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Der Hl. Philipp redet vom angemessenen Ort für das innere Gebet

Dem inneren Gebet kann kein bestimmter Ort zugewiesen werden. Nach dem Ausspruch des Apostels sollen wir an allen Orten beten. So verrichtete auch der heilige Philipp das Gebet in der Kirche, im Oratorium, auf seinem Zimmer, auf einem Berg, im Garten etc. Was aber das Gebet in einer klösterlichen Gemeinschaft betrifft, so sollte dieses im Oratorium verrichtet werden. Was das Privatgebet betrifft, so sollten wir, wenn es in der Kirche verrichtet wird, dem Beispiel des heiligen Philipp folgen, der besonders die ruhigen, verlassenen Kirchen gerne besuchte. Das Gebet im Haus sollte an einem stillen, abgelegenen Ort, fern der Familie, verrichtet werden, damit wir dabei nicht allzu leicht gestört werden. Der Heilige lehrt uns dies durch sein eigenes Beispiel. Zum Gebet im Haus wählte er eines der höchsten und abgelegensten Zimmer, von wo aus er einen freien Blick zum Himmel hatte und die Landschaft überschauen konnte, obwohl er, gerade in den späteren Jahren seines Lebens, oft auch so manche Stunde im inneren Gebet auf dem flachen Dach der Kirche zubrachte. Dabei soll der Heilige besonders von P. Angelo Velli nachgeahmt worden sein, der den Großteil des Tages und der Nacht in heiliger Betrachtung an stillen und abgelegenen Orten verbrachte, wo er in der Einsamkeit seinen Geist durch den Blick zum Himmel erfrischte und seine Betrachtung ungestört zu Gott erhob.
Tina 13
„Das Gebet im Haus sollte an einem stillen, abgelegenen Ort, fern der Familie, verrichtet werden, damit wir dabei nicht allzu leicht gestört werden.“