Ein einfacher Christ
Ich wollte keine Diskussion über die Todesstrafe auslösen, die ich unter der Voraussetzung eines Rechtssystems, das Missbrauch und Justizirrtümer verhindert, für Schwerverbrechen wie Mord, Menschenhandel ... durchaus für richtig halte.

Was geistliche Fragen betrifft, so denke ich auch, dass man eine Irrlehre nicht verharmlosen sollte. Aber im Gegensatz zum Alten Testament gibt es in der Ordnung …More
Ich wollte keine Diskussion über die Todesstrafe auslösen, die ich unter der Voraussetzung eines Rechtssystems, das Missbrauch und Justizirrtümer verhindert, für Schwerverbrechen wie Mord, Menschenhandel ... durchaus für richtig halte.

Was geistliche Fragen betrifft, so denke ich auch, dass man eine Irrlehre nicht verharmlosen sollte. Aber im Gegensatz zum Alten Testament gibt es in der Ordnung des Neuen Testaments eine klare Trennung von staatlicher Autorität und der Gemeinde der Nachfolger Jesu. Die strengste Strafe, die Gott seiner Kirche in die Hand gegeben hat, ist die Exkommunikation.

Jesus sagte zu Petrus, der ihn mit dem Schwert verteidigt hat: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. (Matthäus 26,52)

Wer meint, geistliche Wahrheiten mit dem irdischen Schwert verteidigen zu müssen, stellt sich gegen dieses Wort Jesu.

Jeder, der darüber hinausgeht und nicht in der Lehre Christi bleibt, hat Gott nicht. Wer aber in der Lehre bleibt, hat den Vater und den Sohn. (2 Johannes 9)
Tradition und Kontinuität
@a.t.m.
Ich bin auch der Meinung, dass Mörder lebenslang hinter Gitter müssten.
a.t.m
Also ich bin auch gegen die Todesstrafe, aber nur weil diese für einige menschliche Subjekte noch zu Human ist. Ich würde Afrikanische, Asiatische oder Länder die wegen ihrer Zustände in ihren Gefängnissen berüchtigt sind, dafür bezahlen, das diese zu Lebenslänglicher Haftstrafen Verurteilte auch wirklich Lebenslänglich in Haft setzen und das bei Haftbedingungen wie sie derzeit in diesen Ländern …More
Also ich bin auch gegen die Todesstrafe, aber nur weil diese für einige menschliche Subjekte noch zu Human ist. Ich würde Afrikanische, Asiatische oder Länder die wegen ihrer Zustände in ihren Gefängnissen berüchtigt sind, dafür bezahlen, das diese zu Lebenslänglicher Haftstrafen Verurteilte auch wirklich Lebenslänglich in Haft setzen und das bei Haftbedingungen wie sie derzeit in diesen Ländern herrschen. Ich kann mich noch erinnern wie ein wegen Kindesmissbrauch und Kindesmord verurteilter, frühzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen wurde (angeblich war er laut Psychiater resozialisiert) und dies sofort ausnutze um 3 weitere Kinder auf grausamste Art und Weise zu missbrauchen und diese danach einfach abgeschlachtet hat und dies auch noch stolz den Polizisten erzählte die im Festgenommen haben, also dies wäre ein solcher Kandidat aber nicht erst nach seinen 2 Verbrechen. sondern gleich bei seinen ersten.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
augustinus 4
Wenn Sie jetzt liken, ginge es 😁
augustinus 4
An Eugenia-Sarto:
Was der hl. Papst Pius X. schreibt, behandelt nicht
nur Todesstrafe, sondern ebenfalls Tötung. Er schreibt
übrigens genau, dass die höchste Autorität es erlauben
muss. Und genau darum geht es. Ich kann nicht erkennen,
dass die Todesstrafe noch Gott gewollt ist. Wir sind weder
im AT, noch sind wir im Mittelalter und:
Es gibt sogar eine fortschreitende Erkenntnis der Kirche und
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An Eugenia-Sarto:
Was der hl. Papst Pius X. schreibt, behandelt nicht
nur Todesstrafe, sondern ebenfalls Tötung. Er schreibt
übrigens genau, dass die höchste Autorität es erlauben
muss. Und genau darum geht es. Ich kann nicht erkennen,
dass die Todesstrafe noch Gott gewollt ist. Wir sind weder
im AT, noch sind wir im Mittelalter und:
Es gibt sogar eine fortschreitende Erkenntnis der Kirche und
ich meine, dass die heutige Erkenntnis von der Offenbarung
eindeutig zeigt, dass Todesstrafe durch staatliche Gewalt nicht
mehr erlaubt sein sollte
, wie die aufgeklärten Staaten Gott sei
Dank beweisen. Ich sehe darin eindeutig eine Fügung Gottes, wie
Jesu Eigenworte bezeugen, siehe unten bitte ganzes Zitat von diesem
Ausschnitt:
"Jede Entschuldigung wird vom Menschen angeführt, um einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, doch keine davon wird als gerechtfertigt akzeptiert werden, unter welchen Umständen auch immer. Das trifft auf Exekution, die Sünde der Abtreibung und Euthanasie zu."
a.t.m
Wie zu erwarten wird die Todesstrafe dazu benutzt, um die Autorität der Kirche nicht nur in Frage zu stellen, nein sie wird auch noch dazu benutzt um das Wirken dieser über mehr als 2000 Jahre in Frage zu stellen und als Böse zu verunglimpfen. Ich stelle die Todesstrafe so wie sie im KKK erklärt und auch erlaubt wird nicht in Frage, ich stelle aber die Zusammenarbeit der "Nach VK II Religionsgeme…More
Wie zu erwarten wird die Todesstrafe dazu benutzt, um die Autorität der Kirche nicht nur in Frage zu stellen, nein sie wird auch noch dazu benutzt um das Wirken dieser über mehr als 2000 Jahre in Frage zu stellen und als Böse zu verunglimpfen. Ich stelle die Todesstrafe so wie sie im KKK erklärt und auch erlaubt wird nicht in Frage, ich stelle aber die Zusammenarbeit der "Nach VK II Religionsgemeinschaft, Konzilssekte, Der Besetzte Raum usw." mit den Organisationen die Todesstrafen aussprechen und Tötungsscheine ausstellen und die ihre Opfer in Abtreibungs u Euthanasie Killer Zentren (KZ??) schicken sehr wohl auf massivste in Frage und verstehe in diesen Zusammenhang auch nicht das Blind, Taub und Stumm stellen, der irdischen kirchlichen Obrigkeit und hier besonders das der Nach VK II Päpste, gegenüber den Weltlichen Politikern die Gesetze erlassen haben die den Massenmord an Ungeborenen Kindern und Kranken und Alten erst möglich machten, noch mehr in Frage. Aber wer kennt schon den KKK als hier:

2266 Der Schutz des Gemeinwohls der Gesellschaft erfordert, daß der Angreifer außerstande gesetzt wird schaden. Aus diesem Grund hat die überlieferte Lehre der Kirche die Rechtmäßigkeit des Rechtes und der Pflicht der gesetzmäßigen öffentlichen Gewalt anerkannt, der Schwere des Verbrechens angemessene Strafen zu verhängen, ohne in schwerwiegendsten Fällen die Todesstrafe auszuschließen. Aus analogen Gründen haben die Verantwortungsträger das Recht, diejenigen, die das Gemeinwesen, für das sie verantwortlich sind, angreifen, mit Waffengewalt abzuwehren.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
MilitiaAvantgarde
@KTmV
Entscheidend bei der Verhängung der Todesstrafe ist nur dass dem Delinquenten die Möglichkeit zur Absolution gegeben wird bevor man ihn exekutiert. Alles andere wäre grausam. Bei einmaligem Diebstahl zb bin ich auch nicht dafür sie sofort zu verhängen.
augustinus 4
Um hier kein Missverständnis aufkommen zu lassen, CSC:
Ich kannte Ihre Ausführungen bereits, weil ich sie schonmal
gelesen hab, v.a. was der hl. Papst Pius V. dazu geschrieben hat,
allerdings muss man meinen Kommentar im Gesamtkontext lesen
und dann bedeutet es:

1.) Nur die göttliche Autorität kann leben nehmen und sonst niemand.
Sollte eine Erlaubnis an die Kirche gegangen sein, muss sie …More
Um hier kein Missverständnis aufkommen zu lassen, CSC:
Ich kannte Ihre Ausführungen bereits, weil ich sie schonmal
gelesen hab, v.a. was der hl. Papst Pius V. dazu geschrieben hat,
allerdings muss man meinen Kommentar im Gesamtkontext lesen
und dann bedeutet es:

1.) Nur die göttliche Autorität kann leben nehmen und sonst niemand.
Sollte eine Erlaubnis an die Kirche gegangen sein, muss sie von oben
offenbart worden sein, auf welchem Weg auch immer.

2.) Menschen, die nicht mit dieser göttlichen Autorität ausgestattet sind,
haben niemals die Erlaubnis, zu töten, weil es das 5. Gebot gibt: Du sollst
nicht töten/morden.

Im AT gab es göttliche Anweisungen zur Tötung als Strafe, weil die
Gerechtigkeit dem Volk gelehrt werden sollte.
Im NT regiert eindeutig die Barmherzigkeit. Die Vorzeichen sind also
ein bischen anders in der Auswirkung. Was moraltheologische Handbücher
angeht, halte ich sie nicht für den Schlussstein der Lehre schlechthin, auch wenn sie gut sind. Es kann persönliche Färbung des Autors enthalten sein. Nicht umsonst gibt es so
viele verschiedene Dogmatiken und Moralhandbücher. Es gibt durchaus
etwas unterschiedliche Akzentsetzungen, aber wir wollen uns ernsthaft dem
Thema widmen, angegeben wurde Röm 13,4 :
"Sie [die staatliche Gewalt] steht im Dienst Gottes und verlangt, dass du das Gute tust. Wenn du aber Böses tust, fürchte dich! Denn nicht ohne Grund trägt sie das Schwert. Sie steht im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der Böses tut."
Hier steht "Schwert". Damit ist offensichtlich die "Vollstreckung des Urteils" gemeint, also die Strafgerechtigkeit. Dass dies eine Todesstrafe sein könnte, steht definitiv nicht da (nicht in der EÜ).
Die Aussage von Mausbach "es [das NT] läßt auch sonst nirgends eine völlige Abkehr vom atl. Standpunkt erkennen", kann ich so nicht bestätigen - ganz im Gegenteil, Jesus sagt etwas ganz anderes; als Petrus Jesus mit dem Schwert am Ölberg verteidigen wollte:
Mt 26,52 Da sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.

Und schließlich bei diesem von Ihnen zitierten Jesussatz:
"Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben"
ruft Jesus keineswegs dazu auf, man solle die Todesstrafe für solches ausführen, sondern Gott selber ist es, der einen Fluch mit dem Tod bestraft.

Oder haben Sie ernsthaft schon mal gesehen, dass jemand in Deutschland wegen einem Fluch auf seine Eltern mit der Todesstrafe belegt wurde ? Gott sei Dank nicht. Wer flucht, sündigt und führt den Tod der Seele herbei, aber jener kann im NT durch eine Beichte vergeben werden, während im AT das Blut von Böcken und Stieren nicht die Macht hatte, die Seele zu erneuern. Es wurde das Opfer zwar als Gerechtigkeit angerechnet, jedoch nicht so, dass die Seele hätte erneuert werden können. Die Altväter mussten daher warten, bis das Blut Christi ins AT gnadenhaft "zurückfließt" (zeitlich zurück oder anders ausgedrückt: ins Totenreich hinab). Also: Auch hier wird meiner Ansicht nach eindeutig keine staatliche Todesstrafe von Jesus bewilligt, jedenfalls steht es nicht da.

Im AT musste Sündhaftigkeit immer wieder zurückgehalten werden, daher wurde die reine Blutslinie so streng eingehalten und die Strafgerechtigkeit Gottes hat sich sofort ausgewirkt.
Im NT hingegen ist diese Einhaltung der Blutslinie völlig weggefallen, weil die
Reinheit im Blut Christi hergestellt ist, egal welche Blutgruppe man hat.

Wir können uns einigen darauf, dass die Todesstrafe als staatlicher Vollzug nur gelten kann, wenn Sie vom Allmächtigen gewollt ist. Ehrlich gesagt: Ich könnte es als Verantwortlicher nicht verantworten. Die päpstlichen Anweisungen des Mittelalters, könnten diese nicht von weltlicher Gerichtsbarkeit herkommen ? Durch die Vereinigung von geistlicher und weltlicher Macht ? Am Beispiel des hl. Franziskus sehen wir, dass Papstmacht nicht zugleich oberste weltliche Macht besitzen sollte. Die Vorsehung hat es zwar zugelassen, es scheint aber nicht ein direkter Wille der Vorsehung zu sein, wie die Heiligen bestätigen.
Ich tendiere dazu, zu sagen, dass die Todesstrafe nicht aus dem NT abgeleitet werden kann, ich meine im Sinne eines weltlichen Strafvollzugs. ( Der Allmächtige kann immer Leben nehmen, wann Er will. Das tut Er ja sowieso. ) Ich werde auch voll bestätigt durch unten angeführte himmlische Botschaft von Jesus Christus selbst, wo Er eindeutig sagt, dass Exekution, aus welchem Grund auch immer, eine schwere Sünde ist. Kein Land, das die Todesstrafe noch hat, kann sich auf das NT berufen. Da die Kirche stets milde auf die weltliche Gerichtsbarkeit eingewirkt hat, wie Benedikt XVI. einmal sagte, und ausdrücklich darauf hinwies, dass dies auch für die Inquisition gelte, lässt es eher erkennen, dass die Todesstrafe ein Relikt aus der Vereinigung von Papstmacht und weltlicher Macht ist.
Wie dem auch sei: Ich entscheide mich eindeutig für die Worte Jesu in untenstehender himmlischer Botschaft und kann nur jeden dazu anregen,
selbiges zu tun.

Das Ganze NT-Denken um die Möglichkeit der Beichte und Umkehr bis zum letzten Atemzug verbietet mir, zu glauben, Todesstrafe sei angemessen. Was die praktische Umsetzung angeht:
Es ist immer möglich, einen Massenmörder in eine Einzelzelle zu sperren. Die Notwendigkeit einer Todesstrafe kann ich beim besten Willen nicht erkennen.
Eugenia-Sarto
Die Todesstrafe, die unser Herr Jesus Christus auf sich nahm an Stelle der sündigen Menschen, ist schrecklich! Und doch hatte Gott es so angeordnet. Dies zeigt die Schwere der Sünde.
Eugenia-Sarto
Der hl. Papst Pius X. lehrt in seinem Kompendium der christlichen Lehre: „Es ist erlaubt, den Nächsten zu töten, wenn man in einem gerechten Krieg kämpft; wenn man auf Befehl der höchsten Autorität das Todesurteil als Strafe für ein Verbrechen vollzieht und endlich, wenn es sich um die notwendige und gerechte Verteidigung des Lebens gegen einen ungerechten Angreifer handelt“ (Nr. 413).
2 more comments from Eugenia-Sarto
Eugenia-Sarto
Christ bedenke, dass Gott die ewige Todesstrafe über unbeugsame Uebeltäter verhängt. Das ist es, was man fürchten muss. Darum ist es eine Gnade, wenn ein Verbrecher, der zum Tode verurteilt wird, sich bekehrt und den Tod des Leibes als Strafe und Busse annimmt. Ihm wird verheissen, dass er dann nicht mehr gerichtet wird, sondern alle Sünden gesühnt hat. D.h. er wird nicht den ewigen Tod erleiden.
Eugenia-Sarto
@CSc Sie haben sich sehr viel Mühe gemacht, die Lehre der Kirche über die Todesstrafe dazulegen. Dafür danke ich Ihnen.
Es ist immer wieder erschreckend, dass sich viele Menschen eine eigene Meinung bilden, was die Kirche zu tun und wie sie zu denken habe. Der Katholik muss lernen, sich der Lehre zu unterwerfen und so zu denken, wie die Kirche denkt. Sonst entsteht eben ein Chaos wie es uns die …More
@CSc Sie haben sich sehr viel Mühe gemacht, die Lehre der Kirche über die Todesstrafe dazulegen. Dafür danke ich Ihnen.
Es ist immer wieder erschreckend, dass sich viele Menschen eine eigene Meinung bilden, was die Kirche zu tun und wie sie zu denken habe. Der Katholik muss lernen, sich der Lehre zu unterwerfen und so zu denken, wie die Kirche denkt. Sonst entsteht eben ein Chaos wie es uns die Nachkonzilskirche mit ihrem Liberalismus beschert hat.
@Tradition und Kontinuität Sich einfach über den heiligen Thomas hinwegzusetzen, der genau das lehrt, was die Kirche lehrt, ist eben nicht in Ordnung. Das gefühlsbetonte Denken liegt dann daneben.
jean pierre aussant
Hallo, können Sie bitte das Link dieses Video geben?
CSc
@augustinus 4
Die Todesstrafe ist im NT nicht erlaubt. Kein Mensch hat die Befugnis, andere mit dem Tod zu bestrafen.
Sie irren sich. Zwar ist allein Gott der Herr über Leben und Tod, aber dieser Herr über Leben und Tod hat im Alten Bund nicht nur den Mord verboten, sondern auch die Hinrichtung erlaubt. Im Neuen Bund hat sich diesbezüglich nichts geändert. In Mt 15,3-6 liest man: „Er [Christus] …More
@augustinus 4
Die Todesstrafe ist im NT nicht erlaubt. Kein Mensch hat die Befugnis, andere mit dem Tod zu bestrafen.
Sie irren sich. Zwar ist allein Gott der Herr über Leben und Tod, aber dieser Herr über Leben und Tod hat im Alten Bund nicht nur den Mord verboten, sondern auch die Hinrichtung erlaubt. Im Neuen Bund hat sich diesbezüglich nichts geändert. In Mt 15,3-6 liest man: „Er [Christus] aber antwortete und sprach zu ihnen [den Pharisäern und Schriftgelehrten]: Warum übertretet auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? Denn Gott hat gesagt: ‚Ehre den Vater und die Mutter!‘, und: ‚Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.‘ Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Eine Opfergabe sei das, was du von mir an Nutzen haben würdest, der braucht seinen Vater oder seine Mutter nicht zu ehren; und ihr habt so das Wort Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen.“ Christus bestätigt also, dass die Todesstrafe von Gott für die Schmähung der Eltern vorgeschrieben wurde und hebt sie nicht nur nicht auf, sondern tadelt vielmehr die Pharisäer, weil sie nicht dem göttlichen Gesetz folgen, sondern ihren eigenen Ideen. Der Apostel Paulus hat in Röm 1,32 inspiriert vom Heiligen Geist die Rechtmäßigkeit der Todesstrafe für einzelne im Alten Bund damit geahndete Verbrechen bestätigt. „Das N.T. erklärt trotz seiner Hochstellung der Liebe und Milde gegen den Sünder, daß die Obrigkeit von Gott das Schwert erhalten hat zur Bestrafung der Bösen (Röm. 13,4); es läßt auch sonst nirgends eine völlige Abkehr vom atl. Standpunkt erkennen.“ (Mausbach, Joseph, Katholische Moraltheologie, Dritter Band: Die spezielle Moral, 2. Teil: Der irdische Pflichten Kreis. Die Lehre von den sittlichen Pflichten des Apostolates zur Auferbauung des Reiches Gottes in Kirche und Welt, 10. neubearb. Aufl. v. Gustav Ermecke, Münster Westfalen 1961, S. 280)
Eine Todesstrafe kann nur dann erlaubt sein, wenn sie vom Allerhöchsten selbst erlaubt ist. Es müsste ein göttliches Gesetz/Erlaubnis sein, also z.B. an die Kirche offenbart.
Genau so ist es. Die Kirche hat immer die Legitimität der Todesstrafe verteidigt. Hier ein paar Beispiele. In dem Bekenntnis, welches zur katholischen Kirche zurückkehrende Waldenser im 13. Jahrhundert ablegen mussten, liest man: „Was die weltliche Gewalt betrifft, so erklären wir, daß sie ohne Todsünde ein Bluturteil vollstrecken kann, solange sie zum Vollzug der Strafe nicht aufgrund von Haß, sondern aufgrund eines richterlichen Urteils, nicht unvorsichtig, sondern überlegt schreitet“ (DH 795). Im Catechismus Romanus, den der hl. Papst Pius V. im Auftrag des Konzils von Trient herausgegeben hat, liest man: „Es ist erlaubt, Menschen im Gericht entweder zum Tode zu verurteilen oder zu töten. Eine andere erlaubte Art des Tötens ist jene, welche den Obrigkeiten zusteht, welchen die Gewalt des Tötens verliehen ist, kraft welcher sie nach der Vorschrift und dem Urteile der Gesetze die Übeltäter strafen und die Unschuldigen in Schutz nehmen. Wenn sie dieses Amt rechtlich verwalten, sind sie nicht nur des Totschlages nicht schuldig, sondern sie gehorchen im höchsten Grade diesem göttlichen Gesetze, wodurch der Totschlag verboten wird. Denn wenn diesem Gesetze dies als Ziel vorgesteckt ist, dass für Leben und Wohlfahrt der Menschen Sorge getragen wird: so zielen die Strafen der Obrigkeiten, welche die rechtmässigen Rächer der Verbrechen sind, ebenfalls darauf hin, dass der Verwegenheit und Gewalttätigkeit durch Todesstrafen Einhalt geschieht und so das Leben der Menschen gesichert sei“ (III,6,4). Der hl. Papst Pius X. lehrt in seinem Kompendium der christlichen Lehre: „Es ist erlaubt, den Nächsten zu töten, wenn man in einem gerechten Krieg kämpft; wenn man auf Befehl der höchsten Autorität das Todesurteil als Strafe für ein Verbrechen vollzieht und endlich, wenn es sich um die notwendige und gerechte Verteidigung des Lebens gegen einen ungerechten Angreifer handelt“ (Nr. 413).
augustinus 4
Zur Todesstrafe: Die Todesstrafe ist im NT nicht
erlaubt. Kein Mensch hat die Befugnis, andere
mit dem Tod zu bestrafen. Diese Macht hat nur der
Allmächtige selbst. Sein Gesetz der Gerechtigkeit galt
im AT und trat sofort in Kraft. Seit dem NT steht dieser
sofort ausführenden Gerechtigkeit das Hl. Messopfer
entgegen bzw. dazwischen. Die Barmherzigkeit des
Kreuzestodes Jesu besänftigt sofort die …More
Zur Todesstrafe: Die Todesstrafe ist im NT nicht
erlaubt. Kein Mensch hat die Befugnis, andere
mit dem Tod zu bestrafen. Diese Macht hat nur der
Allmächtige selbst. Sein Gesetz der Gerechtigkeit galt
im AT und trat sofort in Kraft. Seit dem NT steht dieser
sofort ausführenden Gerechtigkeit das Hl. Messopfer
entgegen bzw. dazwischen. Die Barmherzigkeit des
Kreuzestodes Jesu besänftigt sofort die Strafgerechtigkeit
Gottes. Was im AT sofort zur Strafe führte (z.B. sofort
eintretender Tod von Laien, wenn sie die Bundeslade
anfassten), wird im NT mit erbarmender, verzeihender Liebe
bedacht, sonst müsste ein Laie bei der Handkommunion sofort
tot umfallen. Beides gehört natürlich zusammen, Barmherzigkeit
und Gerechtigkeit, jedoch waren die
Auswirkungen im AT anders. Die Fürsprache der Gottesmutter
ist ein weiterer Aspekt, welcher die Strafe aufhält. Eine Todes-
strafe kann nur dann erlaubt sein, wenn sie vom Allerhöchsten
selbst erlaubt ist. Es müsste ein göttliches Gesetz/Erlaubnis sein, also
z.B. an die Kirche offenbart. Ansonsten sehe ich keine Möglichkeit
der Todesstrafe, siehe hier die Worte Jesu:
(an CSc und Eugenia-Sarto)

"... kein Mensch, nur der Allmächtige Vater kann das Datum des Todes entscheiden; denn das ist nicht das Recht des Menschen. Ihm wird niemals die Befugnis gegeben werden, diese Todsünde zu begehen.

Jede Entschuldigung wird vom Menschen angeführt, um einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, doch keine davon wird als gerechtfertigt akzeptiert werden, unter welchen Umständen auch immer. Das trifft auf Exekution, die Sünde der Abtreibung und Euthanasie zu.

Werdet jetzt wach, ihr alle, und denkt daran, dass ihr hart gerichtet werdet, solltet ihr gegen das heiligste aller Gebote Meines Vaters verstoßen: Du sollst nicht töten. Vergesst nicht: Es gibt nur einen Gott, und nur Er kann entscheiden, wann ein Leben genommen wird. Verstoßt ihr gegen dieses Gebot in voller Kenntnis dessen, was ihr tut, so werdet ihr für die Ewigkeit die Qual der Hölle erleiden.

Bitte, Ich beschwöre euch, gebt dem Druck Satans nicht nach, der ständig dazu ermutigt, Leben zu nehmen, damit er Seelen stehlen kann, die sonst für das Herrliche Reich Meines Vaters bestimmt wären.

Euer Göttlicher Erlöser

Lehrer und Retter

Jesus Christus"
Tradition und Kontinuität
Die Todesstrafe ist und bleibt ein Gräuel, das von zivilisierten Staaten zu Recht gebannt wird. (Leider gibt es nur wenige zivilisierte Staaten, denn auch Abtreibung und Folter sind barbarische Praktiken). Auch wenn hier periodisch immer wieder versucht wird, uns vom Gegenteil zu überzeugen. Übrigens, was der Hl Thomas über die Todesstrafe schreibt ist für mich und für heute völlig irrelevant. …More
Die Todesstrafe ist und bleibt ein Gräuel, das von zivilisierten Staaten zu Recht gebannt wird. (Leider gibt es nur wenige zivilisierte Staaten, denn auch Abtreibung und Folter sind barbarische Praktiken). Auch wenn hier periodisch immer wieder versucht wird, uns vom Gegenteil zu überzeugen. Übrigens, was der Hl Thomas über die Todesstrafe schreibt ist für mich und für heute völlig irrelevant. Es wurde hier schon öfter dargelegt, dass Heilige in Einzelpunkten irren können (z.B Korankuss des Hl JP II). Ich hasse die Todesstrafe mit jeder Fiber meines Herzens, und ich habe ein Leben lang gegen diese Barbarei gekämpft. Das lass ich mir nicht nehmen!
🤬 🤬 🤬
Eugenia-Sarto
@CSc Vielen Dank für Ihre Ausführungen. Sie haben der Kirche Gerechtigkeit erwiesen. Das Alte Testament kennt die Todesstrafe viele Male. Gott selbst bestraft das Volk beim Durchzug durch die Wüste schwer. Dann die Geschichte der ungerechten Richter im Falle der Susanna. Dann auch im Neuen Testament der Fall des lügnerischen Ehepaares vor Petrus, die beide dem Tode übergeben wurden durch …More
@CSc Vielen Dank für Ihre Ausführungen. Sie haben der Kirche Gerechtigkeit erwiesen. Das Alte Testament kennt die Todesstrafe viele Male. Gott selbst bestraft das Volk beim Durchzug durch die Wüste schwer. Dann die Geschichte der ungerechten Richter im Falle der Susanna. Dann auch im Neuen Testament der Fall des lügnerischen Ehepaares vor Petrus, die beide dem Tode übergeben wurden durch göttliches Gericht. Man lese die sehr guten Ausführungen des heiligen Thomas über die Todesstrafe!
CSc
Unter diesem Artikel wurde auch über die Heilige Inquisition diskutiert: Legitimität der Todesstrafe
CSc
Ihrem Artikel muss entschieden widersprochen werden.

Vom geistlichen Standpunkt aus ist allerdings zu sagen, dass, auch wenn die Inquisition nur ein einziges Todesopfer gefordert hätte, das um genau eines zu viel gewesen wäre.

Die Heilige Inquisition hat keine Todesopfer gefordert, sondern Schwerstverbrecher der weltlichen Gewalt zur Hinrichtung übergeben.

Doch an keiner Stelle des Neuen Test…More
Ihrem Artikel muss entschieden widersprochen werden.

Vom geistlichen Standpunkt aus ist allerdings zu sagen, dass, auch wenn die Inquisition nur ein einziges Todesopfer gefordert hätte, das um genau eines zu viel gewesen wäre.

Die Heilige Inquisition hat keine Todesopfer gefordert, sondern Schwerstverbrecher der weltlichen Gewalt zur Hinrichtung übergeben.

Doch an keiner Stelle des Neuen Testaments finden wir irgendeine Rechtfertigung dafür, Gewalt gegen Andersdenkende oder auch gegen Abgefallene anzuwenden.

Häretiker sind keine Andersdenkenden, sondern ehemalige Katholiken, die schon vom Gnadenlicht erleuchtet waren, aufgrund schwerer Schuld vom Glauben abgewichen sind und hartnäckig im Irrtum verharren. Glaubensabfall ist ein schweres Verbrechen. Das NT verbietet nicht die strafrechtliche Verfolgung von Verbrechern. Bereits Petrus, der erste Papst, erklärte, dass die Statthalter „zur Bestrafung der Übeltäter“ da seien (1 Petr 2,14). In jener Zeit schrieb der Apostel Paulus: „Tust du aber das Böse, so fürchte dich; denn nicht umsonst trägt sie [die weltliche Obrigkeit] das Schwert. Sie ist ja Gottes Dienerin, Rechtsvollstreckerin zur Bestrafung dessen, der das Böse tut.“ (Röm 13,4) Die Strafverfolgung von Verbrechern entspricht der vollkommenen Liebe, von der der Apostel Paulus schreibt: „Sie hat nicht Freude am Unrecht“ (1 Kor 13,6).

So weit ich weiß, war Augustinus der Erste, der diese Gedanken hatte und auch propagierte.

Gott war der erste, Der verfügte: „Wer den Namen des Herrn lästert, soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde steinige ihn!“ (Lev 24,16) Häresie fällt in den Bereich der Gotteslästerung.

Leider hat die römisch-katholische Kirche dieses falsche Denken übernommen

Nicht die Lehre der Kirche, sondern Ihre Ansichten sind falsch.

(eine andere Irrlehre von Augustinus - die Prädestination zur Verdammnis - hat sie erfreulicherweise nicht übernommen, das blieb den Reformatoren vorbehalten)

Es ist ein katholisches Dogma, dass jeder Mensch entweder zur Seligkeit oder zur Verdammnis vorherbestimmt ist. Da der allgütige Gott will, das jeder einzelne Mensch gerettet wird, gibt Er zwar jedem Menschen hinreichend Gnade, damit er selig werden kann, aber in Seiner Allwissenheit hat Er vorausgesehen, dass die meisten Menschen diese Gnade aus freiem Willen nicht annehmen und für diese Gottlosen hat Er die Verdammnis als Strafe vorherbestimmt. Natürlich bestimmt Gott niemanden in der Weise zur Verdammnis, dass Er ihm nicht hinreichend Gnadenhilfe zuteil werden ließe, sodass er, wenn er nur mit der Gnade mitwirkt, ins Himmelreich eingehen darf. Mit anderen Worten, Er bestimmt niemanden dazu, so zu leben, dass er verdammt wird, aber Er bestimmt jeden, der aus freiem Willen so lebt, dass er verdammt wird - und Gott sieht dies bei jedem Menschen voraus -, zur ewigen Verdammnis. Gott bestimmt niemanden zum Bösen, wohl aber jene, von denen er weiß, dass sie böse sein werden, zur ewigen Verdammnis. An den Verdammten wird sich die Gerechtigkeit Gottes auf herrliche Weise offenbaren.

Nicht die katholische Kirche war das Opfer des mittelalterlichen Denkens, sie war die Ursache dieses Denkens.

Wir müssen sehr gut aufpassen, dass wir nicht Opfer des modernen Denkens werden.

Die Kirche der Apostel kannte diese Form der Verfolgung von Irrlehrern nicht.

Das liegt daran, dass damals die Staatsgewalt noch heidnisch war. Kaum saß mit Konstantin dem Großen aber der erste christliche Kaiser auf dem Thron, begann die Strafverfolgung von Häretikern. Manche wurden verbannt, andere exekutiert.

Die Inquisition war ein Verbrechen, und alle Verantwortlichen werden vor Gott dafür zur Rechenschaft gezogen, auch wenn es nicht Millionen Opfer waren, sondern "nur" einige Tausend.

Die Inquisition war ein Segen und Inquisitoren wie der hl. Petrus Martyr, der hl. Pius V., der hl. Karl Borromäus und der hl. Robert Bellarmin wurden von Gott mit der ewigen Glückseligkeit belohnt, da sie die Ehre Gottes und das Heil der Seelen geschützt haben. Der hl. Thomas von Aquin hat die Legitimität der Todesstrafe für Häretiker bestätigt. Der hl. Thomas Morus hat in seiner Funktion als Lordkanzler des englischen Königs Todesurteile für Häretiker unterzeichnet.

Übrigens ist die Vorgehensweise: "Versöhnung", d.h. Unterwerfung unter die herrschende Religion, oder Tod genau die Methode, die wir auch im Koran finden,

Die katholische Lehre hat die Zwangsbekehrung derer, die niemals Katholiken waren, immer abgelehnt, da der Glaubensakt von Natur aus freiwillig ist. Sofern es zu Zwangsbekehrungen kam, geschah dies entgegen der katholischen Lehre. Die Päpste und sogar die weltliche Obrigkeit haben das Verbot der Zwangsbekehrung immer wieder eingeschärft. Hingegen gab es einen Rückkehrzwang für diejenigen, die Katholiken waren und vom wahren Glauben abgefallen sind, da es sich dabei um ein Verbrechen handelte. Der Islam hat kein Recht diejenigen, die vom Islam abgefallen sind, zur Rückkehr zu zwingen, da der Islam eine falsche Religion ist, die Gott beleidigt und die Seelen verdirbt. Das I. Vatikanum lehrt: „Deshalb sind jene, die sich durch das Himmelsgeschenk des Glaubens der katholischen Wahrheit angeschlossen halben, durchaus nicht in der gleichen Lage wie jene, die von Menschenmeinungen irregeführt, Anhänger einer falschen Religion sind. Denn die einmal den Glauben unter der Obhut des kirchlichen Lehramtes angenommen haben, können nie und nimmer einen berechtigten Grund haben, diesen Glauben zu wechseln oder auch nur in Zweifel zu ziehen.“ (www.kathpedia.com/index.php)