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Sklaverei V

Der Moraltheologe F. X. Linsenmann erklärt, dass die Aufgabe der Kirche „von Anfang an nicht darin bestehen“ konnte, „die Sklaven für Freie zu erklären; es ist überhaupt ein Mißverständniß, zu meinen, die wahre Emancipation der Sklaven bestehe darin, daß man eine bestimmte Anzahl von dienenden Personen aus dem Dienstbarkeitsverhältniß herausreiße und sie auf sich selbst anweise, so daß der Herr keinen Diener und der frühere Diener keinen Herrn mehr hätte; vielmehr muß die Emancipation dadurch erfolgen, daß man das unsittliche Dienstverhältniß in einen sittlichen Dienst umwandelt; die Sklaven sollen nicht mit einemmale aufhören, Diener zu sein, sondern nur, rechtlose Sklaven zu sein.“ [1]

Denn „die Kirche hat weder Pflicht noch Recht, alle Dienenden zu Freien zu machen; es muß Dienende geben, und die schlechthinige Aufhebung aller rechtlichen und socialen Unterordnung ist sittlich unmöglich; und es ist wieder nicht Sache der Kirche, das positive Recht in Beziehung auf die Dienstbarkeit festzustellen, sondern dieses Recht erwächst wie andere Rechte aus geschichtlichen Zuständen, denen man von Seiten der Kirche Rechnung tragen muß. Nur gegen diejenige Dienstbarkeit, in welcher das moralische Wesen des Menschen geradezu verleugnet und unterdrückt wird, kann die Kirche direct ihre Stimme erheben, aber schon nicht mehr gegen einen Herrn, welcher seinem Sklaven, obgleich er den rechtlichen Besitz wahrt, in humaner Weise Menschenrechte zuerkennt und ihn als sittliche Persönlichkeit respectirt. Die Kirche hat unmittelbar keinen Grund, die Leibeigenschaft zu verbieten, obgleich sie ein Interesse daran haben kann, die bürgerliche Freiheit der Leibeigenen indirect zu begünstigen. Wenn wir es oben als ein Ideal bezeichnet haben, daß jeder Mensch nach einer gewissen Dienstbarkeit zum wirklich Freien werde, so ist es doch nicht unsittlich, zuzulassen, daß ein Mensch zeitlebens in Dienstbarkeit stehe; ebenso ist es nicht mit der persönlichen Freiheit des Menschen im Widerspruch, wenn er in Folge eines Dienstverhältnisses einzelner bürgerlicher Rechte ermangelt“. [2]

[1]
F. X. Linsenmann, Lehrbuch der Moraltheologie, Freiburg im Breisgau 1878, S. 659.

[2] Ebd., S. 661f.

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Roland Wolf
@CSc Das Besitzen eines Menschen und seiner Nachkommen ist menschenwürdig und gefällt Gott? Da haben wir wohl zwei sehr verschiedene Definitionen von Menschenwürde.
CSc
Mit den katholischen Moraltheologen unterscheide ich eine Sklaverei im strengen, absoluten, vollen und eigentlichen Sinn, die ungerecht und inhuman ist und darum ein Verbrechen darstellt und eine Sklaverei im weiteren und uneigentlichen Sinn, die man besser als Hörigkeit/Knechtschaft/Leibeigenschaft bezeichnen sollte, die gerecht und human ist und darum mit der Menschenwürde vereinbar ist. Zwischen beiden Vorstellungen von Sklaverei ist ein so großer Unterschied, dass es sinnvoll wäre, man … [더보기]
Roland Wolf
Mir stellt sich die Frage was diese Verteidigung der Sklaverei nun soll. Wollen Sie darstellen das die Kirche recht hat wenn sie Sklaverei nicht bekämpft? Das Sklaverei ein hinzunehmender Zustand sei oder das es etwas gutes sei?

Wir haben hier viele Menschen die andere verdammen weil diese einvernehmlich mit Ihrem Partner eine andere Sexualität pflegen, aber meand in Ketten zu legen und halb tot zu schlagen ist in Ordnung?
CSc 이(가) 이 게시물을 Gloria Global am 1. Juni 2017 에 언급했습니다.