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Dritter Weltkrieg so wie von Albert Pike geplant?

Viele Gerüchte ranken sich um den Hochgrad-Freimaurer des 19. Jahrhunderts, Albert Pike. Das Original eines Briefes, der von ihm 1871 verfasst wurde, und in dem drei geplante Weltkriege Erwähnung finden, soll sich im Britischen Museum in London befinden.

Auf unzähligen Webseiten finden sich Behauptungen, dass Albert Pike am 15. August 1871 an den italienischen Politiker, Aktivisten und ebenfalls Freimaurer, Giuseppe Mazzini, einen Brief geschrieben hätte, in dem auf drei geplante Weltkriege verwiesen wird. Das Original befände sich im Britischen Museum und sei dort auch katalogisiert.

Der Brief findet in dem, 1920 veröffentlichten, Buch, „Das Mysterium der Freimaurerei“ (El Misterio de la Masonería) von Kardinal José María Caro Rodríguez aus Chile, mit Hinweis auf die persönliche Einsichtnahme im Britischen Museum, Erwähnung.

Also, schon im Jahr 1871 soll Albert Pike, allerdings ohne jegliche Zeitangabe, von der Vorbereitung dreier großer Kriege gewusst haben, die er sogar als „Weltkriege“ bezeichnete.

Kurze Zusammenfassung:

1. Der erste Weltkrieg soll dazu dienen, das zaristische Russland zu Fall zu bringen.

2. Der zweite Weltkrieg wird auf nationalistischen Bestrebungen basieren, soll der Gründung des Staates Israel dienen und den Kommunismus stärken.

3. Der dritte Weltkrieg wird durch Kontroversen zwischen muslimischen / arabischen Führern und dem politischen Zionismus seinen Anfang finden. Der Rest der Welt soll jedoch, bis zur restlosen Erschöpfung auf allen Ebenen, in diesen Konflikt hineingezogen werden.

In demselben Brief vom 15. August 1871 soll das nachfolgende Zitat entstammen, dass die Situation nach dem dritten Krieg beschreibt:

„Wir werden die Nihilisten und die Atheisten entfesseln und einen gewaltigen sozialen Umsturz verursachen, der in all seinem Schrecken den Völkern die Auswirkungen des absoluten Atheismus verdeutlichen wird, den Ursprung der Barbarei und der blutigsten Aufstände. Dann werden die Bürger überall, gegen eine Minderheit von Revolutionären zur Verteidigung gezwungen, diese Zerstörer der Zivilisation vernichten. Und die Massen, vom Christentum enttäuscht, richtungslos, nach einem neuen Ideal langend, doch ohne zu wissen, wohin sie ihr Verlangen nach einem Glauben richten sollen, werden durch die Herabkunft der reinen Lehre Luzifers endlich das wahre Licht empfangen…“


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Sophronius von Jerusalem mentioned this post in 122 - Sorge um Israel und den Nahen Osten.
Roland Wolf
@Sophronius von Jerusalem Dann hätten wir nur noch zu klären warum der Text bereits in einem deutlich früher erschienene Buch zu finden ist ohne dies erwähnt worden wäre.
@Roland Wolf
Mag sein, dass das B. Museum den Brief jetzt nicht mehr kennen möchte. Ich glaube dem Kardinal, dass er den Brief damals persönlich gesehen hat.
Roland Wolf
@Sophronius von Jerusalem

Das Britische Museum kennt diesen Brief nicht, auch wenn der Autor des Buches so etwas behauptet.

www.whatdotheyknow.com/…/1301%20response…

Ein Original dieses Briefs ist einfach nicht aufzufinden, aber das 1920 erschienene Buch gibt in weiten Passagen den Text wieder der bereits zuvor erschienen ist, und zwar:
The Devil in the 19th-century, by Dr. Bataille, … More
@Roland Wolf
Lesen Sie doch, was da steht.

Der Brief findet in dem, 1920 veröffentlichten, Buch, „Das Mysterium der Freimaurerei“ (El Misterio de la Masonería) von Kardinal José María Caro Rodríguez aus Chile, mit Hinweis auf die persönliche Einsichtnahme im Britischen Museum, Erwähnung.
Roland Wolf
@Sophronius von Jerusalem Ja, und dieses Buch hat, wie nicht ganz unüblich, von einer älteren Quelle abgeschrieben, in diesem Falle Das Britische Museum weis nichts von dem Brief.
@Roland Wolf

Der Brief findet in dem, 1920 veröffentlichten, Buch, „Das Mysterium der Freimaurerei“ (El Misterio de la Masonería) von Kardinal José María Caro Rodríguez aus Chile, mit Hinweis auf die persönliche Einsichtnahme im Britischen Museum, Erwähnung.

Seite 59


www.ministridei.es/…/b3b55ab5d70b41e… More
Roland Wolf
Ach der Albert-Pike Brief. Das ist aber nun wirklich eine sehr alte und sehr gut wiederlegte Fälschung. Den Brief selber hat nie jemand gesehen, der kolportierte Text ist in einer Reihe von Abschriften aus dem 1920 erschienen The Devil in the 19th-century, by Dr. Bataille, Volume 2, Chapter XXXV, pages 594-606.

Wer sich die ganze, recht unerfreuliche Geschichte dieser Fälschung durchlesen will, … More