Soweit ich die Ausführungen von HH. Pater Pagliarani verstanden habe, richtet er seinen Blick auf das Prinzipielle und lässt sich nicht von einem konservativen Gehabe täuschen.
Ratzinger hat allein durch seine ausschlaggebende Rolle bei der zerstörerischen subsistit-in-Lehre des Konzils der Kirche einen Schaden zugefügt, zu dem Bergolio mangels geistiger Substanz vermutlich gar nicht in der Lage wäre.
Pater Pagliarani hat richtig erkannt, dass das Konzil mit dieser Lehre ein anderes Selbstverständnis der katholischen Kirche eingeführt hat, das Zug um Zug seine Konsequenzen offenbart. Ich bin sehr erfreut, dass der neue Generalobere eine am Prinzipiellen orientierte Beurteilung des modernen Roms vornimmt, und dass er nicht auf ein Abkommen mit diesem abzielt, bevor eine Übereinstimmung in der Doktrin erreicht worden ist. Ich gratuliere dem letzten Generalkapitel nachträglich für die Wahl dieses Generaloberen.
Ich wünsche mir, dass in den beabsichtigten theologischen Gesprächen die Vertreter der Piusbruderschaft nicht die dem Rang nach nachgeordneten Dokumente über den Ökumenismus und die Religionsfreiheit in den Mittelpunkt stellen, sondern die Kirchenkonstitution Lumen gentium. Dabei sollten sie darauf bestehen, dass Rom auf den Boden der Lehre von der exklusiven Identität der katholischen Kirche mit der Kirche Jesu Christi zurückkehrt, die noch Pius XII. in seinen Enzykliken Mystici corporis und Humani generis verteidigt hat.
Wenn Rom diese Rückkehr verweigert, dann sollten m. M. nach die Gespräche von Seiten der Bruderschaft wegen mangelnder gemeinsamer Basis beendet werden.
Bergolio hat auf dem Gebiet der Moral die Zerstörung fortgesetzt, die das Konzil, unter Beteiligung von Ratzinger, auf der inhaltlichen Ebene ins Werk gesetzt hat. Erst wenn es um das Moralische geht, werden viele konservative Katholiken wach. Aber sie müssten hauptsächlich dann wach werden, wenn die Glaubensinhalte ins Zwielicht gerückt werden. Wer sich um die Abweichungen des Konzils von der katholischen Lehre im Zusammenhang unterrichten will, dem sei empfohlen www. zweites-vatikanisches-Konzil-hoerspiel.de sowie
www.elemente-ekklesiologie.deHier wird für jedermann verständlich der Bruch der Konzils mit dem traditionellen Selbstverständnis der Kirche dargelegt.