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Ab jetzt gilt für Mariawald der „vatikanischen Ritus“ – waaas?

Herr Markus Gehling hat sich in Sachen Mariawald und einiger anderer offenen Fragen an das Bistum Aachen gewandt. Er hat eine Antwort aus der „Hauptabteilung Seelsorge/Pastoral“ des Generalvikariates erhalten. Dieser Abteilung steht der Zivilpriester Rolf-Peter Cremer vor. Er ist u. a. auch Domkapitular. Außerdem ist er Vertreter des Bischofs in dem neuen „Verein“, der die Geschicke des Klosters Mariawald lenken soll und entsprechende Entscheidungen treffen wird. Weiterhin ist Cremer Vertreter des Bischofs in Sachen „Alter Ritus“. Als solcher ist er stets bemüht, mit Einschränkungen und mancherlei Schikanen die Zelebration im sog. Außerordentlichen Ritus zu verhindern. Dass von seiner Seite nun ein neuer Begriff eingeführt zeigt seine Inkompetenz. Bischof Dieser bleibt außen vor.

Markus Gehling schreibt (Facebook am 19.9.2018)
„Folgende Antwort habe ich zur Frage nach dem Hochaltar und den zukünftig dort geplanten Gottesdiensten erhalten. Hier nun die Antwort“:

„Mit dem vergangenen Samstag ist die Geschichte der Trappisten in Mariawald zu Ende gegangen. Dies bedeutet auch, dass damit die liturgische Ausrichtung, die explizit durch die Trappisten gewünscht wurde, keine selbstverständliche Notwendigkeit der Fortführung hat.

Insgesamt waren das Stundenbuch und Gottesdienste ausgerichtet auf die Mönchgemeinschaft und nicht in erster Linie auf eine Gottesdienstgemeinde.

Von daher haben wir uns entschieden, zunächst keine regelmäßigen Gottesdienste mehr anzubieten. Damit verknüpft ist auch eine Offenheit auf die Suche nach neuen Gruppen, ohne von vorneherein eine Festlegung zu finden auf eine bestimmte Form der Feier der heiligen Messe. Die Erfahrungen machen deutlich, dass insgesamt neue Gruppen weniger ansprechbar sind, wenn eine starke Prägung durch eine klösterliche Präsenz nicht ‚sauber beendet‘ wurde.


Wir werden das Gespräch mit dem Institut Christus König und Hoherpriester aufgreifen, die - wie Sie selbst schreiben - sich bereit erklärt haben, in Mariawald die heilige Messe im außerordentlichen Ritus weiterhin zu feiern.

Eine positive Entscheidung in diese Richtung würde jedoch einen anderen Grundsatz unseres Bischofs betreffen. Danach erteilt er den Auftrag zur Feier der heiligen Messe im außerordentlichen Ritus nur an Priester, die im Bistum Aachen inkardiniert sind oder in unserem Bistum einen Auftrag haben.

Der bis vergangenen Samstag zuständige Abt von Mariawald, Dom Bernardus, hat nach Beratung entschieden, dass der bisherige Hochaltar abgebaut wird, um dem benedizierten Altar der Klosterkirche als alleinigen Altar Geltung zu verschaffen.

Bei Anfragen in kommender Zeit, die zum Beispiel von Pilgergruppen zu erwarten sind, gehen wir im übrigen davon aus, dass der Regelfall die Feier im vatikanischen Ritus sein wird. Dieser wird durch die jetzige Altarform ermöglicht, ohne dass ein eigener Tragealtar in den Raum gebracht werden muss.“


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