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Patmos 2018 1 7

Die "Legenda Aurea" über Johannes, seine Wunder und die Verbannung nach Patmos

Die „Legenda Aurea“ berichtet von der Arbeit des Johannes in Kleinasien. Er wollte im Artemis-Tempel in Ephesus nicht opfern. Der dortige Oberpriester Aristodemus wollte Johannes – weil es Unruhen gab und die Goldschmiede um ihre Einkünfte aus dem Verkauf heidnischer Diana-Amulette fürchteten – überreden, doch zu opfern. Sonst drohte er ihm, jenes Gift trinken zu müssen, an dem bereits zwei Verbrecher vor seinen Augen gestorben sind.

Johannes schlug das Kreuz über dem Kelch. Das Gift entwich in Form einer Schlange und er trank den Becher, ohne zu sterben. Danach warf er seinen Mantel auf die Verbrecher und sie erwachten zum Leben. Daraufhin bekehrte sich Aristodemus.

Gemäß der Legenda wurde Johannes im Jahr 95 – während der Verfolgung unter Kaiser Domitian - ergriffen und nach Rom deportiert. Dort wollte man ihn an der Porta Latina töten, indem man ihn in einen kochenden Ölkessel stürzte. Doch das Öl verwandelte sich in ein erfrischendes Bad. Johannes entstieg unversehrt. Daraufhin wurde er auf die Insel Patmos verbannt. Dort schrieb er das Buch der „Offenbarung“.

Nach dem Tod Domitians konnte Johannes nach Ephesus zurückkehren.

In Ephesus erweckte Johannes die ihm entgegengetragene, soeben verstorbene Drusiana zum Leben.

Den Tod schildert die Legenda folgendermaßen. Johannes predigte zum letzten Mal: „Kindlein, liebet euch untereinander“. Danach stieg er vor aller Augen aller in ein Grab neben dem Altar und starb in großer Lichterscheinung.

Gloria.tv reist im Spätsommer auf die Insel Patmos Patmos 2018: "Die Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium"

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