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De Profundis

Kasimir (4. März)

Hl. Kazimieras (1458–1484), Nationalheiliger Litauens, Schutzpatron von Polen und Litauen, Patron der Jugend und des Malteserordens.
Kasimir wurde als zweiter Sohn von Kasimir IV. Jagiello, König von Polen und Großfürst von Litauen, und Elisabeth von Österreich, Tochter des Herzogs Albrecht VI. von Habsburg, in Krakau geboren. 1471 wählten die ungarischen Magnaten den dreizehnjährigen Prinzen zum König von Ungarn, doch konnte er sich gegen seinen Kontrahenten Matthias Corvinus nicht durchsetzen. Er verzichtete auf die Krone, was ihm nicht schwergefallen sein soll, da er sich lieber mit geistlichen als weltlichen Dingen beschäftigte. 1481 lehnte Kasimir die Ehe mit einer Tochter des Kaisers Friedrich III. ab, da er inzwischen ewige Keuschheit gelobt hatte. 1484 starb er in Grodno auf einer Reise nach Litauen an Tuberkulose und wurde in der Kathedrale von Wilna (heute Vilnius, Litauen) beigesetzt. Vermutlich 1521 sprach Papst Leo X. den frommen Fürsten und Förderer des Marienkults heilig.

Darstellung: Häufig als königlicher Prinz mit Krone und Zepter, mit kostbarem Schmuck und oft auch mit einer Palme.

Quelle: Erhard Gorys, Lexikon der Heiligen, München (2005)