Clicks148
Versatz

Zur Lage der katholischen Kirche

Hier ein paar Rechtsradikale, die ihr Mütchen kühlen, da ein paar Marxisten, die Zuflucht zur letzten Bastion der Apodiktik genommen haben. Und in allem die alte Versuchung der Macht. Daneben noch ein Rest Kirche, die einst so verheißungsvolle kleine Herde, die die Vollzüge der Restkirche, die alles andere als eine Restarmee ist, mehr psychisch - im Guten wie im Bösen - und mehr für sich selber braucht als für den Herrn. Neokonservative und Progressive teilen sich im erbitterten Kampf die Sahnestücke des Restkuchens auf. Dabei stehen beide auf der falschen Seite. Nicht jeder vermeintliche Gegensatz beschreibt schon das Ganze, die ganze Fülle des Möglichen. Auch hier wie fast überall: Irrtum über Irrtum. Fortschreitend.

Ich gehe da nicht mehr mit, es ist nur noch Zeitverschwendung. Das Katholische stirbt aus und wo es noch kämpft, verkämpft es sich. Die engagierte Ruhe eines Lefebvre ist längst dahin, die Reaktion zersplittert. Woanders werden die Reste des Katholischen gerade abgeschüttelt und man sucht das reine Christliche. Ohne Tradition, ganz neu läßt das Konzil die führende Hand der Tradition los. Jung und stürmisch stolpert die neue Kirche von Irrsinn zu Irrlehre, als hätten wir das alles nicht schon einmal gehabt. Und doch liegt da die Zukunft: Nach 2.000 Jahren bricht das Christliche endlich durch, es schüttelt die Antike ab. Hier und da wird Verschüttetes wieder aufgelesen werden, doch die Kirche wird nie mehr so sein wie zuvor. Der Christ hingegen wird gelten wie noch nie zuvor. Nach einem Zeitalter der Kirche, des Ganzen, des Öffentlichen, eröffnet das Christliche den eigenen Zugang zum ewigen Heil. Der Mensch kommt Jesus näher. Und Sein Wille geschieht.