Sprache
Klicks
2 Tsd.
de.news 22 5

Kardinal Müller: “Nichts außer der Auffrischung alter Irrtümer”

Die Theologie spielt auf den Bischofssynoden kaum mehr die Rolle, die ihr zukommt. Das sagte Kardinal Gerhard Ludwig Müller im Gespräch mit „Die-Tagespost.de (5. Dezember).

Er unterstrich, dass das Argumentationsniveau gelegentlich „peinlich“ ist: „Der Austausch bleibt oft im Anekdotischen hängen.“

Müller fügte hinzu, dass es in der romanischen Welt einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber der deutschsprachigen “mit ihrem Geld” gibt. Das führe dazu, dass man die Deutschen sich selbst überlässt - „solange das Geld fließt“.

Schließlich anerkannte Müller, dass “die Kirche gespalten ist” [zwischen Katholiken und Progressiven]: „Aber von der progressiven Seite hört man außer der Auffrischung alter Irrtümer nichts Zukunftsweisendes.“

Und: „Ihr Modell, das die Kirche in vielen Ländern an den Rand der Bedeutungslosigkeit gebracht hat, kann nicht das Gegenrezept sein gegen die – zum großen Teil – hausgemachte Krise.“

Bild: © Mazur/catholicnews.org.uk, CC BY-SA, #newsTrzxyvzxjy
De Profundis
„Wir sind in einer Situation, die mit der Zeit vor und nach der Spaltung der abendländischen Christenheit im 16. Jahrhundert oder der Säkularisation Ende des 18. Jahrhunderts vergleichbar ist. Erst die Erneuerung im Glauben und im Wissen um die Sendung der Kirche hat damals einen wirklichen Neuanfang möglich gemacht. “
rumi
Die Aussage birgt Sprengkraft. Die Spaltung der Kirche in Katholiken und Progressive. Härter kann man es nicht formulieren. Wie de Mattei sagte, die Päpste nach dem 2. Vatikanum sind gescheitert das Konzil in die Hermeneutik der Kontinuität zu integrieren. Benedikt musste als äusseres Zeichen schliesslich abdanken. Und Franziskus, die wahre Frucht des Konzil, musste auf den Thron, damit die … Mehr
Maria Katharina
Und Franziskus, die wahre Frucht des Konzil, musste auf den Thron, damit die Krise sichtbar wird.
_______
Und dass sich die Offenbarung des Johannes erfüllt.
Maria Katharina
@Tradition und Kontinuität
Das sagt viel über PF aus, aber weniger über Müller.
_____________
Über FP wissen wir ja Bescheid.Das sagt viel über PF aus, aber weniger über Müller.
Aber hier, gerade in dieser Angelegenheit, jemanden aus der Hl. Messe rauszuholen, ist ein absolutes No Go.
Müller hat aber brav salutiert. Er hat, bis zu seinem "Hinauswurf" in dessen Fahrwasser geschwommen.
Für mich … Mehr
Nicolaus
@Maria Katharina Genau das fiel mir auch ein, wenn ich zelebriert hätte, auch als Kaplan, denn jede Hl. Messe ist gleich viel wert bzgl. des Zelebranten, hätte ich den Altar mit absoluter Sicherheit nicht vor dem Schlusssegen verlassen, der Argentinier spinnt.
Gestas
@Tradition und Kontinuität
Ich finde die neue Änderung nicht gut, das jetzt die Möglichkeit besteht Kommentare in extra Kommentar-Spalte zu kommentieren.
Das macht alles noch unübersichtlicher.
Es bilden sich Kommentar-Gruppen die man immer von unten nach oben lesen muß um durchzublicken.
Man kann auch etwas Kaputtverbessern.
Vered Lavan
@Tradition und Kontinuität - Es wurde eine neue technische Funktion bei Gloria-Tv eingeführt. Man kann jetzt Kommentare kommentieren, sodaß Subkommentare entstehen. Etwas verwirrend.
Nicolaus
@Tradition und Kontinuität Also tut mir leid, man kann das V.II einfach bei mindestens drei Konzilsdokumenten nicht im Sinne der Tradition interpretieren.
@Gestas @Maria Katharina @Carlus @Sunamis
Man kann Müller sicher manches vorwerfen, z.B. dass er undiplomatisch oder gar herrisch sein kann, dass er die Alte Messe stärker verteidigen könnte, aber man kann ihm mit Sicherheit nicht vorwerfen, er hätte kein Rückgrat, oder wechsele seine Meinung. Müller steht eindeutig zu einem im Sinne der Tradition interpretierten Konzil. Und da ist er stur, … Mehr
Maria Katharina
Dann kennen Sie einen anderen Müller als ich. Wenn er immer für die Wahrheit eingestanden hätte und somit für den Willen des HERRN an erste Stelle gestellt hätte, hätte vieles von ihm nicht geschehen dürfen.
Ich erinnere nur an die damalige Messe, die er hielt, und aus der ihn FP abberufen hat, weil er Müller "dringend" sprechen wollte.
Dies sagt dann schon eine ganze Menge über Müllers Einstellu… Mehr
Das sagt viel über PF aus, aber weniger über Müller. Ich habe meine Meinung über Müller geändert, früher mochte ich ihn nicht, und habe mich deswegen sogar mit kath.net verkracht. Müller hatte im Umgang mit der FSSP kein Fingerspitzengefühl, aber seine Linie war konsequent und im Rahmen des objektiv Vertretbaren.
Warum kommt meine Antwort an MK denn jetzt vor ihren Kommentar?
Carlus
1. die hausgemachte Krise begann mit PP. Johannes XXIII. (2ter) und findet durch den Weg über die nachfolgenden Päpste sein Vollendung im Gegenpapst Bergoglio.
2. der Wanderrucksack für die neue Glaubensgemeinschaft Besetzter Raum ist das angebliche 2. Vatikanische Konzil.
3. der ganze Spuck ist zu beenden mit der Verurteilung von Besetzter Raum und dem angeblichen 2. Vatikanischen Konzil.
3. … Mehr
Gestas
@Tradition und Kontinuität
Müller hat zu oft seine Meinung geändert. Das ist der Grund.
Kardinal Müller scheint hier nicht viele Freunde zu haben. Schade, sehr schade!
Bethlehem 2014
Jesus hat sogar Judas noch (s)einen Freund genannt. Manche "hier" würden das wohl auch nicht akzeptieren...
Wollte eigentlich @Gestas kommentieren, aber der hat mich gesperrt!
Maria Katharina
1. Ist @Gestas nicht Jesus und
2. musste sich durch Judas auch das Wort erfüllen.
studer
Doch ich kenne und schätze Kard. Müller aus seinem Büch über die katholische Dogmatik, als Person kenne ich sie jedoch nicht. Es ist ein sehr beeindruckendes Werk, das man gründlich studieren und auf Stärken und Schwächen untersuchen sollte. Jedenfalls sollte man solche tiefschürfenden Theologen schätzen und würdigen.
DrMartinBachmaier
Hier beuge ich auch der Auffrischung alter Irrtümer vor, und zwar dem Irrtum der Erlösungsbedürftigkeit Mariä:
Erklärung der Unbefleckten Empfängnis Mariä nach A. K. Emmerich
@alfredus
Wir sollten Kardinal Müller dankbar sein für seine mutigen Stellungnahmen. Endlich ein hoher Kirchenmann, der Klartext redet! Und ich bin auch überzeugt, dass seine Worte Wirkung zeigen werden, jedenfalls nicht weniger als zur Zeit als er noch im Amt war. Wer zuhören will, der hört zu, wer das nicht will, der folgt auch keinem Papst oder Präfekten. Müllers Worte sind wie der gute … Mehr
Maria Katharina
Aber Müller ist nicht mehr glaubwürdig. Er hüpft von links nach rechts. Wie in der Politik.
Sein Motto scheint zu sein: Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing'.
So jemand ist nicht ernst zu nehmen.
alfredus
Kardinal Müller betont, dass die Bischofssynoden praktisch nichts in Richtung Theologie gebracht haben, das war wohl auch die Absicht. Jetzt sagt ein Kardinal, was alle schon gewusst haben : die Kirche ist gespalten ! Er müsste auch gleichermaßen sagen, dass es in der Kirche zu einem Bruch mit der " Tradition " gekommen ist. Obwohl offensichtlich, wird diese Tatsache geleugnet. Benedikt XVI. hat … Mehr