus sie fragt, warum sie weine, und wen sie suche, denkt sie, es sei der Gärtner. Offensichtlich hat also der Auferstehungsleib zunächst eine sehr ähnliche Erscheinung wie ein „natürlicher Leib“. Wenn der Herr Jesus der Maria in einer lichten Engelsgestalt oder als ein geistiges Wesen begegnet wäre, hätte sie anders reagiert. Erst als der Herr Jesus Maria direkt anspricht, erkennt sie, dass es der Herr ist. (Es muss ein gewaltiges Erlebnis für sie gewesen sein, dem Herrn zu begegnen!)
Eine weitere Begegnung hatte der Herr Jesus mit Thomas. Zuerst glaubte er nicht und wollte die Kreuzigungswunden sehen. Der Herr Jesus gewährt ihm diesen Wunsch und bittet ihn, dass er seine Hände in seine Seite lege und glauben solle (Joh 20,27). Aus dieser Begebenheit lernen wir, dass der Auferstehungsleib auch noch die Wunden der Kreuzigung trägt. Es scheint so, dass selbst im Himmel diese Zeichen noch sichtbar sind, denn der Herr Jesus wird beschrieben als ein „Lamm wie geschlachtet“ (Off 5,6).
Als der Herr Jesus im Obersaal und den Jüngern die Worte „Friede euch“ gesagt hatte, weist er ebenfalls auf seine Wunden als Erkennungsmerkmal hin (Lk 24,39). Außerdem gibt dieser Vers einen kleinen aber wichtigen Hinweis, dass sich der Auferstehungsleib von dem „irdischen Leib“ unterscheidet, denn er gebraucht hier die Worte „Fleisch und Gebein“ - und nicht „Fleisch und Blut“. Einen weiteren Unterschied macht er deutlich: sein Leib ist kein Geist. Nein, er konnte betastet werden, und er konnte auch Speise zu sich nehmen (Joh 21,12-15).
Ich werde das Gefühl nicht los, dass Lehmann an die Göttlichkeit Jesu nicht glaubt.

Gott hat ihn allem Anschein zum Trotz nicht in diesem absoluten Tod gelassen. Er hat seinen gerechten Zeugen auch durch das äußerste Leid hindurch gehalten. Nur weil Gott Jesus rettet und ihn ein für allemal der Macht des Todes entnimmt, gibt es einen letzten Ausweg und einen verborgenen Sinn in dieser …Mehr
Ich werde das Gefühl nicht los, dass Lehmann an die Göttlichkeit Jesu nicht glaubt.

Gott hat ihn allem Anschein zum Trotz nicht in diesem absoluten Tod gelassen. Er hat seinen gerechten Zeugen auch durch das äußerste Leid hindurch gehalten. Nur weil Gott Jesus rettet und ihn ein für allemal der Macht des Todes entnimmt, gibt es einen letzten Ausweg und einen verborgenen Sinn in dieser Katastrophe.

Er spricht in einer Osterpredigt vom gerechten Zeugen, nicht vom Messias. Er hinterlässt den Eindruck, Gott auf der einen Seite, Jesus auf der anderen.
Das Wort Kyrios kommt nur einmal vor. Und wo es vorkommt wird auch wieder schwammig geredet, sodass die Realpräsenz Christi in der Hostie weder geleugnet noch bestätigt wird.
PIUS XIII
Lehmann leugnet auch den "Auferstehungsleib" !

Denn dieser ist, auch wenn er nicht an Zeit und Raum gebunden ist, aus Fleisch und Blut !

CHRISTUS hat es bezeugt !
Raphael
@Helene,PiusXIII
Ich denke,Kardinal Lehmann meint hier den "Auferstehungsleib",der sich von der Ebene der physisch-leibhaftigen Existenz Jesu vor seinem Tod unterscheidet.Das ist allgemeines Glaubensgut,das man bei einem Katholiken,der den Ostergottesdienst besucht,voraussetzen kann.

Auch wenn der Auferstehungsleib offensichtlich Ähnlichkeit mit dem irdischen Leib hat, so gibt es auch wesentlic…Mehr
@Helene,PiusXIII
Ich denke,Kardinal Lehmann meint hier den "Auferstehungsleib",der sich von der Ebene der physisch-leibhaftigen Existenz Jesu vor seinem Tod unterscheidet.Das ist allgemeines Glaubensgut,das man bei einem Katholiken,der den Ostergottesdienst besucht,voraussetzen kann.

Auch wenn der Auferstehungsleib offensichtlich Ähnlichkeit mit dem irdischen Leib hat, so gibt es auch wesentliche Unterschiede: Er konnte durch verschlossen Türen gehen (Joh 20,19) und er war auch keiner irdischen Bedingung wie Zeit und Raum unterworfen (Lk 24,36-43; Joh 20,19-20).
Der Herr Jesus ist jetzt – mit seinem Auferstehungsleib – zur Rechten Gottes. Und das scheint ein wesentlicher Unterschied zu dem irdischen Leib zu sein. Der Auferstehungsleib ist vollkommen an die göttliche große Herrlichkeit angepasst und kann sich in dieser Herrlichkeit aufhalten und diese genießen. Das wäre mit dem irdischen Leib nicht möglich, er würde wie eine Mücke in der Flamme einer Kerze vergehen.
PIUS XIII
Raphael(a)

Die Aussagen sind nicht aus dem Zusammenhang gerissen.

Des weiteren bestätigt auch die von Ihnen aufgeführte Predigt von Lehmann, dass dieser NICHT an die leibhafte Auferstehung CHRISTI glaubt!

Lehmann spricht von einer "geistigen" Auferstehung. Das ist aber keine christliche Lehre!

Und der HERR selbst gibt Zeugnis davon, dass ER leibhaftig Auferstanden ist !

Sie verstehen es …Mehr
Raphael(a)

Die Aussagen sind nicht aus dem Zusammenhang gerissen.

Des weiteren bestätigt auch die von Ihnen aufgeführte Predigt von Lehmann, dass dieser NICHT an die leibhafte Auferstehung CHRISTI glaubt!

Lehmann spricht von einer "geistigen" Auferstehung. Das ist aber keine christliche Lehre!

Und der HERR selbst gibt Zeugnis davon, dass ER leibhaftig Auferstanden ist !

Sie verstehen es anscheinend nicht, oder wissen nicht, dass die christliche Auferstehung eine leibliche Auferstehung ist!

Es gibt in dieser Predigt vieles, was katholischem Glauben widerspricht!

Der Text ist zu lang, um alles zu behandeln. Daher nur zwei Beispiele:

1. Wir können die Auferstehung Jesu nicht erfinden. Wir haben aber auch keine unmittelbaren Zeugen für das innerste Geschehen der Auferweckung. Kein Mensch war dabei. Bei aller Wichtigkeit der Engel für das Ostergeschehen: auch sie sind keine Boten der Auferweckung Jesu durch Gottes Allmacht.

Das Evangelium bezeugt es uns anders!

Gerade der Engel GOTTES bezeugt die Auferstehung CHRISTI den Frauen am Grab !

Die Frauen am Grab und später die Apostel finden den Leib des HERRN nicht im Grab. Vermutet wird ein Diebstahl. Doch der Engel GOTTES bezeugt was geschehen ist.

2.Auch wenn das Ereignis der Auferweckung selbst ein unzugängliches Geheimnis bei Gott selbst ist, gleichsam zwischen Gott und Gott, so bekommen wir doch Kunde davon, nämlich in den so genannten Erscheinungen des Herrn. In ihnen wendet er sich unserer Welt zu und zeigt sich zwar nicht mehr physisch-leibhaftig, aber konkret im Rahmen unserer raum-zeitlichen Bedingungen. Aber er hat seine eigene Seinsweise: Er ist plötzlich da - und rasch wieder entschwunden, besonders wenn man ihn berühren, seiner habhaft werden möchte.

Hier wird die leibhaftige Auferstehung CHRISTI geleugnet !

Der HERR hat sich den Aposteln gezeigt. Berührt haben diese IHN nicht.

Aber der Apostel Thomas wollte es nicht glauben.

Der HERR zeigt sich ihm und lässt Thomas in seine Wundmale fassen!

Der HERR selbst sagt, dass ER kein Geist ist, sondern FLEISCH und BLUT !

Das leugnet Lehmann ! Auch in der Predigt, die Sie hier gepostet haben.

LEHMANN IST EIN SADDUZÄER !!!
Helene
Also wenn man jemanden berühren kann, wenn jemand etwas vor den Augen anderer isst, finde ich das doch sehr auf der physisch-leibhaftigen Ebene, was m.A.nach die Schrift auch durch Erwähnung dieser Begebenheiten ausdrücken will. Auch wenn das Kard.Lehmann (siehe mark.Text bei Raphael 11:32) anders sieht.
Es ist ein Problem der letzten Jahrzehnte, dass man auch im kirchlichen Raum Sprache oft …Mehr
Also wenn man jemanden berühren kann, wenn jemand etwas vor den Augen anderer isst, finde ich das doch sehr auf der physisch-leibhaftigen Ebene, was m.A.nach die Schrift auch durch Erwähnung dieser Begebenheiten ausdrücken will. Auch wenn das Kard.Lehmann (siehe mark.Text bei Raphael 11:32) anders sieht.
Es ist ein Problem der letzten Jahrzehnte, dass man auch im kirchlichen Raum Sprache oft verwendet um unklar, interpretierbar zu bleiben.
Ich habe es lieber, wenn man klar weiß, welche Aussage jemand trifft, welche Meinung er vertritt, statt dass Menschen gegenteiliger Auffassung sich auf ein und dieselbe Aussage berufen können.
Raphael
@piusxiii

Die Aussagen Kardinal Lehmanns sind aus dem Zusammenhang gerissen und in Ihrer Verständlichkeit sicher auch misszuverstehen,was Ihr Piusverein zu seiner Volksverhetzung ja auch reichlich ausnützt!

Ich weiß nicht,wie Auferstehung sein wird oder wie es sich damals im Einzelnen abgespielt hat.Wir haben nur die Evangelisten,die berichten und von denen man gerne mehr Information hierzu …Mehr
@piusxiii

Die Aussagen Kardinal Lehmanns sind aus dem Zusammenhang gerissen und in Ihrer Verständlichkeit sicher auch misszuverstehen,was Ihr Piusverein zu seiner Volksverhetzung ja auch reichlich ausnützt!

Ich weiß nicht,wie Auferstehung sein wird oder wie es sich damals im Einzelnen abgespielt hat.Wir haben nur die Evangelisten,die berichten und von denen man gerne mehr Information hierzu haben würde.Wie schön ist es aber,das der hl.Paulus,den Kardinal Lehmann auch sehr schätzt, so klar und unmissverständlich das Kreuzigungs-und Auferstehungsgeschehen immer wieder ins Zentrum seiner Verkündigung stellt.
Wenn man andere Predigten,Aussagen Kardinal Lehmanns betrachtet,zeigt sich immer wieder(was ja für ihn als Kardinal auch eine Selbstverständlichkeit ist),dass er sein Christsein vom Lichte der tatsächlichen,historisch stattgefunden habenden Auferstehung des Herrn her lebt.
Für die Christen brach das Reich Gottes (Βασιλεία τοῦ Θεοῦ basileia tou theou) mit Jesu Kommen in diese Welt an und wird mit seinem Wiederkommen den Höhepunkt erreichen. Jesus = der von Gott verheißene Messias (für Christen).

Osterpredigt von Karl Kardinal Lehmann(2008)
Mainz -Liebe Schwestern und Brüder im Herrn! Man kann nur von der Passion und vom Tod Jesu her verstehen, was die Auferstehung bedeutet. Aber sie selber, nämlich das Leiden und das Sterben Jesu, bringen uns zunächst nicht die geringste Einsicht in das, was geschehen ist. Beides, Tod und Auferweckung, sind zwar ganz eng aufeinander bezogen, aber in keiner Weise ableitbar.

Die Gegner Jesu gingen davon aus, wenn sie ihn beseitigt hätten, dann wäre Ruhe. So geschieht es ja bei jedem Mord und bei jeder Hinrichtung. Sie tun alles, um ihn nicht nur mund-tot zu machen, sondern um sein Leben und das Gedächtnis an ihn auszulöschen. Danach ist nichts mehr zu erwarten. Auch viele Jünger, bis in die engste Gruppe der Apostel hinein, gehen davon aus, dass jetzt alles vorbei ist. Dies scheint sich auch nochmals von der Seite Gottes her zu bestätigen. Jesus wird ja verhöhnt, sogar noch von dem mit ihm gekreuzigten Verbrecher: „Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!" (Lk 23,39) Aber es kommt keiner vom Himmel her, um ihn zu retten. Dies ist für die Gegner eine Genugtuung und eine Bestätigung für ihr Tun. Ja, dieses erfüllt sich in dem Schrei Jesu, mit dem er die Klage des Beters aus dem Psalm 22 aufnimmt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (vgl. Mk 15,34; Mt 27,48) Dieser Schrei der Gottverlassenheit zeigt, wie nahe die Erfahrung der Sinnlosigkeit dem Abgrund dieses Todes ist: Absolut alleingelassen von dem, auf dessen Hilfe er alles gesetzt hatte.

So unerwartet und so überraschend es ist, in diese Situation gehört die Auferstehungsbotschaft. Alles war - menschlich erfahren und gesprochen - umsonst. Kein Mensch kann angesichts der letzten Aussichtslosigkeit dieses Sterbens und der Schrecklichkeit des Kreuzestodes auf die Idee kommen, dass das Zeichen eines gehängten Verbrechers, eines gescheiterten Religionsstifters Heil und Sinn in sich bieten könnte. Gott hat ihn auferweckt: Gott hat ihn allem Anschein zum Trotz nicht in diesem absoluten Tod gelassen. Er hat seinen gerechten Zeugen auch durch das äußerste Leid hindurch gehalten. Nur weil Gott Jesus rettet und ihn ein für allemal der Macht des Todes entnimmt, gibt es einen letzten Ausweg und einen verborgenen Sinn in dieser Katastrophe. Auferweckung heißt hier, dass Gott selbst dieses Leben, Jesu Worte und seine Werke, bekräftigt. Auch wenn fast alle in dieser Stunde flüchten, Gott hält zu ihm. Der Vater bekennt sich in dieser äußersten Situation zum Sohn. Er lässt ihn nicht untergehen, bestätigt vielmehr seine Botschaft und die Hingabe seines Lebens: für uns, für alle, für das Leben der Welt. War das Leben Jesu durch dieses schreckliche Ende durchkreuzt worden, so durchkreuzt Gott nun die Pläne seiner Feinde. Sie kommen dennoch nicht zum Sieg, auch wenn alles so aussieht.

Freilich muss uns dies verkündet werden. Wir können die Auferstehung Jesu nicht erfinden. Wir haben aber auch keine unmittelbaren Zeugen für das innerste Geschehen der Auferweckung. Kein Mensch war dabei. Bei aller Wichtigkeit der Engel für das Ostergeschehen: auch sie sind keine Boten der Auferweckung Jesu durch Gottes Allmacht. Dies ist ein Geschehen, das sich nur in der uns gänzlich unzugänglichen Atmosphäre Gottes ereignet. Es gibt in unserer religiösen Sprache Worte, die nur einen Sinn zusammen mit Gott und von ihm her gewinnen. Dies gilt z.B. für den ursprünglichen Sinn des Erschaffens, wenn nämlich etwas entsteht buchstäblich aus dem Nichts. Wir Menschen brauchen immer etwas, aus dem wir schaffen, auch wenn es um geistige Vorgänge geht. Wir sind bei allem schöpferischem Tun immer Nachbildner. Deswegen gibt es Traditionen, auf denen wir aufbauen. Gott aber braucht in seinem Tun nichts vorauszusetzen. Dies gilt auch für die Auferstehung, wo er allein den Tod vernichten und das Leben neu schaffen kann. Darum nennt ihn Paulus den „Gott, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft." (Röm 4,17). Vielleicht gibt es noch einige wenige andere Vollzüge, die so ursprünglich in Gott verwurzelt sind, z.B. bei der reinen Vergebung ohne Wenn und Aber, ohne Nachtragen, in der das Herz gereinigt wird, weißer als Schnee. Aber bei der Erschaffung und bei der Auferweckung, da kommt die Göttlichkeit Gottes voll zur Wirksamkeit.

Es bleibt dabei: Keiner von uns war dabei. Woher wissen wir darum? Geht es uns da nicht ähnlich wie Goethes Faust beim Läuten der Osterglocken: Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube? Ja, es ist eine Botschaft, die uns gesagt werden muss, von außen. Es ist auch ein Bekenntnis und verlangt darum Glauben.

Dennoch spricht Gott auch beim Ereignis der für uns unzugänglichen Auferweckung in unsere Welt hinein. Schon unsere Worte Auferweckung und Auferstehung bezeugen dies, indem wir von der Erfahrung unseres Lebens ausgehen. Drastische Bilder kommen einem in den Sinn. Die Auferstandenen leben in einer „anderen Welt" auch mit demselben Leib, den wir schon kennen? Aber diese Worte rächen sich auch rasch, wenn wir ihnen zu viel aufladen. Sie sagen weniger oder nichts mehr, weil sie ja den Ort der Bedeutung in unserem Leben verlassen sollen. Sie spielen nicht mehr im Bereich des Sterbens und des Todes. Wenn wir die Worte in diesem Bereich überdehnen, sagen sie nichts mehr und werden eher lächerlich. Deswegen kommt die Osterbotschaft bis zum heutigen Tag immer wieder an diese rasch erreichten Grenzen des Verstehens. Wenn wir zu viel wissen wollen, wird es komisch. Also müssen wir in die Mitte!

Dennoch sind es nicht blinde Scheiben, durch die man am Ende doch nichts sieht. Wenn wir unsere Worte als Bilder nehmen, dann sprechen sie länger und weiter als nur in der gewohnten Alltagsbedeutung. Jemand wird aus dem Schlaf geweckt, wenn es Zeit ist. Wenn er einmal längere Zeit krank war, wird er nicht mehr ganz vergessen, was es heißt, aufstehen zu dürfen und zu können. Auch bei anderen Gelegenheiten spielt dies eine Rolle, wenn z.B. ein Boxer oder Ringer so hart getroffen ist, dass er sich nicht mehr erheben kann. Wir verstehen auch sehr gut, wenn Menschen sagen, dass ein Schwerkranker nie mehr aufstehen kann. Immer wieder erhebt sich der Mensch und ist in seinem Wesen „aufständisch", er lässt sich nicht unterkriegen. Auch in den verschiedenen Situationen der Niedrigkeit oder der Ohnmacht erwecken ihn andere zu neuem Mut oder gar zum Leben. Im Bereich unseres Glaubens dienen diese uns aus dem Alltag vertrauten Vorgänge dazu, dass wir ein ganz unbekanntes und von keinem Menschen noch erfahrenes Geschick in einem Bildwort ausdrücken: Ähnlich wie wenn man aufgeweckt wird und aufsteht, soll es sich bei denen ereignen, die den Tod erleiden müssen. Freilich wissen wir auch, dass wir eine uralte Sehnsucht damit berühren, dass wir nicht einfach untergehen. Aber schnell zerfällt wieder die vage Hoffnung, wenn wir daran denken, wir würden wortwörtlich und handfest wieder in unser bisheriges Dasein zurückkehren. Wir müssen es schon Gott überlassen, wie dieses neue Leben jenseits des Todes aussieht, das nur er uns schenken kann. Es lässt sich nicht in unsere „Vorstellungen" einfangen, aber die Kraft unserer Bilder kann doch wenigstens eine Ahnung zur Sprache bringen.

Bekanntlich zögert das Alte Testament, wenigstens für lange Zeit, mit Aussagen zur Auferstehung vom Tod. Wir kennen die Klagen des Gottgetreuen, warum es bei Gottes Gerechtigkeit zum Glück des Gottlosen und zum Unglück des Frommen komme. Es ist die Frage nach der Verlässlichkeit Gottes. Diese wird auf die härteste Probe gestellt, wenn es um die harte Wirklichkeit des Todes geht. Israel hält dieser Frage lange stand: „Kannst du an Toten Wunder tun, stehen die Schatten auf, dich zu preisen? Rühmt man im Grab deine Verbundenheit, im Totenreich deine Treue? Wird deine Wundermacht im ewigen Dunkel kund, im Land des Vergessen dein gerechtes Walten?" (Ps 88,11-13)

Ja, aber Gott antwortet auf die Anfechtung des Menschen, ob Gott denn auch noch verlässlich sei jenseits des Todes. Es ist nicht zufällig der Beter, der uns dies sagt: „Fürwahr, du überlässt mein Leben nicht der Unterwelt, du gibst deinem Getreuen nicht die Grube zu schauen, du weisest mir den Pfad zum Leben: Fülle der Freuden in deiner Gegenwart, Wonnen in deiner Rechten auf ewig." (Ps 16,10-11) Auch wenn die Trennlinie zwischen Leben und Tod manchmal unbestimmt bleiben mag, so gibt es vor allem von Gott selbst her eine feste Zusage: „Nun aber bin ich immer bei dir. Du hast meine rechte Hand erfasst. Mit deinem Rat wirst du mich geleiten und hernach mich in Herrlichkeit entrücken. Wen habe ich im Himmel (neben dir)? Neben dir begehe ich nichts auf Erden. Mein Fleisch und mein Herz schwinden dahin, aber mein Anteil bleibt Jahwe auf ewig." (Ps 73,23-26) So wird die fraglose und kühne Gewissheit einer unbegrenzten Gemeinschaft des Lebens mit Gott deutlich. Die Überzeugung von einem guten Geschick des Menschen nach dem Tod baut sich jedenfalls auf über der festen Gewissheit, in der gegenwärtigen Zeit in huldvoller Gemeinschaft mit Gott zu stehen. Die unbegrenzte Reichweite dieser Lebensgemeinschaft braucht nur einen letzten Anstoß, um zum Kern der vollen Aussage von der Auferweckung zu kommen: Ich bin immer bei dir! Bei aller Bedeutung der Unsterblichkeit der menschlichen Seele ergibt sich das Wissen um unzerstörbares Leben trotz mancher Hinweise am Ende nur aus der rettenden Tat eines verlässlichen, treuen und liebenden Gott, der einzig die Macht zur Gewährung eines solchen Lebens hat.

Gott ist auch hier - wie sonst in seiner herabsteigenden Offenbarung - gütig und milde mit uns. Auch wenn das Ereignis der Auferweckung selbst ein unzugängliches Geheimnis bei Gott selbst ist, gleichsam zwischen Gott und Gott, so bekommen wir doch Kunde davon, nämlich in den so genannten Erscheinungen des Herrn. In ihnen wendet er sich unserer Welt zu und zeigt sich zwar nicht mehr physisch-leibhaftig, aber konkret im Rahmen unserer raum-zeitlichen Bedingungen. Aber er hat seine eigene Seinsweise: Er ist plötzlich da - und rasch wieder entschwunden, besonders wenn man ihn berühren, seiner habhaft werden möchte. Er ist da - und entzieht sich auch wieder. In diesen Erscheinungen begegnet er immer Menschen, die er auch anspricht. Er ist kein Gespenst. Vor allem erscheint er offenbar nur, um die zerbrochene Gemeinschaft seiner Jünger wieder aufzurichten, sie zu unterweisen durch sein Wort und sein Zeichen, durch die Stiftung und die Feier der Sakramente als Symbole des neuen Lebens. Schließlich mündet alles in die Sendung: Er erscheint, um die Jünger vor allem schließlich mit dem Geist auszurüsten, damit sie die Frohbotschaft zu allen Menschen bringen können. Auf nichts anderes zielen die Erscheinungen, die man so leicht missverstehen kann, weil sie zwischen Himmel und Erde, Sichtbarem und Unsichtbarem spielen (vgl. Mt 28,16-20).

Von den Erscheinungen aus dürfen wir wieder zurücksteigen, hinein in das Geheimnis der Auferweckung. Die ganze Osterzeit schenkt uns mit ihren Erzählungen lebendigen Umgang mit dem auferstandenen Herrn. Was aber den Jüngern damals widerfahren ist, das dürfen wir auch heute in gleicher Ursprünglichkeit, wenn auch anders, erfahren, vor allem im Gottesdienst, wenn der auferstandene Herr, der Kyrios, mitten unter uns gegenwärtig ist, zuerst in seinem Wort, das wir immer wieder brauchen, dann aber auch beim Tisch des Mahles, zu dem er uns versammelt. Hier wird uns wie damals den Jüngern die Chance geboten, dass uns dabei näher aufgeht, wer er ist. Die Emmaus-Geschichte wird uns dies morgen näher erzählen. Entscheidend ist aber die Konsequenz der Jünger: „Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach." (Lk 24,33 ff.) Amen.
© Bistum Mainz
PIUS XIII
Raphael

Wenn Sie mental nicht in der Lage sind, die Aussagen dieses Häretikers zu verstehen, dann fragen Sie erst einmal nach.

Bischof Lehmann glaubt z. B. nicht an die Auferstehung Christi. 1992 sagte er, die Auferstehung sei für ihn „auf jeden Fall ein reales Ereignis“, aber mit der historischen Tatsächlichkeit sei es „so eine Sache“.17 Wörtlich sagt er: „Die Auferweckung Jesu Christi durch …Mehr
Raphael

Wenn Sie mental nicht in der Lage sind, die Aussagen dieses Häretikers zu verstehen, dann fragen Sie erst einmal nach.

Bischof Lehmann glaubt z. B. nicht an die Auferstehung Christi. 1992 sagte er, die Auferstehung sei für ihn „auf jeden Fall ein reales Ereignis“, aber mit der historischen Tatsächlichkeit sei es „so eine Sache“.17 Wörtlich sagt er: „Die Auferweckung Jesu Christi durch Gott den Vater ist, streng genommen, ein Geschehnis in der Sphäre Gottes, das im Kern nicht zu unserer Geschichte gehört. Aber es wirkt sich als Ereignis in Raum und Zeit aus.“ Hinter diesen verklausulierten Formulierungen steht, genauso wie hinter der von vielen Theologen gebrauchten Ausdrucksweise, die Auferstehung sei zwar „ein wirkliches, aber nicht ein historisches Ereignis“, die Überzeugung, daß der Leichnam Christi nicht wieder lebendig wurde, sondern daß Christus nur im Glauben der Jünger auferstanden sei. Die Jünger seien zur Überzeugung gelangt, daß Jesus nun bei Gott sei, und nannten dies „Auferstehung“.

*(17) KNA vom 16.4.1992.

Quelle: piusbruderschaft.de
Raphael
@piusxiii

........Fehlt nur noch sein Freund Lehmann, der die Auferstehung CHRISTI leugnet !

Wie kommen Sie zu so ungeheuerlichen,verleumderischen Aussagen?

Wenn Sie mental nicht in der Lage sind,Glaubensaussagen dieser geistlichen Würdenträger der katholischen Kirche,die mit ihrem ganzen Leben in der Nachfolge Christi stehen,zu erfassen,sollten Sie sich-falls Ihnen das Wohl der Kirche …Mehr
@piusxiii

........Fehlt nur noch sein Freund Lehmann, der die Auferstehung CHRISTI leugnet !

Wie kommen Sie zu so ungeheuerlichen,verleumderischen Aussagen?

Wenn Sie mental nicht in der Lage sind,Glaubensaussagen dieser geistlichen Würdenträger der katholischen Kirche,die mit ihrem ganzen Leben in der Nachfolge Christi stehen,zu erfassen,sollten Sie sich-falls Ihnen das Wohl der Kirche wirklich am Herzen liegt-lieber einem schweigenden,kontemplativen Gebet hingeben,als hier Rufmord und üble Nachrede, öffentlich zu begehen!
Studicolo
Ich wiederhole: Auch die Einladung, zu einem "fremden" Gott, zu einem Götzen, zu beten, verstößt gegen das 1. Gebot GOTTES: "Du sollst keine fremden Götter anbeten!"
Genau dies tun aber die Religionsführer nicht-christlicher Religionen - z. B. des Islam:
"Die Christen sagen: 'Christus ist der Sohn Gottes'. So etwas wagen sie offen auszusprechen. Diese von Allah verfluchten Leute. Allah schlage …Mehr
Ich wiederhole: Auch die Einladung, zu einem "fremden" Gott, zu einem Götzen, zu beten, verstößt gegen das 1. Gebot GOTTES: "Du sollst keine fremden Götter anbeten!"
Genau dies tun aber die Religionsführer nicht-christlicher Religionen - z. B. des Islam:
"Die Christen sagen: 'Christus ist der Sohn Gottes'. So etwas wagen sie offen auszusprechen. Diese von Allah verfluchten Leute. Allah schlage sie tot!" (Koran-Sure 9,30).
Nach dem Koran ist Christus ein Geschöpf Allahs. Eine Einladung, zu dem Götzen Allah zu beten, ist Blasphemie und Verrat an JESUS CHRISTUS!