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Offener Brief eines Franzosen an den Bischof Hamburgs, Stefan Heße

Exzellenz,

es ist ohne Freude, dass ich Ihnen diesen Brief schreibe. Gleichwohl, als Katholik, muss ich meine Pflicht machen. Zu schweigen, wäre eine Sünde. Ich wohne in Hamburg seit zehn Jahren, bin Franzose, Lehrer in einer Sprachschule und Schriftsteller. Obwohl ich die heilige Messe regelmäßig besuche, muss ich leider feststellen, dass nicht ein einziges Mal im Laufe dieser zehn Jahren, die zwei Ecksteine der Kultur des Todes und der ethischen Entchristianisierung der Welt (Mord an ungeborenen Kindern und „gegen Gott und Natur“ Legalisierung der Homo-Ehe), von irgendeinem Priester, erwähnt worden sind. Die Feigheit eines Großteils der Kirche wird allmählich unerträglich. Noch schlimmer, in Hamburg schweigen die Priester nicht nur, sondern seit einiger Zeit fangen sie sogar an, durch Andeutungen, die homosexuellen Paare als normal und nicht unvereinbar mit der Ethik des Lebens, die die Heilige Schrift und der Herr uns gegeben haben, zu präsentieren. Vor diesem Hintergrund, seien wir nicht erstaunt, wenn mehr und mehr Jugendliche die Versuchung haben zur Pius Bruderschaft überzutreten (Was übrigens und obwohl ich auch selbst diese Versuchung habe, ein Fehler wäre).

Als Apostel Jesus Christi, Exzellenz, wissen Sie besser als ich, was die Mission der Kirche ist. Die Mission der Kirche ist nicht, wie eine politische Partei, die Mehrheit der Stimmen zu sammeln, sie ist auch nicht, sich mit den elastischen Kriterien einer „selbst gebastelten“ Ethik des Moments anzupassen, um den Medien oder wem auch immer zu gefallen, sondern die ewige Wahrheit Gottes zu verkünden und wenn die Kirche dafür allein in der Wüste der satanischen politisch-Korrektheit schreien sollte. Das Königreich Gottes ist keine Demokratie, sondern eben ein Königreich. Die Wahrheit hat zu tun mit der „Essenz“, nicht mit der „Zahl“; schließlich waren sie am Anfang nur zwölf…

Niemand ist gezwungen Christ zu sein, wer aber behauptet katholisch zu sein, weiss, dass die Wahrheit von Gott kommt und nicht von der Mehrheit der Franzosen, der Araber, der Deutschen oder der Monegassen (Geschweige denn der Homo-Lobbys, des lesbischen Feminismus, der Freimauerei und der Medien Hamburgs).

Insofern wenn die Kirche „menschliche Stimmen“ verliert, ist es nicht so schlimm. Schlimm wäre es wenn, um „der Welt“ zu gefallen, sie ihrer heiligen Mission verraten und vor dem Altar des Zeitgeistes kriechen würde. Jesus Christus selbst hat deutlich hingewiesen, dass wenige noch auf ihn warten werden, wenn Er in Herrlichkeit zurückkommen wird. In einer Zeit wo eine Unmenge Christen überall auf der Welt verfolgt und getötet werden (aufgrund deren Treue zu Jesus Christus), die Feigheit der abendländischen Kirche-allen voran in Deutschland und Frankreich- ist einfach beschämend (Und das ist gelinde gesagt).

Es ist eine richtige Sache wohlwollend den Sündern gegenüber zu sein; eine andere, aber, die Sünde zu legalisieren. Die Legalisierung der Sünde nicht frontal zu bekämpfen, ist als ob wir dem Teufel Recht geben würden. Und das ist eben die Kultur des Todes. Jedem Sünder „Misericordium“ (Barmherzigkeit), aber kein Misericordium für die Sünde „an sich“.

Der Herr hat gesagt „Sie haben mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen“. In dieser Zeit des Sieges der Kultur des Todes in der, langfristig und anthropologisch betrachtet, die wesentlichen und allerwichtigsten Pläne Gottes für die Fortpflanzung des Lebens radikal angegriffen werden (Abtreibung, Homo-Ehe, Gender Theorie), katholisch zu sein und gleichzeitig das wahre Engagement abzulehnen, um nicht von der Welt gehasst zu sein, hat zu tun mit der Quadratur des Kreises. Es ist höchste Zeit, dass die Kirche diese Evidenz akzeptiert und den frontalen Kampf gegen die heutige Kultur des Todes endlich anfängt. Wir können nicht mehr unter dem komfortablen Deckmantel einer falschen Toleranz und einer falschen Liebe, die nicht auf der Wahrheit beruhen, unsere Feigheit verbergen. Ich wünsche Ihnen Exzellenz und uns allen als Katholiken, gehasst zu werden, denn wer von der heutigen herrschenden Finsternis nicht zurückgewiesen wird, gehört selbst zu ihr. Andernfalls sind wir der heiligen Mission, die der Herr uns anvertraut hat, ob einfacher Katholik oder Papst, nicht gewachsen.

Hochachtungsvoll, In Christus

Jean-Pierre Aussant

(Ich habe diesen Brief im April 2018 geschrieben. Da ich immer noch keine Antwort des Bischoffs bekommen habe, habe ich die Entscheidung getroffen, den Brief zu veröffentlichen. Selbstverständlich, darf Jede Person meinen Brief verbreiten. )
Die einfachste Form, jemanden heute mundtot zu machen "I FEEL OFFENDED."
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Stelzer
In Predigtenn äußern sie sich oft naiv und uninformiert über Politik. Reden naiv

Über Franziskus und im übrigen ständig banal über Barmherzigkeit. Gerechtigkeit kommt auch nie vor. Wie Frau Görres muß ich mich fast manchmal festhalten um die Predigten auszuhalten
Euler
Wenn in meiner Gegend die Priesterbruderschaft wäre, wer ich längst bei der Priesterbruderschaft St. Pius X
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Hochwürdiger Herr Jean-Pierre Aussant,

Ihre Ausführungen sind bis auf die folgende Passage anerkennenswert:
" … seien wir nicht erstaunt, wenn mehr und mehr Jugendliche die Versuchung haben zur Pius Bruderschaft überzutreten (Was übrigens und obwohl ich auch selbst diese Versuchung habe, ein Fehler wäre.) Seit vielen Jahrzehnten praktiziere ich bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. Die Frage …More
Hochwürdiger Herr Jean-Pierre Aussant,

Ihre Ausführungen sind bis auf die folgende Passage anerkennenswert:
" … seien wir nicht erstaunt, wenn mehr und mehr Jugendliche die Versuchung haben zur Pius Bruderschaft überzutreten (Was übrigens und obwohl ich auch selbst diese Versuchung habe, ein Fehler wäre.) Seit vielen Jahrzehnten praktiziere ich bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. Die Frage eines "Übertritts" hat sich für mich nie gestellt, weil diese Bruderschaft konsequent katholisch ist.
Für sie ergab sich nur dann die Notwendigkeit gegen Anweisungen des modernen Roms zu handeln, wenn dieses die Tradition auszulöschen trachtete. Das waren Akte des Gehorsams und nicht des Ungehorsams der katholischen Kirche gegenüber.

Letzthin hörte ich, dass ein Priester der Petrusbruderschaft behauptet habe, dass es im Gehorsam ein Zuviel und ein Zuwenig gäbe, und er meinte mit dem Zuwenig vermutlich die Priesterbruderschaft St. Pius X. Dieser Pater irrte und erwies sich mit dieser am Quantitativen orientierten Denkweise als Schüler des Pastoralkonzils (s. Elemente-Ekklesiologie). Hätte er verstanden, was der wahre Gehorsam fordert, dann hätte er sich an das Prinzip gehalten, das Pfarrer Milch so formulierte:
Gehorsam ist entweder geboten, oder er ist verboten!
Geboten ist er, wenn von Rom Forderungen gestellt werden, die traditionskonform sind.
Verboten ist der Gehorsam, wenn von Rom Forderungen gestellt werden, die nicht traditionskonform sind.
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@Rückkehr-Ökumene Ich stimme Ihnen zu. Die Aussagen in dem Brief über die Piusbruderschaft finde ich auch nicht gut
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Diesen Brief könnte man unverändert auch jedem österreichischen Bischof schicken. Und zusätzlich:
"Es ist höchste Zeit, dass die Kirche diese Evidenz akzeptiert und den frontalen Kampf gegen die heutige Kultur des Todes endlich anfängt."
"Kirche", das sind nicht nur die Bischöfe und unsere Priester. Wer sich in dieser Zeit nicht aktiv engagiert, macht sich mitschuldig, weil er stillschweigend (…More
Diesen Brief könnte man unverändert auch jedem österreichischen Bischof schicken. Und zusätzlich:
"Es ist höchste Zeit, dass die Kirche diese Evidenz akzeptiert und den frontalen Kampf gegen die heutige Kultur des Todes endlich anfängt."
"Kirche", das sind nicht nur die Bischöfe und unsere Priester. Wer sich in dieser Zeit nicht aktiv engagiert, macht sich mitschuldig, weil er stillschweigend (bestenfalls raunzend) die Kultur des Todes akzeptiert hat.
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Vielen Dank für den guten Brief. Da gibt es keine Antwort. Umso wichtiger sind solche unablässigen Nägel in die Selbstsicherheit der Modernisten. Lehmann soll bei direkten Anfragen durch traditionelle Katholiken immer gesagt haben: „Ach so einer sind sie!“ Mehr Verachtung, Rücksichts- und Lieblosigkeit geht nicht.
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Cher Monsieur @jean pierre aussant, je soutiens votre réprimande aux évêques et signez chaque ligne.
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Die Bischöfe interessieren sich überhaupt nicht für die Wahrheit - die haben keine Liebe zur Wahrheit, und deshalb haben die auch keine Achtung vor den Sorgen und Nöten der Menschen von denen sie angeschrieben werden. Wer keine Liebe zu Gott hat, der hat auch keine Liebe zu seinen Brüdern und Schwestern mehr. Eine Antwort werden Sie deshalb nie von den Konzilstheologen erwarten können.
Wahrheit ist nicht (mehr) konsensfähig.
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Danke für diesen Beitrag, er sagt alles und trifft den Nagel auf den Kopf. Danke, dem lieben Gott, dass es noch Christen mit klarem Verstand gibt. Leider sind die obersten Hirten, die Bischöfe, immun gegenüber allen Eingaben und halten den Papierkorb immer offen. Was kein Christ verstehen kann ist, was ist los mit den Hirten dieser Welt, blind, taub und stumm .. ? ! Sie haben keine Gottesfurcht …More
Danke für diesen Beitrag, er sagt alles und trifft den Nagel auf den Kopf. Danke, dem lieben Gott, dass es noch Christen mit klarem Verstand gibt. Leider sind die obersten Hirten, die Bischöfe, immun gegenüber allen Eingaben und halten den Papierkorb immer offen. Was kein Christ verstehen kann ist, was ist los mit den Hirten dieser Welt, blind, taub und stumm .. ? ! Sie haben keine Gottesfurcht und Glauben mehr. Die Muttergottes sagte in La Salette : .. der Dämon hat ihren Verstand verdunkelt .. !
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Mt 15
14 Laßt sie! Sie sind blinde Blindenführer. Wenn aber ein Blinder einen Blinden führt, fallen beide in die Grube."
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Danke Jean pierre👍Für diesen Mut!
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Katholisch sein - heisst mutig sein!
Wenn’s so nicht ist - dann lass es sein!
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Ein toller Brief. Gratulation dem Autor wenn man das so sagen kann.
Solche Briefe sind wichtig. Wir müssen solches unterstützen. Daher sollten sich alle Christen im Gebet versammeln, denn der Kampf geht nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut sondern gegen die Mächte der Finsternis! Denn wer kämpft muss bewaffnet sein, ansonsten man leicht besiegt wird. Die stärkste Waffe ist der Rosenkranz …More
Ein toller Brief. Gratulation dem Autor wenn man das so sagen kann.
Solche Briefe sind wichtig. Wir müssen solches unterstützen. Daher sollten sich alle Christen im Gebet versammeln, denn der Kampf geht nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut sondern gegen die Mächte der Finsternis! Denn wer kämpft muss bewaffnet sein, ansonsten man leicht besiegt wird. Die stärkste Waffe ist der Rosenkranz unserer Hl. Mutter und das kostbare Blut unseres Erlösers Jesus Christus.
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@jean pierre aussant Sie werden voraussichtlich auch keine Antwort bekommen, denn sämtliche Bischöfe Deutschlands folgen einer säkularisierten Agenda!
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Dass in den Predigten die Themen des Lebensschutzes nicht vorkommen ist meines Erachtens zweitrangig. Viel schlimmer ist, dass der Aufruf in die Nachfolge Christi in den Predigten nicht vorkommt. Es gibt keine Vertiefung in das geistliche Leben, keine Ermahnung, was geschieht, wenn man sein Leben an Christus vorbei lebt. Das liegt daran, weil das geistliche Leben bei den Priestern selbst …More
Dass in den Predigten die Themen des Lebensschutzes nicht vorkommen ist meines Erachtens zweitrangig. Viel schlimmer ist, dass der Aufruf in die Nachfolge Christi in den Predigten nicht vorkommt. Es gibt keine Vertiefung in das geistliche Leben, keine Ermahnung, was geschieht, wenn man sein Leben an Christus vorbei lebt. Das liegt daran, weil das geistliche Leben bei den Priestern selbst erloschen ist. Und wo kein geistliches Leben ist, bleibt auch der Sinn für den Lebensschutz auf der Strecke.
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