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Conversi ad Dominum - Wendet euch hin zum Herrn!

Nicht alles, was heute liturgische Praxis sei, lasse sich durch Konzilstexte begründen, sagte Kurienkardinal Kurt Koch auf einer Tagung (1), die die Theologie Joseph Ratzingers zum Thema hatte. So …More
Nicht alles, was heute liturgische Praxis sei, lasse sich durch Konzilstexte begründen, sagte Kurienkardinal Kurt Koch auf einer Tagung (1), die die Theologie Joseph Ratzingers zum Thema hatte. So sei beispielsweise nirgends die Rede davon, daß der Priester die Eucharistie den Gottesdienstteilnehmern zugewandt leite, so der Kurienkardinal. (s. Bericht HIER bei kath.net)
... die Sache mit dem Kreuz

Was meinen das Erzbistum Berlin und die Deutschen Bischofskonferenz (DBK) dazu, dass eine christliche Lehrerin in Berlin in einer staatlichen Schule das Kreuz ablegen musste? kath.net hat nachgefragt.
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Schlussgebet
Herr Jesus Christus, du hast am Holz des Kreuzes
der Welt das ewige Leben erworben.
Führe uns durch diese Feier,
in der wir deinen geopferten Leib empfangen haben,
zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
9 more comments from elisabethvonthüringen
Es ist das ein Thema, das auch bei uns immer öfter hinterfragt wird:

Messstipendien - braucht es das heute noch?

In meiner Jugend war es für die Gläubigen noch eine Selbstverständlichkeit, für die Verstorbenen „Heilige Messen lesen zu lassen“. Gastkommentar von Stefan Fleischer

Grenchen (kath.net) In den Kondolenzkärtchen eines Todesfalles fanden sich immerhin noch acht Bestätigungen oder …More
Es ist das ein Thema, das auch bei uns immer öfter hinterfragt wird:

Messstipendien - braucht es das heute noch?

In meiner Jugend war es für die Gläubigen noch eine Selbstverständlichkeit, für die Verstorbenen „Heilige Messen lesen zu lassen“. Gastkommentar von Stefan Fleischer

Grenchen (kath.net) In den Kondolenzkärtchen eines Todesfalles fanden sich immerhin noch acht Bestätigungen oder Zusicherungen von Messstipendien. ...[mehr]

Die wenigsten Menschen sehen darin heute noch "Sinn"...es fehlt jeglicher Bezug und jedes Wissen zu Eschatologie...man sehe sich dazu auch DIESE Reihe an. Sehr aufschlussreich!!
Somit ist eigentlich alles klar...ääääääächz...stööööööööhhhnn

22.08.2016
Verband der Diözesen Deutschlands beschließt neue Organ- und Aufsichtsstruktur der KZVK
Die Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) hat im Anschluss an die Sitzungen vom 25. April 2016 und vom 21. Juni 2016 heute eine umfassende Neuordnung der Organ- und Aufsichtsstru…More
Somit ist eigentlich alles klar...ääääääächz...stööööööööhhhnn

22.08.2016
Verband der Diözesen Deutschlands beschließt neue Organ- und Aufsichtsstruktur der KZVK
Die Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) hat im Anschluss an die Sitzungen vom 25. April 2016 und vom 21. Juni 2016 heute eine umfassende Neuordnung der Organ- und Aufsichtsstruktur der KZVK beschlossen.

Die neuen Organe der Kasse sind ein neunköpfiger Aufsichtsrat und eine Vertreterversammlung. Der Aufsichtsrat übernimmt unter anderem künftig die Überwachung und Begleitung der Geschäftsführung. Die Vertreterversammlung ist das Interessenvertreterorgan von Träger, Beteiligten und Versicherten, das beispielsweise über Satzungsänderungen und die Pflicht- und Finanzierungsbeiträge entscheidet. Mit der neuen VDD-Verbandsaufsicht wird ein …
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Priestermangel 'gewollt'? Hr. Kissler verwechselt Ursache und Wirkung!
30 Lesermeinungen

"Die wirkliche innere Ursache der Verdunstung des Glaubens ist m.E. die Überbewertung der Theologie vor dem Gebet, der Reduzierung des Glaubens auf das Glaubens- und Ritualwissen." Eine Antwort auf Kissler. Gastkommentar von P. Adrian Kunert SJ [mehr]
Seht, da ist das Kreuz!
10. August 2016

Bizarr, unverständlich, feige, falsch. Wer die Medienberichte liest zum Beschluss des Brandenburgischen Landtags, die CDU möge in ihrem Fraktionssaal das Kreuz von der Wand nehmen, sowie sich Besucher nähern, der hat den Eindruck, das Christentum sei am Ende. Da kommt es „immer wieder zu Beschwerden von Besuchern“ (Epochtimes) – und die CDU knickt ein. …More
Seht, da ist das Kreuz!
10. August 2016

Bizarr, unverständlich, feige, falsch. Wer die Medienberichte liest zum Beschluss des Brandenburgischen Landtags, die CDU möge in ihrem Fraktionssaal das Kreuz von der Wand nehmen, sowie sich Besucher nähern, der hat den Eindruck, das Christentum sei am Ende. Da kommt es „immer wieder zu Beschwerden von Besuchern“ (Epochtimes) – und die CDU knickt ein. Verrat an den eigenen Werten, Selbstaufgabe. Und so weiter.
Mag ja alles sein. Aber ich kann mir trotzdem nicht helfen: Ich finde das großartig. Man muss sich das mal vor Augen führen: Da kommen die Besucher in den Fraktionssaal und nicht die elegante Architektur, nicht die beeindruckende Konferenztechnik, nicht die Zeitgeschichte, sondern ein kleines, schlichtes Kreuz an der Wand steht „immer wieder“ im Mittelpunkt des Interesses. Ich muss zugeben, dass mir Kreuze kaum noch auffallen. Nicht so den Landtagsbesuchern. Für die hat das Kreuz noch eine provozierende Kraft.
Und, klar: Dann beschweren sie sich. Immer wieder. Ich stell mir das so vor: Der Besucherdienst erklärt die Grundelemente des Parlamentarismus und bringt sie in Beziehung zur Geschichte der Demokratie im Allgemeinen (Athen, Magna Carta, Französische Revolution) und der deutschen Geschichte im Besonderen. Paulskirche, Weimar, Bonn, Berlin. Das ganze Programm. Noch Fragen? Anmerkungen? Die Besucher – „immer wieder“: „Seht, da ist das Kreuz!“
Es gibt noch Menschen, die die richtigen Prioritäten setzen. Gott sei Dank.
(Josef Bordat)
Kirchenstatistik: Über 1,25 Mrd. Katholiken weltweit

2013 ist einem Bericht der vatikanischen Nachrichtenagentur Fides zufolge die Katholikenzahl weltweit um mehr als 25 Millionen gestiegen. Demnach machen Katholiken 17,68 Prozent der Weltbevölkerung aus. Gestiegen ist die Zahl vor allem in Amerika (plus 15 Millionen) und Afrika (plus 7,5 Millionen), während die Zuwächse in Asien und Europa …More
Kirchenstatistik: Über 1,25 Mrd. Katholiken weltweit

2013 ist einem Bericht der vatikanischen Nachrichtenagentur Fides zufolge die Katholikenzahl weltweit um mehr als 25 Millionen gestiegen. Demnach machen Katholiken 17,68 Prozent der Weltbevölkerung aus. Gestiegen ist die Zahl vor allem in Amerika (plus 15 Millionen) und Afrika (plus 7,5 Millionen), während die Zuwächse in Asien und Europa verhalten ausfielen und in Ozeanien ein leichter Rückgang zu verzeichnen war.
Mehr dazu in religion.orf.at/stories/2737814/
<<<Sie schlug zudem vor, die Richtung nach Mekka in der Kirche auszuschildern.<<
na dann gibt es ja berechtigte Hoffnung auf "Versus Orientem"...

Herrlich, mit welchen Mitteln uns der HERR die "Wadl'n fiere richtet"...
Danke...umsonst heißen die nicht "Stoßgebete"...liebe Viandonta...
Anemone...DANKE...es ist eh "der" geworden...allerdings erst am vergangenen Dienstag ...der Veranstalter jubelte ins Telefon nach der Zusage!!
Der HERR erwartet einfach größtes Vertrauen von uns. Es war ein wunderbarer Tag auf der Schleinitz!!

Für den 2. und 9. August wird's für mich wieder spannend...der Priester meiner Bergkirche mußte in einer anderen Pfarre die Urlaubsvertretung für zwei …More
Anemone...DANKE...es ist eh "der" geworden...allerdings erst am vergangenen Dienstag ...der Veranstalter jubelte ins Telefon nach der Zusage!!
Der HERR erwartet einfach größtes Vertrauen von uns. Es war ein wunderbarer Tag auf der Schleinitz!!

Für den 2. und 9. August wird's für mich wieder spannend...der Priester meiner Bergkirche mußte in einer anderen Pfarre die Urlaubsvertretung für zwei Wochen übernehmen...HUCH...fest hält der HERR mich am Bandl...es ist wohl "sein" Stachel, den er benutzt, um mich ständig an SEINE Vorsehung zu erinnern und im Gebet zu sein und zu bleiben!

Ich bin für jegliche Hilfe und Gebets-Unterstützung (Tipps etc.) sehr dankbar!!
Urlaub: Seelsorge auf Campingplätzen und Bergen

Wer sich im Urlaub nach Spiritualität sehnt, kann sie auf Campingplätzen, Bergspitzen, Seen und in Schlössern finden: Die Tourismusseelsorge der österreichischen Diözesen bietet ein vielfältiges Urlaubsprogramm. Die Angebote reichen dabei von spirituellen Wallfahrten, Berggottesdiensten, Messfeiern auf Campingplätzen bis zu Schiffswallfahrten, …More
Urlaub: Seelsorge auf Campingplätzen und Bergen

Wer sich im Urlaub nach Spiritualität sehnt, kann sie auf Campingplätzen, Bergspitzen, Seen und in Schlössern finden: Die Tourismusseelsorge der österreichischen Diözesen bietet ein vielfältiges Urlaubsprogramm. Die Angebote reichen dabei von spirituellen Wallfahrten, Berggottesdiensten, Messfeiern auf Campingplätzen bis zu Schiffswallfahrten, und auch Schweigeexerzitien werden organisiert.
Mehr dazu in religion.orf.at/stories/2721512/
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Anemone
Es gibt etliche Priester, welche Bergmessen halten. Bei Kalkstein (Marchkinkele) hat jüngst ein Pfarrer André(?) ein Friedenskreuz eingeweiht. Dort mal nachfragen!
Huch...ein Hilferuf erreichte mich: Am 26. Juli ist auf dem abgebildeten Gipfelkreuz die Feier einer Bergmesse , anlässlich 70 Jahre Kriegsende (Heimkehrerkreuz) geplant.
Nun musste der dafür vorgesehene Priester aus Indien seine Teilnahme aus beruflichen Gründen ( Einsatz im Ausland) absagen; die Veranstalter wandten sich nun an mich.
Deshalb einfach hier mal die Frage: Gibt es einen bergsteig-…More
Huch...ein Hilferuf erreichte mich: Am 26. Juli ist auf dem abgebildeten Gipfelkreuz die Feier einer Bergmesse , anlässlich 70 Jahre Kriegsende (Heimkehrerkreuz) geplant.
Nun musste der dafür vorgesehene Priester aus Indien seine Teilnahme aus beruflichen Gründen ( Einsatz im Ausland) absagen; die Veranstalter wandten sich nun an mich.
Deshalb einfach hier mal die Frage: Gibt es einen bergsteig-tauglichen Priester, dermHIER am Sonntag, 26. Juli 2015 um 12 Uhr die Feier der Hl. Messe möglich wäre?
(Ich bete aber vorsorglich weiter..., dass -wenn es Gottes Wille ist - mir und im Sinne der Veranstalter, jemand "zugeschickt" wird)
„In diesen 50 Jahren der Liturgiereform“
etnunc.blogspot.co.at

Aus der Ansprache des Papstes, die er nach der „Jubiläumsmesse“ „50 Jahre Neue Liturgie“ in der römischen Pfarrei Ognissanti gehalten hat:

„Danke sehr, ganz herzlichen Dank für eure Gastfreundschaft, für eure Gebete mit mir in der Messe, und wir danken dem Herrn für das, was er in der Kirche in diesen 50 Jahren der LiturgiereformMore
„In diesen 50 Jahren der Liturgiereform“
etnunc.blogspot.co.at

Aus der Ansprache des Papstes, die er nach der „Jubiläumsmesse“ „50 Jahre Neue Liturgie“ in der römischen Pfarrei Ognissanti gehalten hat:

„Danke sehr, ganz herzlichen Dank für eure Gastfreundschaft, für eure Gebete mit mir in der Messe, und wir danken dem Herrn für das, was er in der Kirche in diesen 50 Jahren der Liturgiereform gewirkt hat. Es war eine mutige Geste der Kirche, sich dem Volk Gottes so anzunähern, daß es wirklich verstehen konnte, was sie tut, und es ist ganz wichtig für uns, daß wir der Messe ebenso folgen. Und wir können nicht zurückgehen, wir müssen immer voranschreiten, immer voran, und wer sich zurückwendet, irrt sich. Wir schreiten auf diesem Weg voran.“

Der Kommentator von Summorum-Pontifikum schreibt dazu:

„... nun haben wir es wohl schwarz auf weiß: Für die, die einfach nur katholisch sein und bleiben wollen, wie das Jahrhunderte und über ein Jahrtausend lang selbstverständlich war, gibt es im Pontifikat der lächelnden Barmherzigkeit nur harsche Worte und nicht die Spur von pastoraler Großzügigkeit.

Quelle: Summorum-Pontifikum
Eremitin
sic !
Meine Sorge möchte ich mit den Worten des damaligen Bischofs von Mainz, Kardinal Hermann Volk, ausdrücken. Der hat, als er von der ersten Konzilsperiode zurückkam, gesagt: "Wir werden bald schon sehr viel mehr dürfen, als wir können." Und das ist auch mein Eindruck. Wir haben eine Fülle von Variationsmöglichkeiten, deren Einsatz aber eine ganz große liturgische Bildung und Kompetenz voraussetzen…More
Meine Sorge möchte ich mit den Worten des damaligen Bischofs von Mainz, Kardinal Hermann Volk, ausdrücken. Der hat, als er von der ersten Konzilsperiode zurückkam, gesagt: "Wir werden bald schon sehr viel mehr dürfen, als wir können." Und das ist auch mein Eindruck. Wir haben eine Fülle von Variationsmöglichkeiten, deren Einsatz aber eine ganz große liturgische Bildung und Kompetenz voraussetzen. Und da frage ich mich manchmal, ob die überall so gegeben ist – bei Gemeindemitgliedern, aber auch bei denen, die der Liturgie vorstehen.
Konzil setzte praktizierende Glaubende voraus

Kurienkardinal Koch: Die gehaltvolle Liturgietheologie des Zweiten Vatikanischen Konzils setzt praktizierende Glaubende voraus, doch könne heute „nicht mehr einfach von dieser Voraussetzung ausgegangen werden“
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Aha! Über das Abschaffen von Ehrentiteln (bin auch nicht unbedingt für dieses Abschaffen, aber eigentlich ist das doch egal) grummeln die Herrschaften, aber über unhaltbare Zustände in Kirche und Gesellschaft, hört man die allermeisten höchst selten murren. Es ist echt deprimierend!
Ähhhh...kirchliche Arbeitsmoral? Ein großes Grummeln hat eingesetzt?
50 Jahre Liturgiereform: Vom Beiwohnen zum Mitfeiern
Vor 50 Jahren, am 4. Dezember 1963, wurde die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils veröffentlicht. Die Gläubigen in der katholischen Kirche wurden damit von Beiwohnern bei der Messe zu Mitfeiernden. Mit Dokument unter dem Titel „Sacrosanctum Concilium“ wurde der Weg für Gottesdienste in der jeweiligen Landessprache und für …More
50 Jahre Liturgiereform: Vom Beiwohnen zum Mitfeiern
Vor 50 Jahren, am 4. Dezember 1963, wurde die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils veröffentlicht. Die Gläubigen in der katholischen Kirche wurden damit von Beiwohnern bei der Messe zu Mitfeiernden. Mit Dokument unter dem Titel „Sacrosanctum Concilium“ wurde der Weg für Gottesdienste in der jeweiligen Landessprache und für den heute üblichen Volksaltar, an dem der Priester dem Volk zugewandt zelebriert, geebnet.
Mehr dazu in religion.orf.at/stories/2618592
3 more comments from elisabethvonthüringen
Ach ja ??

Die (falsche) Theologie im Meßbuch

Heute und hierzulande zählt zu den zentralsten Erkenntnisprozessen im Bereich von Glauben und Kirche das "Fühlen". Frage aber bitte niemand, wie ich mich angesichts der aktuellen erzdiözesken Hundstage fühle, bei denen man sich für sein Heimatbistum nur fremdschämen kann! Ehe ich jetzt fortgesetzt gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoße (…More
Ach ja ??

Die (falsche) Theologie im Meßbuch

Heute und hierzulande zählt zu den zentralsten Erkenntnisprozessen im Bereich von Glauben und Kirche das "Fühlen". Frage aber bitte niemand, wie ich mich angesichts der aktuellen erzdiözesken Hundstage fühle, bei denen man sich für sein Heimatbistum nur fremdschämen kann! Ehe ich jetzt fortgesetzt gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoße (vielleicht wäre Feindesliebe der zunehmend treffende Begriff), übergehe ich den jüngsten Dokumentendurchfall dieser (schon länger "gefühlt") führungslosen Erzdiözese.
.
Gönnen wir uns lieber den Spaß und fühlen uns in das Protokoll ein, das memorandenfreudige Priester kürzlich nach einem Treffen in Offenburg (vgl. hier) erstellt haben. Was les' ich da übers Meßbuch?

Bisheriges MB enthält (falsche) Theologie (Opfertheologie). Ähnliche Befürchtung für das neue MB.
Ohne auf die weiteren Implikationen dieser Aussagen einzugehen, will ich hier nur dazu ermuntern, selbige einmal ohne die in Klammern gesetzten Begriffe zu lesen ... Clownalarm!!!

Eingestellt von Andreas

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Labels: Grins oder Grusel, Groll am ..., Krätze
Klosterneuburg: Vor 80 Jahren wurde die 'Betsingmesse' populär

200.000 Teilnehmer feierten 1933 beim gesamtdeutschen Katholikentag in Wien-Schönbrunn erstmals Gottesdienst in weitgehend deutscher Sprache
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"…und wenn da steht: Eucharistiefeier oder Hl. Messe, dann muss das drin sein, was drauf steht.

Ich bleibe dabei, meine Vermutung ist und meine These, dass wir nur deshalb den Schwund an Gottesdienstbesuchern haben, sie bleiben einfach weg…weil sie nicht wissen, was sie da Sonntag morgens erwartet. Es ist sehr interessant, was z. B. Reinhard Meßner in diesem neuen Band für eine kritische Sicht…More
"…und wenn da steht: Eucharistiefeier oder Hl. Messe, dann muss das drin sein, was drauf steht.

Ich bleibe dabei, meine Vermutung ist und meine These, dass wir nur deshalb den Schwund an Gottesdienstbesuchern haben, sie bleiben einfach weg…weil sie nicht wissen, was sie da Sonntag morgens erwartet. Es ist sehr interessant, was z. B. Reinhard Meßner in diesem neuen Band für eine kritische Sichtung der Performance der erneuerten Liturgie hat. So nennt er das; und ganz von Ritualstudien aus Amerika her kommt- er hat sie dann aufgenommen. Und er sagt-ist sehr interessant-: Wir hatten noch nie so viele…äh…also…das war, das war ja auch so ein Kampfbegriff nach dem Konzil: -GELESENE MESSE- Messe lesen, still, stille Messe „Herr Pastor, könnten Sie mal eine Messe lesen?“ Donnernd: Ich lese keine Messe, ich feiere die Eucharistie!!! Ja!

Is ne Beleidigung …so ne Messe lesen…

Reinhard Meßner sagt: Wir hatten noch nie so viele <Gelesene Messen> wie heute! 1. Durch die Änderung der Gebetsrichtung- die übrigens vom Konzil weder gewollt noch beabsichtigt war-sondern handstreichartig—das war ein Putsch! -dabei bleibe ich, kann das auch belegen, darüber müssen wir ein andermal reden - diese Ausrichtung der Gebetsrichtung zur Gemeinde hin ist ein liturgischer Putsch (liturg. Pfusch ? -Einf. von EvT!) dafür gibt es keine Tradition. Ganz einfach…das ist von einer kleinen Putschistentruppe- ich sag‘ das jetzt mal etwas boshaft und spitz- ist das sehr geschickt lanciert und durchgesetzt worden. Und das wird dann auch- wenn ich es selber auch nicht mehr erlebe- keinen Bestand haben. Das wird sich…diese Tradition, die keine ist…Das wird sich ändern!! Da bin ich ganz sicher. Weil es keine Tradition ist, die bleibt nicht; das wächst sich in der Kirche aus. Irgendwann wird man sagen…murmelmurmel…ach Gott ja…Manchmal sehen Sie das an einem Baum auch – da ist irgendwo ein Schnitzer drin – irgendwann ist der wieder zu. Ja, so wird das in diesem Punkt auch sein.

Es hat keine Tradition - es hat auch bei den strengen Lutheranern – ach gucken Sie doch überhaupt bei den Lutheranern – die haben die Gebetsrichtung beibehalten. murmelmurmel…Es entsteht- das sagt Reinhard Meßner, ein unverdächtiger Zeitzeuge, immer eine Publikumssituation, die für ein Beten absolut verhängnisvoll ist, absolut verhängnisvoll!! Und deshalb haben wir ständig <Gelesene Messen>…und zwar klerikal geles’ne Messen…auch wenn das nicht Priester (Nichtpriester?) sind: Kinder, Frauen…alles was so gibt im menschlichen Bereich, ja? Jede Sorte darf da vorne hin und darf da Texte vorlesen, das sind alles geles’ne Messen! Was da an Texten vorgelesen wird…alles wird vorgelesen – das ist wie eine Dichterlesung. Ja, von unterschiedlichsten Bereichen…und das ist ja eine interessante Beobachtung - -ich hätte mich gar nie getraut, das so zu sagen– ich kann mich hier aber auf Meßner berufen- er sagt…er sagt: Im Grunde führt das eigentlich zu einem Liturgieinfarkt - den wir de facto haben!

Weil diese Publikumssituation erträgt überhaupt niemand und zwar – das muß ich jetzt einmal uneigennützig sagen – vielleicht kommt das bei dem einen oder andern klerikal an- es ist nicht so gemeint: aber man muß sich auch einmal in die Lage des Zelebranten versetzen: D A S I S T G R A U E N V O L L !– immer dieses Publikum vor sich zu haben…--dabei hat die…die richtige Tradition, die wir seit 2000 Jahren haben…sie kennt diesen Klerikalismus nicht, sondern die hat - Priester und Gemeinde, die wir im Ersten Kanon wieder finden werden - Priester und Gemeinde haben die gleiche Ausrichtung: Der Priester betet MIT der Gemeinde- nicht GEGEN sie…er betet MIT ihr…mit ihr wendet sich der Priester hin zu Gott. Das ist doch was anderes. …."
Wer das nachhören/sehen/schauen/genießen möchte...HIER KLICKEN!!!
Hier ein weiterer, und wie ich finde, sehr überzeugender Text über Die Notwendigkeit der täglichen Feier des Heiligen Messopfers.
arbeitskreis-katholischer-glaube.com/…/taegliche_messe…
Vor dem V2 war diese Praxis ganz normal; wir verstanden auch, warum "DAS" für die Priester so wichtig war. Da brauchte man keine großartigen Erklärungen, es war der Hausverstand, der uns das sagte:

Die tägliche Hl. Messe... auch ohne Volk!

Vor einigen Tagen erschien ein Schreiben der Kongregation für den Klerus über die tägliche Feier der hl. Messe. Ich hatte das Thema vor eineinhalb Jahren (More
Vor dem V2 war diese Praxis ganz normal; wir verstanden auch, warum "DAS" für die Priester so wichtig war. Da brauchte man keine großartigen Erklärungen, es war der Hausverstand, der uns das sagte:

Die tägliche Hl. Messe... auch ohne Volk!

Vor einigen Tagen erschien ein Schreiben der Kongregation für den Klerus über die tägliche Feier der hl. Messe. Ich hatte das Thema vor eineinhalb Jahren (hier) mal angesprochen. Nun gibt es also auch aus Rom entsprechende Impulse: "Die tägliche Feier der Heiligen Messe auch in Abwesenheit von Gläubigen" (Hier zu finden.) Es sei im ganzem zitiert, weil es so ein wertvoller Text ist:
Hier weiterlesen!!
Delphina likes this.
singular
Das wäre eine gute Idee, Seminarist ! Geht aber leider nicht .
Änderung seitens der Redaktion nicht vorgesehen .
Einmal singular, immer singular !
Seminarist
Latein ist tot, Latein ist out !

Dann aber schnell den Benutzernamen ändern, sonst sind Sie auch out!

singular
Doch, das ist das Ziel !
Lateinisch zu Können, zu verstehen und nicht irgendetwas in den Bart zu murmeln!
Dominus vobiscum! Et cum spiriti tuo......

Während es für die Priester Grundvoraussetzung war und ist, Latein zu beherrschen ( mußte mir allerdings aus berufenem Mund sagen lassen, dass selbst bei den heutigen
Seminaristen die Latein-Kenntnisse eher dürftig snd ), zumal viele theologische …More
Doch, das ist das Ziel !
Lateinisch zu Können, zu verstehen und nicht irgendetwas in den Bart zu murmeln!
Dominus vobiscum! Et cum spiriti tuo......

Während es für die Priester Grundvoraussetzung war und ist, Latein zu beherrschen ( mußte mir allerdings aus berufenem Mund sagen lassen, dass selbst bei den heutigen
Seminaristen die Latein-Kenntnisse eher dürftig snd ), zumal viele theologische Texte nur in Latein vorliegen, kannte das einfache Volk, das dumpe, kein einziges Wort Latein ! Wie auch ??

Und heute ???
Ist es noch viel schlimmer ! Bis auf ein paar versprengte Gymnasiasten, die Medizin oder
Theologie studieren wollen, interessiert sich niemand mehr für die lateinische Sprache,
latina, die treue Seele einmal ausgenommen, war es doch ihr Beruf !
Ob es sie heute allerdings noch interessiert, sei einmal dahin gestellt, sie beherrscht
die Sprache aber .

Daher, gute Idee des Vatikan, Messen bitte in der jeweiligen Landesprache abzuhalten.
Na klar, können auch einige Fragmente in Latein eingearbeitet werden.
Das schafft Nähe zum Christen-Volk. Sehr schön !!

Latein ist tot, Latein ist out !

tutor
Ganz pöse Jungens, diese Modernisten !
Vorsicht, Nicht anfassen, bissig !!!!
Seminarist
Hannes1, das sind eben die Modernisten, vor denen Pius X. gewarnt hat.
Hannes1
Kirchenhistoriker: Krise nicht dem Konzil anlasten

Lange Phase der Säkularisierung begann schon 60 Jahre vorher

Ja, schon nach dem Krieg beklagten viele Menschen den "Niedergang des religiösen Lebens"...durch den Krieg hätten viele Menschen den Glauben verloren...mir als Kind der damaligen Zeit, ist da die "weinende Madonna in Syrakus" als Beispiel dafür genannt worden.

Düsseldorf (KAP) In …More
Kirchenhistoriker: Krise nicht dem Konzil anlasten

Lange Phase der Säkularisierung begann schon 60 Jahre vorher

Ja, schon nach dem Krieg beklagten viele Menschen den "Niedergang des religiösen Lebens"...durch den Krieg hätten viele Menschen den Glauben verloren...mir als Kind der damaligen Zeit, ist da die "weinende Madonna in Syrakus" als Beispiel dafür genannt worden.

Düsseldorf (KAP) In der Debatte um den Kurs der katholischen Kirche warnt der Bochumer Kirchenhistoriker Wilhelm Damberg davor, das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) für alle Krisenerscheinungen verantwortlich zu machen. Der Rückgang von Kirchenbesuchern, Priesterberufungen und Ordensnachwuchs habe bereits viel früher eingesetzt, sagte Damberg in einem Interview mit der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Es handle sich um eine lange Phase der Säkularisierung, die teils schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen habe.

Wie gesagt, so wurde das auch in den 50er Jahren schon empfunden...damals sprach Dr. Ratzinger Joseph :
<<Es muss wieder klar werden, dass Sakramente ohne Glauben sinnlos sind, und die Kirche wird hier allmählich und in aller Behutsamkeit auf einen Aktionsradius verzichten müssen, der letztlich eine Selbsttäuschung und eine Täuschung der Menschen einschließt. Je mehr die Kirche hier die Selbstabgrenzung, die Unterscheidung des Christlichen, wenn nötig zur kleinen Herde hin, vollziehen wird, desto realistischer wird sie auf der zweiten Ebene, auf der der Glaubensverkündung, ihre Aufgabe erkennen können und müssen<<

www.vatican-magazin.de/…/120-disputa-620…
Hannes1
Nicht alles, was heute liturgische Praxis sei, lasse sich durch Konzilstexte begründen, sagte Kurienkardinal Kurt Koch auf einer Tagung (1), die die Theologie Joseph Ratzingers zum Thema hatte. So sei beispielsweise nirgends die Rede davon, daß der Priester die Eucharistie den Gottesdienstteilnehmern zugewandt leite, so der Kurienkardinal. (s. Bericht HIER bei kath.net)
@Zet.
Es ist nicht das Ziel, Latein zu kennen im Sinne von Können!
Latein ist einfach , wie es unsere Altvorderen erkannt haben, die gemeinsame Sprache der Kirche. Sozusagen als "kleine Wiedergutmachung" der "babelonischen" Sprachverwirrung.

Irgendwie waren meine Vorfahren "g'scheider" als wir heute; man wusste, was die Gebete der Priester bedeuteten, kannte die Grundgebete auf Latein, eben …More
@Zet.
Es ist nicht das Ziel, Latein zu kennen im Sinne von Können!
Latein ist einfach , wie es unsere Altvorderen erkannt haben, die gemeinsame Sprache der Kirche. Sozusagen als "kleine Wiedergutmachung" der "babelonischen" Sprachverwirrung.

Irgendwie waren meine Vorfahren "g'scheider" als wir heute; man wusste, was die Gebete der Priester bedeuteten, kannte die Grundgebete auf Latein, eben durch den häufigen Besuch der Hl. Messe...und antwortete!!
Es war ja nicht die Voraussetzung, die latein. Sprache als solche "zu können"!
Die "übrige Unterweisung im kath. Leben" funktionierte auf deutsch und das in vielem besser als heute.
Ich denke gerne an die sonntagnachmittägigen Katechesen meiner Großtanten zurück, die uns aus der "Biblischen Geschichte" vorlasen, Psalmen erklärten anhand der tägl. Unbill...und dies verständlicher und einleuchtender konnten, als so mancher Theologe das heute beherrscht!!
Seminarist likes this.
Zet.
etv
Mir scheint, viele traditionstreue Katholiken heute bewundern mehr das Latein als dass sie es kennen.
Der lateinische Artikel De Relationibus inter Ecclesiam et Statum im estomiles-Blog zum Beispiel gehört dort zu den am wenigsten angeklickten.
Am Inhalt kann es kaum liegen, denn das Thema wird oft und heftig zwischen Traditionalisten und Zweitvatikanisten diskutiert.
Haben wir darauf Antworten??

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel: Latein

Wie sollen wir damit umgehen, dass unsere lateinische Muttersprache im mutmaßlich größten Teil der Kirche unter meistens gut gemeinten Vorsätzen der Zugangserleichterung de facto ausgemerzt wurde und die folgenden Generationen den Anschluss nun allermeistens verloren haben? Führte das Abschaffen des prägend genuin …More
Haben wir darauf Antworten??

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel: Latein

Wie sollen wir damit umgehen, dass unsere lateinische Muttersprache im mutmaßlich größten Teil der Kirche unter meistens gut gemeinten Vorsätzen der Zugangserleichterung de facto ausgemerzt wurde und die folgenden Generationen den Anschluss nun allermeistens verloren haben? Führte das Abschaffen des prägend genuin Katholischen als Corporate Identity nicht zu einer Neufindung und Aufspaltung in Laxe, Katholo-evangelikale, Abgewandte, Charismatische, und Katholo-orthodoxe, die deswegen so sind, weil die Eigenheit des Katholischen gefehlt hat und sie sich gewissermaßen neue Stile suchen mussten? Hat das Ablegen des Lateinischen uns eine tiefere Mitfeier und eine größere Unmittelbarkeit erzielt? Haben wir besser dadurch die Glaubenswahrheiten verstanden? Welchen geistlichen Gewinn brachte es uns, die Sprache der Vorfahren zu verlassen? Soll Latein auch von uns begraben werden? Passt es nicht mehr in die Zeit? Oder passt es sogar viel besser in die Zeit, wenn man die Klischees wie bei einer Zwiebel die Häute entfernt, um auf den Kern zu stoßen? Und überhaupt: warum haben so viele diese schon fast ans Irrationale grenzende Abneigung bis Hass, wenn sie ans Latein überhaupt denken? Wie neu beginnen? Wie die Identität wieder finden? Wie können wir Anschluss an die Menschen in ihrer Lebenswelt finden ohne unsere Substanz und Identität zu verlieren?
Ach Gott, ja Elsa sagt's auch...

Puh.

>>So honorig viele Verfechter der alten Messe auch sein mögen (man denke nur an den Philosophen Robert Spaemann), und so ehrenwert das Beharren vieler ihrer Anhänger auf Disziplin und Ordnung in der Liturgie ist - keine Gruppe wird von der Ästhetik der alten Messe stärker angezogen als Männer, die Männer lieben. Der Kult um kostbare Gewänder und üppige …More
Ach Gott, ja Elsa sagt's auch...

Puh.

>>So honorig viele Verfechter der alten Messe auch sein mögen (man denke nur an den Philosophen Robert Spaemann), und so ehrenwert das Beharren vieler ihrer Anhänger auf Disziplin und Ordnung in der Liturgie ist - keine Gruppe wird von der Ästhetik der alten Messe stärker angezogen als Männer, die Männer lieben. Der Kult um kostbare Gewänder und üppige Spitzen, das von allerlei erotischen Konnotationen umgebene heilige Spiel, die asexuellen Darstellungen der Gottesmutter Maria und eine überbordende Reliquienverehrung sind das öffentliche und seit Benedikt XVI. wieder päpstlich approbierte Gegenstück zu einer privaten Parallelwelt, in der den Reliquien allerlei Fetische entsprechen: der Marienverehrung der Kult um Magermodels und mädchenhafte Schlagersängerinnen; dem frauenfreien Altarraum die Männersauna und der Darkroom; und dem levitierten Hochamt mit Goldbrokat, Manipel und Spitzenrochetts das Tuntenballett.<<

Wer hat's geschrieben? Richtig. Es kann nur einen geben. Vielleicht auch zweie..

Wenn das alles denn wirklich zuträfe, dann müssten doch manche deutsche Jesuiten, die öffentlich von "Mehr Erotik bei der Firmung" herumtheologisieren, rauschende Pompmessen feiern, dass es nur so kracht.
Man hört nur so wenig davon, ich frage mich, woran das eigentlich liegt ...

Aber mal im Ernst: Es reicht jetzt mit dem schwülen Geschreibsel um die Alte Messe oder rote Schuhe. Wirklich.
Diese Messe war die Messe von - natürlich nicht nur - Edith Stein, Maximilian Kolbe, Franz Jägerstätter und jeder Menge anderer Märtyrer weltweit. DIESE Gruppe ist vermutlich weitaus zahlreicher als die andere, von Herrn Deckers angeführte.
Es ist echt mal gut jetzt, ja!
Fünf Mythen über Gottesdienste in der frühen Kirche

Ein Patristiker aus den USA betreibt ‚Entmythologisierung’ über Zelebrationsrichtung, Handkommunion, Liturgiesprache, die Rolle der Laien und die konstantinische Wende.

Bedford (kath.net/jg)
Michael Foley, Professor für Patristik an der Baylor University in Texas, nimmt in einem Artikel im CRISIS Magazin fünf Mythen über die Liturgie der …More
Fünf Mythen über Gottesdienste in der frühen Kirche

Ein Patristiker aus den USA betreibt ‚Entmythologisierung’ über Zelebrationsrichtung, Handkommunion, Liturgiesprache, die Rolle der Laien und die konstantinische Wende.

Bedford (kath.net/jg)
Michael Foley, Professor für Patristik an der Baylor University in Texas, nimmt in einem Artikel im CRISIS Magazin fünf Mythen über die Liturgie der Heiligen Messe in der frühen Kirche auf Korn.

1. Zelebrationsrichtung
In den 1930-er Jahren seien viele Liturgieexperten der Ansicht gewesen, die Priester in der frühen Kirche hätten die heilige Messe zum Volk gewandt gefeiert. Dies wurde mit den frei stehenden Altären begründet, die in vielen frühen Kirchen gefunden wurden. Neuere Untersuchungen ergaben, dass das Volk und der Priester die heilige Messe nach Osten gewandt feierten, wie es beispielsweise der Oratorianer Uwe Michael Lang in seinem Buch „Conversi ad dominum“ zeige, schreibt Foley.

2. Handkommunion
Ähnlich sei es hinsichtlich der Kommunion gewesen, fährt Foley fort. Vor fünfzig Jahren waren alle Experten der Meinung, in der frühen Kirche sei die Kommunion den Gläubigen in die Hand gegeben worden. Heute ist man sich nicht mehr so sicher. Die Handkommunion war Brauch in einigen Gemeinden der frühen Kirche, aber die Mundkommunion sei wahrscheinlich genau so alt. Die Kommunion wurde auch nur von Priestern ausgeteilt, nicht von Laien.

Papst Benedikt XVI., der die Kirchenväter genau kenne, spende jedenfalls ausschließlich die Mundkommunion, schreibt Foley.

3. Liturgiesprache
Ein weiterer Mythos besagt, die frühe Kirche hätte die heilige Messe in der Landessprache gefeiert. Tatsächlich wurde die Messe während der ersten drei Jahrhunderte in Rom in griechischer Sprache gefeiert, die nur wenige der Gläubigen verstanden haben. Die später erstellte lateinische Übersetzung unterschied sich in der Sprache deutlich von der Alltagssprache. Sie enthielt hebräische und griechische Worte und Wendungen und war voller archaischer Ausdrücke.

4. Laien
Auch die Rolle der Laien war in der frühen Kirche nicht so ausgeprägt, wie es ein weiterer Mythos behauptet. Es gab stattdessen mehr Weihegrade. Damit sind die sogenannten „niederen Weihen“ gemeint, die heute noch im außerordentlichen Ritus gespendet werden.

5. Prä- versus postkonstantinische Kirche
Hinter all diesen Mythen stehe ein „Meta-Mythos“. Dieser behaupte, dass es einen Bruch in der Kirche gegeben habe, nachdem der römische Kaiser Konstantin das Christentum zu Beginn des vierten Jahrhunderts legalisiert hatte. Aus der einfachen und unverfälschten „Kirche des Volkes“ sei nach der konstantinischen Wende eine klerikale und hierarchische Kirche geworden. Tatsächlich überwog die Kontinuität.

Selbst wenn die Mythen wahr wären, würde das alleine keine Rückkehr in die frühkirchliche Ära rechtfertigen, schreibt Foley abschließend. Papst Pius XII. habe bereits 1947 davor gewarnt, die Vergangenheit zu idealisieren und alles abzulehnen, was sich mit Zustimmung der Kirche im Lauf der Jahrhunderte organisch entfaltet habe (Mediator Dei 64).
5 more comments from elisabethvonthüringen
Achja, zum Priesterseminar: Es ist das in Freiburg gemeint... in den vergangenen Jahren war es nicht selten, dass dort, meist verdeckt, manchmal auch offen, gegen die "alte" Messe polemisiert wurde. Ein Seminarist der die Mundkommunion bevorzugte, musste, zumindest noch vor kurzem, damit rechnen, Probleme zu bekommen. Liegt es an mir, oder ist es dezent heuchlerisch, wenn an diesem Ort …More
Achja, zum Priesterseminar: Es ist das in Freiburg gemeint... in den vergangenen Jahren war es nicht selten, dass dort, meist verdeckt, manchmal auch offen, gegen die "alte" Messe polemisiert wurde. Ein Seminarist der die Mundkommunion bevorzugte, musste, zumindest noch vor kurzem, damit rechnen, Probleme zu bekommen. Liegt es an mir, oder ist es dezent heuchlerisch, wenn an diesem Ort regelmäßig (mindestens einmal alle zwei Jahre) dort eine Messe in byzantinischem Ritus gefeiert wird (mit "Rücken zum Volk", mit extra Vergebungsbitte des Priesters, mit vielen "Doppelungen" und, Schreck lass nach!, mit Mundkommunion!!)? Der Anblick eines Manipels lässt dort die Haare zu Berge stehen, aber ein Epigonatium ist no big deal... Man erfreut sich an dieser ehrwürdigen Liturgie (exotisch, kurios?), man schätzt das Ehrwürdige, das Alter, man bildet sich und dankt recht herzlich. Aber bringt man die "alte" Messe ins Gespräch, bricht Winter ein.
Es muss an mir liegen... invenimus.blogspot.co.at
Heiligkeit

Ebenso hat der Heilige Vater den Verlust der Sakralität der Eucharistie beklagt.

Das Heilige ist das, was Gott ausschließlich gehört. Niemand, der nicht eigens von ihm dazu bestimmt ist, darf ihm nahen, es berühren, mit ihm umgehen. Auch herrscht im Heiligtum das heilige Schweigen. Vor Gott befällt den Menschen eine heilige Scheu, die Ehrfurcht. Er wird demütig, geht in sich, …More
Heiligkeit

Ebenso hat der Heilige Vater den Verlust der Sakralität der Eucharistie beklagt.

Das Heilige ist das, was Gott ausschließlich gehört. Niemand, der nicht eigens von ihm dazu bestimmt ist, darf ihm nahen, es berühren, mit ihm umgehen. Auch herrscht im Heiligtum das heilige Schweigen. Vor Gott befällt den Menschen eine heilige Scheu, die Ehrfurcht. Er wird demütig, geht in sich, sammelt sich und öffnet sein Ohr.

Gewiss findet sich diese Haltung noch bei einzelnen Gläubigen und Priestern.

Aber seit 50 Jahren fehlen vielerorts die Dämme gegen die Flut der Profanität, ja Banalität.

Der heutige Mensch ist Konsument, er will in die Hand bekommen, er will genießen und verbrauchen. Er will Besitz ergreifen, will alles haben, was er braucht. Er kennt keine Distanz, kein Warten, keine Zurückhaltung.
War das Symbol der alten Messe das Velum, so ist es jetzt die ausgestreckte Hand: „Ich will alles, und zwar sofort.“

Ausschnitt aus: Andreas Wollbold, Fünf Jahre „Summorum Pontificum“ – Eine geistliche Bilanz, UVK 3-2012
Die „Kaplanei Grafendorf“ und die Seelsorger

Die Kaplanei Grafendorf gehörte ursprünglich zum Stift Ossiach, war später eigene Pfarre, gehörte vorübergehend zu den Pfarren St. Andrä-Lienz und Dölsach, wurde unter Kaiser Josef II. 1786 wieder eigene Kaplanei und 1891 wieder eigene Pfarre
(Auszug aus der Bezirkskunde Osttirol).

Somit kann unsere Pfarre Grafendorf heuer auf 120 Jahre Eigenständig…More
Die „Kaplanei Grafendorf“ und die Seelsorger

Die Kaplanei Grafendorf gehörte ursprünglich zum Stift Ossiach, war später eigene Pfarre, gehörte vorübergehend zu den Pfarren St. Andrä-Lienz und Dölsach, wurde unter Kaiser Josef II. 1786 wieder eigene Kaplanei und 1891 wieder eigene Pfarre
(Auszug aus der Bezirkskunde Osttirol).

Somit kann unsere Pfarre Grafendorf heuer auf 120 Jahre Eigenständigkeit zurückblicken. Rückblicke bergen in sich automatisch die Gefahr der Glorifizierung. „Früher war alles besser“, sagt man so leichthin. Es stimmt nicht, früher war vieles (nicht) leichter, manches naturgemäß besser, es war aber alles einfach anders!

Ich will in diesem Rückblick vorwiegend auf die Priester dieser 120 Jahre eingehen. Eine Eigenschaft in meinem Kinderleben kommt mir dabei sehr zugute; es war das (Zu-und An-)hören der Geschichten, Erinnerungen und Gefühle der alten Menschen in meinem Umfeld. Es blieb vieles hängen, wofür ich heute sehr dankbar bin. Meine Großtante Anna Hintersteiner war sehr gebrechlich und konnte in den späten 50erJahren nicht mehr in die Kirche gehen. So lud sie jeden Sonntag andere Leute ein, nach der Messe zu kommen, ihr den Segen zu bringen und zu „hoagascht’n“. Sie war für ihre Zeit schon eine moderne „Pfarrcafe-Organisatorin“, nur dass sich die Gespräche viel mehr um Gott, seine Gebote und seine Diener drehten, als heute.

Ab 1891 wirken bis 2011 acht selbstständige Geistliche und zwei Aushilfspriester in unserer Pfarre. Unter Kaplan Peter Paul Meßner wurde Grafendorf wieder eine eigenständige Pfarre.

Über Peter Paul Meßner (geb. in Albeins am 24.1. 1831), der als Kaplan im Juni 1868 nach Grafendorf kam und bis 1897 hier Pfarrer war, erzählte man sich, dass er ein „Managementtalent“ gewesen sei, das Zusammenhänge jeglicher Art erkannte. Soviel ich mich erinnere, hatten die alten Leute (meine Großtante war bei seinem Tod 13 Jahre alt) davon berichtet, dass er so beflissen „Wetter läutete“; und es hätte immer geholfen. Diese „Kleine Glocke“ (ich vermute, es ist die alte Sterbeglocke - heute bei der Aufbahrungshalle hängend), hätte mit ihrem durchdringenden Klang alle Wetter vertrieben. Er hätte auch sehr gut predigen können, vor allem immer wieder auf die Heiligen und ihre „Zuständigkeiten“ verwiesen. Pfarrer Meßner kannte alle ihre Stärken und Attribute und beschäftigte sie als seine „Angestellten“ in hohem Maße. Wohl nicht zuletzt deshalb wurde ihm im Jahre 1891 die Leitung der Kaplanei als Pfarrer übertragen und damit Grafendorf wieder eine eigene Pfarre. Peter Paul Meßner sei als begnadeter Seelsorger gestorben (16.10.1897) und liegt auch hier begraben.

Sein Nachfolger Pfarrer Franz de Paula Mair kam 1898 nach Grafendorf und wirkte hier bis Mai 1913. Er dürfte nach den Erzählungen ein etwas überkorrekter Beichtvater gewesen sein. Da gab es einmal einen größeren Krach (nach dem Missbrauch-Tsunami, der die heutige Kirche überrollte, darf man das schon erzählen): Die Kinder wollten nicht mehr zur Beichte und erzählten, dass der Grund die peinliche Fragerei über das 6. Gebot sei…ob man beim Schlittenfahren wohl den „Kittel“ festgehalten hätte, die Buben nicht unter denselben schauen ließe…

Jedenfalls platzte meiner Urgroßmutter (eine sehr resolute Dame!), der „Peheimbäuerin“ Maria Schneeberger (verw. Walder) der Kragen und sie stellte Hochwürden auf dem Kirchplatz’l zur Rede. Es sei eine Schande, dass er den Kindern „Sünden“ einrede, die die gar nicht begangen haben könnten und die Eltern unter diesen Umständen die Kinder nicht mehr zu ihm in den Beichtstuhl ließen. Das zeigte Wirkung! Der Pfarrer gelobte vor dem „Rat der Weisen“ (Kirchenprobst) Besserung und die Sache war bereinigt!

Bis heute überliefert ist auch seine Bemerkung an eine der schönen Plojertöchter, die mit - wohl zu - kurzen „Schalk-Ärmeln“ auftauchte: „Ein Muster der Flatterhaftigkeit“! Gebetet hätte Pfarrer Mair aber viel, vor allem seien ihm die Anbetungsstunden der „Stände“ sehr wichtig gewesen. Pfarrer Franz Mair war am 16. März 1857 in Nußdorf geboren und starb am 24. 9.1927 in Maria Saalen /Lorenzen im Pustertal. Er fand seine letzte Ruhestätte am 3. Oktober auch hier im Friedhof. (In wirklich ehrlich gemeinter Dankbarkeit sorgte die Gemeinde Gaimberg für die Überführung).

Im Mai 1913 wurde dann Pfarrer Johann Burger Seelsorger in Grafendorf. Er war am 30. August 1877 in Gsies in Südtirol geboren und wirkte hier bei uns bis in das Jahr 1931. In diesem Jahr übersiedelte er dann nach Virgen, ist dort am 7. 10. 1957 gestorben und liegt auch dort begraben. Seine treue Haushälterin in Virgen war die „Schuster Franze“, Frau Franziska Klaunzer, eine Schwester des ehemaligen Bürgermeisters Johann Klaunzer. Pfarrer Burger sei ein strenger, aber besorgter Hirte gewesen, allerdings etwas „erpresserisch“, wie die „Freimann Ann“ öfters erzählte. Der Satz…“dann wead da guate Hons seine sieben Zwetschken pack‘n und giah’n“ kam immer dann zur Anwendung, wenn etwas nicht zur vollsten Zufriedenheit des „Hons‘ “ ablief und er öfters den Zeigestab „beflügelte“…er sei aber nie grob geworden in der Schule und man hätte viel gelernt in der Religionsstunde! Auch hätte er sehr darunter gelitten, wenn es wieder einmal galt, eines gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges zu gedenken oder die Todesbotschaft den Angehörigen zu überbringen. Er trauerte sehr um die jungen Burschen, die „im Felde ihr Leben lassen mussten“.

Über Pfarrer Josef Koller erfuhr ich dann schon viel von meiner Mutter Anna Duregger. Pfarrer Josef Koller kam am 1.6. 1931 nach Grafendorf, also vor 80 Jahren und es gibt noch Zeitzeugen, die allerhand „G’schichtl’n“ wissen. Er war am 16.10. 1881 in Anras geboren. Hier in Gaimberg war er sehr geschätzt und auch gefragt. Fiel in seine Amtszeit doch der Zweite Weltkrieg mit all seinen Wirrnissen und Schrecken und es war eine Zeit der Herausforderung wohl für jeden Seelsorger. Meine Mutter schätzte an ihm besonders die Religionsstunden, die seien nie langweilig gewesen. Auch war er der erste Priester, der die Schülermessen in deutscher Sprache zugelassen hat, die Kinder durften aus den kleinen schwarzen Büchlein vorbeten…“Zum Altare Gottes will ich treten, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf“.

Auch war es Pfarrer Koller, unter dem die „Andacht zur Schmerzensmutter im Grüft’l“ besonders gepflegt wurde. Es kamen viele Mütter, die ihre Söhne im Feld hatten, um die Fürsprache und den Schutz der Gottesmutter zu erbitten. In diesen Kriegsjahren betete er viel für die Kriegsteilnehmer der Gemeinde. Aus dieser Zeit habe ich noch Briefe, die er meinem Vater, dem „Grießmann Peter“ und den „Gorele Buben“ Seppl und Peter ins „Feld“ geschrieben hat. Im Jahre 1946, als der Krieg zu Ende war, erkrankte Pfarrer Josef Koller schwer und „hauchte am 21. Dezember1946 im Krankenhaus Lienz seine edle Seele aus. Am Heiligen Abend wurde der brave, unermüdliche Seelsorger auf dem stillen Gottesacker in Grafendorf zur ewigen Ruhe beigesetzt. In tiefer Trauer und mit rührender Dankbarkeit gaben ihm die Gemeindeangehörigen und zahllose Freunde von nah und fern das letzte geleite. Sein Leben war wahrhafter Gottesdienst in stets hilfreicher Nächstenliebe. Er war ein aufrechter Österreicher, ein Kämpfer für Wahrheit und Recht, ein unbeugsamer Charakter und ein Tiroler vorbildlicher Prägung. Ein stilles, aber leuchtendes Beispiel gottgewollter Pflichterfüllung.“ (Auszug aus dem Sterbebild)

Bei der Recherche zu diesem Beitrag las ich auch immer wieder die Lebensbeschreibungen auf den Sterbebildchen dieser Priester, da kamen mir die Abschnitte aus dem Alten Testament Gen 12 in den Sinn. Es ist das Thema jedes geistlichen Lebens:„Aufbruch und Segen“. Das gilt bis heute!“Zieh‘ weg, geh‘ für dich selbst, zieh‘ hinaus aus den irdischen Angelegenheiten, die dich umgeben“; es ist ein Weg, den man allein gehen muss. Man muss ein Fremder in der Welt werden, um sie klarer sehen zu können, ein Reisender um einen Ruheplatz zu finden. Abram ist Gottes Eigentum, nicht das der Welt. Die Einsamkeit Abrams nimmt die Einsamkeit aller religiös Suchenden vorweg. (Hochschulpfarrer Dr. Johannes Kreier /Saarbrücken)
Die „Kaplanei Grafendorf“ und die Seelsorger“

Teil II


Zu diesem zeitgeschichtlichen Rückblick wurde ich durch unseren jetzigen Dorfchronisten Franz Wibmer inspiriert, der bereits im Jahre 1985 einen Rückblick auf „200 Jahre Seelsorge in Grafendorf“ verfasste und im „Osttiroler Bote“ veröffentlichte.

Unsere Pfarre kann heuer auf 120 Jahre Eigenständigkeit zurück blicken. In der vergangenen …More
Die „Kaplanei Grafendorf“ und die Seelsorger“

Teil II


Zu diesem zeitgeschichtlichen Rückblick wurde ich durch unseren jetzigen Dorfchronisten Franz Wibmer inspiriert, der bereits im Jahre 1985 einen Rückblick auf „200 Jahre Seelsorge in Grafendorf“ verfasste und im „Osttiroler Bote“ veröffentlichte.

Unsere Pfarre kann heuer auf 120 Jahre Eigenständigkeit zurück blicken. In der vergangenen Ausgabe der „Sonnseiten“ nahm ich Bezug auf die Zeit ab 1891 bis zum Jahre 1946. Damals verstarb der sehr geschätzte Pfarrer Josef Koller, den etliche ältere Leute in unserer Pfarre noch als eifrigen Seelsorger selbst erleben konnten.

Nach dem Tode Pfarrer Kollers im Dezember 1946 kam für kurze Zeit der Aushilfspriester Franz Jancar, der 1947 von Pfarrprovisor Ferdinand Mair abgelöst wurde.

Aber bereits am 1. Juni 1947 wurde uns in Pfarrer Leonhard Wiedemayr ein rechtschaffener Seelsorger geschenkt. Er war am 26. August 1886 in Kartitsch geboren und wurde am 29. Juni 1910 in Brixen zum Priester geweiht. Er wirkte mit großem Seeleneifer als Kooperator in Außervillgraten, Thaur und Fulpmes, als Pfarrprovisor in St. Leonhard bei Brixen, als Pfarrer in St. Jakob i. D. und Lermoos. Dann war er…seine Kräfte in rastloser Arbeit für das Heil der Seelen verzehrend, der schlichte Pfarrer in Grafendorf/Gaimberg. Dort wurde er am 19. Mai zur stillen Ruhe gebettet…(Auszug aus dem Sterbebild). Pfarrer Leonhard Wiedemayr habe ich als „Eucharistischen Priester“ in kindlicher Erinnerung. Man suchte und fand ihn vielfach vor dem Tabernakel. Am 5. April 1959 führte er noch 10 Kinder zur Hl. Erstkommunion. Das sollte seine letzte Amtstätigkeit sein. Einige Tage später wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, wo er am 14. Mai verstorben ist. Das „Heil der Seelen“ lag diesem Priester besonders am Herzen; wie viele Versehgänge er bei jedem Wetter und zu jeder Zeit angetreten hat, mag wohl nur der Himmel wissen. Eine stille Freude war es Pfarrer Leonhard aber, wenn er zum „Peheim“ gehen konnte, um Radio Vatikan zu hören. In Erinnerung ist noch, als er anlässlich der Selig-und Heiligsprechung von Papst Pius X (1951 und 1954) zum „Radiolous‘n“ kam.

Nach dem Tod von Pf. Leonhard Wiedemayr kam für den Sommer 1959 Kaplan Enthofer, bis dann am 13. September Pfarrer Adolf Jeller aus Untertilliach installiert wurde und uns durch 30 Jahre mit seiner gütigen Haushälterin Paula ein herzlicher Priester geblieben ist. Der Unfalltod der beiden im Jahre 1989 erschütterte sehr, ebenfalls die beziehungsreichen Daten: Vorabend von Fronleichnam (24. Mai Pf. Jeller) und Großer Herz-Jesu-Freitag (2. Juni Paula Klammer). Diese Feste hielten die beiden zeitlebens sehr hoch und brachten ihnen große Wertschätzung entgegen. In die „Ära Jeller“ fiel so ziemlich alles hinein, was zu einem „Fall“ gehört: Das Konzil, die Kirchenrenovierung unserer Pfarrkirche, das „berühmte“ 68-ger Jahr und dessen Folgeerscheinungen, die Einführung der PGR-Wahl, Änderung der Zelebrationsrichtung, Streichung diverser Andachtsformen, Einführung der Fristenlösung u.v.a. mehr. Um es vorweg zu sagen, er hat sich nicht mit allen Neuerungen leicht getan. Ging das kirchliche Leben in der Gemeinde nach außen hin auch einen großteils konfliktfreien Weg, so spürte man doch schon im Stillen den leisen Glaubensabfall. Pfarrer Adolf Jeller gab sein Bestes, „…wenn er auch seine liebenswerten Marotten hatte, ein demütiger Geistlicher ist er geblieben…“betonte mein Vater, der damalige Bürgermeister Peter Duregger, öfters; er war ihm für die vorbildliche Zusammenarbeit auch sehr dankbar.

Die nachfolgende „Epoche“ musste sich schon mit den sichtbaren Folgen des „Konzilgeistes“ auseinandersetzen.

Nach einem nicht sehr geglückten Zwischenspiel mit Kaplan Jonny Huber (+2010) wurde unsere Pfarre Grafendorf ab Herbst 1988 von Pfarrer Otto Großgasteiger aus Nußdorf mitprovidiert. Ab 1992 verbrachte dann durch 10 Jahre hindurch Pfarrer Peter Girstmair seinen Ruhestand im Widum und unterstützte Pfr. Otto Großgasteiger in seelsorgerlichen Belangen. Pfarrer Peter Girstmair verstarb im März 2003; er feierte als Kriegsheimkehrer 1951 in der Heimatpfarre Gaimberg die Primiz. Das knapp 20jährige Wirken von Pfr. Otto Großgasteiger war geprägt von Genauigkeit, „Liebe zum Detail“( wie man so sagt ), auch mehreren Jubiläen, Einweihungsfeiern und gut gelungenen Festen. Mit der Verleihung des Ehrenringes der Gemeinde Gaimberg wurde ihm dafür im Herbst 2008 zu seiner Verabschiedung aufrichtig gedankt!

Im selben Jahr kam es zur Gründung des Seelsorgsraumes Lienz-Nord, dem Pfarrer Jean Paul Quedraogo als Leiter vorsteht. Der zunehmende Gläubigenmangel beinhaltet auch den dazugehörenden Priestermangel, was wiederum zu der vielbeschworenen „Strukturenänderung“ führt, wobei aber das wesentliche Manko übersehen wird, nämlich die fehlende Katechese und die Verkündigung.

Gelebter Glaube prägt auch die Kultur eines Volkes; gemünzt auf unsere Gemeinde heißt das, dass das „Leben durch das Kirchenjahr“ zu Gemeinsamkeit und Gemeinschaft, auch in der politischen Gemeinde, sehr wohl prägend wirken kann, es aber nicht nur bei diesem Aspekt bleiben sollte. Notwendig ist und bleibt die Seelsorge!

In Vikar Pfr.i. R. Alban Ortner und Pastoralassistent Mag. Georg Webhofer erfahren sowohl Pfarrer Jean Paul, als auch die Pfarrgemeinde darin wertvolle Stütze und Begleitung, die man sehr dankbar registriert.

„Von der Kaplanei zur Pfarre und zurück“ könnte man diese 120 Jahre zusammenfassen. Doch möchte ich abschließend Ida Friederike Görres (1901-1971) zu Wort kommen lassen, die in wahrhaft prophetischer Weise die „Zeichen der Zeit“ erkannt hat:

Die leibhaftige Kirche

Es gibt das 'Erwachen der Kirche' in den Seelen. Es gibt auch das 'Sterben der Kirche' in den Seelen. Wir erleben es rund um uns, mitten unter uns, selten als plötzlichen Zusammenbruch unter dem Blitzschlag einer Katastrophe,...sondern als das langsame, schleichende, unmerkliche Sterben an Erkältung und Verarmung, an geistlicher Unterernährung und Verhärtung.
Das schleppt sich dahin, bis die Kirche ihnen nur mehr als ein Äußerliches und Fremdes drückend, fordernd, herausfordernd gegenübersteht, nur mehr als Organisation, Zwang, Machtgebilde -auch dort, und das ist wichtig, wo sich noch kein Zweifel an ihrer Lehre erhoben hat.

Und in wie vielen Geistern kommt es weder zum Erwachen noch zum Absterben, sondern 'Kirche' ist und bleibt das unverstandene, durch die Taufe 'zufällig' auferlegte Joch, das aus Gewohnheit weitergeschleppt oder eines Tages 'erloren' wird, ohne jemals innerlich bejaht zu werden...

...der Gläubige hat in solcher Begegnung...die Nöte und Schwierigkeiten jener Verwirrten und Angefochtenen zunächst zu hören, aufzunehmen, ernst zu nehmen, auszusprechen und zu vertreten: nicht zuerst aus pädagogischen, gar aus taktischen Überlegungen, sondern aus Verpflichtung brüderlicher Liebe, welche das fremde Anliegen als das eigene erkennt. Wer soll denn 'die anderen' verstehen, wenn nicht wir? Etwa die Schadenfrohen, die Hämischen, alle, die Überläufer brauchen, alle, denen am Sterben des Glaubens gelegen ist? Zu wem gehören die Verstörten, wenn nicht zu uns? Wer soll 'schwach werden, wenn sie schwach werden', wenn nicht wir? Wer soll' brennen, wenn sie Ärgernis erleiden', wenn nicht wir?


(aus dem Vorwort, von Ida Friederike Görres, 'Die leibhaftige Kirche') —
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) wurden die freistehenden Altäre unter der Bezeichnung „Volksaltar“ durch die 1964 einsetzende Liturgiereform (beginnend mit der Instruktion Inter oecumenici 26. September 1964) in den meisten katholischen Kirchen eingerichtet. Hierzu ist folgendes zu bedenken: „Inter oecumenici hatte die Zelebrationsrichtung zu den Gläubigen hin gebilligt, …More
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) wurden die freistehenden Altäre unter der Bezeichnung „Volksaltar“ durch die 1964 einsetzende Liturgiereform (beginnend mit der Instruktion Inter oecumenici 26. September 1964) in den meisten katholischen Kirchen eingerichtet. Hierzu ist folgendes zu bedenken: „Inter oecumenici hatte die Zelebrationsrichtung zu den Gläubigen hin gebilligt, jedoch nicht gefordert. Das Konzil selbst hatte nicht ausdrücklich von celebratio versus populum oder der Errichtung neuer Altäre gesprochen. Erstaunlich schnell interpretierten dennoch fast alle Ortskirchen die bewahrende Empfehlung von Inter oecumenici als allgemein verpflichtende Norm. Nach 1964 kam es nicht nur in neu errichteter Kirchenarchitektur, sondern auch in kunsthistorisch bedeutenden Altbauten zu umfassenden Neuordnungen und Umbauten im Altarbereich bzw. Chorraum. An der Schwelle zwischen Presbyterium und Langhaus errichtete man einen neuen Altar, den sogenannten Volksaltar (coram populo). Räumlich war er den Gottesdienstteilnehmern näher gerückt und gut sichtbar, zudem freistehend und oft als quadratischer Block gestaltet, jedenfalls weniger breit als frühere Hochaltäre. Seine oftmals auch tischförmige Gestalt sollte den Mahlcharakter der Eucharistiefeier, die Mahlgemeinschaft des Gottesvolkes veranschaulichen.“[10].
Waren die „Volksaltäre“ in den Kirchen nach dem zweiten Vatikanum zunächst häufig nur Provisorien, sind sie inzwischen weithin durch ordentlich konsekrierte („geheiligte“) Altäre, also einen echten „Hauptaltar“ (= Hochaltar), abgelöst. „Nur auf ihm sind die heiligen Feiern auszuführen ... der alte nicht in besonderer Weise zu schmücken“ (Grundordnung des Römischen Messbuchs [2002] Nr. 303). Der zum Volk gewandte Altar („Volksaltar“) steht als neuer Hauptaltar der Kirche meist unter der Vierung oder dem Triumphbogen, in nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil neu begonnenen Kirchenbauten auch oft praktisch in der Mitte der versammelten Gläubigen.
Wo immer ein christlicher Altar steht, ist er ein herausgehobenes Symbol für Christus, zu dem beim Gebet Christen sich ausrichten oder um den sie sich versammeln können. Geist und Gebet am Altar richten sich immer, ob vom Vorsteher mit Rücken oder Gesicht zur Gemeinde gesprochen, zu Gott hin (ad Dominum). Einen Gegensatz von versus populum und versus/ad Deum gibt es folglich nicht[11]. In diesem Sinne hat Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien, 2008 die Entscheidung von Pfarrgemeinderat und Klerus der Wiener Stadtpfarre St. Rochus, zur Zelebration am Hochaltar zurückzukehren und den tragbaren Altartisch nur noch ausnahmsweise zu nutzen, gebilligt und ausdrücklich verteidigt[12].
Latina
ja die krise begann viel früher,endlich mal ausgesprochen!!!
Kirchenhistoriker: Krise nicht dem Konzil anlasten

Lange Phase der Säkularisierung begann schon 60 Jahre vorher

Ja, schon nach dem Krieg beklagten viele Menschen den "Niedergang des religiösen Lebens"...durch den Krieg hätten viele Menschen den Glauben verloren...mir als Kind der damaligen Zeit, ist da die "weinende Madonna in Syrakus" als Beispiel dafür genannt worden.

Düsseldorf (KAP) In …More
Kirchenhistoriker: Krise nicht dem Konzil anlasten

Lange Phase der Säkularisierung begann schon 60 Jahre vorher

Ja, schon nach dem Krieg beklagten viele Menschen den "Niedergang des religiösen Lebens"...durch den Krieg hätten viele Menschen den Glauben verloren...mir als Kind der damaligen Zeit, ist da die "weinende Madonna in Syrakus" als Beispiel dafür genannt worden.

Düsseldorf (KAP) In der Debatte um den Kurs der katholischen Kirche warnt der Bochumer Kirchenhistoriker Wilhelm Damberg davor, das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) für alle Krisenerscheinungen verantwortlich zu machen. Der Rückgang von Kirchenbesuchern, Priesterberufungen und Ordensnachwuchs habe bereits viel früher eingesetzt, sagte Damberg in einem Interview mit der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Es handle sich um eine lange Phase der Säkularisierung, die teils schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen habe.

Wie gesagt, so wurde das auch in den 50er Jahren schon empfunden...damals sprach Dr. Ratzinger Joseph :
<<Es muss wieder klar werden, dass Sakramente ohne Glauben sinnlos sind, und die Kirche wird hier allmählich und in aller Behutsamkeit auf einen Aktionsradius verzichten müssen, der letztlich eine Selbsttäuschung und eine Täuschung der Menschen einschließt. Je mehr die Kirche hier die Selbstabgrenzung, die Unterscheidung des Christlichen, wenn nötig zur kleinen Herde hin, vollziehen wird, desto realistischer wird sie auf der zweiten Ebene, auf der der Glaubensverkündung, ihre Aufgabe erkennen können und müssen<<

www.vatican-magazin.de/…/120-disputa-620…

Nach Darstellung des Professors für mittelalterliche und neue Kirchengeschichte gab es zu Beginn der 1960er Jahre eine weit verbreitete Sehnsucht nach neuen Gottesdienstformen.

Diese Sehnsucht nach neuen Gottesdienstformen gibt es heute auch wieder; z. B. Rosenkranzgebet, Tagesliturgien, Andachten, Lobpreis, Ölbergstunde, Beichtandacht usw..
Statt dessen begnügen wir uns mit kastrierten Messen-sprich WoGo's und meinen was wir nun für mündige Kirchgänger sind, die sich gegenseitig bereichern!


Wer sich heute die alte lateinische Messe zurückwünsche, übersehe, dass die Katholiken die damaligen Gottesdienste teils als lebensfremd und formalistisch empfunden hätten.
Das kann ich so nicht bestätigen; die betenden Katholiken waren schon so weit, dass für sie der HERR immer noch im Zentrum stand.

"Es ist eine nicht mit den Tatsachen übereinstimmende Erinnerung, wenn man meint, dass die Menschen damals während der Messen stundenlang andächtig lateinischen Gebeten und Gesängen gelauscht hätten", unterstrich der Historiker.
Nein, das war auch nicht stundenlang, weil es einem auch gar nicht stundenlang vorkam.
Das was man heute "stundenlang" anschauen muss, konnte man eben früher "stundenlang" anhören...die Gedanken waren sicher um einiges GOTT näher, als heute dem Priester.


"Fakt ist - das spiegeln auch die Ermahnungen des Klerus wider-, dass viele Leute zu spät in den Gottesdienst kamen und auch gleich nach der Wandlung wieder gingen, weil sie mit dem Besuch der Wandlung ihre Messpflicht erfüllt hatten. Während der lateinischen Messe beteten viele mit einem privaten Gebetbuch oder dem Rosenkranz."
Ja, das stimmt! Wenigstens kam man noch zur Wandlung, weil man die als das Wichtigste ansah! Man wohnte der Messe bei...Rosenkranzbetend und im Gebetbuch lesend. Man fühlte sich geborgen, weil man wusste: Da vorne steht einer, der Jesus Christus ganz nahe ist und der für uns Jesus gegenwärtig macht; für mich ein ganz wichtiges (und normales) Wissen...
JESUS IST DA!


Heute ist leider vieles davon nicht oder nur mehr sehr marginal vorhanden!
Durch die sogenannte "Tätige Teilnahme", die manchmal fast gymnastische Einlagen erfordert (Die Hände zum Himmel und dann klatschklatsch...WUWuWUO...) , friedeheischend grüßend Bussibussi werfend hinundher reichend und winkend und wankend...) ständig die Menschen um den Mahltisch anschauen müssend ...(bei meinem Mahltisch zu Hause kann ich wenigstens gesenkten Hauptes meine Suppe löffeln... )
und dann noch zur Medikamentenausgabe wie in der Kaserne schreitend...o Gott... ...Pfoti und ab!!!
Der Kreis ist in sich geschlossen, es dringt fast nichts mehr nach oben!
Richtige Richtung
10. September 2012
Das Wichtigste für den ersten Schritt ist nicht die Entfernung, sondern die Richtung.
Arno Backhaus