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Zum 25. Todestag von Max Thürkauf

Am 26. Dezember 1993, vor nun 25 Jahren verstarb Max Thürkauf, der leidenschaftliche Naturwissenissenschaftler und ebenso tiefblickende Kritiker eines blinden Wissenschaftsglaubens.

Ein Nachruf von Franz Kronbeck

In einer Zeit, als der dialektische Materialismus dabei war, die ganze Welt zu erobern, als man sich von der Technik und dem wissenschaftlichen Fortschritt eine Erlösung von allen Nöten des Daseins versprach, haben nur wenige den Mut und die Geistesgröße aufgebracht, zu fragen, was hinter dem „wie?“ steckt, und wer hinter dem „was?“ steckt.

Es war der Lebenstraum Max Thürkaufs ein Chemiker zu werden; schon als Halbwüchsiger hat er sich ein chemisches Labor eingerichtet und das Abitur nachgeholt um Chemie studieren zu können. Und schon bald hat er eine steile Karriere gemacht, die ihn zum Professor für physikalische Chemie machte und zum begehrten Atomwissenschaftler. Er heimste schon die ersten Preise ein, als er begann, all das in Frage zu stellen, geblendet vom grellen Licht einer Atombombe, deren Entwicklung er durch die Herstellung der Schwerwasser-Anlage begünstigt hat.
Daß jemand den Fortschritt, gar die Wissenschaft als solche in Frage stellte, wurde nicht gerne gesehen, schon gar nicht von der Universität von Basel, die ihm daraufhin die Besoldung entzog. Aber er hörte nicht auf zu fragen und zu lehren, nun für Gottes Lohn, und verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Fluglehrer. Um seiner Liebe zur Wahrheit (hinter der sich bald Christus zeigen sollte) zu folgen, hat Max Thürkauf seine Karriere als Wissenschaftler dahin gegeben, in einer Zeit, als sich selbst Theologen vom wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt eine Auskunft über die ersten und die letzten Dinge erwartet haben und anfingen, den Glauben an Gott gegen den Glauben an die Wissenschaft einzutauschen. Seine Suche brachte ihn schließlich zum Glauben an Gott; folgerichtig trat er bald zusammen mit seiner Ehefrau Inge wieder in die katholische Kirche ein.

Der dialektische Materialismus, wie er im Ostblock gelehrt, aber auch der kapitalistische Materialismus, wie er im Westen gelebt wurde, wurden nun zum Gegenstand seiner leidenschaftlichen Polemik. In zahlreichen Publikationen hat er diesen mit größter wissenschaftlicher Stringenz (!) als atheistischen Gegenentwurf zum Glauben an den Schöpfergott bloßgelegt. Und folgerichtig hat er auch die Evolutionstheorie mit den Mitteln der Wissenschaft als Ideologie entlarvt: kann doch eine so komplexe, sinnvolle, herrliche Natur unmöglich nur auf dem Zufall beruhen.

Wenn wir in den Werken Max Thürkaufs lesen, beginnen wir zu ahnen, was eine nicht-materialistische Wissenschaft sein könnte, eine Wissenschaft, die kein Macht-Wissen ist, sondern ein Magd-Wissen, das ganz nach dem Vorbild der „Magd des Herrn“ zuerst nach dem Willen Gottes fragt; eine Naturwissenschaft, die mit der Natur arbeitet, und nicht gegen sie, eine Technik, die auf Weisheit und Liebe beruht und die den Dingen nicht Gewalt antut. Dazu, so Max Thürkauf, wäre freilich der größte denkbare Mut nötig, der „Mut zur Demut“.

Zu Lebzeiten hat Max Thürkauf das „Fanal von Tschernobal“ (so der Titel eines seiner Bücher) beklagen müssen, verstehend, welche meta-physischen Gewalten darin zum Ausdruck kommen. Was hätte er über Fukushima gesagt, und was würde er über die Gentechnik, über die Uran-Waffen und über das Geo-Engineering, die Wetterwaffen und die militärischen Möglichkeiten der Quantenphysik sagen, was über die heutige mit wissenschaftlichen Methoden arbeitende Gehirnwäsche und die Gender-Politik?

Wie sehr fehlt uns ein Mann vom Format eines Max Thürkauf heute! Von den „Grünen“ und „Greenpeace“ jedenfalls hört man zu all diesen Dingen kein einziges glaubhaftes Wort mehr. Und das, obwohl diese Dinge gerade erst anfangen, ihre dämonische Fratze zu zeigen.

Wir wollen diesen Nachruf nicht ohne den Hinweis abschließen, daß Sie sein Werk auf unserer Internetseite www.athanasiusbote.de finden, aber auch nicht ohne das folgende Zitat, das uns die Glaubenstiefe zeigt, in welcher Max Thükaufs Wissenschaft gründete: „Das Leiden in der Welt ist durch Christus nicht kleiner geworden, aber es ist durch ihn sinnvoll geworden. Darin besteht die Erlösung. Durch das Kreuz ist der Leidensweg ein Heilsweg geworden. Der Kreuz-Weg ist der Weg in die ewige Heimat: Wir gehen christuswärts zum Vater.“ (Max Thürkauf: Christuswärts, S. 148).
(Erstveröffentlichung des Artikels in: St. Athanaiusbote 39, im Internet unter www.athanasiusbote.de).
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Majotho
@Fischl CDs von Prof. Thürkauf kann man zum Beispiel im Josanto media Verlag erwerben … (Jedenfalls habe ich schon einmal eine CD erworben, wobei eben dieser Verlag mit den Urheberrechten angegeben ist. Auf der Webseite findet man dann eine Anzahl von CDs von ihm …)

P.S. Ich habe ihn auch immer (und immer wieder mal) sehr gerne und mit Gewinn gehört ...
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Fischl
Vor Jahren gab es von seinen Vorträgen eine Reihe von Tonkassetten, die mich auf vielen Autofahrten begleitet haben. Jetzt habe ich ein neues Auto, in dem mich ein CD-Player fragend ansieht: gibt es die Vorträge auch auf CD?
RupertvonSalzburg
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Athanasiusbote
Auch hier gibt's eine Liste der Vorträge mit Bestell-Adresse, und zwar unter der Rubrik "Vorträge": www.athanasiusbote.de
Santiago74
@Fischl

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Max Thürkauf - Evolution, Naturwissenschaft und Glaube