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Tradition und Glauben 1

Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (4 von 4)

Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (4 von 4)
9. Juli 2018Traditio et Fides


Wer gründet neue Klöster und warum?

Im Lauf der Kirchengeschichte war es das Vorrecht der Bischöfe, neue Häuser kontemplativer Orden in ihren eigenen Diözesen zu errichten. Nun, da der Papst den Bischöfen verboten hat, dieses alte Recht auszuüben, können die Föderationen laut diesem Dokument selbst Gründungen errichten.

Die Gründung eines Nonnenklosters – unter Beachtung der Ausführungen unter Nr. 39 der vorliegenden Instruktion – kann von einem einzelnen Kloster oder durch Initiative der Föderation durchgeführt werden, wie von der Föderationsversammlung festgesetzt[9].

Einer einzelnen monastischen Gemeinschaft, die sich entscheidet, ein Kloster zu gründen, muss überdies von der Föderation „geholfen“ und es muss von ihr geführt werden:

Bei der Entscheidung eines einzelnen Klosters, ein neues Kloster zu gründen, intervenieren die Föderationspräsidentin und die Ordensassistentin der Oberin des gründenden Klosters. Das Urteil über die Gründung eines neuen Klosters durch die Föderation wird im Rahmen des Föderationsrates gefällt.

Artikel 39 berichtet uns einige Kriterien für die Klostergründung, die „im Ganzen und in ihrer Gesamtperspektive betrachtet werden müssen.“

a) Eine Gemeinschaft, der ein gutes Zeugnis des brüderlichen Lebens ausgestellt wurde, zusammen mit „der notwendigen Vitalität im Leben und Weitergabe des Charismas“, die aus mindestens acht Nonnen mit feierlichen Gelübden besteht, „sofern die meisten nicht im vorgerückten Alter sind.“

b) Neben der Anzahl werden besondere Fertigkeiten einiger Nonnen der Gemeinschaft erfordert, die im Besitz folgender Fähigkeiten sein müssen: als Oberin: Dienst der Autorität; als Ausbilderin: Erstausbildung der Kandidatinnen; als Cellerarin [Ökonomin]:
Verwaltung der Güter des Klosters.

c) Räume, die an den Lebensstil der Gemeinschaft angepasst sind, um sicherzustellen, dass die Nonnen regelmäßig das kontemplative Leben pflegen können nach der Natur und dem Geist ihres Instituts.

d) Wirtschaftliche Verhältnisse, die garantieren, dass die Gemeinschaft selbst für den Lebensunterhalt sorgen kann.


Einer dieser Punkte ist nicht wie die anderen. Haben Sie es bemerkt? Ein Kriterium sticht unbestimmt und vage heraus im Vergleich mit den anderen konkreten und messbaren Standards. Ein Aspekt der legislativen Analyse, den ich früher gelernt habe, war, dass die benutzten Begriffe von größter Wichtigkeit sind. Wenn ein Begriff vage oder nicht korrekt definiert ist, so ist dies ein „Schlupfloch“. Oder man könnte es vielleicht als Vorwand beschreiben: Etwas, wo jemand, der ein bestimmtes Ergebnis erzielen möchte, einen Gesetzestext ergreifen kann, um ihn wie eine Axt zu verwenden.

Wie also soll exakt bestimmt werden – und durch wen -, dass eine Gruppe von Nonnen die „notwendige Vitalität im Leben und Weitergeben des Charismas“ besitzt? Was genau bedeutet der Begriff „Vitalität“ und wie misst man sie und wie viel davon wird verlangt?

Ist dies einer der kleinen persönlichen heimlichen Ausdrücke von Papst Franziskus, deren Bedeutung er alleine weiß? Wie das Geheimnis, wie Nonnen geziemend lächeln müssen? Gehört die Einbeziehung komplett subjektiver Kriterien in ein juristisches Dokument? Oder stehen sie in diesem Dokument, um Prälaten Deckung zu bieten? Der nächste Artikel sagt uns: „Es liegt in der Verantwortung des Heiligen Stuhls, das Vorhandensein dieser Bedingungen zu beurteilen“ Haben sie in der Kongregation für das Geweihte Leben ein elektronisches Messgerät in einem Schrank, das die „Vitalität des Charismas“ misst?

[...]

Lesen Sie weiter unter: traditionundglauben.com/…/hilary-white-pa…

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CollarUri
Es wird mit den Schwestern weitergehen, wenn der Jesuit sie freundlich findet.