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Das Vertrauen auf die göttliche Vorsehung

Hildegard51
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Das Vertrauen auf die göttliche Vorsehung Fort, ihr Sorgen, aus dem Herzen, Die ihr meine Ruhe stört! Fort mit allem, was die Schmerzen nur noch nähret und vermehrt! Höre, was der Weise spricht: …More
Das Vertrauen auf die göttliche Vorsehung

Fort, ihr Sorgen, aus dem Herzen,
Die ihr meine Ruhe stört!
Fort mit allem, was die Schmerzen
nur noch nähret und vermehrt!
Höre, was der Weise spricht:
Denke nach und sorge nicht!

Lass den Unglückssturm nur toben;
alles hat sein Maß und Ziel.
Bald wirst du die Vorsicht loben;
halte dich indessen still!
Denk, dies hat der Herr getan:
Füge Dich und bet’ ihn an!

Lass den lieben Gott nur walten;
oh, wer sorgt so väterlich?
Der mich schuf, kann mich erhalten;
denke so und tröste dich!
Denke, was uns Gott verspricht,
freue dich und sorge nicht!

Höre auf, dein Herz zu plagen;
Gott sieht deinen Leiden zu.
Trage gern, was du musst tragen,
Gott hilft dir, was fürchtest du?
Höre, was Gott selbst verspricht:
Ich will helfen, sorge nicht!

Leide gern und denk im Leiden,
dass dein Gott die Liebe sei;
auch im Kreuz dein ihm mit Freuden;
Leid - und lebe sorgenfrei!
Sage Gott, was dir gebricht;
ER ist Vater; sorge nicht!

Sorg nicht, wie die Heiden sorgen,
als wenn keine Vorsicht wär’;
denke, Gott sei nichts verborgen,
alles kommt von oben her.
Gott schickt Finsternis und Licht,
Gott regieret; sorge nicht!

Nie soll dich ein Zufall kränken;
Gott ist es, der alles tut;
Gott kann alles anders lenken,
ER ist mächtig, weis’ und gut.
Gott ist Herr; hör’, was er spricht:
Gott kann alles; sorge nicht!

Lass die Tugend unterliegen,
endlich siegt die Wahrheit doch;
Lass sogar das Laster siegen;
denk, der alte Gott lebt noch!
Gott geht selbst in das Gericht;
warte nur und sorge nicht!

Lass die Welt zugrunde gehen;
halt dich an die Wahrheit fest:
ewig muss der Mensch bestehen,
der vom Herrn sich niemals lässt.
Gott sei meine Zuversicht;
glaub an ihn und sorge nicht!

Fürcht dich nicht vor Welt und Hölle,
Gott steht dem Gerechten bei;
Weiche nicht von deiner Stelle,
bleibe stets der Wahrheit treu!
Tu vor Gottes Angesicht
Deine Pflicht und sorge nicht!

Sollte dich der Herr auch töten,
Hoffe doch, hoff immerfort;
sieh auf ihn in allen Nöten,
glaub und traue seinem Wort!
Auch wenn alles sinkt und bricht,
hoffe fest und sorge nicht!

Sei nur ruhig; lass geschehen,
was dein Gott so haben will;
bald wirst Du das Ende sehen;
Leid indessen sanft und still!
Blicke nur im Glaubensllicht
weiter hin und sorge nicht!

Herr, dir lass ich alles über;
mache nur, was dir gefällt;
was du willst, das ist mir lieber;
DIR sei es anheimgestellt.
Mir ist Sorg’ um meine Pflicht;
anders sorgt der Weise nicht!

Imprimatur: Augsburg, 27.4.1967
Mariannhiller Mission, Würzburg

Autor unbekannt – von einem alten Gebetszettel
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