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Neue "politisch korrekte" Weisheiten vom Kardinal aus München

Der Kardinal aus München posaunt wieder einmal „seine Weisheiten“ im Gleichschritt mit der herrschenden neoliberalen Nomenklatur in den Wind der Medien.

Kardinal Marx gegen bedingungsloses Grundeinkommen
kath.net/news/61714

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist für die Betonköpfe in der ewig gestrigen Gedankenwelt sehr schwer vorstellbar. Glauben sie doch, dass Arbeit und Profit der alleinige Sinn des Lebens sind. Auch die Abschaffung der Sklaverei war lange Zeit auch innerhalb der Kirchen nicht vorstellbar und wurde als gottgegebenes, für die Wirtschaft notwendiges Übel betrachtet.

Erst die blutige Französische Revolution 1789 und später der Bürgerkrieg zwischen den Nord- und Südstaaten der USA zwischen 1861-1865 änderten das. Deren Kernpunkt waren die Abschaffung der Leibeigenschaft der Bauern in Europa und der Sklaverei in der USA war, Viele befürchteten dass die Abschaffung der peculiar institution des Status quo auch die Grundlage der Plantagenwirtschaft/ Agrarwirtschaft zerstören würde. Allerdings traten diese Befürchtungen der herrschenden Herren nie ein. Ebenso befürchten heute der Kardinal aus München und die herrschende neoliberale Nomenklatur, durch ein bedingungsloses Grundeinkommen die Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlage. Oder das wegfallen des Sinn des Lebens, der ja nach Meinung der Herren hauptsächlich in Arbeit besteht.

Der Herr Kardinal aus München meint:„Die Arbeit ist nicht irgendetwas. Es gehört zur Grundkonstitution des Menschseins, dass ich für mich und meine Familie etwas schaffe, das von Wert ist.“ Also die Annahme das ein bedingungsloses Grundeinkommen, den Willen zur Leistung von Arbeit beeinträchtigt oder verhindert, zeigt ein Vorurteilbehaftetes denken und das der Sinn eines bedingungsloses Grundeinkommen, nicht einmal im Ansatz verstanden wurde.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen befreit den Menschen von der Bürde der Arbeit in Armut. Die Armutsquote (Armut und Armutsgefährdung ohne Einbeziehung der „Flüchtlinge“) in Deutschland hat in 2016 einen neuen Rekordwert im Nachkriegsdeutschland erreicht laut BA Mitteilung waren im Oktober 2017 beachtliche 6.664.905 Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,0 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Ebenso löst ein bedingungsloses Grundeinkommen die exorbitant großen Gesellschaftsprobleme, der Kinder- und Altersarmut (unterschiedliche realistische und durchführbare Finanzierungsmodelle können bei google eingesehene werden)

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ermöglicht jeden eine eigenverantwortliche Qualifizierung für die Industrie 4.0 in der sich die Arbeitwelt grundlegend verändert. In Zukunft wird das erwerben von Wissen und Qualifikation immer mehr zum Sinn des Lebens, ein bedingungsloses Grundeinkommen verhindert nicht dass „ ein Arbeiter für sich und seine Familie etwas schafft das von Wert ist“ sondern es ermöglicht wirklich jeden durch eigenverantwortliche Weiterbildung ohne Finanzielle Risiken für sich und seine Familie die volle Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft. Ein bedingungsloses Grundeinkommen stärkt die Demokratie dadurch das jeden durch finanzielle Unabhängigkeit die Möglichkeit am politischen Meinungsbildungsprozess ermöglicht wird,

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ermöglicht wirklich jeden Kind gute Bildungschancen die nicht von der große des elterlichen Geldbeutels abhängig sind und jeden Rentner die volle Teilhabe am sozio- kulturellen und politischen Gesellschaftsleben.

Der Herr Kardinal aus München meint:
"Schon jetzt könne man sehen, welche politischen Folgen es habe, wenn Menschen sich nicht mehr gebraucht fühlen. „

Wieso sollten sich Kinder oder Rentner mit bedingungslosem Grundeinkommen nicht gebraucht fühlen? Warum sollte sich ein Mensch dem ein bedingungsloses Grundeinkommen zugestanden wird weniger gebraucht fühlen als heute? Spiegelt das nicht nur Vorurteile wieder das „viele faul“ sind? Wer nur eine kleine Ahnung davon hat, wie die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts gestaltet ist ein Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommen, in die Zukunft gedacht ist es alternativlos. Es wird so sicher kommen, als das Amen in der Kirche. Die Frage ist nur wie steinig oder gar blutig der Weg dorthin sein wird, ich hoffe und bete das diese Frage eines bedingungsloses Grundeinkommen keinen neuerlichen „Bürgerkrieg“ wo auch immer auslösen wird.

Welche Aufgabe hat der Kardinal aus München?

Künder und Hüter des Glaubens. Im ist die Sorge für die Teilkirche der Diözese München-Freising anvertraut, unter der Autorität des Papstes ist der Kardinal aus München deren eigentlicher, ordentlicher und unmittelbarer Hirte. Seine Aufgabe ist das Evangelium zu lehren, zu heiligen und die Gläubigen seiner Diözese in der Wahrheit des Glaubens zu unterweisen. ….

Welche Aufgabe hat der Kardinal aus München keinsfalls?

Sich zu politischen, wirtschaftlichen oder soziogesellschaftlichen Fragen zu äußern von denen er offensichtlich wenig Ahnung hat und seine Ausführungen auf Vorurteilen der „Weisheiten“ von „Stammtischen“ beruhen.

Ich weiß natürlich dass der Herr Kardinal aus München mit seinen abfälligen Aussagen zum bedingungslosen Grundeinkommen nur den Gleichschritt mit der herrschenden neoliberalen Nomenklatur bestätigen möchte. Hingegen ein bedingungsloses Grundeinkommen im Kern der kirchlichen Soziallehre entspricht. Die Frage ist nur ob man den Menschen in finanziell abgesicherter Daseinsvorsorge in Eigenverantwortung die Freiheit der Lebensgestaltung der Bildung und Qualifikation für erfüllende Arbeit geben möchte oder ihn weiterhin durch Arbeit in Armut verknechten möchte?