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Die Nichtexistenz des Petrus Romanus in der Malachiasweissagung

Philipp Neri, der Seher der Weissagung

Die sog. Malachias-Weissagung geht aller Wahrscheinlichkeit nach auf den heiligen Philipp Neri zurück. Dies wusste noch Lorenzo Ganganelli, der spätere Papst Klemens XIV.
Auf Wikipedia erwähnte ich vor allem aber die Fähigkeit Philipp Neris, Päpste vorherzusagen. So berichtet etwa Antonio Gallonio aus den Acta Sanctorum[19] des Monats Mai in Band VI auf Seite 507:

„Folgendes Erstaunliches möchte ich über den seligen Vater hinzufügen: fast immer, wenn der päpstliche Stuhl seines Hirten verwaist war, hörte er, mal im Schlafe, mal in wachem Zustand den Namen dessen, der zum Papst erwählt werde mit ganz lauter Stimme verkündet werden; er hatte die Gewohnheit, diese Tatsache nur ganz wenigen Menschen anzuvertrauen.“

Und sein Biograph Girolamo Branabei berichtet auf Seite 599 dieser Acta Sanctorum:

„Philipp sah fast alle Wahlen der zukünftigen Päpste durch göttliche Eingebung voraus.“

Dass Philipp Neri exakt in dem Jahr 1595, wo diese Prophezeiung in Lignum Vitae veröffentlicht wurde, gestorben ist, ist ein weiteres Indiz für seine Urheberschaft, denn Philipp Neri legte keinen Wert auf eigenen Ruhm und verbrannte all seine Dokumente vor seinem Tod, anstatt sie zu veröffentlichen.

Erfundene und Original-Sinnsprüche

Nun darf man sich aber die von ihm gar nicht angeordnete Veröffentlichung seiner "Malachias"-Prophezeiung nicht in nüchtener, nackter Form vorstellen. Sie sollte ja in helles Licht gesetzt werden. Und so erfolgte eben die Veröffentlichung mit unzähligen Hinweisen der Teilerfüllung, damit sie Aufmerksamkeit errege. Dabei genügte es den Publizierern nicht einmal, die nach Pius V. und während seiner Lebenszeit bereits eingetroffenen drei Sinnsprüche gut zu interpretieren, nein: sie fügten der Liste noch sage und schreibe 71 Sinnsprüche nach vorne hinzu und mussten sie damit einem viel früheren Propheten zuordnet. Herhalten musste der irische Bischof Malachias, der nachweislich in Rom war und eine prophetische Gabe hatte.

Natürlich waren die 71 erfundenen Sinnsprüche von geradezu beschämend formaler Natur. Sie spielten auf Namen, Wappen, Herkunft und Titelkirche an. So hieß etwa der Sinnspruch zu Papst Urban III. "Sus in cribro" ("Sau im Sieb"), weil er aus der Familie der Crivelli stammte und ein Schwein im Wappen hatte.

Der vom Seher Philipp Neri stammende Sinnspruch für Benedikt XVI. heißt dagegen nicht "Rattus niger de foro" ("schwarze Ratte vom Markt"), obwohl doch Benedikt Ratzinger hieß und damit an die Ratte (bairisch: "Ratz") erinnert, er einen Mohr im Wappen führt und in Marktl am Inn geboren ist. Nein, sein Sinnspruch heißt: "Gloria olivae" ("Ruhm der Olive" (Ruhm dem/des Ölbaum(s))), weil wahrscheinlich der Triumph der heiligen Kirche in sein Pontifikat fallen wird. Mit Namen, Wappen, Herkunft oder Titelkirche lässt sich dagegen so ein Sinnspruch schwer interpretieren.

Aber auch nach hinten sollte gesorgt sein, natürlich nicht durch Hinzuerfinden neuer Sinnsprüche, ging man doch davon aus, das Philipp Neri alle Päpste vor dem Ende der Welt vorhergesagt hat.

Der letzte Sinnspruch und der Petrus Romanus

Stichwort "Ende der Welt". Das muss man ausschlachten! Da haben wir doch Infos aus der katholischen Lehre und der Offenbarung des Johannes. Also sollte es nicht schwer sein, den Sinnspruch zum letzten Papst zu interpretieren. Der Sinnspruch heißt "In persecutione extrema Sanctae Romanae Ecclesiae sedebit." ("In äußerster Verfolgung der heiligen römischen Kirche wird er thronen.") Der letzte Papst also. Den kann man interpretieren.

Zuerst aber folgt doch immer der Papstname. So haben wir es doch bei den ersten 74, nein sogar 77 Päpsten auch gemacht. Ja, wie wird er denn heißen? Petrus halt. Heißt der erste so, dann auch der letzte. Also Petrus II.? Bitte etwas vorsichtiger! Sollte sich in der Zwischenzeit vielleicht doch noch einer Petrus nennen, dann wäre es ja mindestens Petrus III.! Lassen wir die Ziffer weg! Schreiben wir "Romanus"; das ist immer richtig, denn jeder Papst ist römischer Bischof. Bist du sicher, dass er sich wie der erste Papst Petrus nennt? Ist doch egal. Petrus passt immer. Jeder Papst ist ein Petrus. Man spricht ja auch vom Petrus-Amt und vom Stuhl Petri, nicht wahr? Na gut, offizielle Ausdrücke sind das zwar nicht, aber lassen wir gelten.

Und dann die Interpretation: Die Verfolgung interpretieren wir durch die vielen Trübsale, die äußerste dadurch, dass wir auf die Zerstörung der Siebenhügelstaates und das Ende der Welt und das Jüngste Gericht verweisen. Das macht einen schaurigen Eindruck. Aber wird denn die Siebenhügelstadt Rom überhaupt zerstört? Wer sagt denn Rom? Kann doch auch die Hure Babylon auf sieben Hügeln sitzend gemeint sein! Sehr gut, können wir also nicht falsch liegen.

Und doch lag man falsch. Erstens ist Franziskus nicht das rechtmäßige Oberhaupt der Kirche und zweitens folgt mit dem Ende der von Philipp Neri vorhergesagten, in der Sixtinischen Kapelle gewählten Päpsten noch lange nicht das Ende der Welt und das Gericht.

Schlussbemerkungen und Links

Wer die Zweiteilung der Sinnsprüche in erfundene und prophetische nicht glauben will, weil er am Propheten "Malachias" festhalten will, soll meinen ganzen Artikel im Wikipedia-Projekt hier ansehen. Ich habe dort auch die ersten 71 Sinnsprüche samt Interpretationen in einer rötlichen Tabelle zusammengefasst und ins Deutsche übersetzt und kenne daher den primitiven Formalismus dieser Sinnsprüche.

Wer mir nicht glauben will, dass es sich mit "Petrus Romanus, der die Schafe in vielen Trübsalen weiden wird..." nur um einen Zusatz (Papstnamen und Auslegung) handelt, sollte erst mal wissen, dass die Petrus-Romanus-Gläubigen zunächst mal Punkt und Absatz zwischen dem Sinnspruch "In persecutione..." und dem Zusatz "Petrus Romanus, qui pascet" schlichtweg übersehen haben und Sinnspruch und Auslegung zu einem einzigen Satz zusammengezogen haben. Wenn "Petrus Romanus" zur Prophetie gehörte, bezöge er sich also nicht auf Franziskus, sondern auf den nächsten Papst.

Sowohl inhaltlich als auch dem Stile nach entspricht er aber dem Papstnamen mit hinzugefügter Auslegung. Dass es sich inhaltlich um eine Auslegung handelt, darauf bin ich ja bereits hier eingegangen. Dass auch die Form dem Auslegungsstil gleicht, kann man leicht erkennen, wenn man sich nur die farbige Tabelle auf meinem Artikel Malachiasprophezeiung und Petrus-Romanus-Narretei ansieht.
DrMartinBachmaier hat diesen Beitrag in @Viandonta: Es gibt keinen "Petrus Romanus" in der Malachiasweissagung. Dazu hatte ich bereits … verlinkt.
Winfried
"Das ist aber kein Widerspruch dazu, dass Jesus zuvor mal vorbeikommt."

@DrMartinBachmaier
Ich verstehe das immer noch nicht. Was heißt "mal vorbeikommen"? Da Sie ja eine körperliche 2. Ankunft Jesu ausschließen, frage ich mich, wie das aussehen soll.

Mir ist bekannt, dass der hl. Augustinus dazu seine eigene Meinung verfasst hat (im Internet nachzulesen), auch was das sog. 1000-jährige … Mehr
DrMartinBachmaier
@-David-: Mt 24 bezieht sich meiner Meinung nach auf die erste Wiederkunft. Es steht auch nichts vom Ende der Welt dort, sondern vom Zeichen "consummationis sæculi", griechisch: "sunteleias tou aiônos", vom Zeichen der Vollendung des Zeitalters.
12koerbe.de/euangeleion/mtth-24.htm
Das griechische Äon dürfte zumindest zeitlich zu sehen sein, das lateinische Saeculum wird schon oft auch wie … Mehr
DrMartinBachmaier
@-David-: Das ist aber kein Widerspruch dazu, dass Jesus zuvor mal vorbeikommt.
DrMartinBachmaier
@-David-: Ist halt meine Theorie, die auch noch viel tiefer geht, was aber hier zu weit ginge.
DrMartinBachmaier
@Winfried: Die letzte Ankunft zum Gericht ist ja dogmatisiert.
Es wächst aber auch derzeit die Braut Christi auf, die auf die Hochzeit wartet: "Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht hinaus, ihm entgegen! (Mt 25,6; Gleichnis von den 5 törichten und 5 klugen Jungfrauen im Rahmen der (ersten) Wiederkunft Christi)."
Und vor der Kommunion beten wir ja auch: "Selig, … Mehr
Winfried
"Bei der zweiten Ankunft kommt Christus als Bräutigam ("Siehe, der Bräutigam kommt!"), um sein ('"des Lammes") Hochzeitsmal zu halten, um halt seine Braut zu heiraten."

@DrMartinBachmaier
Das müssen Sie mir schon etwas genauer erklären.
DrMartinBachmaier
@Winfried:
Um einem möglichen Missverständnis vorzubeuten: Mit "zurückkehren nach der 2. Ankunft" meine ich das Zurückkehren in den Himmel.
Bei der zweiten Ankunft kommt Christus als Bräutigam ("Siehe, der Bräutigam kommt!"), um sein ('"des Lammes") Hochzeitsmal zu halten, um halt seine Braut zu heiraten, bei der dritten Ankunft kommt er zum Gericht!
Winfried
"... während ich sage, dass Christus nach der 2. Ankunft zurückkehren muss, um nach Lk 12,38 ein drittes Mal kommen zu können."

@DrMartinBachmaier
Sie reden doch von der 2. Ankunft, nach der Christus ein drittes mal kommen wird. Also muss er, so verstehe ich das, zwischen seinem irdischen Leben und der Wiederkunft in Herrlichkeit ein drittes mal zur Erde kommen, oder habe ich das falsch … Mehr
DrMartinBachmaier
@Winfried: Die Verneinung von "sichtbar herrschen" haben Sie beim Zitieren meiner Meinung vergessen.
Was ich geschrieben habe, ist neu. Das ist meine eigene Forschung im Rahmen eines Hauptseminars über Augustinus, basierend vor allem seiner Weltalterlehre.
Jede Zahl, so auch 1000, hat stets auch seinen mathematischen Zahlenwert, wobei wie im Sprachgebrauch, 1000 eine Ungefähr-Angabe sein dürfte.
Winfried
"Der Chiliasmus ist eigentlich nicht verworfen, es heißt nur: non tuto doceri potest (kann nicht sicher gelehrt werden, und das liegt m.M.n. daran, dass er von der sichtbaren Herrschaft Christi ausgeht, während ich sage, dass Christus nach der 2. Ankunft zurückkehren muss, um nach Lk 12,38 ein drittes Mal kommen zu können."

@DrMartinBachmaier

Also muss man doch von der noch ausstehenden … Mehr
Falko
Schlafen Sie gut und Gott segne Sie!
Falko
Sie müssen schon das ganze Kapitel 20 der Offenbarung lesen Vers 1-3 sind eindeutig die alte Erde. Erst danach wird Ihre Frage beantwortet. Die Offenbarung spielt auf mindestens zwei Ebenen.
Falko
Nun, wenn der Mond sich in Blut verwandelt, kann man ihn immerhin noch sehen......
DrMartinBachmaier
@-David-: 1. Die neue Erde kommt erst nach der endgültigen Besiegung von Gong und Magog, Teufel, Tier und falscher Prophet und nach dem Jüngsten Gericht.
2. Womit wir wieder beim Thema wären: Der Chiliasmus ist eigentlich nicht verworfen, es heißt nur: non tuto doceri potest (kann nicht sicher gelehrt werden, und das liegt m.M.n. daran, dass er von der sichtbaren Herrschaft Christi ausgeht, … Mehr
Falko
Doch, mein Freund, lesen Sie Offb 20, da stehts.
Falko
@-David- das beschreibt die 3 Tage Finsternis.
DrMartinBachmaier
Zuerst eine Frage: Was versteht man unter linearer Prophezeiung?
Im Prinzip würde Ihre Version der nahen Zukunft die sog. Malachiasweissagung besser stützen als meine, die mit Prophezeiungsforscher Stephan Berndt übereinstimmt und vor allem von La Salette und Mt 24 gestützt wird: Dreitägige Finsternis, gute Zeit (Verkündigung des Evangeliums auf der ganzen Welt), Glaubensabfall, Antichrist, … Mehr
Falko
@DrMartinBachmaier Die lineare Prophezeiung ist vor rund 2000 Jahren zu Ende gegangen, denn es macht keinen Sinn, etwas über das Ende der Welt hinaus zu prophezeien. Schauungen sind glaubwürdig, wenn diese sich in diesem abgesteckten Rahmen bewegen. Unabhängig davon gilt also, erst kommt der Glaubensabfall, dann setzt setzt sich Jemand als Antichrist "Anstelle-von-Christus". Dann die Drangsal (… Mehr
DrMartinBachmaier
@Falko: Was gegen die Prophezeiungen der Bibel verstößt, würde ich als Falschprophezeiung aburteilen. Ich betrachte aber die Prophezeiungen der Gegenwart als Ergänzung. Die Gabe der Weissagung ist nicht vor 2000 Jahren zu Ende gegangen.
Falko
Ein Tip sei mir gegönnt, ohne Watschen verteilen zu wollen: Lest doch Prophezeiungen mal erst von der Bibel her, da steht was anderes drin.... Der Überhang ist Phantasie....
DrMartinBachmaier
@theresa Katharina (Thema Petrus Romanus): "Petrus Romanus" kann man als Synonym für "Papst" sehen und trifft somit für jeden der von Philipp Neri prophezeiten Päpste zu, aber nicht auf den 41., zumindest nicht im Sinne von "Oberhaupt der katholischen Kirche".

Der Sinnspruch sagt, dass er in äußerster Verfolgung thront, und somit ruiniert er die Kirche, wie Sie richtig sagen.

Ich habe schon … Mehr
DrMartinBachmaier
@Theresia Katharina (Thema engelgleicher Völkerhirt):
Der engelgleiche Völkerhirt ist zumindest nicht der wiedergekommene Chrisus, denn so weit sind wir zeitlich noch nicht. Erst müssen nach der dreitägigen Finsternis noch die 25 Jahre reicher Ernten (La Salette), nach Irlmaier: eine gute Zeit, kommen, dann die Menschen wieder schlechter werden und vom eben erst neu gewonnenen Glauben abfallen, … Mehr
Theresia Katharina
Der "engelgleiche Völkerhirt" (aus dem Lied der Linde) ist Jesus Christus selber, denn ER ist der Gute Hirte.
Petrus Romanus ist ein Deckname für P.Franziskus, dieser ist der letzte Papst und wird wie viele Prophezeiungen von Heiligen und Seligen zeigen, die Kirche in den Ruin führen, womit er schon kräftig angefangen hat. Er thront (=bestimmt) in der letzten großen Verfolgung der Kirche, die … Mehr
DrMartinBachmaier
@ABC999: Richtig, der "Petrus Romanus, qui ..."- Satz ist nur eine interpretierende Hinzufügung. Ciaconius ist zwar als Interpret angegeben; ob er es war, ist aber umstritten.
Entscheidend ist, dass dieser "Petrus Romanus, qui ..."- Satz nicht nur das Schafeweiden enthält, sondern ebenso noch die Zerstörung des Sieben-Hügel-Staates und das Jüngste Gericht; auch das "Finis" ist Auslegung.
Die … Mehr
ABC999
@DrMartinBachmaier Wenn ich Sie richtig verstehe, dann ist der Sinnspruch für Franziskus "In persecutione extrema S.R.E. sedebit", und der Rest mit "Petrus Romanus, qui ..." nur eine Hinzufügung des Ciaconius. Das kann ich nachvollziehen. Das heißt dann aber, dass nach Franziskus das Weltgericht kommt. Dieser wird dieses Jahr 80 Jahre alt. In den nächsten Jahren wird sich also zeigen, ob das … Mehr
DrMartinBachmaier
@Theresia Katharina: Im Lied der Linde heißt es:
Wenn der Engel gleiche Völkerhirt
wie Antonius zum Wanderer wird,
den Verirrten barfuß Predigt hält,
neuer Frühling lacht der ganzen Welt.

Das wird alles nach der dreitägigen Finsternis sein. Dieser engelgleiche Völkerhirt, wer auch immer es ist, wird dann die Schafe weiden. Vorher sehe ich da keine große Glaubensveründigung. Und wie gesagt: … Mehr
DrMartinBachmaier
@ABC999: Dass das Ende der Malachiasprophezeiung insofern Schwierigkeiten bereitet, als ja sogar bis zur nächsten Wiederkunft Christi noch einige Zeit vergeht, ist klar. Und ich spekuliere da nicht gern, habe aber gesagt, dass ich es schon für wahrscheinlich halte, dass Philipp Neri alle Päpste gesehen hat. Ihr Dogma macht das wieder unwahrscheinlicher.

Paragraph 145 in Bartmann:
Petrus sollt… Mehr
Theresia Katharina
Wer der Falsche Prophet ist, wird immer deutlicher. Aber dann müsste der Herr bald einen Hirten senden, der sein Gottesvolk auch wirklich weidet, den "weiden" ist eigentlich positiv gemeint. Oder es ist der Heilige Petrus selber, der dann von Himmel aus in der Bedrängnis sein Volk leitet.
DrMartinBachmaier
@ABC999: hier nur zu "Petrus Romanus": Einen bloßen Sinnspruch "Petrus Romanus" gibt es nicht, sondern allenfalls "Petrus Romanus, qui pascet ..." Ich habe aber hier: www.deutschland.world/…/malachias-proph… in der farbigen Tabelle
deutliche Indizien dafür geliefert, dass das Statement "Petrus Romanus, qui ..." eine Auslegung (incl. Papstnamensvermutung) des vorausgehenden Sinnspruchs "In … Mehr
ABC999
Unabhängig davon, ob die Malachias-Prophezeiung authentisch ist, und auch unabhängig davon, wer der Urheber dieser Prophezeiung ist, kann man aus dieser nicht den Schluss ziehen, dass der Nachfolger von Gloria olivae (Benedikt XVI.) zwingend Petrus Romanus sein muss.
Gehen wir davon aus, dass diese Prophezeiung authentisch ist, so ist nicht ausgeschlossen, dass zwischen Benedikt XVI. und … Mehr
DrMartinBachmaier
@Theresia Katharina: Thema Misskredit wegen Schwindels:

Natürlich gerät eine Prophezeiung in Misskredit, wenn man vorne 71 Sinnsprüche hinzuerfindet. Dieser Misskredit geht sogar so weit, dass Prophezeiungsforscher Stephan Berndt sie nicht mal in sein 457-Seiten-Buch Prophezeiungen - alte Nachricht in neuer Zeit" aufgenommen hat. Jemand habe ihm gesagt, dass sie sehr zweifelhaft sei (so … Mehr
DrMartinBachmaier
@Theresia Katharina: zu "Romanus":
1. Das Wichtigste nochmals:
Sollte "Petrus Romanus, qui pascet ..." ein Sinnspruch halten, dann bezieht er sich auf den Nachfolger von Benedikt bzw. Franziskus. Es handelt sich ja um zwei Absätze, die man fälschlicherweise zu einem zusammengezogen hat. "Petrus Romanus" gehört nie und nimmer zum "... wird er thronen"-Sinnspruch.

Insofern sind die folgenden Punk… Mehr
Theresia Katharina
Wenn einer der Vorfahren von B16 aus Raetium stammen sollte, zählt das nicht, es müssen schon unmittelbare Vorfahren sein. Wenn das "Romanus" (petrus Romanus) extra erwähnt wurde, obwohl die Päpste im Regelfall immer Italiener waren (bis auf wenige Ausnahmen), dann hat das seine Bedeutung. Das heilige Römische Reich existierte ab 1806 nicht mehr, da damals der letzte habsburgische Kaiser Franz… Mehr
DrMartinBachmaier
@Theresia Katharina: Teil 2:

Die ersten 71 Sinnsprüche sehen ja auch total konstruiert aus. Ich hab ja mit "Rattus niger de foro" ("schwarze Ratte vom Markt") für Benedikt XVI. vorgemacht, wie das geht.

Cui bono? (Wem nützt es?)
Dem Interesse an der Weissagung. Man findet sie und etwa 75 Sprüche sich schon phänomenal genau erfüllt. Donnerwetter! Sonst wären's vielleicht drei gewesen und die … Mehr
DrMartinBachmaier
@Theresia Katharina: Teil 1:

Im Wikipedia-Artikel Malachiasweissagung finden Sie unter "Vermutete Urheber" - "Malachias" Folgendes: "Sein Freund und Hagiograph Bernhard von Clairvaux (um 1090–1153) erwähnt jedoch, dass in seinen Weissagungen nie von Päpsten die Rede gewesen sei." Das wird dann mit einem zitierten Buch von Bernhard von Clairvaux belegt. Damit scheidet Malachias aus.

Dann.möch… Mehr
DrMartinBachmaier
@Winfried Teil 3, @a.t.m: "Tausendjähriges Reich":

In Lk 12, 38 heißt es: "Und wenn er in der zweiten und (nicht: oder!) wenn er in der dritten Nachtwache gekommen ist ...". Daraus schließe ich auf eine zweimalige Wiederkunft Christi, eine vor und eine nach dem sog. tausendjährigen Reich. Dogmatisierte ist nur die letzte der beiden, die zum Gericht. Ob es nun die vor dem tausendjährigen … Mehr
Theresia Katharina
Die Papstweissagungen, die aus einem Guss sind, beginnen mit P. Coelestin (12.Jhdt) innerhalb der Lebenszeit des heiligen Bischofs Malachias, was auch vom hl. Bernhard von Clairvaux bestätigt wurde. Der hl. Philipp Neri lebte 400 Jahre später, er kann also diese Weissagungen nicht getätigt haben. Es ist eine Konstruktion anzunehmen, der hl. Philipp Neri habe die Weissagungen ab seiner Lebenszeit… Mehr
DrMartinBachmaier
@Winfried: Teil 2:

Die dreitägige Finsternis wird die Infrastruktur so zerstören, dass es für die meisten Kardinäle unmöglich sein wird, innerhalb der vom Kirchenrecht vorgeschriebenen Frist zur Papstwahl zu erscheinen.
Die Frist wird verstreichen. Ich glaube schon, dass während der Sedisvakanz die Kardinäle das Rech haben, das Kirchenrecht so zu ändern, dass wieder eine Papstwahl möglich wird,… Mehr
DrMartinBachmaier
@Winfried: Teil 1:

Zuerst: Es bezieht sich der Sinnspruch "In äußerster Verfolgung der heiligen römischen Kirche wird er thronen." eindeutig auf "Papst Franziskus". Dieser Er, der da thronen wird, lässt ja ohnehin schon fast den Leibhaftigen durchblicken.

Weiter lehrt Prophezeiungsforscher Stephan Berndt, dass Seher meist ortsbezogen sehen. Philipp Neri war Priester in Rom, und so kann man … Mehr
Winfried
"Ob es weitere, nicht mehr in der Sixtinsichen Kapelle gewählte Päpste nach einem Einschnitt nach der dreitägigen Finsternis oder nach der Wiederkunft Christi gibt, würde ich jetzt nicht sicher beantworten können."

@DrMartinBachmaier
Nach der Wiederkunft Christi am Ende der Zeiten wird wohl kein Papst mehr benötigt.

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"In der letzten Verfolgung der hl. röm. Kirche wird er thron… Mehr
a.t.m
Sehr geehrter Hr. @DrMartinBachmaier , möchte ihnen von ganzen Herzen danken, für die viele Arbeit und Zeit die sie aufgewendet haben, um jeden die Weissagungen nahe zu bringen, danke und ich bin ja wirklich gespannt inwieweit diese zutreffen, also wie viele Päpste werden wir doch noch erleben, denn wenn diese stimmen sollten, dürfte ja … Mehr
DrMartinBachmaier
@Franzl: Es gibt keinen Petrus Romanus. Der steht einfach nicht in der Malachias-Prophezeiung. Der Druck in Lignum Vitae beinhaltet ja nicht nur diese von Philipp Neri stammende Prophetie, sondern ebenso Papstnamen und Auslegungen.

Freilich kann man sich fragen, ob sich der letzte Sinnspruch dann auf den Nachfolger Benedikts bezieht, wenn Franziskus ja aufgrund des Nichtrücktritts Benedikts … Mehr
DrMartinBachmaier
Passt denn der Sinnspruch "In äußerster Verfolgung der hl. röm. Kirche wird er thronen" nicht viel besser zu "Papst" Franzsikus" als der "Petrus Romanus, der weiden wird die Schafe in vielen Trübsalen"?

Ist eben eine schlechte Auslegung, dieser Petrus Romanus, der die Schafe weiden wird. Der oder die Ausleger waren nun mal keine Propheten.
DrMartinBachmaier
@augustinus 4: Ich zitiere den von Ihnen verlinkten Beitrag in Bezug auf den Petrus Romanus:
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Petrus Romanus (Petrus, der Römer)
In persecutione extrema S. R. Ecclesiae sebedit Petrus Romanus, qui pascet oves in multis tribulationibus, quibus transactis civitas septicollis diruetur et judex tremendus judicavit populum suum. Finis.


Das Wesentliche davon: "... sebedit Petrus Romanus, qui pasce… Mehr