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"Ruhe im Geist" - Komm, Schöpfer Geist - Betrachtungen zum Hymnus Veni Creator Spiritus. Mit einem Vorwort von Joseph Ratzinger.

"Ruhe im Geist"

Ausschnitt aus dem Buch von Raniero Cantalamessa: Komm, Schöpfer Geist - Betrachtungen zum Hymnus Veni Creator Spiritus. Mit einem Vorwort von Joseph Ratzinger. Verlag Herder 1999/2007. Für den Text von Joseph Ratzinger: Libreria Editrice Vaticana.

"Wenn die Schwäche die Gelegenheit sein kann, um die Erfahrung der Kraft des Geistes zu machen, dann kann die Einsamkeit die Gelegenheit und den Anreiz bieten, die Erfahrung dieses ‚freundlichen Gastes’ zu machen. Aufgrund des Glaubens ist niemand wirklich allein in dieser Welt. Sollten auch alle uns verlassen, er wird uns niemals verlassen: ‚Er verlässt uns nicht, wenn wir ihn nicht verlassen.’ Wenn wir über eine Sache mit niemand sprechen können, so können wir Schritt für Schritt lernen, mit diesem ‚diskreten’ Gast darüber zu sprechen, der auch ein ‚vollkommener Tröster’ und ‚wunderbarer Ratgeber’ ist.

Als Geheimnis der Ruhe ist der Heilige Geist auch die Antwort auf unsere Unruhe. Unser Herz ist unruhig, das heißt unbefriedigt, auf der Suche, und eben gerade der Heilige Geist ist der Ort seiner Ruhe, wo es sich beruhigt und Frieden findet.¹
Unter den gewöhnlichsten Phänomenen, die man in pfingstlerischen und charismatischen Kreisen beobachten kann, gibt es die sogenannte ‚Ruhe im Geist’, eine Erscheinung, die sehr viel Unterscheidungsvermögen erfordert, der man aber in vielen Fällen einen authentischen spirituellen Charakter nicht absprechen kann. Die vom Geist ‚berührte’ Person fällt zu Boden, aber weich, als ob jemand sie auf dem Fußboden ausstrecken würde; jede geistige Aktivität hört auf, und wenn die betroffene Person danach anderen beschreiben will, was sie in jenen Momenten erlebt hat, findet sie dafür nur ein Wort: Frieden, Frieden, soviel Frieden.

Zum Abschluß dieser unserer Reflexion über die beiden Arten der Offenbarung des Heiligen Geistes müssen wir deutlich erklären, dass es nicht notwendig und vielleicht nicht einmal möglich ist, den Heiligen Geist gleichzeitig in seinem Aspekt von Kraft und in jenem von Zartheit und Intimität zu erfahren, in seiner Dynamik und in seiner Ruhe. Er hat sich jeweils in der einen und in der anderen Form offenbart, und auch wir erfahren ihn einmal in der einen, einmal in der anderen Weise, je nach dem Bedürfnis, der Verfassung und der Gnade des Augenblicks. Mose nahm Gott auf dem Sinai im Donner und im heftigen Sturm wahr (vgl. Ex 19,18-19); Elisas spürte ihn auf demselben Berg, dem Horeb, in der sanften, leisen Brise (vgl. 1 Kön 19,12)."

Augustinus, Bekenntnisse,1,1,1; XIII, 9, 10.

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Tina 13
Das Ruhen im Heiligen Geist ist wie ein Kuß den man am Gebetstag noch mitnimmmt.

Es ist das schönste am Gebetstag.

Es ist wie ein Stück Himmel.
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Tina 13
"Die vom Geist ‚berührte’ Person fällt zu Boden, aber weich, als ob jemand sie auf dem Fußboden ausstrecken würde; jede geistige Aktivität hört auf, und wenn die betroffene Person danach anderen beschreiben will, was sie in jenen Momenten erlebt hat, findet sie dafür nur ein Wort: Frieden, Frieden, soviel Frieden."

Genau so ist es .
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