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Hl. Dorothea von Montau Reklusin, Mystikerin

Tina 13
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Hl. Dorothea von Montau Reklusin, Mystikerin * 6. Februar 1347 in Groß-Montau, dem heutigen Mątowy Wielkie in Polen † 25. Juni 1394 in Marienwerder, heute Kwidzyn in Polen Dorothea war das siebte …More
Hl. Dorothea von Montau

Reklusin, Mystikerin

* 6. Februar 1347 in Groß-Montau, dem heutigen Mątowy Wielkie in Polen
† 25. Juni 1394 in Marienwerder, heute Kwidzyn in Polen

Dorothea war das siebte von neun Kindern des aus Holland eingewanderten wohlhabenden Bauern Willem Swarte (Schwartze). Schon als Kind hatte sie ungewöhnliche Eingebungen und fühlte sich zu harter Buße getrieben. Der vermögende Schwertfeger Adalbert in Danzig, der schon über vierzig Jahre alt war, heiratete 1363 die 16-jährige Dorothea, sie wurde Mutter von neun Kindern, von denen allerdings nur eine Tochter überlebte, die später Nonne in Kulm - dem heutigen Chelmno - wurde.

Schon kurz nach der Hochzeit hatte Dorothea weitere religiöse Visionen. Ihr Mann versuchte, durch harte Behandlung seiner Frau deren ihm unbegreifliche Frömmigkeit auszutreiben, hatte aber keinen Erfolg. Mit Zustimmung ihres Mannes schloss sich Dorothea 1389 einem Danziger Pilgerzug nach Rom an, auch um auf den Spuren ihres Vorbildes Birgitta von Schweden zu wandeln. Während ihrer Abwesenheit starb ihr Gatte. 1390 verschenkte sie ihre Habe, ab 1393 lebte sie als Reklusin beim Dom in Marienwerder - dem heutigen Kwidzyn -, wo sie sich ganz ihren Visionen, dem täglichen Kommunionempfang und der Tröstung Ratsuchender hingeben konnte. Ihre Verzückungen, Visionen, Prophezeiungen, Liebeswunden und ihre Herzensschau hielt ihr Seelenführer, der Domdekan und Deutschordenspriester Johannes von Marienwerder, schriftlich fest.

Günter Grass beschrieb das Leben der Dorothea von Montau aus der Sicht ihres verbitterten Ehemanns in seinem Roman Der Butt.
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Während die hl. Dorothea nun zum Richtplatz geführt wurde, wo sie gleich durch das Beil ihr Leben hingeben sollte, nahte sich ihr der Geheimschreiber Theophilus und sprach höhnend zu ihr: 'Höre, du Braut Christi! Schicke mir doch aus dem Garten deines Geliebten einige Äpfel oder Rosen.' Mit heiligem Ernst sprach die Jungfrau zu ihm: 'Dein Verlangen wird erfüllt werden. Zweifle nicht, ich werde …More
Während die hl. Dorothea nun zum Richtplatz geführt wurde, wo sie gleich durch das Beil ihr Leben hingeben sollte, nahte sich ihr der Geheimschreiber Theophilus und sprach höhnend zu ihr: 'Höre, du Braut Christi! Schicke mir doch aus dem Garten deines Geliebten einige Äpfel oder Rosen.' Mit heiligem Ernst sprach die Jungfrau zu ihm: 'Dein Verlangen wird erfüllt werden. Zweifle nicht, ich werde dir Rosen und Äpfel senden.' - Angekommen auf dem Richtplatz warf sie sich auf die Knie und betete. Da stand plötzlich ein himmlischer Knabe vor ihr, der ihr drei Äpfel und drei Rosen darbot. 'Lieber Bruder', sprach Dorothea, 'bringe diese Gabe dem Jüngling Theophilus und sage ihm: 'Dorothea schickt dir diese Früchte und Blumen aus dem Garten ihres himmlischen Bräutigams.' Nach diesen Worten empfing sie den Todesstreich.
Mittlerweile erzählte lachend Theophilus seinen Freunden, was er von Dorothea begehrt und sie ihm zugesagt habe. Er stand gerade am Fenster, als plötzlich ein Knabe vor ihn hintrat, ihn zur Seite nahm und sprach: 'Diese Äpfel und Rosen schickt dir meine Schwester Dorothea aus dem Garten ihres Geliebten.' - Als er das gesprochen hatte, verschwand er. Staunend über die Schönheit der Früchte und Blumen, die er wirklich in seinen Händen hielt, obschon es Winter war, rief er vom göttlichen Licht erleuchtet aus: 'Wahrhaftig, es ist kein anderer Gott als der Gott der Christen. Der Glaube an Christus ist keine Täuschung. IHN allein will ich anbeten, IHM allein dienen.' Auf die Kunde hiervon ließ der Statthalter den Neubekehrten vor sich rufen, und da er ihn durch keine Drohung von dem Glauben an Christus abbringen konnte, ließ er ihn auf die Folter spannen, mit Fackeln brennen und dann enthaupten." (Georg Ott)

Das Todes-Wunder der hl. Dorothea (+288) [6. Februar]
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* 6. Februar 1347 in Groß-Montau, dem heutigen Mątowy Wielkie in Polen
† 25. Juni 1394 in Marienwerder, heute Kwidzyn in Polen

Dorothea war das siebte von neun Kindern des aus Holland eingewanderten wohlhabenden Bauern Willem Swarte (Schwartze). Schon als Kind hatte sie ungewöhnliche Eingebungen und fühlte sich zu harter Buße getrieben. Der …More
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* 6. Februar 1347 in Groß-Montau, dem heutigen Mątowy Wielkie in Polen
† 25. Juni 1394 in Marienwerder, heute Kwidzyn in Polen

Dorothea war das siebte von neun Kindern des aus Holland eingewanderten wohlhabenden Bauern Willem Swarte (Schwartze). Schon als Kind hatte sie ungewöhnliche Eingebungen und fühlte sich zu harter Buße getrieben. Der vermögende Schwertfeger Adalbert in Danzig, der schon über vierzig Jahre alt war, heiratete 1363 die 16-jährige Dorothea, sie wurde Mutter von neun Kindern, von denen allerdings nur eine Tochter überlebte, die später Nonne in Kulm - dem heutigen Chelmno - wurde.

Schon kurz nach der Hochzeit hatte Dorothea weitere religiöse Visionen. Ihr Mann versuchte, durch harte Behandlung seiner Frau deren ihm unbegreifliche Frömmigkeit auszutreiben, hatte aber keinen Erfolg. Mit Zustimmung ihres Mannes schloss sich Dorothea 1389 einem Danziger Pilgerzug nach Rom an, auch um auf den Spuren ihres Vorbildes Birgitta von Schweden zu wandeln. Während ihrer Abwesenheit starb ihr Gatte. 1390 verschenkte sie ihre Habe, ab 1393 lebte sie als Reklusin beim Dom in Marienwerder - dem heutigen Kwidzyn -, wo sie sich ganz ihren Visionen, dem täglichen Kommunionempfang und der Tröstung Ratsuchender hingeben konnte. Ihre Verzückungen, Visionen, Prophezeiungen, Liebeswunden und ihre Herzensschau hielt ihr Seelenführer, der Domdekan und Deutschordenspriester Johannes von Marienwerder, schriftlich fest.

Günter Grass beschrieb das Leben der Dorothea von Montau aus der Sicht ihres verbitterten Ehemanns in seinem Roman Der Butt.
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