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USA: Erzbischof von Philadelphia warnt vor „Ausbluten der christlichen Religion“

In einer Rede vor einer katholischen Privatuniversität warnt Philadelphias Erzbischof Charles Chaput vor einem Verlust der christlichen Substanz in der jüngeren Generation. Die USA bleiben jedoch Studien zufolge weiterhin die mit Abstand religiöseste Industrienation. Dies trug auch zum Wahlsieg Donald Trumps 2016 bei.
Eine traditionelle weiße Kirche in Williamstown, USA.Foto: iStock
In einer Rede vor dem Institut für Glaube und Vernunft der privaten katholischen Gonzaga-Universität in Spokane, Washington, hat der Erzbischof von Philadelphia, Charles Chaput, vor einem „Ausbluten“ des Christentums in den Vereinigten Staaten gewarnt. Dies berichtet das Nachrichtenportal „Breitbart News“.
Die jüngere Generation der zwischen 1995 und 2012 Geborenen im Land sei die „am wenigsten religiöse“ in der Geschichte des Landes. Studien zeigten, dass „religiöse Verbundenheit und Praxis in den USA ausblutet, vor allem unter den Jüngeren“.
Die USA würden zu einer sehr viel stärker säkularisierten Nation, und das vielfach in einer aggressiven Art und Weise, erklärte Chaput. „Und wie immer wieder in der Geschichte leben viele Menschen, die eigentlich gläubig sind, ihren Glauben als eine bloße Form von Nostalgie, Gewohnheit oder einfach nur als guten moralischen Kompass, um ihren Alltag zu organisieren.“
Intaktes Glaubensleben nütze auch der Gemeinschaft
Zu viele würden jedoch gar nicht verstehen, was sie glauben. „Und zu viele kennen Jesus Christus nicht“, so der Geistliche. „Sie verfügen über eine Form des Glaubens, die in Drucksituationen leicht in Apathie oder Skepsis abgleiten oder einfach verschwinden kann. Was exakt die Situation ist, die wir gerade erleben.“
Dabei sei, so Chaput, der Rückgang des Gottesdienstbesuches und des praktizierten Glaubens nicht nur eine Sache, die den Gläubigen selbst Sorge bereiten müsste, sondern für das gesamte Land schlecht sei. Die Vorteile, die ein regelmäßiger Kirchenbesuch und ein erfülltes Glaubensleben böten – sowohl persönlich als auch gesamtgesellschaftlich – seien „fast unmöglich zu bestreiten“. Chaput verwies dabei auf einen Bericht des Colson Centers für christliche Weltsicht vom Januar, in dem davon die Rede war, dass praktizierende Christen mehr Lebenszufriedenheit, ein höheres Einkommen und eine höhere Lebenserwartung aufwiesen.
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