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FSSPX-Wahlempfehlung für die Bundestagswahl 1987

Anlässlich der Bundestagswahl im Jahr 1987 schrieb Pater Paul Natterer, der damalige Regens des Internationalen Priesterseminars Herz Jesu der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Zaitzkofen:

„Lassen Sie mich noch auf einen gänzlich anderen Punkt zu sprechen kommen: Am 25. Januar findet in der Bundesrepublik Deutschland die Bundestagswahl statt. Von verschiedenen Seiten sind dazu Bitten um eine Orientierung bzw. Stellungnahme geäußert worden. Nun, wir wissen alle, daß sich die sogenannten C-Parteien längstens und unwiederbringlich im liberalen Fahrwasser bewegen und Standpunkte einnehmen, z.B. bei den Punkten Abtreibung oder Frauenemanzipation, die von Christen niemals akzeptiert werden können. Aus diesem Grund haben sich seit einigen Jahren neue christlich-konservative Initiativen im politischen Raum gebildet. Wir haben darüber im Mitteilungsblatt gelegentlich berichtet. Diese haben jedoch entweder noch kein stabiles, überzeugendes Profil mit einem ausreichenden organisatorischen Unterbau entwickeln können und/oder treten nicht zur Wahl an. Die Dinge sind auf diesem Gebiet vielfach noch am Gären, auch wenn das Problembewußtsein und die politische Handlungsbereitschaft der überzeugten Katholiken und Christen im stetigen Wachsen begriffen sind. Bei der bevorstehenden Bundeswahl steht nun darüberhinaus die Schreckensvision einer rot-grünen Koalition vor der Tür, welche unseren Staat einer galoppierenden Anarchie überantworten würde. Angesichts dieser Sachlage wird man die Wahl des kleineren Übels [also der sogenannten C-Parteien] wenigstens als prinzipiell im Gewissen verantwortbar ansehen müssen.“ (Mitteilungsblatt der Priesterbruderschaft St. Pius X. für den deutschen Sprachraum, Januar 1987/Nr. 97, S. 5 und 7)

Was Pater Natterer vor 30 Jahren über die sogenannten C-Parteien geschrieben hat, gilt heute für die AfD. Wie damals CDU/CSU trotz erheblicher Mängel gegenüber SPD und Grünen bremsend auf den Niedergang Deutschlands wirkten, so wirkt heute die AfD trotz ihrer Mängel gegenüber CDU/CSU, SPD, Grünen, FDP und Linken dem fortschreitenden Niedergang Deutschlands entgegen. Im Jahr 1987 sollte mit der Wahl von CDU/CSU eine rot-grüne Regierung verhindert werden. Im Jahr 2017 soll mit der Wahl der AfD eine starke Opposition im Bundestag geschaffen werden, die gegen EU-Bevormundung, Kulturenvermischung, Genderwahn, Frühsexualisierung, Homoehe usw. Widerstand leistet.

Siehe auch:
Wahlpflicht für Katholiken
Schicksalswahl für die Familie. Auswertung der Wahlprogramme
Wen wählt der Christ und Katholik bei den kommenden Bundestagswahlen? (Flugblatt)
CSc hat diesen Beitrag in @ZENTRUM Die Unterstützung einer politischen Partei darf kein Selbstzweck sein, sondern muss … verlinkt.