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Terror-Gefahr in EuropaISIS ~~~ Kämpfer beim Shoppen in Deutschland erwischt

Von ROBIN MÜHLEBACH
Sie posten Fotos und Videos im Netz und immer wieder fällt auf: Die Dschihadisten in Syrien und dem Irak sind bestens ausgestattet – und kommen, mit Einkaufslisten ausgestattet, zum Shopping zurück in ihre Heimatländer.

Behörden haben ein 24-jährigen aufgegriffen, der laut „New York Times“ für die Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“ (ISIS) in Deutschland eingekauft haben soll. Nun wird gegen den Libanesen Ismail I. Anklage erhoben

Verhaftet wurde der mutmaßliche Terrorist bereits am 23. November 2013 auf einer Raststätte nahe Gruibingen. Im Kofferraums seines roten Ford-Kombis sollen die Beamten vier Armbanduhren im Wert von 28 Euro vom Marken-Discounter Aldi, zehn Hosen von einem amerikanischen Versandhandel für Militärausrüstung (Wert: 189,90 Euro) und ein Nachtsichtgerät von einem Stuttgarter Jagdgeschäft im Wert von 4018 Euro gefunden haben.

Laut dem Zeitungsbericht fanden die Beamten bei Ismail I. eine handgeschriebene Einkaufsliste mit den Namen von zehn Männern und ihren Kleidergrößen. Außerdem auf der Liste: Namen von Medikamenten, Nachtsichtgeräte, Bücher und Süßigkeiten.

Mit dabei: Ein 38-jähriger Afghane mit deutscher Staatsangehörigkeit, den Ismail I. rekrutiert haben soll. Mohammed Sobhan A. bestreitet laut den Dokumenten, die Terrororganisation unterstützt zu haben.
Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher: Die beiden Männer wollten die Sachen zu ISIS nach Syrien liefern!

Am 5. November beginnt der Prozess, mitangeklagt ist auch Ismails älterer Bruder, Ezzeddine I. (33). Dieser sagte gegenüber BILD am Donnerstag, er habe nichts von der Lieferung seines Bruders gewusst.

Die 81 Seiten lange Anklageschrift enthält viele Details zu Ismails Radikalisierung, die Strukturen und Organisation der weltweit mächtigsten Terrororganisation.


Ismail I. wurde in Deutschland radikalisiert, reiste laut Bericht am 22. August 2013 über die Türkei nach Syrien. Dort soll er sich ISIS angeschlossen und gekämpft haben, bis er verwundet wurde.Aufgrund der Verletzung soll I. als „Einkäufer“ der Terrorgruppe fungiert haben. Anführer von ISIS schickten ihn laut Bericht zurück nach Deutschland – nicht um Jugendliche zu radikalisieren oder einen Anschlag zu planen, sondern um zu shoppen.

Quelle;
www.bild.de/…/deutscher-isis-…