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21.März: Tagesheilige

Hildegard51
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21. März Der heilige Benedikt, Abt und Ordensstifter von Monte-Cassino, Italien, + 21.3.547 - Fest: 21. März / 11. Juli Der heilige Benedikt wurde im Jahr 480 in Nursia geboren, in einem kleinen …More
21. März

Der heilige Benedikt, Abt und Ordensstifter von Monte-Cassino, Italien,

+ 21.3.547 - Fest: 21. März / 11. Juli

Der heilige Benedikt wurde im Jahr 480 in Nursia geboren, in einem kleinen Städtchen in der Nähe von Rom. Weil die Eltern es sich leisten konnten, schickten sie den Sohn nach Rom, wo er an den hohen Schulen studieren sollte, damit er ein berühmter Mann werde. Berühmt ist er dann auch geworden, sogar einer der berühmtesten Männer, die es gegeben hat, aber seine Berühmtheit war von anderer Art, als die Eltern es sich träumten.

Gleich von Anfang an gefiel es Benedikt nicht in Rom. Er konnte sich im weichen und gedankenlosen Wohlleben der leichtsinnigen Großstadt nicht zurechtfinden. Albern und läppisch kamen ihm die Mitschüler vor, er jedenfalls war aus härterem Holz geschnitzt. Schnell auch durchschaute der kluge Bauernsohn aus den Bergen das Leben und Treiben in der verlotterten Römerstadt. Alles schien ihm hohl und leer zu sein. Da erfasste ihn der Ekel, er brach das Studium ab, verzichtete darauf, ein berühmter Mann im Sinn der Welt zu werden und zog von den Büchern weg in die Einöde, um in strenger Einsamkeit und weltferner Abgeschiedenheit betend sein Leben einzig Gott zu weihen.

Die nächsten drei Jahre lebte Benedikt verborgen in einer unzugänglichen Felsenhöhle. Niemand kannte seinen Aufenthaltsort außer einem Einsiedler, der ihm die Reste der eigenen kärglichen Mahlzeit an einem Seil hinabließ. Für die Welt war Benedikt spurlos untergegangen, in ihm selbst aber wurde in jenen begnadeten Jahren der Heilige geboren. Nicht ohne Kampf geschah es, denn kein Mensch bleibt von Versuchungen verschont, auch der heiligste nicht. Heilig wird man nur dadurch, dass man die Versuchungen überwindet. Und weil Sankt Benedikt die Welt und sich selbst überwand, ist er ein Heiliger und ein berühmter Lehrer der Heiligkeit geworden.

Eines Tages wurde durch Gottes Zulassung der Schleier des Geheimnisses gelüftet, der über Benedikt lag. Wie ein Rosenduft verbreitete sich da der Ruf von seinem heiligen Leben, und wie ein Magnet mit Gewalt Eisenspäne anzieht, so sammelten sich um Sankt Benedikt gleichgesinnte Männer, die unter seiner Leitung nach einem sehr hohen Ziel strebten, nämlich nach der Heiligkeit in der strengen Zucht des katholischen Klosterlebens.

Im Jahr 529 gründete der heilige Benedikt das weltberühmte Kloster auf dem Monte Cassino in Mittelitalien, von dem aus im Lauf der Zeit an die hunderttausend Tochterklöster entstanden, und groß ist die Zahl der Menschen, die im Orden des heiligen Benedikt und unter seiner weisen Regel heilig geworden sind.

Weltweit ist dazu der Segen, der von den Benediktinerklöstern ausging; denn die schwarzen Mönche haben sich bis auf den heutigen Tag nicht damit begnügt, nur sich selbst zu heiligen, sondern sie haben auch andere Menschen zum Himmel geführt. Überall und immer sind sie eingesprungen, wo Not groß und Dienst und Hilfe gebraucht wurden. Sie haben Wege und Straßen gebaut und Wälder und Ödland gerodet, Balken gezimmert und Häuser errichtet, Ackerbau und Viehzucht vorbildlich gepflegt und haben vor allem Schulen gegründet und dadurch der Welt und den Menschen gedient wie sonst wohl niemand. Dieses große Verdienst darf niemand den Klöstern vom schwarzen Orden nehmen. Die Quelle aber, von der aus sich der gewaltige Segen über die Welt ergoss, war Sankt Benedikt, der Vater aller abendländischen Mönche.

Was doch aus einem Menschen nicht alles werden kann, wenn er das Herz auf dem rechten Fleck hat und danach strebt, ein wirklicher Mensch, ein Heiliger zu werden!

Der heilige Lupicinus, Abt und Bekenner von Condat bei Lyon,

+ 21.3.480 – Fest: 21. März

Der heilige Lupicinus war ein leiblicher Bruder des heiligen Roman und verließ aus Sehnsucht nach einem einsamen, gottgeweihten Leben mit ihm zusammen das väterliche Haus und widmete sich dem Mönchsstand. Als der heilige Roman den Bau des Klosters Jaux in Burgund vollendet hatte, erbaute er auch seinem Bruder in dem Gebirge Jura ein großes Haus mit mehreren Zellen, wo sich bald Jünger sammelten, die unter der Führung des heiligen Lupicinus zur Vollkommenheit des Lebens zu gelangen verlangten. Der heilige Abt wählte 150 aus ihnen zu seinen Schülern, die er nach dem Beispiel der alten Einsiedler in der strengsten Zucht hielt und unter Handarbeiten, Wachen und Beten zum Heil führte. Er selbst leuchtete ihnen als ein Muster der christlichen Demut und der härtesten Abtötungen voran, denn er trug ein raues Kleid von Tierhäuten und hölzerne Schuhe, schlief auf bloßem Boden und genoss weder Fleisch noch einen Wein, sondern hartes Brot und Wasser waren seine einzige Nahrung. Ganze acht Jahre vor seinem Tod lebte er nur vom Brot, das im Wasser eingetaucht war. So streng er gegen sich selbst war, so mitleidig betrug er sich gegenüber anderen, besonders gegenüber den Armen, denen er nicht selten allen Vorrat der Lebensmittel austeilte, dass im Kloster nicht mehr das Geringste zu finden war. Aber immer wurde sein Vertrauen auf Gott dadurch belohnt, dass durch unbekannte Wohltäter das Fehlende ersetzt wurde. Aus Liebe zu den Armen wirkte der Heilige oftmals Wunder und seinen liebsten Jünger, der wegen allzu strengen Fastens verschmachtet in einer Einöde lag, erweckte er durch das Zeichen des heiligen Kreuzes zum Leben.

Damals wurde der fromme Graf Agrippinus von seinen Feinden beim römischen Kaiser fälschlich der Empörung angeklagt, aller Verteidigung ungeachtet zum Tod verurteilt und bis zum Tag seiner Hinrichtung mit schweren Ketten in einem Gefängnis aufbewahrt. Der unschuldig Gefangene flehte in der Nacht zu Gott um Rettung aus seinem Unglück und als er eingeschlafen war, erschien ihm der heilige Lupicinus, der seine Fesseln löste und ihn durch alle Wachen zur Peterskirche führte, wo er so lange im Heiligtum des Tempels Schutz fand, bis die Anklage seiner Feinde widerlegt und er in Freiheit gesetzt wurde. Der heilige Abt starb, beweint von seinen Mönchen, im hohen Ruf der Frömmigkeit am 21. März im Jahr 480.

Der heilige Nikolaus von der Flüe, Schweizer Einsiedler,

+ 21.3.1487 - Fest: 21. März / 25. September

Klaus von der Flüe wurde am 21. März 1417 als Bauernsohn zu Sachseln im Herzen der Schweiz geboren, und auf den Tag siebzig Jahre später starb er als Heiliger am 21. März 1487. Seitdem wird am 21. März in der Schweiz der heilige Klaus hoch gefeiert und fromm verehrt.

Als Zwanzigjähriger musste Klaus von der Flüe den elterlichen Hof übernehmen, und Jahrzehnte hindurch hat er dort sich abgemüht, wo der Ackerbau wohl am schwierigsten ist. Uneben ist der Boden und steinig der Grund. Der harte Bergwinter behauptet sich oft bis weit ins Frühjahr hinein, und der warme Föhnwind löst bei der Schneeschmelze Lawinen vom steilen Hang, welche die Äcker und Wiesen unter Geröll begraben. Hart ist die Bauernarbeit in den Bergen, und ernst sind deshalb auch die Menschen, die dort leben.

Ernster noch als die anderen war Klaus von der Flüe, und der Zug des Herzens trieb ihn mit den Jahren immer mehr in die Stille zu Gebet und Buße. Gern blieb er bei der Heimkehr von der Arbeit am Abend hinter den anderen zurück, um ungestört mit Gott reden zu können. Als junger Mann schon pflegte er mitten in der Nacht aufzustehen, um zu beten. Viermal in der Woche fastete er streng bei harter Arbeit, und in der eigentlichen Fastenzeit aß er nur Brot und gedörrte Früchte. Der junge Mann Klaus von der Flüe ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack, aber Hochachtung müssen ihm alle entgegenbringen.

Zweimal zog Klaus von der Flüe zur Verteidigung der heimatlichen Scholle in den Krieg. Nach dem Wunsch der Eltern verehelichte er sich. Zehn Kinder schenkte ihm die Gattin, die alle unter der strengen Hand des ernsten Vaters zu prachtvollen Menschen gediehen. Öffentliche Ämter wurden dem ehrenhaften Mann angetragen. Zwanzig Jahre lang war Klaus von der Flüe Richter und Ratsmann. Unbestechliche Redlichkeit zeichnete seine Amtsführung aus. Unerbittlich verfocht er die Rechte der kleinen Leute auch gegen die Reichen und Großen. Bald war er der Schrecken aller Rechtsbrecher, die ihn mit Hass verfolgten, bis sich der befehdete Richter und Ratsherr, angeekelt durch die Ungerechtigkeit, die ihn von allen Seiten umgab, aus den weltlichen Händeln zurückzog und sich wieder einzig der Bauernarbeit widmete.

Lange jedoch blieb er nicht mehr auf dem Hof. Immer mächtiger und unwiderstehlicher zog es den fünfzigjährigen Mann zu Gebet und Buße in die Einsamkeit, und eines Tages, nachdem er daheim alles wohl geordnet hatte, nahm Klaus von der Flüe schweren Herzens Abschied von seiner Familie und wurde Einsiedler, um in stiller Bergklause zu beten und zu büßen.

Ein heiliges Leben folgte. In einem armseligen Rock, der vom Hals bis auf die Fußknöchel niederfällt, geht der Einsiedler Klaus barfuß und barhaupt einher. Die Zelle ist drei Schritte lang und zwei Schritte breit und so niedrig, dass der hochgewachsene Mann nicht aufrecht darin stehen kann. Kein Ofen und kein Bett sind in der Klause. Als nächtliche Ruhestatt dient ein Brett, und ein Holzklotz ersetzt das Kopfkissen. Bald vergisst der Einsiedler vor lauter Beten und Büßen das Essen. Die Geschichte berichtet, dass Klaus von der Flüe nachgewiesenermaßen fast zwanzig Jahre einzig vom Genuss der heiligen Kommunion lebte. Alle Tage erhebt er sich kurz nach der Mitternacht und betet bis zur Mittagszeit. Am Nachmittag kommen Leute zu ihm, von nah und fern, und allen dient der gotterleuchtete heilige Mann höflich und heiter mit gutem Rat und weiser Lehre zwei Jahrzehnte hindurch, bis Bruder Klaus, bereits zu Lebzeiten als Heiliger verehrt, siebzigjährig stirbt.

Klaus von der Flüe gehört unstreitig zu den ernsten Heiligengestalten, und es mag sein, dass die heutige Welt ihn nicht mehr versteht, aber eine Mahnung zu Gebet und Einkehr während der heiligen Fastenzeit möge er allen sein, wenn er alljährlich an seinem Festtag von Ernst und Buße zu den Herzen redet.

Ein Jubiläum

Die katholische Schweiz feiert im Jahr …
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