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Kreuzzüge als »Humanitäre Intervention«

„Bei den Kreuzzügen ging es nicht um Imperialismus, Eroberungsdrang (→ KOLONIALISMUS) oder Zwangsmissionierung (→ MISSION), wie man oft hört, sondern um das Überleben der Christen im Südosten Europas, in der Türkei und im Nahen Osten sowie um die Sicherheit der Pilger nach Jerusalem, für die sich die Christen in Europa zuständig fühlten. Eine Verweigerung des Kreuzzugs wäre einer unterlassenen Hilfeleistung gegenüber dem Notruf der unter Druck geratenen Christen gleichgekommen. Die Kreuzzüge haben ursächlich also den Charakter einer »Humanitären Intervention«, wie wir heute sagen würden, eines »Gerechten Krieges« zur Verteidigung elementarer Bedürfnisse wie die Sicherheit von Leib und Leben.“

Josef Bordat, Von Ablasshandel bis Zölibat. Das »Sündenregister« der Katholischen Kirche, Rückersdorf üb. Nürnberg 2017, S. 125f.
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