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Tradition und Glauben 3

Auxilium christianorum, Lateranbasilika und heilige Räume

Hier ein alter Beitrag zum morgigen Fest.
Kirche als der Ort der Anwesenheit Gottes
Durch die göttliche Vorsehung herbeigeführte, obzwar nicht geplante Weise, erscheint der zweite Teil unserer Auxilium christianorum-Ecke genau am 9. November, an dem die Kirche die Weihe der Lateranbasilika (unteres Bild) traditionundglauben.com/…/betrachtungen-z…. Was hat es denn mit der Lateranbasilika auf sich?
Es war die erste Kirche der Christenheit, welche nach der Konstantinischen Wende geweiht wurde.

Lesen wir die Lesungen der zweiten Nokturn des Tridentinischen Breviers, der Gott sei Dank, schon auf Deutsch vorliegt:

Lesung 4
Die Gebräuche, die bei der Weihe von Kirchen und Altären die römische Kirche beobachtet, hat zuerst Papst Silvester angeordnet. Denn wenn es auch von den Aposteln an gottgeweihte Stätten gab, die von den einen Gebetshäuser, von den anderen Kirchen genannt wurden, wo die gemeinsamen Gottesdienste an den ersten Tagen nach dem Sabbat stattfanden, und das christliche Volk zu beten, das Wort Gottes anzuhören und die Eucharistie zu empfangen pflegte, so wurden sie doch nicht mit so feierlichen Gebräuchen eingeweiht und es war in ihnen noch kein mit bestimmter Benennung bezeichneter Altar errichtet, der mit Chrisam gesalbt unsern Herrn Jesus Christus, der Altar, Opferlamm und Priester ist, sinnbildlich darstellte.

Lesung 5
Als aber Kaiser Konstantin durch das Sakrament der Taufe Genesung und Heil erlangt hatte, da erst wurde durch ein von ihm erlassenes Gesetz auf der ganzen Welt gestattet, dass die Christen Kirchen bauen durften, die er nicht bloß durch den Erlass, sondern auch durch eigenes Beispiel zu der heiligen Bauarbeit ermunterte. Denn in seinem Palast auf dem Lateran weihte er eine Kirche dem Heiland und im Anschluss an diese baute er eine Basilika zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers, an der Stelle, wo er selbst vom heiligen Silvester getauft und von dem Aussatz des Heidentums gereinigt wurde, und diese weihte der genannte Papst am 9. November ein; und das Andenken an diese Einweihung wird am heutigen Tage gefeiert, wo zuerst in Rom in öffentlicher Weise eine Kirche eingeweiht und ein an der Wand gemaltes Bild des Heilands dem Volke sichtbar geworden ist.

Lesung 6
Wenn nun auch der heilige Silvester später bei der Einweihung des Altars zu Ehren des Apostelfürsten verordnete, dass in Zukunft nur steinerne Altäre errichtet werden sollten, war doch der Altar in der Lateranbasilika aus Holz hergestellt; und das ist nicht zu verwundern. Denn da vom heiligen Petrus an bis auf Silvester die Päpste wegen der Verfolgungen sich an einem bestimmten Orte nicht festsetzen konnten, feierten sie, wohin sie gerade das Bedürfnis hinlenkte, entweder in den Grabkammern oder an den allgemeinen Beerdigungsstätten oder in den Häusern der Gläubigen über jenem hölzernen, nach Art eines Kasten ausgehöhlten Altar das heilige Opfer. Als der heilige Silvester diesen Altar, nachdem der Kirche der Friede wiedergegeben war, zu Ehren des Apostelfürsten, der auf ihm das heilige Opfer dargebracht haben soll und der übrigen Päpste, die bis zur damaligen Zeit ihn bei den heiligen Feiern benutzt hatten, in der ursprünglichen Laterankirche hatte aufstellen lassen, verordnete er, dass auf ihm außer dem römischen Bischof niemand das Messopfer feiern solle. Nachdem diese Kirche durch Brände, Plünderungen und überdies durch Erdbeben auseinandergefallen und zerstört, von den Päpsten in eifriger Sorge wiederhergestellt und später mit neuem Aufwand aufgerichtet worden war, weihte sie Papst Benedikt XIII. aus dem Predigerorden am 28. April des Jahres 1726 ein und setzte fest, dass das Andenken an diese Feier am heutigen Tage zu begehen sei. Was aber schon Pius IX. auszuführen beschlossen hatte, besorgte Leo XIII., indem er den großen Rundbau, der infolge des Alters baufällig war, mit außergewöhnlichem Aufwand erweitern und geräumiger machen, und die alte, in vielen Teilen schon erneuerte Mosaikarbeit nach dem alten Muster wieder herstellen und in die neue in herrlicher, kunstvoller Weise ausgeschmückte Apsis übertragen, das Seitenschiff nach Ausbesserung der Decke und des Balkenverbandes verschönern ließ im Jahre 1884 und eine Kapelle, ein Haus für die Kanoniker und eine zusammenhängende Säulenhalle zum konstantinischen Taufbecken anbaute.

Ja, liebe Leserinnen und Leser, bei der Weihe der Lateranbasilika ist wirklich ein Christusbild auf der Wand wunderbar erschienen, weil Christus dadurch deutlich machen wollte, dass er wirklich in dieser Kirche zugegen sein wird. Die wunderbaren Lesungen der ersten Nokturn des heutigen Festes, welche vom himmlischen Jerusalem berichten, zeigen seine verschiedenen Bauteile, zu denen auch Edelsteine gehören.

Woraus wird eine Kirche spirituell gebaut?

Aus Heiligen, welche die Einwohnung Gottes auf Erden darstellen und welche mit verschiedenen Tugenden, wie mit Edelsteinen, leuchten.

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