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Hl. Rafael Arnáiz Barón

Tina 13
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"Dann begann er, sie darüber zu belehren, dass der Menschensohn vieles erleiden müsse“ Jesus, ich danke dir: was haben mir die Menschen beigebracht, was Du mir nicht seit deinem Kreuzestod …More
"Dann begann er, sie darüber zu belehren, dass der Menschensohn vieles erleiden müsse“ Jesus, ich danke dir: was haben mir die Menschen beigebracht, was Du mir nicht seit deinem Kreuzestod beigebracht hättest? Es ist noch nicht lange her, da habe ich klar erkannt, dass man nur bei dir Erkenntnisse sammelt und dass du allein bei Prüfungen und Versuchungen Kraft gibst; dass man nur am Fuße deines Kreuzes, wenn man sieht, wie du ans Kreuz genagelt bist, Vergebung, Demut, Liebe und Güte lernt. Vergiss mich nicht, Herr, sieh auf mich, der ich vor dir ausgestreckt daliege, und gewähre mir, um was ich dich bitte. Wenn dann Verachtung, Demütigungen folgen…, was liegt mir schon daran! Mit dir an meiner Seite kann ich alles. Die gewaltige, bewundernswerte, unaussprechliche Lehre, die du mir seit deinem Kreuzestod erteilst, gibt mir zu allem Kraft. Angespuckt hat man dich, beleidigt, gegeißelt, an ein Kreuz genagelt, und du, Gott, hast vergeben, demütig geschwiegen und sogar dich selber als Opfer dargebracht. Was könnte ich schon über deine Passion sagen? Es ist besser, dass ich nichts sage und tief in meinem Herzen das betrachte, was der Mensch nie verstehen kann; dass ich mich damit bescheide, das Mysterium der Passion zu lieben, intensiv, leidenschaftlich… Wie süß ist doch das Kreuz Christi! Wie süß ist es, zu leiden und zu vergeben… Wie könnte man dabei nicht wahnsinnig werden? Er zeigt mir sein Herz, es ist offen für die Menschen und wird verachtet. Wo hat man je einen solchen Schmerz gesehen, wer hätte sich ihn je vorstellen können? Wie gut lebt es sich doch nahe beim Herzen Christi!
Tina 13
Hl. Rafael Arnáiz Barón

„Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt“

Ich schaute aus einem Fenster… Die Sonne ging gerade auf. Ein großer Friede herrschte in der Natur. Alles begann zu erwachen: die Erde, der Himmel, die Vögel. Alles - ganz allmählich - wachte auf, sanft dem Auftrag Gottes entsprechend. Alles gehorchte seinen göttlichen Gesetzen, ohne Klagen und …More
Hl. Rafael Arnáiz Barón

„Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt“

Ich schaute aus einem Fenster… Die Sonne ging gerade auf. Ein großer Friede herrschte in der Natur. Alles begann zu erwachen: die Erde, der Himmel, die Vögel. Alles - ganz allmählich - wachte auf, sanft dem Auftrag Gottes entsprechend. Alles gehorchte seinen göttlichen Gesetzen, ohne Klagen und ohne Überstürzung, sanft und friedlich, sowohl das Licht als auch die Finsternis, sowohl der blaue Himmel als auch die harte Erde, bedeckt mit dem Tau der Morgenfrühe. Wie gut ist Gott! – dachte ich. Überall ist Friede, außer im Herzen des Menschen! Behutsam und sanft lehrte mich Gott - durch diesen wunderschönen und friedvollen Tagesanbruch – den Gehorsam... Ein großer Friede erfüllte meine Seele. Ich dachte daran, dass nur Gott gut ist, dass alles von ihm geordnet ist und dass mir das, was die Menschen tun und sagen, gleichgültig sein soll. Für mich darf es auf der Welt nur eines geben: Gott! Gott, der alles zu meinem Wohl ordnet. Gott, der jeden Morgen die Sonne aufgehen, den Reif vergehen, die Vögel singen und die Wolken des Himmels in tausend sanften Farben erscheinen lässt; Gott, der mir ein Eckchen zum Gebet auf der Erde anbietet, der mir ein stilles Plätzchen schenkt, wo ich das erwarte, worauf ich hoffe. Gott, der so gut zu mir ist, dass er im Schweigen zu meinem Herzen spricht und mich allmählich lehrt - vielleicht unter Tränen, aber immer mit dem Kreuz -, es von den Geschöpfen zu lösen, die Vollendung nirgendwo anders zu suchen als in ihm. Er zeigt mir Maria und sagt mir: „Sieh hier, das einzig vollkommene Geschöpf. In ihr findest du die Zuneigung und Liebe, die du bei den Menschen nicht antriffst. Worüber beklagst du dich, Bruder Rafael? Liebe mich, leide mit mir, ich bin Jesus!"

Geistliche Schriften, 23.02.1938
Tina 13
Hl. Rafael Arnáiz Barón

„Im gleichen Augenblick konnte der Mann wieder sehen, pries Gott und folgte Jesus“

Ich besitze einen so großen Schatz. Ich möchte schreien vor Freude und der ganzen Schöpfung zurufen: Preist den Herrn! Liebt den Herrn! Er ist so gut, er ist so groß, er ist Gott! Die Welt sieht das nicht; sie ist blind. Und Gott braucht Liebe, viel Liebe. Ich kann Ihm nicht alles geben; …More
Hl. Rafael Arnáiz Barón

„Im gleichen Augenblick konnte der Mann wieder sehen, pries Gott und folgte Jesus“

Ich besitze einen so großen Schatz. Ich möchte schreien vor Freude und der ganzen Schöpfung zurufen: Preist den Herrn! Liebt den Herrn! Er ist so gut, er ist so groß, er ist Gott! Die Welt sieht das nicht; sie ist blind. Und Gott braucht Liebe, viel Liebe. Ich kann Ihm nicht alles geben; ich bin klein; ich werde wahnsinnig! Ich möchte, dass die Welt ihn liebt, aber die Welt ist sein Feind. Herr, welche Qual! Ich beobachte es und kann nichts daran ändern. Ich bin verschwindend klein und unbedeutend, und die Liebe in mir erdrückt mich. Ich habe den dringenden Wunsch, dass meine Brüder, meine Freunde, alle, dich sehr liebten… Wie weh tut es, wenn man Menschen sieht, die unberührt bleiben, wenn sie Jesus mit seinem Gefolge vorbeiziehen sehen! Wie sehr würden sich die Apostel und die Freunde Jesu freuen, wenn wieder einmal eine Seele klar sähe, sich von allem löste und sich ihnen anschlösse und dem Mann aus Nazareth folgte! Er bat einzig und allein um ein wenig Liebe. Folgen wir Ihm, liebe Schwester? Er sieht unsere Absicht und schaut uns an; er lächelt und hilft uns. Da gibt es nichts zu fürchten. Wir gehen hin, um die Letzten im Gefolge zu sein, das das Land Judäa durchzieht. Ganz still sind wir, aber genährt durch eine ganz große, eine riesengroße Liebe zu Jesus. Er benötigt nicht einmal Worte, oder dass wir nahe zu ihm hintreten, damit er uns bemerkt; auch keine großartigen Taten oder irgendetwas Auffälliges: Wir wollen die Letzten in der Reihe der Freunde Jesu sein, aber die, die ihn am meisten lieben.

Geistliche Schriften, Brief an seine Tante, 16.11.1935
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Tina 13
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„Bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht“

Gott schickt mir das Kreuz. Es sei gepriesen; denn wenn wir — wie Ijob sagt — „das Gute von Gott annehmen, warum sollen wir dann nicht auch das Böse annehmen" [Ijob 2,10]. Alles kommt von ihm: Gesundheit und Krankheit, zeitliche Güter, Unglück und Widerwärtigkeiten im Leben. Alles, absolut …More
Hl. Rafael Arnáiz Barón

„Bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht“

Gott schickt mir das Kreuz. Es sei gepriesen; denn wenn wir — wie Ijob sagt — „das Gute von Gott annehmen, warum sollen wir dann nicht auch das Böse annehmen" [Ijob 2,10]. Alles kommt von ihm: Gesundheit und Krankheit, zeitliche Güter, Unglück und Widerwärtigkeiten im Leben. Alles, absolut alles, hat er gut angeordnet, und wenn sich das Geschöpf manchmal gegen das auflehnt, was Gott gebietet, begeht es eine Sünde, denn alles ist notwendig und gut gefügt. Lachen und Weinen sind erforderlich, und aus allem können wir immer dann Nutzen ziehen für unsere Vervollkommnung, wenn wir mit gläubigem Herzen Gottes Werk in allem erkennen und wie Kinder in den Armen des Vaters verweilen; denn wir allein, wohin sollten wir uns wenden?... Klar, dass ich nicht versuche, Gefühle in mir auszumerzen. Gott will nur von mir, dass ich sie vervollkommne. Aus diesem Grund führt er mich hierhin und dorthin wie ein Spielzeug, und überall hinterlasse ich Teile meines Herzens. Wie groß ist Gott und wie gut macht er alles! Wie sehr liebt er mich, und wie schlecht antworte ich auf seine Liebe! Seine Vorsehung ist unendlich, und ihr müssen wir uns ohne Vorbehalt ausliefern.

Geistliche Schriften, 11.08.1934
Tina 13
Hl. Rafael Arnáiz Barón

Christus ruft uns alle zur Umkehr

Wir besitzen keine Tugend, und das nicht, weil sie schwer zu üben wäre, sondern weil wir nicht wollen. Wir haben keine Geduld, weil wir nicht wollen... Wir üben keine Mäßigkeit, weil wir nicht wollen ... Wir sind nicht keusch aus demselben Grund. Wenn wir wollten, könnten wir heilig sein; es ist viel schwieriger, Ingenieur zu werden, …More
Hl. Rafael Arnáiz Barón

Christus ruft uns alle zur Umkehr

Wir besitzen keine Tugend, und das nicht, weil sie schwer zu üben wäre, sondern weil wir nicht wollen. Wir haben keine Geduld, weil wir nicht wollen... Wir üben keine Mäßigkeit, weil wir nicht wollen ... Wir sind nicht keusch aus demselben Grund. Wenn wir wollten, könnten wir heilig sein; es ist viel schwieriger, Ingenieur zu werden, als heilig zu sein. Wenn wir nur Glauben hätten!... Innerliches Leben, Leben des Geistes, Leben des Gebetes: Mein Gott, muss das schwer sein! Aber das stimmt nicht. Nimm heraus aus deinem Herzen, was stört, und du wirst Gott in ihm finden, und schon ist alles getan. Oftmals suchen wir, was es nicht gibt, und gehen an einem kostbaren Schatz vorüber, ohne ihn wahrzunehmen. Das passiert uns mit Gott, den wir suchen … in einem Wirrwarr von Dingen, die uns umso geeigneter erscheinen, je komplizierter sie sind. Und doch, Gott lebt in uns und dort suchen wir Ihn nicht. Zieh dich in dein Inneres zurück, schau auf dein Nichts, schau auf das Nichts der Welt, knie dich vor ein Kreuz, und wenn du einfach bist, wirst du Gott wahrnehmen... Wenn Gott nicht in unserer Seele ist, dann deshalb, weil wir nicht wollen. Wir haben eine solche Unmenge von Beschäftigungen, Zerstreuungen, Zuneigungen, eitlen Wünschen, Anmaßungen; wir haben so viel Welt in uns, dass Gott sich zurückzieht. Aber sobald wir auch nur den Wunsch haben, erfüllt er die Seele auf eine Weise, dass man blind sein muss, um es nicht zu sehen. Möchte eine Seele im Sinne Gottes leben? Dann nehme sie alles weg, was nicht er ist, und schon ist alles getan. Es ist verhältnismäßig einfach. Wenn wir wollten und es ganz schlicht von Gott erbäten, würden wir große Fortschritte im geistlichen Leben machen. Wenn wir wollten, wären wir heilig. Aber wir sind so töricht, dass wir nicht wollen. Wir ziehen es vor, die Zeit mit dummen Eitelkeiten zu verlieren.

Geistliche Schriften, 25.01.1937
Tina 13
**Evangelium nach Johannes 15,18-21.** In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch haßt, dann wisst, daß sie mich schon vor euch gehaßt hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. Denkt an das Wort, das ich euch …More
**Evangelium nach Johannes 15,18-21.** In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch haßt, dann wisst, daß sie mich schon vor euch gehaßt hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.
Tina 13
Wie gut lebt es sich doch nahe beim Herzen Christi!