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Unsere Sehnsucht

Manche gibt es, die ihr wahres Leben vernachlässigen und, weil sie nach Vergänglichem streben, die ewigen Güter nicht erfassen oder diese, falls sie sie es tun, geringschätzen.

Sie fühlen dabei keinen Schmerz, noch verstehen sie, worum es eigentlich geht.
da sie die verlorenen Güter nicht in Betracht ziehen, meinen sie - die Bedauernswerten - es gehe ihnen gut. Nie heben sie ihr geistiges Auge zum Licht der Wahrheit empor, für das sie erschaffen worden sind.
Nie sehnen sie sich nach der Schau der ewigen Heimat, verharren vielmehr dort, wohin sie verbannt sind, lieben anstelle der Heimat die Verbannung, die sie erdulden, und in der ihnen auferlegten Blindheit frohlocken sie, als stünden sie im hellsten Licht.

Der Geist, der Erwählten hin gegen erkennt, wie nichtig alles Vergängliche ist; sie suchen nach dem Licht, für das sie erschaffen sind. Da ihnen ausser Gott selber nichts
genügen kann, bleiben sie unerfüllt...
Jeder, der durch den Leib noch in der Welt festgehalten wird, erhebt sich im Geist schon über die Welt und beklagt die Mühsal der zu erdulden den Verbannung, und der Stachel sein er Liebe treibt ihn unermüdlich der himmlischen Heimat entgegen.

Gregor der Grosse
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