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Hl Margareta 2 4

Unterricht vom Papst

Wen verstehen wir römisch-katholische Christen unter dem Papst?
Wir verstehen unter dem Papst das allgemeine und sichtbare Oberhaupt der wahren Kirche Christi oder der Gesamtheit aller Rechtgläubigen.

Hat Christus wirklich ein solches Oberhaupt eingesetzt?
Ja, dies geht deutlich aus diesem Evangelium (Matth. 16.13-19) hervor, in welchem Christus dem heiligen Petrus versprochen hat, auf ihn als Felsen seine Kirche zu bauen und ihm die Schlüssel des Himmelreichs zu geben, was nichts anderes heißen kann, als dass Petrus der sichtbare Grundstein der sichtbaren Kirche sei (der unsichtbare Grund-und Eckstein ist Christus selbst) (Ephes. 2,20), und dass er mit dem Empfang der Schlüssel zugleich auch die oberste Leitung und Regierung der Kirche übernehmen solle.
Christus hat dies Versprechen nach seiner Auferstehung auch treu erfüllt, da er (Joh. 21, 15-17) den heiligen Petrus ausdrücklich zum Hirten über seine Lämmer und über seine Schafe, das heisst über die Gläubigen wie auch über Bischöfe und Priester bestellt hat.
Hat sich Petrus auch als das Oberhaupt der Kirche benommen?
Ja; denn er zeigte sich nach der Himmelfahrt des Herrn immer an der Spitze der kirchlichen Geschäfte, weswegen ihn auch der heilige Chrysostomus „den Mund der Apostel, den Fürsten, und Gipfel jener Schar“ nennt.
So leitete er die Wahl des Matthias zum Apostel (Apostelg. 1. 25-26), so hat er auf der ersten allgemeinen Kirchenversammlung zu Jerusalem zuerst das Wort geführt, dem nachher die ganze Versammlung beistimmte (Apostelg. 15,1-10); auch steht er in den heiligen Evangelien (Mark. 3,16; Luk 6,14) immer an der Spitze der Aposteln wenn auch in der Reihenfolge der übrigen hin und wieder ein Unterschied ist; ja bei dem heiligen Matthäus heißt es (Matth. 10,2): „Der erste, Simon, der auch Petrus genannt wird,“ da doch Petrus nicht der Berufung, sondern der Würde nach der erste war, ein deutlicher Beweis, dass selbst die Apostel ihn als ihr Oberhaupt anerkannten.
Hat das oberste Hirtenamt mit dem Tode des heiligen Petrus aufgehört?
Nein, es hat nicht aufgehört und konnte nicht aufhören, weil auch die Kirche nach Christi untrüglicher Verheißung fortdauert und fortdauern muss bis zum Ende der Welt, und weil zur Erhaltung der Einigkeit in Sachen des Glaubens und der Sittenlehre ein Mittelpunkt vorhanden sein muss.Dieser ist kein anderer und kann kein anderer sein, als der Nachfolger des heiligen Petrus, der Bischof von Rom, wo Petrus 25 Jahre lang die Kirche Christi regiert hat, eines glorreichen Martertodes* gestorben und begraben ist, wie die unparteiische Geschichte bezeugt.
Es haben daher auch die Bischöfe zu Rom jederzeit dieses oberste Hirtenamt über die ganze Kirche ausgeübt, ohne dass dagegen ein gegründeter Einspruch erhoben wurde; es haben nicht bloß einzelne Bischöfe, sondern auch allgemeine Kirchenversammlungen die römischen Bischöfe als Oberhäupter der Kirche gepriesen und ihnen die ehrwürdigsten Namen beigelegt, z.B. der heilige Irenäus, der den Bischof von Rom „den Bischof der Bischöfe“ nennt; es wurde die Übereinstimmung mit dem Bischof zu Rom in Sachen des Glaubens und der Sittenlehre immer als das Zeichen eines wahren Christen angesehen.
Wegen dieser Übereinstimmung mit dem Bischof von Rom, d.h. dem Papst nennen wir uns "römisch-katholische Christen“.
Wir haben alle Ursache, uns dieses Namens zu freuen, da die Geschichte aller Jahrhunderte zeigt, dass die Päpste in der Tat der Fels sind, gegen den die Pforten der Hölle, die ganze Wut des Satans und seines Anhanges auf Erden nichts vermocht haben.Bereits sind über neunzehn Jahrhunderte (jetzt fast zwanzig), seitdem der Heiland sein Kirche auf den heiligen Apostel Petrus und sein Nachfolger, die römischen Päpste gegründet hat.
Tausende von Ketzereien* sind seither aus dem Pfuhl der Hölle emporgestiegen, alle haben mit unsäglicher Wut gegen den Stuhl des heiligen Petrus gewütet; und siehe da, der Stuhl Petri steht zu Rom noch unverrückt und auf ihm sitzt Petri Nachfolger, der Heilige Vater, das Oberhaupt der Kirche, in seiner erhabenen Würde glänzend und in seiner vollen apostolischen Gewalt unbeirrt. Die Ketzereien aber hat der Wind verweht oder der Zahn der Zeit in armselige Sekten zernagt, die nichts als der Hass gegen die heilige Kirche und ihr Oberhaupt noch zusammenhält.

Mehr als neunzehnhundert Jahre (heute fast 2000 Jahre) sind dahin geschwunden, Könige und Kaiser, ja ganze Städte und Völker haben sich gegen die heilige Kirche und ihren obersten Hirten, den Papst, erhoben, haben im Blute der Gläubigen, der Priester,Bischöfe und Päpste ihre Hände gewaschen und sich dem eitlen Wahne hingegeben, die Kirche und den Heiligen Stuhl von der Erde zu vertilgen; und siehe da, die Könige und Kaiser sind zu Staube zerfallen, die Völker sind verschwunden – der Heilige Stuhl, die Kirche, sie stehen noch, und kein Stein ist aus dem herrlichen Bau der Kirche gebrochen, den Jesus auf Petrus und seine Nachfolger gegründet hat.

Und noch immer ertönt aus dem Munde des Heiligen Vaters jenes erhabene Bekenntnis des heiligen Petrus über die ganze Welt:Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes", und Millionen rufen´s ihm nach, sich selig preisend, dass sie dadurch mit Petrus vereint Glieder des Leibes Jesu sind und in treuer Befolgung Seiner heiligen Lehre der Seligkeit Seines himmlischen Reiches teilhaftig werden.

So halte denn auch du fest und treu an der heiligen römisch-katholischen Kirche und ihrem Oberhaupt, dem Papste zu Rom. Lass dich nicht betrügen durch jenes
erbärmliche Geschwätz von Licht und Fortschritt, welches Leute führen, die den wahren lebendigen Glauben und die wahre christ-katholische Liebe verloren haben, unter denen leider auch gottlose, eidbrüchige und abgefallene Priester sich befinden.Unter dem Schein der Freiheit, des Lichtes und des Fortschritts wollen sie dich losreißen vom lebendigen Weinstock, der Christus ist, und der nur in der Kirche lebt und wirkt,* heut und gestern immer derselbe ist und keine andere Freiheit lehrt, als Freiheit vom Joch der Sünde durch Abtötung und Selbstverleugnung, keinen anderen Fortschritt kennt als unausgesetztes Streben nach Tugend und Heiligkeit, und der dem, der ausharrt im Glauben an Ihn und Seine Heilige Kirche, Leben, Seligkeit schon hienieden und einen unaussprechlichen Lohn in Seinem ewigen Reiche verheißen hat.

Des ehrwürdigen P. Leonhard Goffine Katholische Handpostille, 69. Auflg. Kösel & Pustet, mit Imprimatur
Hildegard51
Duldsamkeit

Wenn ein anderer etwas tut, so ist es frech; wenn du es aber tust, dann ist es Mut.
Wenn er auf etwas beharrt, dann ist er dickköpfig; wenn du es aber tust, dann ist es Charakterstärke.
Wenn er deine Freunde nicht mag, dann ist er voreingenommen; wenn du seine nicht schätzt, dann zeigst du damit nur, dass du ein guter Menschenkenner bist.
Wenn er versucht, jemanden gut zu behandeln… Mehr
Tobias.12
Es gibt Interpreten, die meinten Petrus sei ein "Großmaul" gewesen. Sehr schön, dass es hier gut und richtig dargestellt wird.