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Plaisch
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Kirche New York am Sterben ?

Heute steht auf dem privaten katholischen Hierarchieportal zu lesen, dass der Kardinal in New York drei Weihbischöfe fabrizieren darf, die schon durchschnittlich 67 Jahre alt sind. Also jünger als der Erzbischof selbst, so kann er denn auch vor seinem Abschied nochmals eine Serie Mitren bestellen.

Man darf sich fragen, ob das Erzbistum New York keine Priester mehr hat, dass so alte Weihbischöfe her müssen, oder ob sie noch so pusper sind und den an pastoraler Debilität leidenden Ordinarius beim Gehen unterstützen müssen.

Es ist selten, dass gleich drei Weihbischöfe aufs Mal konsekriert werden – das gibt es vor allem im Bistum Münster. Früher war der Titel Monsignor dem Bischof vorbehalten und eine grosse Ehre, heute grassiert eine regelrechte Inflation an richtigen und falschen Erzbischöfen. Ob diese sich selber geistlich betreuen müssen, wenn es bald keine Priester mehr gibt?

Papst Franz täte gut daran die geistlichen Mängel in der Kirche nicht nur beim Namen zu nennen, sondern wirksam zu heilen. Die jetzige Ernennungspolitik legt leider das Gegenteil nahe. Wasser predigen und Wein trinken nennt man das.
erdenpilger86
@Plaisch Interessantes Thema, wusste gar nicht, dass so viele Weihbischöfe derart alt sind... Ich habe mich vor einiger Zeit mit einem Freund unterhalten, der Diakon ist und ihn gefragt, was er davon hält, dass es mehr und mehr ausländische, oft nur schlecht die Landessprache sprechende Priester in den Gemeinden gibt.
Er hat mir geantwortet, dass sei eben die Wirkung der weltweiten Mission. Als …More
@Plaisch Interessantes Thema, wusste gar nicht, dass so viele Weihbischöfe derart alt sind... Ich habe mich vor einiger Zeit mit einem Freund unterhalten, der Diakon ist und ihn gefragt, was er davon hält, dass es mehr und mehr ausländische, oft nur schlecht die Landessprache sprechende Priester in den Gemeinden gibt.
Er hat mir geantwortet, dass sei eben die Wirkung der weltweiten Mission. Als Weltkirche dürfe uns das nicht stören. Und tatsächlich, ich habe ein wenig recherchiert, in anderen Weltteilen ist Priestermangel ein Fremdwort. Tatsächlich wächst die Zahl der Seminaristen, nur halt in Europa nicht... Was meinen Sie dazu?
Plaisch
Ich habe jetzt den Link von EvT durchgelesen, da kommen mir mit Blick auf Köln und Freiburg doch einige Fragen:

Warum fabriziert man vor Abtreten der alten Bischöfe noch fleissig neue untergeordnete und schiebt diese dann ins erste Loch (Schwaderlapp nach Freiburg, Puff nach Erfurt) ? Warum Schwaderlapp nicht in Köln behalten?

Ich würde meinen wenn man einen Weihbischof bestellt, dieser dem …More
Ich habe jetzt den Link von EvT durchgelesen, da kommen mir mit Blick auf Köln und Freiburg doch einige Fragen:

Warum fabriziert man vor Abtreten der alten Bischöfe noch fleissig neue untergeordnete und schiebt diese dann ins erste Loch (Schwaderlapp nach Freiburg, Puff nach Erfurt) ? Warum Schwaderlapp nicht in Köln behalten?

Ich würde meinen wenn man einen Weihbischof bestellt, dieser dem Bistum und vor allem dem zukünftigen Ordinarius genehm sein sollte - oder man lässt es eben sein. Die Praxis der Freiburger, nur eigene Leute zum Erzbischof zu machen, scheint mir vernünftig.
Plaisch
@ EvT
Danke für Deine erhellenden Zeilen.

Hier in der Schweiz war vor einigen Jahren grosse Not an einem Weihbischof im Bistum Freiburg, niemand wollte es, und so war es denn immer nur einer seit 1996 bis 2013.

Aber warum braucht es denn so viele Weihbischöfe, wenn sie doch nichts tun dürfen als firmen?
Plaisch

Ich meinte diesen Link ja nur als interessante Ansicht; es ist in der Tat so, dass jüngere Bischofskandidaten dieses Amt oft gar nicht wollen...Als Bischof darf man das meiste nicht mehr sagen, wovon man als Priester ungeniert reden kann.

Und einen jungen, wortgewaltigen, mediengewandten Priester nur in ein Amt zu hieven, in dem er als Maulkorbträger fungieren muss...kann's auch nicht …More
Plaisch

Ich meinte diesen Link ja nur als interessante Ansicht; es ist in der Tat so, dass jüngere Bischofskandidaten dieses Amt oft gar nicht wollen...Als Bischof darf man das meiste nicht mehr sagen, wovon man als Priester ungeniert reden kann.

Und einen jungen, wortgewaltigen, mediengewandten Priester nur in ein Amt zu hieven, in dem er als Maulkorbträger fungieren muss...kann's auch nicht sein, oder??

Da ist es echt besser, so ältere , gemütliche Herren zu ernennen...die "nix hin und nix her" machen können...
Plaisch
@ Evt
Was soll das ? hat überhaupt nicht mit der Thematik der Schwemme an uralten Bischöfen zu tun.

Ich hätte den Kommentar löschen wollen, tue es aber nicht aus Rücksicht zu Dir.
Es könnte aber auch sein, dass die "Einfachen " gar nicht wollen...lieber Plaisch!
Eremitin
nananana.......mit 60 fängt das leben erst an, vor allem in der Kirche....und die sind topfit! aber ich habe es natürlich recht verstanden....
Galahad
Grüß Gott werter Plaisch,

vielen Dank für den sehr interessanten und klartextgesprochenen Artikel. Er erklärt klar und präzise die Sachlage.

Papst Franz täte gut daran die geistlichen Mängel in der Kirche nicht nur beim Namen zu nennen, sondern wirksam zu heilen. Die jetzige Ernennungspolitik legt leider das Gegenteil nahe. Wasser predigen und Wein trinken nennt man das.


Das wäre wirklich sehr…More
Grüß Gott werter Plaisch,

vielen Dank für den sehr interessanten und klartextgesprochenen Artikel. Er erklärt klar und präzise die Sachlage.

Papst Franz täte gut daran die geistlichen Mängel in der Kirche nicht nur beim Namen zu nennen, sondern wirksam zu heilen. Die jetzige Ernennungspolitik legt leider das Gegenteil nahe. Wasser predigen und Wein trinken nennt man das.


Das wäre wirklich sehr gut, wenn er das täte. Nur müßte er dann einsehen, daß er zurück zur Tradition, sprich zum wahren katholischen Glauben, der seit Jahrzehnten verlassen und verraten wurde. Aber das will er nicht. Im Gegenteil, wenn es Orden und Gemeinschaften mit jungen Priestern gibt, dann ist er als erster Mann zur Stelle, diese mit zu zerstören (z.B. die Franziskaner d. Immaculata, werden zerstört, die FSSP auf diesen destruktiven glaubensfernen Konzilstexten festgenagelt, die FSSPX die sich gottlob nicht darauf einläßt, immer wieder vor den Kopf gestoßen). Leider geht der Papst gegen die Gläubigen so vor, wie er es eigentlich gegen die Feinde der Kirche tun sollte! Leider steht er von der Geisteshaltung her auf der falschen Seite. Seine Freunde sind die Medien und vllt. noch, nennen wir es einmal allgemein, gewisse "Hintergrundcliquen, ebenso wie Ungläubige, Irrgläubige und jüdische Feimaurerlogen. Daher wird er sicherlich nicht die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Dazu müßte wahrlich ein Bekehrungswunder eintreten.

Viele herzlich Grüße und einen gesegneten,

Sonntag,

Galahad