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Aquila
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21. Mai: Seliger Franz Jägerstätter

Foto: pd / Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon

Der selige Franz Jägerstätter war Bauer, Ehemann, Vater von vier Töchtern und Mesner in St. Radegund in Oberösterreich. Er führte nach seiner Hochzeit, angeregt durch die Frömmigkeit seiner Frau, ein immer intensiveres religiöses Leben. 1940 trat er in den Dritten Orden des hl. Franziskus ein. Er erkannte - im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen - rasch das Antichristliche des Nationalsozialismus und verweigerte deshalb aus Gewissensgründen den Kriegsdienst. Am 9. August 1943 wurde er im Zuchthaus Brandenburg durch das Fallbeil hingerichtet. Er starb als Märtyrer.
Wer all das liest, was er uns schriftlich hinterlassen hat, wird innerlich ergriffen von der zutiefst christlichen Haltung dieses Mannes, von seinem Heroismus, von seiner echten Liebe zu Jesus und Maria und von seiner innigen Beziehung zu seiner Frau Franziska und seinen Töchtern.

Würde er heute leben, würde er sicher die vielen antichristlichen Bestrebungen und Aktionen unserer Zeit erkennen und als solche benennen. Und zweifellos würde er mit seiner klaren, mutigen Einstellung in seinem Umfeld ziemlich allein dastehen, und man würde ihn als übertrieben, überspannt, dogmatisch usw. abstempeln.
Was die heutige Situation der Kirche betrifft, so habe ich keinen Zweifel, dass er sich mutig gegen einige Fehlentwicklungen wenden würde, z.B.
- gegen das feige Schweigen vieler Hirten und Oberhirten, wenn es darum geht, unverkürzt die Wahrheit zu verkünden;
- gegen Seilschaften in gewissen Ordinariaten, die homosexuelle Praktiken hätscheln und schönreden;
- gegen die durch viele Theologen und Religionslehrer verstümmelte und veränderte kirchliche Lehre;
- gegen die verkehrte Mode der Steh- und Handkommunion;
- gegen die Verunstaltung vieler Kirchen (auch seine Heimat-Pfarrkirche wurde leider modern umgekrempelt) usw.!


Zitate des sel. Franz Jägerstätter

* „Ist es möglich, dass wir an die wahre Gottheit Jesu Christi im Allerheiligsten Altarsakramente glauben, wenn wir jährlich nur zwei oder höchstens dreimal zum Tisch des Herren gehen?

* „Wie glücklich würde sich so mancher Mensch fühlen, wenn ihm jemand ein ganzes Königreich schenken würde. Könnte man aber ein solches Geschenk mit einem einzigen würdigen Kommunionempfang vergleichen? Noch lange nicht, denn könnte uns jemand die ganze Welt mit all ihren Schätzen und Reichtümern schenken, so wär dies auch noch alles nichts gegen einen einzigen würdigen Kommunionempfang.” * „Nicht Kerker, nicht Fesseln und auch nicht der Tod sind imstande, einen von der Liebe Gottes zu trennen, ihm seinen Glauben und den freien Willen zu rauben.“

* „Unsere Reiseführer, die Bischöfe und Priester, hat man schon vielfach irregeführt oder mit Drohungen eingeschüchtert.”
* Maria hat immer geholfen, und sie wird weiter helfen.”

* „Gott ist so barmherzig, dass der größte Sünder nicht mehr zu verzweifeln braucht. Und doch dürfen wir Gottes Barmherzigkeit nicht missbrauchen.”

* „Nicht die bessere oder geringere Begabung ist für den Lohn entscheidend, sondern die Treue in der Ausnutzung des Empfangenen.”

* Die wahre Liebe kommt vom Himmel und führt zum Himmel.”

* „Wer ohne Ziel auf Reisen geht, der wandert sich arm und müd;
wer ohne Ziel sein Leben lebt, der hat umsonst geblüht.”

* „Ein großer Strom hat uns erfasst, in dem wir deutschen Katholiken alle schwimmen und zu kämpfen haben [...] Wird der Strom zu breit und zu reißend, so können auch den besten Schwimmern die Kräfte versagen. Deswegen muss man noch immer nicht verloren sein, denn es wartet ja am Ufer Eine auf unseren Hilferuf, die niemanden zugrunde gehen lässt, der vertrauensvoll zu ihr ruft. Es ist die Hilfe der Christen, die Allerseligste Jungfrau und GOTTESMUTTER MARIA.”

* „Wie sollten da Eltern oft ihre Kinder gut erziehen können, wenn sie selbst nicht recht wissen, was gut und was schlecht ist?”

* „Wer sich in den Jugendjahren nicht beherrschen kann, dem wird es im Ehestand nicht besser ergehen; denn auch im Ehestand ist nicht alles erlaubt.”
* „Was und wer ist schuld an dem starken Versagen der Jugend? Das ist das böse Maul der Lauen oder Scheinchristen. Ja, da gibt es verschiedene Leute, die man gewöhnlich für ganz gute Christen anschaut; sie gehen sonntags fleißig in die Kirche, weil es halt bei uns noch so Brauch ist, sind auch sonst ganz anständig, weil sie das Zuchthaus fürchten… Wenn man aber mit ihnen z.B. auf das 6. Gebot zu sprechen kommt, dann kann man hören: ‚Ja, wenn das alles so weit gefehlt wäre, wie die Geistlichen sagen oder wie´s im Katechismus steht, wer würde dann noch den Himmel kommen? Was die Natur vom Menschen fordert, kann doch gar nicht Sünde sein! Die meisten Ärzte sagen ja auch so. Es gar zu arg zu treiben, wird freilich nicht recht sein.’
… Über solche, welche es mit dem Glauben ernster nehmen, wird gespöttelt: ‚Dieser trau sich nicht, oder er bekommt keine [Braut] oder er ist vielleicht zu gar nichts fähig.’ Ist aber ein solcherweise Verspotteter selber gefallen, dann heißt es gleich: ‚Da schaut´s es an, diese Betbrüder oder Betschwestern, einen Dreck sind´s besser als die anderen, diese Luder, diese Scheinheiligen!’
Oh, diese Teufel in Menschengestalt, sie streuen oft Sachen aus, dass man meint, es ist lauter Zucker und Honig, und dann beißt eines hinein, so ist´s lauter Gift…”

* „Wir werden vor unserem HERRGOTT einmal nicht die Ausrede gebrauchen können, dass wir nicht gewusst haben, was Sünde ist, denn wir hatten das Glück, einen guten Religionsunterreicht zu besuchen.”

* „Wir müssen daher kindlich glauben. Bei dem Glauben kommt es nie auf die Gescheitheit der Menschen an, sondern auf den Willen.”

* „Wir sollten nie sagen: Wir müssen beten, sondern wir dürfen und können noch beten.”

* „Die elterliche Autorität darf nicht aus Launen missbraucht werden. Unverstandene Kinder und ungerecht behandelte werden verschüchtert und verbittert.”

* „Wollen wir die Welt verbessern, so müssen wir bei uns selber anfangen.”

* „CHRISTUS hätte gern allen Menschen Frieden gebracht, doch erhalten ihn nur die, welche guten Willens sind.”

* „Ist es nicht gruselig und schrecklich, wenn man an den Kindesmord denkt, den einstens König Herodes durchführen ließ?... Und was musste man in den letzten Jahren vom deutschen und österreichischen Volke hören? Da braucht man keinen Herodes mehr, das besorgen die eigenen Eltern... Und für solche Völker sollte der HERRGOTT noch Wunder wirken?”

* „CHRISTUS Selbst, der Unschuldigste, hat das Schwerste unter allen Menschen gelitten - und wir wollen für Ihn nichts leiden?”

* „Mit der Zunge gibt es nämlich mehr Totschläge als mit der Hand. Schnell ist die Ehre des Menschen vernichtet. Jedem tut es weh, wenn seine Fehler verbreitet werden oder über ihn geschimpft wird.”

* „Wenn für alles Mögliche das Leben aufs Spiel gesetzt wird, soll man da zur Verteidigung der Kinderseelen nichts wagen, soll man da jahrelang schweigen und wehrlos zusehen?”

* „Was sind wir Katholiken oft für Feiglinge!... Wir leben und benehmen uns oft wirklich so, als wären einmal die Menschen unsere Richter. Sehr viele Menschen würden oft weit christlicher leben, wenn nicht diese elende Menschenfurcht wäre! Was hilft uns das Lob der Welt, wenn der HERRGOTT uns dafür verachtet?”

* „Wie wenige erzählen vom Nächsten nur das Gute, wie viele nur das Schlechte!”

* „Auf ein frohes Wiedersehen im Himmel!”

* „So viel hat der König des Himmels und der Erde aus Liebe zu uns sündigen Menschen auf Erden getan. Dürften wir uns da Christen nennen, wenn wir armselige Menschen es aus Stolz nicht einmal fertigbrächten, unseren Mitmenschen zu verzeihen?”

* „Sind wir überhaupt berechtigt, im Verzeihen manchmal langsam zu sein? Ich glaube nicht.”

* „Was GOTT verziehen hat, das bleibt verziehen für die ganze Ewigkeit. Könnte man sich eine noch größere Liebe vorstellen?”

* „Könnten wir unser Leben auch auf hundert Jahre bringen, was wäre dies gegen die Ewigkeit? - nicht eine halbe Sekunde!”

* „Tragen wir nun unser Kreuz geduldig weiter, bis GOTT es uns abnehmen wird!”

* „es wäre mir nicht zu viel, wenn ich hundert Kilometer zu Fuß wandern müsste, um einem Messopfer beiwohnen zu können.”

* „Denn was gibt es Freudigeres, als dass CHRISTUS wieder auferstanden ist und als Sieger über Tod und Hölle hervorgegangen ist? Was kann es für uns Christen Trostvolleres geben, als dass wir den Tod nicht mehr zu fürchten brauchen?”

*„GOTT gibt so viel Kraft, die stärker ist als alle Macht der Welt, und die alles Leid ertragen lässt.”

* „Werktätige Nächstenliebe aus Liebe zu GOTT ist das beste Heilmittel für ängstliche Seelen und das sicherste Zeichen der GOTTESKINDSCHAFT.”

* „Warum denken wir so wenig an die Ewigkeit? Warum kommt es uns so hart an, für den Himmel Opfer zu bringen?”

* „Wir würden vor Freuden fast wahnsinnig werden, wenn uns jemand glaubhaft zusichern könnte, wir würden in einigen Tagen ohne Sterben die Freuden des Himmels für ewig erlangen!”

* „Entweder für CHRISTUS oder gegen CHRISTUS!”

* „Leider findet das Fegefeuer unter uns Christen sehr wenig Beachtung.”

* „ Ja, dieser Himmel muss etwas ganz Großes sein, Friede und Freude ohne Ende!”
„Wir werden vor unserem HERRGOTT einmal nicht die Ausrede gebrauchen können, dass wir nicht gewusst haben, was Sünde ist, denn wir hatten das Glück, einen guten Religionsunterreicht zu besuchen.” Das können die heutigen Jugendlichen leider nicht mehr sagen, denn die Konzilssekte fürhrt die arme Jugend direkt in die Hölle!
gennen
Bitten wir zum seligen Franz Jägerstâtter, damit wir so standhaft bleiben, im Glauben wie er.
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gennen
Wie wahr sind die Zitate, sehr lesenswert und wichtig für die jetzige Zeit. Ich war schon mehrere mal am Grabe des Seligen Franz und auch in seinem Haus, dort habe ich auch die Briefe gelesen, die er aus der Gefangenschaft an seine Familie geschrieben hat.
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