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Verbot der Versklavung von Entführten

Papst Johannes VIII. befiehlt in seinem um September 873 verfassten an die Fürsten Sardiniens gerichteten Brief Unum est, von Heiden entführte und an Christen verkaufte Personen nicht als Sklaven zu halten, sondern ihnen die Freiheit zu schenken:

„Eines gibt es, weswegen Wir Euch in väterlicher Weise ziemlich nachhaltig ermahnen müssen; wenn Ihr dies nicht verbessert, zieht Ihr Euch eine große Sünde zu und werdet Euch deswegen nicht, wie Ihr hofft, die Vorteile, sondern vielmehr die Schäden vergrößern. Wie Wir erfahren haben, werden also auf das Betreiben von Griechen hin viele, die von Heiden als Gefangene entführt wurden, in Eurer Gegend verkauft und, nachdem sie von Euren Landsleuten gekauft wurden, unter dem Joch der Sklaverei gehalten, obwohl doch feststeht, daß es fromm und heilig ist, wie es sich für Christen schickt, daß Eure Landsleute, wenn sie sie von den Griechen gekauft haben, sie um der Liebe Christi willen freilassen und nicht von Menschen, sondern von unserem Herrn Jesus Christus selbst den Lohn empfangen. Daher ermahnen Wir Euch und gebieten mit väterlicher Liebe, daß Ihr, wenn Ihr irgendwelche Gefangenen von ihnen gekauft habt, sie zum Heil Eurer Seele frei fortgehen laßt.“ (DH 668)

Siehe auch: Sklaverei