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Heinrich, mir graut vor Dir!“ - Zum Tod der ermordeten Sophia L.

04. August 2018 Ermordete Sophia L.
Lengsfeld zu Bedford-Strohm: „Heinrich, mir graut vor Dir!“
Eine Karte zum Gedenken an die getötete Studentin Sophia L. liegt vor Beginn des Trauergottesdienstes in der Evangelisch-Lutherischen Paulanerkirche. Foto: picture-alliance/Daniel Karmann/dpa

Berlin/Amberg (idea)

Scharfe Kritik an der Traueransprache des EKD-Ratsvorsitzenden, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), für die ermordete Sophia L. hat die frühere Bürgerrechtlerin und CDU-Politikerin Vera Lengsfeld (Berlin) geübt. Das Opfer – eine 28-jährige Studentin – hatte im Juni von Leipzig nach Bayern trampen wollen und soll von einem marokkanischen Lastwagenfahrer in Oberfranken getötet worden sein. Später wurde die verbrannte Leiche in Spanien gefunden. Der 41-jährige mutmaßliche Täter sitzt in Auslieferungshaft. Bedford-Strohm kannte Sophia L. als Studentin aus seiner Zeit als Professor in Bamberg. Im Trauergottesdienst am 1. August in Amberg würdigte er das Engagement der jungen Frau für Flüchtlinge und verurteilte zugleich Hasskommentare, die zu dem Fall in sozialen Medien geäußert wurden. Sophia habe Menschen nicht als potentielle Gefahr gesehen, sondern zuallererst als gute Geschöpfe Gottes, die zur Mitmenschlichkeit fähig seien und selbst Mitmenschlichkeit verdienten. Bedford-Strohm weiter: „Vielleicht wäre sie noch am Leben, wenn sie aus dem Misstrauen heraus gelebt hätte. Aber wäre das das bessere Leben gewesen? Hätte es ihr Leben sein können?“

Der EKD-Ratsvorsitzende predigt „politisch-korrektes Kauderwelsch“

Lengsfeld schreibt dazu in ihrem Blog unter der Überschrift „Heinrich, mir graut vor Dir!“: „Wie bitte, es war besser für Sophia im Vertrauen auf die ‚guten Geschöpfe Gottes‘ eines grässlichen Todes zu sterben, als sich neben Mitmenschlichkeit auch einen gesunden Realitätssinn zu bewahren? Nein, es wäre besser für Sophia, ihre Familie, ihre Freunde und die Flüchtlinge, die sie noch hätte betreuen können, gewesen, wenn Sophia am Leben geblieben wäre.“ Was Bedford-Strohm predige, sei „politisch-korrektes Kauderwelsch, das mit dem Christentum nicht mehr viel zu tun hat. Denn christlich ist nicht eine idealistisch-schwärmerische Weltsicht des Gutmeinen und Gutdenken über die anderen.“ Es sei auch nicht christlich, dem anderen unbedingt zu vertrauen und Gutes von ihm zu erwarten. Christi Gebot der Feindesliebe (Matthäus 5,44) bedeute nicht, dass man sich dem eigenen Verderben arglos aussetzen solle.

Mit der Fehlbarkeit und Schlechtigkeit des Menschen rechnen

Nüchternheit und Realitätssinn vertrügen sich durchaus mit christlichem Ethos. Dazu gehöre auch, um die Fehlbarkeit, ja unter Umständen um die Schlechtigkeit des Menschen zu wissen. Wenn der Apostel Paulus dazu auffordere, sich nicht vom Bösen überwinden zu lassen, sondern es mit Gutem zu überwinden (Römer 12,21), dann setze er voraus, dass es Böses gebe: „Und dann kann und muss man es als solches benennen! Schon aus christlicher Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen!“ Bedford-Strohm sei kein geistiger Führer, sondern ein verbohrter Ideologe: „Man sollte ihm weder folgen, noch auf ihn hören.“ Lengsfeld bezeichnet ihn ferner als personifizierten Grund, die evangelische Kirche zu verlassen.

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Sonia Chrisye
@Don Reto Nay
@Gestas
@elisabethvonthüringen
@Svizzero
@RupertvonSalzburg

Hier eine wichtige Rede von Viktor Orban
visegradpost.com/…/sich-von-der-68…

Viktor Orban ist ein Fels in der Brandung,
während Herr B. - Strohm bildlich gesprochen geistig schwer erkrankt darniederliegt, selbst wenn er aufrecht steht.
Gestas gefällt das. 
Gestas
Bedford-Strohm erzählt Mist. Es ist nicht die Frage, ob das ein besseres Leben wäre. Sie wäre aber am Leben und das ist wichtiger.
diana 1 gefällt das. 
Sonia Chrisye gefällt das. 
Viele junge, teils minderjährige Nigerianerinnen arbeiten als Billig-Prostituierte ihre Schlepperschulden ab; die nigerianischen Banden kontrollieren den Kokain-Handel und haben sich neben den eingeborenen Syndikaten als «fünfte Mafia» etabliert. Die nigerianische Mafia, auch «Schwarze Axt» genannt, gegründet von Ex-Militärs, sei die «mitleidloseste Mafia weltweit», urteilt der Kriminologe … Mehr
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Sonia Chrisye
Beim Trauergottesdienst für eine mutmaßlich von einem marokkanischen LKW-Fahrer getötete Tramperin, die sich auch für Flüchtlinge engagiert hatte, sagte Heinrich Bedford-Strohm (Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland) dies:

Vielleicht wäre sie noch am Leben, wenn sie aus dem Mißtrauen heraus gelebt hätte. Aber wäre das das bessere Leben gewesen?"

Mir wird bei diesem … Mehr
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