Clicks48

22.Mærz: Tagesheilige

Hildegard51
2
22. März Die heilige Katharina von Schweden (Catharina Suecica), Oberin, + 24.3.1381 – Fest: 22. März bei den Birgittinnen und 24. März Die heilige Jungfrau Katharina, geboren um das Jahr 1330, war …More
22. März

Die heilige Katharina von Schweden (Catharina Suecica), Oberin,

+ 24.3.1381 – Fest: 22. März bei den Birgittinnen und 24. März

Die heilige Jungfrau Katharina, geboren um das Jahr 1330, war die Tochter des frommen Fürsten Ulpho von Nerzien und der berühmten heiligen Brigitta und wurde von ihrer Mutter der Äbtissin des Klosters Risberg zur Erziehung übergeben, um sie innerhalb der geweihten Mauern vor dem Hauch des Weltverderbens zu sichern. Unter solcher Leitung nahm sie von Tag zu Tag an Gottesfurcht zu und wurde das vollendete Bild einer christlichen Jungfrau. Da sie mit der Schönheit der Seele ausgezeichnete äußerliche Schönheit verband, warben viele vornehme junge Männer um ihre Hand. Einer von ihnen, Edgar, erhielt das Jawort ihres Vaters. Vergebens versuchte sie, die sich bereits im Stillen dem Herrn als reine Braut verlobt hatte, durch Bitten und Tränen das irdische Band von sich abzuwenden. Ulpho beharrte auf seinem Sinn. Da teilte sie Edgar ihr Geheimnis mit und redete zu ihm von der englischen Tugend der Keuschheit mit solch überzeugender Kraft und Begeisterung, dass auch er das Gelübde der jungfräulichen Reinigkeit ablegte und bewahrte. Die Heirat wurde vollzogen, aber die jungen Eheleute lebten zusammen nur wie Bruder und Schwester, übten sich im Fasten und in anderen Abtötungen und wetteiferten miteinander in der Barmherzigkeit. Noch nicht lange war Katharina vermählt, als ihr Vater starb und die Mutter Brigitta auf höhere Eingebung nach Rom ging. Auch in der Tochter erwachte die Sehnsucht nach dieser heiligen Stadt, und ihr Gemahl gab ihr bereitwillig die Erlaubnis zur Abreise. Die beiden heiligen Frauen besuchten in Rom alle der Andacht geweihten Orte, führten ein gottseliges Leben, und Katharina war die treueste Gehilfin ihrer Mutter, als sie daran ging, den herrlichen Orden des Welterlösers zu begründen. Aber die Leiden und Kämpfe bleiben nicht aus. Zuerst wurde Katharina von heftigem Heimweh befallen, und kaum hatte sie mühsam diese Sehnsucht in der Liebe zu Gott und der Mutter überwunden, so erhielt sie die Nachricht von dem plötzlichen Tod ihres Gatten, den sie mehr als sich selbst liebte. Auch die Versuchungen stellten sich ein. Katharina, die noch junge und schöne Witwe, wurde von allen Seiten mit Heiratsanträgen überhäuft. Ein reicher Graf von ausschweifenden Sitten schämte sich sogar nicht, der wehrlosen Frau gewalttätiger Weise nachzustellen, wurde aber an der Ausführung seines Frevels durch ein augenfälliges Wunder Gottes gehindert. Durch solche Ereignisse wurde bei der Heiligen die Liebe zum Herrn und zur Tugend immer mehr entflammt, und ihr Leben erschien als eine fortlaufende Kette von Übungen der Andacht, der Buße und des Wohltuns. Die Armen und Fremden hatten an ihr eine treue Beschützerin, und stundenlang verweilte sie in den Spitälern, bediente die Kranken wie eine einfache Magd, wachte mit ihnen, betete mit ihnen. Von Rom aus hatte Katharina mit ihrer Mutter eine Reise in das gelobte Land gemacht. Krank war Brigitta zurückgekommen und bald darauf in den Armen ihrer Tochter gestorben. Diese kehrte nun, nachdem sie 25 Jahre in der Hauptstadt der Christenheit zugebracht hatte, mit der Leiche nach Schweden zurück und ließ die teuren Überreste im Kloster Wadstein, das Brigitta gestiftet hatte, beisetzen. Nach der Beerdigung nahm sie dort selbst den Schleier und unterwies, zur Oberin erwählt, die Nonnen in der Regel, die ihre Mutter schriftlich hinterlassen hatte. Inzwischen verherrlichte Gott das Grab Brigittas durch viele Wunder, und ganz Schweden wünschte, sie feierlich in die Zahl der Heiligen aufgenommen zu sehen. Diese Angelegenheit zu betreiben, schien niemand geeigneter, als Katharina. Willig unterzog sie sich dem beschwerlichen Auftrag und wurde zu Rom vom Papst Urban VI. mit allen Ehren aufgenommen. Allein die traurigen Spaltungen, die gerade zu der Zeit in der Kirche ausbrachen, verzögerten den Prozess der Heiligsprechung, und Katharina war genötigt, unverrichteter Dinge in ihr Vaterland zurückzukehren. Als sie ihr Kloster Wadstein wieder erreicht hatte, wurde sie von einer großen Entkräftung befallen, und nicht lange nachher – am 24. März 1381 – ging ihre reine Seele in die Wohnungen des Himmels ein. Papst Innocenz VIII. gestattete im Jahr 1484 dem Orden von St. Salvator oder der heiligen Brigitta das Fest Katharinas feierlich am 22. März zu begehen und in ihr eine zweite Stifterin zu verehren.

Der heilige Benvenutus von Osimo, Bischof aus dem Franziskanerorden,

+ 22.3.1282 – Fest: 22. März

Der Name Benvenutus bedeutet auf Deutsch willkommen. Und wahrlich, man hätte mit Fug und Recht ausrufen können: „Willkommen!“ als, noch im glückseligen Jahrhundert des heiligen Franziskus, zu Ankona in Italien der adeligen Familie Skotivogli das Söhnchen geboren wurde, das wir jetzt als den heiligen Benvenutus verehren. Denn einen ehrenvolleren und willkommeneren Zuwachs einer Familie und Verwandtschaft als einen Heiligen kann man sich nicht denken. Zum jungen Mann herangewachsen studierte er sowohl die Rechtswissenschaft als auch die Theologie, aber letztere behielt die Oberhand. Er wurde zum Priester geweiht und dem Bischof seiner Vaterstadt als Archidiakon (Generalvikar) beigegeben. Wegen seines verdienstlichen Wirkens in dieser Stellung betraute ihn Papst Urban IV. mit der schwierigen Verwaltung der Diözese Osimo. Deren Bewohner hatten sich in den damals wütenden Parteikämpfen auf die Seite der Papstfeinde gestellt, obwohl sie zum Kirchenstaat gehörten. Infolgedessen blieben sie, nachdem ihr Bischof gestorben war, zur Strafe zwanzig Jahre lang ohne einen Nachfolger in diesem Amt. Aber jetzt kam der rettende Engel in der Person des heiligen Benvenutus. Wie sehr war er da ein Benvenuto, ein Willkommener! Mit bewundernswerter Klugheit, Festigkeit und Milde zugleich griff er in das Dorngestrüpp dieser misslichen Diözesanverhältnisse hinein und brachte es wirklich dahin, dass die Osimaner sich reumütig dem Papst wieder unterwarfen, wofür sie die Zusage erhielten, dass ihr bischöflicher Stuhl wieder besetzt werden solle. Und der dazu Erwählte war kein anderer als Benvenutus, der „Mann nach dem Herzen Gottes“, wie ihn der Papst genannt hatte. Und wie sehr er diesen Ehrennamen verdiente, zeigte er gleich wieder dadurch, dass er, als ihm eine solche Standeserhöhung winkte, nicht nur völlig frei blieb von jeder Anwandlung der Eitelkeit oder des Ehrgeizes, sondern vielmehr den Heiligen Vater bat, vorher noch in den Franziskanerorden eintreten zu dürfen. Tiefgerührt gab das Oberhaupt der Kirche seine Zustimmung und Benvenutus empfing das arme Kleid des heiligen Franziskus und machte Profess auf die Regel seines ersten Ordens. Dann wurde er zum Bischof geweiht und übernahm die Leitung der Diözese Osimo. Wie er nun vorher schon ein mustergültiger Verwalter des Bistums gewesen war, so erwies er sich jetzt auch als einen vorbildlichen Oberhirten, ein wahres Abbild des göttlichen guten Hirten. Das Seelenheil der ihm anvertrauten Herde war ihm erste und heiligste Angelegenheit. Darüber wachte er aufs gewissenhafteste über sie, war unermüdlich in Verkündigung des Wortes Gottes und in Vornahme der pflichtmäßigen Visitationen und trat inmitten jener politisch stark erregten Zeit auch unerschrocken auf als Verteidiger der Rechte der Kirche und des apostolischen Stuhles. Sollen wir aus dem Kranz seiner Tugenden und seiner segensreichen Wirksamkeit etwas besonders hervorheben, so ist es die harmonische Verbindung von Mäßigung und Festigkeit im Auftreten und Handeln, die sich an ihm stets und überall offenbarte. Gewiss ein äußerst schätzenswerter Vorzug, besonders bei Vorgesetzten, die so oft in die Lage kommen, andere tadeln, strafen oder ihnen entgegentreten zu müssen, zugleich aber auch niemand Unrecht tun, das „zerknickte Rohr nicht brechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen sollen“, wie die Heilige Schrift sagt. Aber auch als wahren Sohn des heiligen Franziskus erwies sich Bischof Benvenutus jederzeit. Stets trug er das Ordenskleid und ebenso war seine Lebensweise der Ordensregel und dem Ordensgeist, auch den Anforderungen der heiligen Armut, aufs vollkommenste entsprechend. So ist es nicht zu verwundern, dass seine bischöfliche Tätigkeit sichtlich von Gott gesegnet war, und dass er, als ihm nach dreizehn Jahren der Tod den Hirtenstab aus der Hand nahm, die Diözese in ebenso glücklichen und geordneten Verhältnissen hinterließ, als diese bei seinem Amtsantritt ungeordnet und unerfreulich gewesen waren. Als er sein letztes Stündlein herannahen fühlte, ließ er sich in seine Domkirche tragen und hier – ähnlich dem sterbenden heiligen Franziskus – auf den Boden niederlegen und so hauchte er seine heilige Seele aus, am Palmsonntag, den 22. März 1282. Sein Grab verherrlichte Gott durch so viele Wunder, dass ihn schon drei Jahre nach seinem Tod Papst Martin V. in die Zahl der Heiligen versetzte.

Wenn es dem heiligen Benvenutus gelang in die Diözese wieder Ordnung und Frieden zu bringen, so war dies eine Frucht seiner wahrhaft christlichen Klugheit, in der er weder zu rasch noch zu hitzig zu Werke ging und doch auch wieder die nötige Festigkeit zeigte. Die Klugheit ist eine der vier Kardinal- oder Grundtugenden und unentbehrlich für ein wahres Tugendleben. Wenn sie fehlt, können die an sich besten Handlungen wertlos oder gar tadelnswert sein. Daher die Mahnung des göttlichen Heilandes: „Seid klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben.“ Bitten wir also den Heiligen Geist immer wieder um diese so notwendige Tugend.

Die ehrwürdige Lukardis, Zisterziensernonne von Oberweimar,

+ 22.3.1309 – Gedenktag: 22. März

Ein wahrhaft mystisches Leben ist der Widerschein und das Widerspiel des Übernatürlichen und Himmlischen in einer Menschenseele. Mancher Christ strebt danach und glaubt es zu leben. Aber nirgends ist die Gefahr einer Täuschung sowohl der eigenen Person als der anderen größer als bei sogenannten mystischen Zuständen. Die Probe auf die Echtheit kann nur geliefert werden …
Saarländerin and one more user like this.
Saarländerin likes this.
Tina 13 likes this.