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Bußandachten ersetzen keine Beichte – Wortgottesfeiern keine Messe

(gloria.tv/ www.dsp.at) „Wir wollen eine Anstrengung unternehmen, um unser Leben mit dem apostolischen Glaubensbekenntnis in Einklang zu bringen“, schreibt Bischof Klaus Küng in einem Brief zum „Jahr des Glaubens“ an die Priester und Diakone der Diözese St. Pölten.

In dem Schreiben gibt der Bischof die Eckpunkte der diözesanen Feiern bekannt und kündigt eine Katechesenreihe an, an der er selbst mitwirken wird. Küng gibt auch klare Richtlinien für das Bußsakrament und Eucharistiefeiern vor.

Das „Jahr des Glaubens“ sollen mit einer feierlichen Vesper am 7. Oktober 2012 im Dom von St. Pölten eröffnet werden. Als Höhepunkt nennt Küng die „möglichst bewusste“ Erneuerung des Taufversprechens in der Osternacht des kommenden Jahres. Mit einer Abschlussmesse am Christkönigssonntag 2013 in der Wallfahrtsbasilika Maria Taferl wird das „Jahr des Glaubens“ ausklingen.

Der Bischof appelliert an alle Geistlichen der Diözese, „mindestens eine“ Katechese dem Sakrament der Eucharistie zu widmen, damit bewusst werde, „welchen Schatz die Eucharistie für uns bedeutet“ und was eigentlich mit aktive Teilnahme an der Eucharistie gemeint sei.

„Besonders freuen würde mich, wenn in allen größeren Regionen des Landes zumindest je ein spezifisches Angebot für Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren mit jugendgemäßer Gestaltung zustande käme“, so der Bischof in seinem Schreiben.

Bußandachten kein Ersatz für Beichte

Wahrer Glaube führe auch zu Werken der Umkehr und der Bemühung um eine Änderung des Lebens, schreibt Küng. Deswegen solle im „Jahr des Glaubens“ auch die persönlichen Beichte gefördert werden. Küng bereite es „Sorge, dass die in der Diözese weit verbreitete Bußandachten von nicht wenigen Gläubigen missverstanden werden, so als würde ihnen eine Generalabsolution erteilt“.

Solche Bußandachten seien hilfreich, wenn sie auf den persönlichen, individuellen Empfang des Bußsakramentes vorbereiteten, würden jedoch zur Verflachung beitragen, „wenn sie eine Flucht in die Anonymität eines Kollektivs darstellen oder die Umgehung eines persönlichen Bekenntnisses im Blick haben.“

Keine Kommunionspendung bei Wortgottesfeiern

Im Zusammenhang mit den „unvermeidlichen Veränderungen“ der Pfarrstrukturen in den nächsten Jahren ist es Bischof Küng auch wichtig, dass das Verständnis der Eucharistie „nicht schwindet, sondern wächst“.

Einerseits sollten die Orte, an denen am Sonntag Eucharistiefeiern gehalten werden, so gewählt werden, dass möglichst viele Gläubige der Umgebung daran teilnehmen können. Andererseits seien auch die Menschen aufgefordert, unter Umständen auch etwas längere Wegstrecken auf sich zu nehmen. „Das setzt freilich voraus, dass wir selbst brennen und dass wir die Herzen der Gläubigen erneut entflammen“, so Küng zu den Priestern.

Weiters sollten – bei aller Bedeutung, das Wort Gottes gemeinsam zu hören und zu betrachten – Wortgottesfeiern gemäß der Richtlinien der Österreichischen Bischofskonferenz nicht gleichzeitig mit Eucharistiefeiern in Nachbargemeinden stattfinden. In den Wortgottesfeiern solle auch keine hl. Kommunion gespendet werden, wie Küng betont.
Latina
bußandachten und wort-gottes -feiern meide ich!
bert
Zu Bußandachten ist man bereit weit zu fahren und bei so einer Andacht ist die Kirche meist überfüllt. Jedenfalls habe ich es bisher immer wieder so empfunden.
Wäre auch an der zeit, zu weiteren Auswüchsen was zu sagen...

Kommentierte Hochzeit

Am Wochenende fiel mir ein Liederheft für eine Trauung in die Hände. Eine Trauung, die mit zahlreichen Popsongs und einem Text über die Liebe als Lesung bestach. Besonders amüsant und zugleich irgendwie entlarvend fand ich, dass alle Popsongs noch mit kleinen Kommentaren versehen waren. Hier die besten drei:

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Wäre auch an der zeit, zu weiteren Auswüchsen was zu sagen...

Kommentierte Hochzeit

Am Wochenende fiel mir ein Liederheft für eine Trauung in die Hände. Eine Trauung, die mit zahlreichen Popsongs und einem Text über die Liebe als Lesung bestach. Besonders amüsant und zugleich irgendwie entlarvend fand ich, dass alle Popsongs noch mit kleinen Kommentaren versehen waren. Hier die besten drei:

3. Zum Einzug: Guns'n'Roses: "November Rain" (XY's Teenie Traum wird wahr)
2. Nach der Trauung: Unheilig: "Unter deiner Flagge" (Unser Aufbruch ins Ehe-Leben)
1. (mein persönlicher Favorit mit Abstand) Zum Auszug: Herbert Grönemeyer: "Demo" (Schwung- und swingvoll mit uns hinaus zur Party)

Noch Fragen?

Eingestellt von FPA um 11:25:00 1 Kommentare
hans03
@albertus: Bei uns nicht. Ich dachte, die sind verboten. Zu den Bußandachten mit persönlicher Andachtsbeichte kommen aber auch nur wenige. Diejenigen, die noch beichten wollen. Die große Mehrheit hält dies irrtürmlicherweise für überflüssig, da sie keine Sünden haben zu glauben. Aber davon gibt es ja auch bei den "Rechtgläubigen" genug, die meinen, dass andere sündigen, sie aber den "wahren" …More
@albertus: Bei uns nicht. Ich dachte, die sind verboten. Zu den Bußandachten mit persönlicher Andachtsbeichte kommen aber auch nur wenige. Diejenigen, die noch beichten wollen. Die große Mehrheit hält dies irrtürmlicherweise für überflüssig, da sie keine Sünden haben zu glauben. Aber davon gibt es ja auch bei den "Rechtgläubigen" genug, die meinen, dass andere sündigen, sie aber den "wahren" Glauben praktizieren würden. Welch fataler Irrtum.
Albertus Magnus
hans03

oh doch, das gibt es zuhauf.

Wenn man das Beichten einmal verlernt hat - oder es erst gar nicht gelernt hat - dann kommt kaum einer auf die Idee, es wieder in der Gemeinde einzuführen. Abgesehen davon ist so eine Bußandacht einfach bequem.
Und leider gibt es auch nicht wenige Priester, die selbst in Situationen leben, sodaß kaum wer auf die Idee käme, dort Sünden zu beichten....
Tina 13
Bußandachten ersetzen keine Beichte – Wortgottesfeiern keine Heilige Messe

hans03
Die reinen Bußandachten ohne persönliches Beichtangebot gibt es doch gar nocht mehr. Oder doch? In meiner Pfarrei seit langem nicht mehr. Die Andacht bereitet nur auf dem persönlich vom Priester empfangenen Sakrament vor.