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Ueber den Empfang der Sakramente

Wie man die Sakramente empfangen muss.

Die Sakramente der Kirche sind grosse und heilige Dinge. Sie sind die Gnadenmittel der Kirche, die Christus zu unserem Heil eingesetzt hat. Durch sein Leiden hat er uns diese Heiligungsmittel verdient.

Darum muss sich der Mensch sorgfältig darauf vorbereiten, wenn er ein Sakrament empfangen will.

Was wird verlangt zum gültigen Empfang, zum erlaubten Empfang und zum würdigen Empfang?

Es kann nicht jeder beliebige Mensch sofort ein Sakrament empfangen. Ein Nichtgetaufter kann vor der Taufe kein anderes Sakrament empfangen.

Bei denen, die des Vernunftgebrauches fähig sind, ist eine Intention notwendig als Bedingung für die Gültigkeit der Sakramente.

Niemandem wird die Gnade oder ein Gnadenmittel oder Sakrament aufgenötigt. Sondern er muss freiwillig das Sakrament empfangen wollen.

Demnach kommt kein Sakrament zustande, wenn der Empfänger positiv widerstrebt, aber auch dann nicht, wenn er rein neutral sich verhält.

Z.B. ist eine Taufe gültig, wenn der Empfänger subjektiv einmal ausdrücklich die Intention hatte und nie zurückgenommen hat.

Zur blossen Gültigkeit ist der Glaube nicht notwendig und auch eine sittliche Disposition des Empfängers durch Tugendakte wird nicht gefordert.

Dies ergibt sich aus Entscheidungen vieler Konzilien und Päpste, wonach Haeretiker gültig getauft und gefirmt werden können.

Nur das Bussakrament macht hier eine Ausnahme, weil bei diesem bestimmte übernatürliche Akte des Empfängers zum Wesen des Sakramentes gehören ( übernatürliche Reue und Vorsatz).

Zum würdigen Empfang eines Sakramentes gehört eine moralische Zubereitung oder sittliche Disposition.

Die Disposition ist bei den einzelnen Sakramenten unterschiedlich.

Speziell kommt hier der Unterschied in Betracht, der zwischen den Sakramenten der Lebendigen und der Toten besteht.

Allgemein ist zum würdigen Empfang der Glaube notwendig. Fehlt die notwendige Disposition, so kann das Sakrament zwar gültig, aber unwürdig empfangen worden sein, sodass keine Gnaden empfangen werden.

Wenn dem Empfänger bekannt ist, dass er das Sakrament ohne die notwendige Disposition empfängt, begeht er eine schwere Sünde, die des Sakrilegs.

Nach der Lehre des heiligen Augustinus kann die Gnadenwirkung, die bei unwürdig empfangener Taufe verlorenging, später wieder aufleben, wenn das Hindernis beseitigt wird.

Benutzte Literatur: Matthias Scheeben, Handbuch der katholischen Dogmatik, 4. Band
Hildegard51
Betrachtung am 4. November - Von der himmlischen Freude

Nach dem hohen Vaterlande

Seufzet, hier verbannt, mein Herz.

Wann zerfallen meine Bande?

Wann, ach, weicht der Sehnsucht Schmerz?

Wann verschlingt der Sieg den Streit

In dem Reich der Seligkeit.

1. O glückseliges Vaterland in den Höhen, himmlisches Jerusalem, wie glüht mein Herz nach dir. Psalm 87,3: "Herrliches sagt man von … Mehr