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Will Franziskus eine Ethik der Reichen? Von Don Reto Nay

Die Webseite katholisch.de der deutschen Bischöfe erklärte am 20. September, dass Papst Franziskus das römische “Institut für Ehe und Familie” auflöste, um es in einen “Thinktank für Amoris Laetitia” zu verwandeln. Amoris Laetitia fordert im Widerspruch zum Evangelium die Ehebrecher-Kommunion.

Der Artikel stammt von Thomas Jansen, dem Chef vom Dienst bei katholisch.de. Er legt dar, dass Franziskus das Familien-Institut bestraft habe, weil dessen Professoren bei den Familiensynoden die Argumente von Franziskus kritisiert hatten.

Für Jansen ist klar, dass die Ausrichtung des Instituts „zu konservativ“ war. Damit meint er „zu katholisch“. Er geht davon aus, dass Franziskus die katholische Moral durch die Situationsethik ersetzen will. Diese behauptet, den „konkreten Kontext einer Handlung“ zu berücksichtigen anstatt einem allgemeinen Gesetz zu folgen, das gemäß der Wahrheit der Sache urteilt.

„Situationsethik“ mag schön klingen. Aber in Wirklichkeit läuft es auf eine Ethiktheorie der Mächtigen und Reichen hinaus. Nur die Reichen haben das Geld, um einen „Kontext“ heraufzubeschwören, der bestimmt, „was ethisch ist und was nicht“. Mit ihren Journalisten zwingen sie ihren „Kontext“ jeder moralischen Thematik auf.

Darum wäre es ehrlicher, anstatt von Situationsethik von einer Ethik der Reichen zu sprechen.

Bild: © Jeffrey Bruno, Aleteia, CC BY-SA, #newsQjuzdxagwu

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de.news hat diesen Beitrag in Kardinal Marx will praktizierte Homosexualität “respektieren“ verlinkt.
CollarUri
@Klaus Elmar Müller Es ist keineswegs meine Absicht, etwas kleinzureden, im Gegenteil muss man auf eine Verfälschung der Lehre hinweisen und wenn nötig auch den Urheber nicht schonen, wenn es um die Lehre selbst geht. Nur fürchte ich, dass die Zeit des Jesuiten abläuft und dann alle so tun, als wäre nun wieder Friede, Freude, Eierkuchen; und im übrigen ist es beim Papstamt immer berechtigt, … Mehr
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Theotokion
Da haben wir schon wieder das "Licht", das nichts anderes ist als das luziferische. Übrigens:

Bestraft wird auch die Piusbruderschaft! Zu recht!

Jorge plant:

Drastische Änderung in der "außerordentlichen Form der römischen Messe" (nicht nur Lesungen und Liturgischer Kalender)!

Das neue geänderte römische Missale (Piusbruderschaft-1962-Messe) wird am Ersten Adventssonntag 2018 verbindlich.

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Klaus Elmar Müller
@CollarUri Sehr verehrter CollarUri, auch meines Erachtens kann man Texte deuten, ohne die Absicht des Autors miteinzubeziehen. So könnte man versuchen, "Amoris laetitia" im Licht der traditionellen Morallehre zu erklären. Indes bleibt das ein literarisches Spiel in der theologischen Gelehrtenstube oder erreicht nur einen ohnehin traditionell lebenden Adressatenkreis. Weil nämlich nicht wenige … Mehr
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CollarUri
Z. B. redet das Dokument über Ehe und Familie. Man könnte festhalten, dass der Jesuit sie für unsere Zeit positiv würdige.
CollarUri
@Theresia Katharina Ja, das meinte ich schon so. Man soll dem Relativismus nichts schenken. Worin besteht er denn? Aus tausend Gesichtern, von denen eines katholisch ist. Da die Hl. Kirche nicht nur Gesicht ist, sondern ein Wesen hat, wird auch der Inhalt nicht allzu ergiebig sein. Dem Dokument AL wird substantiell wenig Brauchbares zu entnehmen sein. Könnte es aber etwa nicht so gehen wie mit … Mehr
Theresia Katharina
@CollarUri Finde ich nicht, man muss Ross und Reiter nennen. Wenn man den Relativismus übernimmt, wird man davon angesteckt!
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a.t.m
@CollarUri Das Problem aber ist eben das die Masse der Herde, Opfer der seit dem Unseligen VK II betriebenen antikatholischen Indoktrination wurde, und daher diese eben nicht mehr erkennen kann was GUT ist. Den die antikatholischen innerkirchlichen Irrlehrer und Wölfe in Schafskleidern haben es erfolgreich geschafft der Herde einzureden das "GUT = BÖSE und BÖSE = GUT" ist.

Gottes und Mariens … Mehr
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CollarUri
@Theresia Katharina Ja, schlau gemacht, aber totale Ablehnung führt auch nicht weiter. Die Tradition muss alles aufnehmen, was ihr nicht schadet. Man muss selbst von zweifelhaften Päpsten Gutes behalten. Den Relativismus muss man mit Zuckerwasser ersäufen.
Theresia Katharina
@CollarUri Das Problem ist aber ein anderes: Die Tür wird zur Ehebrecherkommunion aufgestoßen, das zeigt doch die Entwicklung und ist auch beabsichtigt. Der Relativismus wird mit Zuckerwasser versüßt! Dasselbe war beim VAT II Konzil der Fall, da sind die Änderungen auch nicht so auffällig, aber es wurde ebenfalls ein Relativismus eingeleitet, dessen verheerende Auswirkungen wir heute zu … Mehr
CollarUri
@Theresia Katharina Beachten Sie nur den Wortlaut als formell verbindlich, und siehe, es geht.
Theresia Katharina
@CollarUri Da müssen Sie aber sehr viel Zuckerwasser nehmen, um AL übereinstimmend mit der überlieferten katholischen Ehelehre zu bekommen!
CollarUri
@Tesa Normalerweise ist es so, dass auch ein höflicher Brief eines Papstes kritisch gelesen werden muss. Hat das stattgefunden? Wenn eine Sünde und Ketzerei offenbar werden soll, dann müssen wir sie wohl am ehesten in Unterlassungen suchen; warum schreitet der Jesuit nicht ein, wenn offiziell das Sakrileg etwa in Argentinien durchgeführt wurde? Aber das blosse Ertragen der Sünde ist noch nicht … Mehr
Tesa
@CollarUri Wir lesen AL ohne Emotionen, wie es der Autor gemeint hat. Der Autor hat spätestens im Brief an die Bischöfe von Buenos Aires gesagt, dass er die Kommunion meint.
CollarUri
Gibt es nicht eine Möglichkeit, AL mit viel, viel Liebe und Zuckerwasser katholisch zu lesen? Man nehme z. B. die Fussnote 351 und lese sie so, dass "die Hilfe der Sakramente" nicht etwa Kommunionspendung, sondern nur Messbesuch, und nicht etwa Absolution, sondern nur Beichtvorbereitung meint, und das "ja, Punkt" eine verzerrte Übermittlung durch die Kanäle von sensationshungrigen Journalistengeh… Mehr
Theresia Katharina
@Don Reto Nay Wahrscheinlich beides: Situationsethik und Ethik der Reichen, denn diese hatten früher schon Ausnahmegenehmigungen, teilweise selbst genehmigt!
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