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Santiago74
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Kardinal Lehmann gegen Konzil

"Zum Eucharistischen Kongress in Köln (Juni 13) stellt Kardinal Lehmann fest, dass (nach dem Willen von Papst Benedikt XVI.) inzwischen ein größeres Angebot an Messfeiern im klassischen Römischen Ritus festzustellen sei. Das bedauert er:
Wörtlich sagte er dem „Kölner Stadtanzeiger“: „Ein stärkeres Nebeneinander beider liturgischer Formen (der „neuen“ und der „alten“ Messe) heute halte ich nicht für sinnvoll ... Ich habe den Eindruck, die ganze Begeisterung auch für das Latein hat viel mit Prestige und falschen Vorspiegelungen einer vermeintlichen Kulturelite zu tun“.
Mit dieser Feststellung greift Kardinal Lehmann frontal das II. Vatikanische Konzil an, das in der „Konstitution über die heilige Liturgie“ festschreibt:
„Treu der Überlieferung erklärt das Heilige Konzil schließlich, dass die heilige Mutter Kirche allen rechtlich anerkannten Riten gleiches Recht und gleiche Ehre zuerkennt. Es ist ihr Wille, dass die Riten in Zukunft erhalten und in jeder Weise gefördert werden... Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll in den lateinischen Riten erhalten bleiben ...“ (Vorwort Nr. 4 und Kap III, 36 §1).
Lehmann greift darüberhinaus auch das Konzil von Trient (1545-1563) und den hl. Papst Pius V. an, der im Anschluss an das Konzil den Römischen Ritus für die ganze Kirche verbindlich einführte. Das Konzil begründet:
„Die Menschennatur ist so beschaffen, dass sie nicht leicht ohne Beihilfe von außen zur Betrachtung göttlicher Dinge emporsteigen kann. So hat die Kirche bestimmte Formen für den Gottesdienst eingeführt ... Ebenso nahm sie gottesdienstliche Handlungen in Gebrauch wie geheimnisvolle Segnungen, Lichter, Weihrauch, Gewänder und vieles andere dergleichen nach apostolischer Anordnung und Überlieferung.
Dadurch soll die Hoheit dieses Großen Opfers zum Bewußtsein gebracht und die Herzen der Gläubigen mittels sichtbarer Zeichen dieses Gottesdienstes und der Frömmigkeit zur Betrachtung der erhabenen Dinge, die in diesem Opfer verborgen liegen, aufgerufen werden. Das Heilige muss heilig verwaltet werden!“ (22. Sitzung)."

Hier weiterlesen:www.christliche-mitte.de/index.php:lehmann-gegen-konzil&catid=1:nachrichten&Itemid=2
Lehmanns letztes Erkenntnis

Das "Geistliche Testament" im Wortlaut

"Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Mein Testament als Bischof
Ich danke Gott für alle Gaben, besonders die Menschen, die er mir geschenkt hat, besonders auch meine Eltern, Lehrer und meine Heimat. Großen Dank schulde ich den vielen haupt- und ehrenamtlichen Schwestern und Brüdern, mit denen ich …More
Lehmanns letztes Erkenntnis

Das "Geistliche Testament" im Wortlaut

"Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Mein Testament als Bischof
Ich danke Gott für alle Gaben, besonders die Menschen, die er mir geschenkt hat, besonders auch meine Eltern, Lehrer und meine Heimat. Großen Dank schulde ich den vielen haupt- und ehrenamtlichen Schwestern und Brüdern, mit denen ich zusammen arbeiten durfte und die mich unterstützten.
Theologie und Kirche haben mein Leben in Atem gehalten. Ich würde wieder so wählen! Wir haben uns alle, gerade in der Zeit nach 1945, tief in die Welt und das Diesseits vergraben und verkrallt, auch in der Kirche. Dies gilt auch für mich. Ich bitte Gott und die Menschen um Vergebung. Die Erneuerung muss tief aus Glaube, Hoffnung und Liebe kommen. Deshalb rufe ich allen die Worte meines Wahlspruchs zu, die vom Heiligen Paulus stammen, und mir immer wichtiger geworden sind: "Steht fest im Glauben!"
Ich grüße mit Dank und der Bitte um das Gebet für mich den Heiligen Vater, die Bischöfe, Priester und Diakone, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle Schwestern und Brüder in der Diözese Mainz, in meiner Heimat-Erzdiözese Freiburg i.Br. sowie alle Freunde in unserer Kirche und in der Ökumene und die Katholiken unseres Landes, für die ich gerne über 20 Jahre Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz gewesen bin. Es ging mir immer um die Einheit im Glauben in der Vielfalt unseres Lebens, ohne Scheuklappen und Uniformismus.
Dem Kapitel des Domes mit den Weihbischöfen überlasse ich die Gestaltung der Trauergottesdienste und der Beisetzung. Wir haben viele gute Bräuche!
Unter zwei Dingen habe ich immer wieder und immer mehr gelitten: Unsere Erde und weithin unser Leben sind in vielem wunderbar, schön und faszinierend, aber sie sind auch abgrundtief zwiespältig, zerstörerisch und schrecklich. Schließlich ist mir die Unheimlichkeit der Macht und wie der Mensch mit ihr umgeht, immer mehr aufgegangen. Das brutale Denken und rücksichtsloses Machtstreben gehören für mich zu den schärfsten Ausdrucksformen des Unglaubens und der Sünde. Wehret den Anfängen! Immer mehr habe ich das Jesuswort bei Lukas in den Ohren: "Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?" Wählt einen guten Nachfolger! Betet für ihn und für mich! Auf Wiedersehen!
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In einem Brief an die Gemeinden und Mitarbeiter zur Bekanntgabe des Todes schreibt Bischof Kohlgraf: „Das Bistum Mainz trauert um einen weit über die Kirche hinaus hoch anerkannten Theologen und Seelsorger, einen leidenschaftlichen Brückenbauer zwischen den Konfessionen und einen Zeugen des Glaubens inmitten der Gesellschaft. Wir verlieren einen allseits geliebten Bischof, der mit seiner …More
In einem Brief an die Gemeinden und Mitarbeiter zur Bekanntgabe des Todes schreibt Bischof Kohlgraf: „Das Bistum Mainz trauert um einen weit über die Kirche hinaus hoch anerkannten Theologen und Seelsorger, einen leidenschaftlichen Brückenbauer zwischen den Konfessionen und einen Zeugen des Glaubens inmitten der Gesellschaft. Wir verlieren einen allseits geliebten Bischof, der mit seiner Lebensfreude, seiner Menschlichkeit und seinem Glaubenszeugnis in den vielen Jahren seines Wirkens nicht nur im Bistum Mainz sondern auch in der Deutschen Bischofskonferenz als langjähriger Vorsitzender Herausragendes geleistet hat. Wir danken Gott für das Geschenk seines Lebens und bitten um das Gebet für unseren verehrten Kardinal.“ www.kath.net/news/63068
RellümKath
Ja, die neuen Priester sind gut! Sie sind zwar wenige, aber sehr positiv überzeugt vom Priesterdasein.

Nur muss ich leider derzeit meine Kinder taufen lassen und ich will, dass sie getauft werden und nicht nur mit angewärmten Wasser ein paar Tropfen auf die Haare gelangen. So bleibt nur der Tridentinische Ritus oder der Unierte übrig, leider.
cyprian
Hoffentlich werden diese Probleme bald biologisch gelöst. Eine neue Generation von Priestern wächst heran... .
liabchrist
Er: leider ein herangezogener und altersmäßig verstärkter Wirrkopf, ähnlich dem Heiner Geissler.
Anno
Vermutlich ist er zu sehr in seinen nachkonziliaren Denkmustern verhafte.
Gerade die Besucher der alten Messe, sind überwiegend einfache und tiefgläubige Menschen.
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Coelestin V
Mister X so ist es wohl leider.
Coelestin V
Eine ungeheuerliche Aussage von Lehmann. Sein Hasz auf die sog. alte Messe geht so weit, dass er selbst vor schweren Verstoeszen nicht zurueckschreckt.

Er sollte dem Papst seinen Ruecktritt anbieten.