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Heiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II.

Mit einer Unterschrift auf dem dafür notwendigen Dekret machte Papst Franziskus am vergangenen Freitag (5. Juli) den Weg frei für die Heilgsprechung von zwei seiner Vorgänger: Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes-Paul II.
Die äußerst fragwürdigen Heiligsprechungen sind ein klares Signal an die Welt: Der Initiator des II. Vatikanums wird zur Ehre der Altäre erhoben und der Papst der "humanistischen Allerlösung", wie sie in Assisi 1986 zum ersten Mal vor der Welt zelebriert wurde.
Beide Beschlüsse sind ein schwerer Schlag für die Kirche.
Schon seit Jahren weist die Piusbruderschaft auf die Problematik jener Heiligsprechung hin, die bei Papst Johannes Paul II. bereits bei seinem Begräbnis gefordert wurde: "Santo subito", skandierte die Menge. Das Tempo der Heiligsprechung des polnischen Pontifex ist beispiellos in der Kirchengeschichte.
Johannes Paul II. war zwar in Moralfragen stark – bei Empfängnisverhütung, Zölibat, Frauenordination oder die kirchliche Sexualmoral im Allgemeinen konnte er dem Zeitgeist noch widerstehen.
Umso verheerender war seine Haltung in Glaubensfragen, vor allem in Bezug auf das erste Gebot: "Höre Israel. Ich bin der Herr, dein Gott! Du sollst keine falschen Götter neben mir haben!" – Diesen Anspruch des ersten und damit wichtigsten Gebotes hat die katholische Kirche aus ihrem vorchristlichen Erbe zu Recht übernommen, denn Christus sagt: "ICH bin der Weg, die WAHRHEIT und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich" (Joh 14,6)
Eben diese Lehre wurde beim Religionstreffen in Assisi 1986 zum ersten Mal öffentlich vollständig missachtet. Sie wurde zwar nicht explizit geleugnet, sie wurde aber auch nicht explizit gelehrt.
Durch die äußeren Handlungen war jedoch die Botschaft eindeutig: Seht her, es gibt viele Wege zu Gott. Die Kirche hat endlich aufgehört zu behaupten, sie sei der einzige Weg zum Vater.

Was waren diese Handlungen? Es war das öffentliche, gemeinsame Gebet mit einer Vielzahl von Religionsvertretern. Unter diesen befanden sie auch all jene, die Christus – als Sohn Gottes – ausdrücklich ablehnen: Der Islam, das Judentum, der Buddhismus, Naturreligionen...
Diese durften in Assisi unkorrigiert ihre Gebet sprechen, durften zum Teil ihren Götzendienst sogar in katholischen Kirchen verrichten.
Das ganze Treffen war ein schwerer Verstoß gegen das erste Gebot Gottes.
Natürlich ist es gut und wichtig, sich mit den anderen Religionen auseinanderzusetzen, mit den jeweiligen Vertretern zu sprechen, den Dialog zu suchen.
Aber es ist eine Sünde an der Sendung der Kirche, diesen Menschen die eine und wichtigste Wahrheit zu verschweigen, dass es nämlich kein Heil ohne Jesus Christus gibt.
Genau das ist in Assisi 1986 und in den unzähligen Folgetreffen geschehen.
Johannes Paul II. hat unabhängig von diesen Religionstreffen noch eine Vielzahl ähnlicher Taten gesetzt, die eine Allerlösung verkünden, bzw. nahelegen, dass alle Religionen Heilswege sind: Sein Gebet an der Klagemauer, seine Moscheebesuche, seine Synagogenbesuche, der Kuss des Korans... usw.
Dr. H.-L. Bart zählt in seinem Buch "Papst Johannes Paul II. – Santo subito?" jene Taten des Papstes auf, die eben diese fragwürdige Botschaft vermitteln.
Der 2009 verstorbene katholische Missionswissenschaftler Prof. Dr. Johannes Dörmann aus Münster und Schüler von Joseph Ratzinger hat die Trilogie des Papstes, seine drei großen Enzykliken über den Vater, den Sohn und den Hl.Geist einer minutiösen Analyse unterzogen und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass alle drei Enzykliken - REDEMPTOR HOMINIS, DIVES IN MISERICORDIA und auch DOMINUM ET VIVIFICANTEM - auf dem Grundsatz der Allerlösung gegründet sind!
Karol Wojtyla habe schon als Kardinal in "Zeichen des Widerspruchs" kurz und eindeutig so formuliert (s.103): "Alle Menschen seit dem Beginn und bis zum Ende der Welt sind von Christus durch sein Kreuz erlöst und gerechtfertigt worden." Das geschehe "unabhängig davon, ob der Mensch dies weiß oder nicht, dies annimmt oder nicht" (a.a.O.S.108).
Diese Theorie habe der Kardinal, so fährt Dörmann fort, auch später als Papst in den dogmatischen Enzykliken REDEMPTOR HOMINIS und DIVES IN MISERICORDIA vorgetragen. Und er urteilt mit Blick auf die Hl.Schrift und die Tradition: "Der Unterschied zur überlieferten Lehre ist fundamental!"
Wie wird denn die überlieferte Wahrheit der Erlösung mit der neuen Wahrheit der Allerlösung ohne dogmatischen Traditionsbruch in Einklang gebracht?
Prof. Dörmann antwortet: "Die Lösung hat schon Kardinal Wojtyla in 'Quellen der Erneuerung' gegeben: Danach handelt es sich bei der Beziehung der alten Lehre zur neuen Lehre der Allerlösung um eine 'Glaubensbereicherung', die der alte Glaube der Kirche durch das 2.Vatikanum erfahren habe." -
Dazu Dörmann: "Die Beziehung der beiden Lehren zueinander wird begriffen als ein Verhältnis von einem unvollständigen zu einem vollständigeren Wissen, von der überlieferten Wahrheit der Kirche zur 'vollen Wahrheit' der Lehre des Konzils. Die 'volle Wahrheit' des Geheimnisses der Erlösung ist die Allerlösung!"
Mit dieser Verhältnisbestimmung von "Wahrheit" und "voller Wahrheit" wäre das Problem der Identität und Kontinuität des Glaubens - auch im Sinne der Tradition - an sich gelöst, wenn die "volle Wahrheit" aus der überlieferten Wahrheit entfaltet würde. Das aber, so urteilt Dörmann, ist jedoch "nicht der Fall und wäre offensichtlich auch nicht möglich!"
Die Folgen dieser neuen Lehre sind fatal: Dem Missionseifer wird mit der Allerlösung der Boden entzogen, ebenso der Entscheidung junger Männer zum Priestertum, Priester zu werden, um Seelen zu retten; aber auch für die Kirche: Was anderes ist denn ihre Aufgabe, als die Seelen durch die Predigt des Glaubens und die Spendung der Sakramente zur subjektiven Erlösung zu führen?
All jenen, die sich intensiver mit der 'Neuen Theologie' beschäftigen wollen, die der Papst in Missbrauch seines Lehramtes in die Kirche eingeführt hat, sei die Neuauflage von Dörmann Arbeit über die drei zentralen Enzykliken des Papstes empfohlen.
Bei Sarto bestellen: "Johannes Paul II. - Sein theologischer Weg zum Weltgebetstag der Religionen in Assisi"
Bei Sarto bestellen: "Papst Johannes Paul II. – Santo subito?"
Joh. 3,18: "Wer an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet,weil er nicht glaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes."
Wie soll es möglich sein, diesen Papst heilig zu sprechen?
Carlus
Papst Johannes Paul II. und Johannes XXIII. müssen nach dem Wunsch der Bischöfe und Kardinäle der Konzilskirche heilig gesprochen werden. Nur durch die Heiligsprechung kann und muß den Konzil - Verirrungen im Glauben und in der Kirche die Gültigkeit entgegen der kirchlichen Tradition zum Siege verholfen werden.
Es handelt es sich bei diesen vorzunehmenden Heiligsprechungen nicht mehr um die … Mehr