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tarcis
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Wurden Handlungen Papst Benedikts von guten Katholiken zu große Bedeutung beigemessen?

Einige Gedanken zu "Benedikt XVI. Letzte Gespräche" aus der Perspektive der „Tradition“.

U. a.: - Ein letzter interessanter Punkt betrifft den Wechsel des Zeremonienmeisters von Piero Marini zu Guido Marini. Allgemein wurde dies von Katholiken, besonders jenen, die eine „Reform der Liturgiereform“ erhofften, als wichtiges Zeichen gesehen. In dieser Hinsicht gibt Papst Benedikt über Piero Marini lediglich recht lapidar zu Protokoll: „Nein, er war und ist ein sehr guter Mann. Gut, er ist liturgisch progressiver als ich, das macht aber gar nichts. Aber er war auch selbst der Meinung, dass es für ihn Zeit sei, dieses Amt zu beenden. Und so ergab es sich, dass nach Marini eins Marini zwei folgte.“ Es dürfte also tatsächlich der Fall sein, dass zumindest einigen Handlungen des Papstes von guten Katholiken zu große Bedeutung beigemessen wurde.

www.kathnews.de/benedikt-xvi-le…
cyprian
Ja! Leider war Papst Benedikt XVI. nicht so traditionell eingestellt, wie man es sich gerne gewünscht hätte. Er war ein Ästhetiker, der prächtig inszenierte Liturgie mit prunkvollen Gewändern liebte. Aber lehrmäßig war er eben doch ein Sohn des 2. Vatikanums. Viele Ausuferungen infolge des Konzils gingen ihm zu weit; und er litt darunter. Aber er hatte leider nie den Mut ganz offen einzugestehen,…More
Ja! Leider war Papst Benedikt XVI. nicht so traditionell eingestellt, wie man es sich gerne gewünscht hätte. Er war ein Ästhetiker, der prächtig inszenierte Liturgie mit prunkvollen Gewändern liebte. Aber lehrmäßig war er eben doch ein Sohn des 2. Vatikanums. Viele Ausuferungen infolge des Konzils gingen ihm zu weit; und er litt darunter. Aber er hatte leider nie den Mut ganz offen einzugestehen, dass die Basis für diese Ausuferungen eben dieses 2. Vatikanum selbst geschaffen hat. Man hörte auch nie, dass Benedikt die "Heilswege"-Theorie nichtchristlicher Religionen verurteilt hat (Nostra aetate). Ganz im Gegenteil: Anstatt die Assisitreffen als blasphemisch zu geißeln fand auch unter ihm eines statt. - Trotzdem war das Pontifikat Papst Benedikt's XVI. für die Kirche ein Segen. Es waren einige ruhigere Jahre, so dass nicht täglich eine Skandalmeldung der anderen folgte - zumindest nicht was Papst und Vatikan anbelangte. Und was ihm leider nie zu verzeihen ist: sein Rücktritt! Menschlich gesehen mag das alles einleuchtend gewesen sein. Aber bei einem Stellvertreter Christi sollte es kein "menschlich gesehen" geben!
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HerzMariae
Dr. Stefan Orth, stellvertretender Chefredakteur der Herder Korrespondenz: "Das Problem besteht vor allem darin, dass der zurückgetretene Papst sich überhaupt in dieser Form äußert. Dabei werden nebenbei manche (Vor-)Urteile aus früheren Zeiten etwa zum europäischen Katholizismus oder auch zum Zustand der Theologie wieder aufgewärmt und auf diese Weise alte Konflikte neu befeuert. Vor dem …More
Dr. Stefan Orth, stellvertretender Chefredakteur der Herder Korrespondenz: "Das Problem besteht vor allem darin, dass der zurückgetretene Papst sich überhaupt in dieser Form äußert. Dabei werden nebenbei manche (Vor-)Urteile aus früheren Zeiten etwa zum europäischen Katholizismus oder auch zum Zustand der Theologie wieder aufgewärmt und auf diese Weise alte Konflikte neu befeuert. Vor dem Hintergrund der jüngst in Rom von interessierter Seite entwickelten Theorie, dass Benedikt XVI. weiterhin Anteil am Papstamt habe, verschärft sich die Sache. Das gilt besonders für die katholische Kirche in Deutschland. Mit weiterhin großen Mühen ist sie derzeit dabei, sich vom Schwung des amtierenden Papstes Franziskus wieder neu beflügeln zu lassen. Die Neuerscheinung ist da vor allem eine große Irritation."
Eugenia-pia
Modernistische Bischöfe und Kardinäle haben frühere Päpste nicht ernannt und geduldet. Und liberale und modernistischeaesserungen wurden früher verurteilt. Das ist sicher. Insofern meine ich, dass das nicht entschuldigt werden kann, was in den Jahrzehnten nach dem Konzil geduldet wurde. Z.B Liturgiemissbrauch, häretische Katechismen, Theologenaufstände, usw.
a.t.m
@DrMartinBachmaier : Auch seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI ist zumindest in meinen Augen nichts anderes als ein "Modernist" einer der sich eben geschickt und glaubwürdig als "Traditionalist tarnte". Dies wird auch daran erkennbar das dieser auch als langjähriger (23 Jahre lang) "Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre" vielfach auf Blind, Taub und Stumm stellt und er auch nicht gegen …More
@DrMartinBachmaier : Auch seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI ist zumindest in meinen Augen nichts anderes als ein "Modernist" einer der sich eben geschickt und glaubwürdig als "Traditionalist tarnte". Dies wird auch daran erkennbar das dieser auch als langjähriger (23 Jahre lang) "Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre" vielfach auf Blind, Taub und Stumm stellt und er auch nicht gegen Häretiker und Schismatiker unternommen hat. Vielfach wird er nun als Retter der "Heiligen Opfermesse aller Zeiten" siehe Bulle "Quo primum" des Heiligen Papstes PIUS V, aber wie ist dies mit der Tatsache zu vereinbaren, das er über seinen Pressesprecher energisch dementieren hat lassen das er diese Privat zelebriert. Und jede Firma ginge innerhalb allerkürzester Zeit Bankrott wenn es von solchen Chefs geleitet würden wie die VK II und Nach VK II Päpste. Meine damit Chefs denen es völlig egal ist was ihre Untergebenen treiben und dann auch noch die fördern und befördern die der Firma am meisten Schaden zufügen. Mir scheint so, als wenn die VK II und Nach VK II Päpste die größte Freude daran gehabt hatten und haben, sich Blind, Taub und Stummen zu Verhalten, während ihre Herde die sie selber den Wölfen zum Fraß vorgeworfenen haben zerfleischt wurden und werden. Das traurige ist auch die Tatsache das Papst Benedikt XVI trotz allem als der Beste der VK II und Nach VK II Päpste anzusehen ist. Und so kann man auch die wenigen wahrlich katholische Schreiben der VK II und Nach VK II Päpste auch in die Kategorie "Rosstäuscher" einstufen um die Herde bei der Stange zu halten, weil es ihnen allesamt egal war ob diese Umgesetzt werden oder nicht. Um nur einige dieser Schreiben zu nennen, "humanae vitae, ordinatio-sacerdotalis , redemptionis-sacramentum, actus formalis, summorum pontificum"
Daher sollten wir alle Gott dem Herrn darum bitten und darum beten, das Er uns so schnell wie möglich einen wahren katholischen Papst schenkt.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
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DrMartinBachmaier
@Winfried: Soviel mir bekannt ist, bekommt man von Benedikt keine Antwort. Professor Neuhausen (Klassische Philologie), der sich damit brüsten kann, seine Doktorarbeit auf Latein geschrieben zu haben, hat das versucht, doch die Antwort kam nicht vom Papst. So glaube ich auch nicht, dass man über seinen Privatsekretär, den viele für Benedikts Nähkästschen, in das er alles hineinplauern, halten, …More
@Winfried: Soviel mir bekannt ist, bekommt man von Benedikt keine Antwort. Professor Neuhausen (Klassische Philologie), der sich damit brüsten kann, seine Doktorarbeit auf Latein geschrieben zu haben, hat das versucht, doch die Antwort kam nicht vom Papst. So glaube ich auch nicht, dass man über seinen Privatsekretär, den viele für Benedikts Nähkästschen, in das er alles hineinplauern, halten, eine kundige Antwort erhält.

Ich persönlich versteh es sowieso nicht, dass sich manche von dem, was andere über Benedikt sagen oder schreiben, beeindrucken lassen. Ich halte mich an die YouTube-Videos. Die sind authentisch. Aber da scheint seit seinem "Rücktritt" nichts mehr da zu sein. Dafür umsomehr von angeblichen Mittelsmännern. Das spricht Bände.
Winfried
@DrMartinBachmaier

Man könnte sich z.B. beim Verlag, dem Autor selber oder auch im Vatikan erkundigen, ob und inwieweit das Buch von Seewald authentisch ist. Ohne jetzt darauf hinweisen zu wollen, dass EB Gänswein m.W. ebenfalls der Privatsekretär von Papst Franziskus ist, könnte man z.B. auch ihn anschreiben. Ich habe dies schon einmal in einer anderen Angelegenheit getan und auch eine …More
@DrMartinBachmaier

Man könnte sich z.B. beim Verlag, dem Autor selber oder auch im Vatikan erkundigen, ob und inwieweit das Buch von Seewald authentisch ist. Ohne jetzt darauf hinweisen zu wollen, dass EB Gänswein m.W. ebenfalls der Privatsekretär von Papst Franziskus ist, könnte man z.B. auch ihn anschreiben. Ich habe dies schon einmal in einer anderen Angelegenheit getan und auch eine Antwort bekommen.

DrMartinBachmaier
Zur Titel-Frage: "Wurden Handlungen Papst Benedikts von guten Katholiken zu große Bedeutung beigemessen?"
Nein, überhaupt nicht. Er hat die Alte Messe wieder eingeführt und durch den Wechsel des Zeremonienmeisters dem Modernisten-Schwachsinn eine deutliche Absage erteilt, und dieses Resultat bleibt, rührt sich nicht mehr, was er ja dadurch zeigt, dass er keine Anweisungen mehr gibt, sondern den …More
Zur Titel-Frage: "Wurden Handlungen Papst Benedikts von guten Katholiken zu große Bedeutung beigemessen?"
Nein, überhaupt nicht. Er hat die Alte Messe wieder eingeführt und durch den Wechsel des Zeremonienmeisters dem Modernisten-Schwachsinn eine deutliche Absage erteilt, und dieses Resultat bleibt, rührt sich nicht mehr, was er ja dadurch zeigt, dass er keine Anweisungen mehr gibt, sondern den Shwoman herum-gschaftl-hubern lässt.

So spricht ein wahrer Chef: Ich habe meine Anweisungen gegeben. Ob ihr euch daran haltet oder dem Gschaftl-Huber folgt, bleibt euch überlassen.
Es wäre absolut würdelos, sich als Kirchenoberhaupt mit diesen Modernisten selbst noch abzukasperln.

Die meisten Leute merken es nicht: Das Rücktritts-Fake und der anschließende Rückzug war in der Tat die würdevollste Tat Benedikts. So behält er seine Würde und wird nicht inmitten der Modernisten-Kasperl selbst zum Kasperl.
DrMartinBachmaier
Ich halt's nicht aus: "er ist liturgisch progressiver als ich, das macht aber gar nichts". "liturgisch progressiv", so denkt vielleicht Peter Seewald, aber eine soche Ausdrucksweise von Benedikt zu hören, kommt mir vor wie wenn ich von der angeblichen Seherin Myrtha, oder wie sie heißt, Gottesmutter-Worte höre wie, es gäbe Milliardäre, das Geld sei ungerecht verteilt, oder ähnlich allzu …More
Ich halt's nicht aus: "er ist liturgisch progressiver als ich, das macht aber gar nichts". "liturgisch progressiv", so denkt vielleicht Peter Seewald, aber eine soche Ausdrucksweise von Benedikt zu hören, kommt mir vor wie wenn ich von der angeblichen Seherin Myrtha, oder wie sie heißt, Gottesmutter-Worte höre wie, es gäbe Milliardäre, das Geld sei ungerecht verteilt, oder ähnlich allzu Menchliches, als dass es von der Gottesmutter stammen könte. Ebenso sind "liturgisch progressiv" Ausdrücke, die wir, das Fußvolk, verwenden, nicht aber Seine Heiligkeit.
Eremitin
sehr interessant,danke Herr Dr. Bachmaier
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DrMartinBachmaier
@alfredus: Es ist auch nicht richtig, dass Benedikt zurückgetreten ist. Das liegt uns ja auf dem Tonband vor. Da gibt es sieben Fehler an rücktrittsentscheidenden Stellen. Ich werde sie später ausführen. Hier nur die Aufzählung:
www.deutschland.world/…/die-siebenfache…
DrMartinBachmaier
Woher wissen Sie, @alfredus, von einer Erlaubnis Benedikts?
alfredus
Es ist richtig, Seewald muss man mit Vorsicht genießen, denn er schneidet gern auf und hält sich für sehr wichtig. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass die Aussagen Benedikt XVI. sehr wohl authentisch sind, sonst hätte er dazu keine Erlaubnis erteilt. Sicher hat das Glaubensvolk, außer den Bischöfen, in Benedikt XVI. den großen Papst gesehen. Das war und ist auch gut, denn er hat eindeutig …More
Es ist richtig, Seewald muss man mit Vorsicht genießen, denn er schneidet gern auf und hält sich für sehr wichtig. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass die Aussagen Benedikt XVI. sehr wohl authentisch sind, sonst hätte er dazu keine Erlaubnis erteilt. Sicher hat das Glaubensvolk, außer den Bischöfen, in Benedikt XVI. den großen Papst gesehen. Das war und ist auch gut, denn er hat eindeutig die Lehren der Kirche verteidigt und vorgelebt. Dass er nun sein Amt das auf lebenslang angelegt ist, aufgegeben und zurück getreten ist, hat viele enttäuscht, denn auch hier hätte er Vorbild sein können. Was bleibt ist ein ungutes Gefühl, eine Art Resignation. Das Christenvolk hätte sich gewünscht, dass er mutig den progressiven Kardinälen und Bischöfen die Stirn gezeigt und so dem Amt des Stellvertreters Christi auf Erden Geltung verschafft hätte. So bleibt eine Unsicherheit für die Gläubigen, zumal Benedikt XVI. Franziskus in hohen Tönen lobt !?
DrMartinBachmaier
@Eugenia-pia: Das ist ganz deutlich mein Eindruck: Benedikt ging klar zur Tradition zurück. Das zeigt am besten der gtv-Artikel über das Dogma, dass es außerhalb der Kirche kein Heil gibt, wo er ja betont hat, dass die Missionare genau deswegen so eifrig waren.
DrMartinBachmaier
Es ist doch viel wichtiger, mal zu hinterfragen, ob oder wieviel von dem, was Benedikt zugeschrieben wird, auch Benedikt gesagt hat.
Möchte zur kritischen Betrachtung des neuen Seewald-Buches und anderer tonloser Papstinterview auf meinen Artikel verweisen:
Das Blendwerk der Freundlichkeit und die Problematik tonloser Papst-Interviews
Eugenia-pia
Könnte es sei, dann Papst Benedikt von seinem etwas liberalen Touch zu Ende seiner Amtszeit doch zurück zur Tradition wollte? Ich weiss es nicht, ich stelle nur die Frage an die, die mehr wissen als ich.
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Boni
Mir scheint, da passt kein Blatt Papier zwischen Benedikt und Franz.
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Carlus
Mit welchem Autor wurde gesprochen? Richtig dies war Seewald, das sagt alles!
Die Aufgaben die Seewald übernommen hat dienen einzig und allein dazu den Boden auf dem Besetzter Raum und Rotarius Franziskus stehen zu begradigen, damit im Umfeld der katholischen Christen das eintritt, was bei der Piusbruderschaft auch eintreten muß, die große Spaltung.
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